Tuesday, October 24, 2006

Diffuse Gegendemonstration

Antje Sievers demonstrierte in Berlin gegen den Al-Quds-Marsch. Hier ihre Eindrücke:
Zum alljährlich wiederkehrenden Al-Quds-Tag marschierten am Samstag, dem 21.10.06 ca. fünfhundert Islamisten über den Kurfürstendamm in Berlin und demonstrierten für die Vernichtung Israels.Die Hardcore-Burka-Fetischistinnen vorweg, die Palituchträger hinterher, liebevoll geleitet und beschützt von der Berliner Polizei; derselben, die sich zwar fast in die Hosen macht, wann immer sie es mit der Hisbollah zu tun hat, sich dafür aber letztes Jahr mutig ins Zeug legte, als es galt, den Gegendemonstranten das Schwenken von Israelflaggen zu verbieten. Das sei doch schließlich eine unnötige Provokation! Was diese Islamistenhorde zusammenschweißt, ist der unbedingte Wille zur Vernichtung des Judenstaates, und Dank der Feigheit der EU werden sie auch in Kürze über die notwenigen Waffen für diese Mission verfügen.Ihr Führer (und selten war dieser Begriff so angebracht) mag ein durchgeknallter iranischer Emporkömmling sein, der aussieht, als würde er sich bei KIK einkleiden - man muss dennoch anerkennen, dass sie keine politischen Gegner fürchten und genau wissen, wofür sie eintreten.Was man von den ca. zweihundert Gegendemonstranten leider nicht behaupten kann.Das "breite Bündnis gegen den internationalen Al-Quds-Tag" ist ein bisschen gegen dies und ein bisschen gegen jenes, Krieg ist immer Scheiße, islamischer Terror ist irgendwie voll böse, soweit ist man sich einig. Ansonsten steht man auch hier und heute wie überall in Deutschland für das unbedingte Recht auf Kritik am israelischen Staat.Von einer iranischen Rednerin ist erstaunlicherweise zu erfahren, die Existenz Israels sei doch von niemandem in Frage gestellt worden, auch die keines anderen Staates auf der Welt. Worum es heute geht, das ist anscheinend die Befindlichkeit der iranischen Oppositionsbewegung. Andere Demonstranten halten ein riesiges Transparent, auf dem sie Islamismus mit amerikanischer Außenpolitik gleichsetzen; ein türkischer Redner behauptet keck, kein Türke in Deutschland würde den Al-Quds-Tag unterstützen. Und so weiter und so fort.Selbst die Rede Cem Özdemirs, der mal auf einen Sprung mit dem Kinderwagen vorbeigeschoben kommt, ist nicht länger oder inhaltsreicher als die Lebensspanne zwischen dem Coming-Out eines iranischen Homosexuellen und seinem Ende an einem Teheraner Baukran.Sind wir wirklich den weiten Weg nach Berlin gekommen, um uns diese breite Palette von politischen Realitätsverlust anzuhören? Obendrein will uns die hennarote Mutter Vernünftig von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft das Schwingen unsere schönen aufblasbaren Keulen mit Davidsstern verbieten, die wir extra für diesen Anlass auf der Dizengoff gekauft haben.Irgendein Milchbart schreit noch kurz bevor die Islamistendemo angerauscht kommt, er warne die Gegendemonstranten vor "blinder Loyalität" gegenüber Flaggen. Die Islamischen Faschisten wissen indessen, dass sie nichts zu befürchten haben.Wer solche Feinde hat, braucht keine Freunde.
Quelle: http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=3600&ref=0
adf-berlin

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