Wednesday, February 01, 2017

Ditib-Moschee in Stuttgart-Feuerbach: Muslimischer Verein rückt in den Fokus

Die aktuellen Bespitzelungsvorwürfe gegen einige Imame in Deutschland rücken für die Freien Wähler auch den Ditib-Verein der Türkisch-Islamischen Gemeinde zu Stuttgart in ein neues Licht. Die Fraktion erhofft sich von der Stadtverwaltung und dem Staatsschutz beim Landeskriminalamt (LKA) deshalb Aufklärung und hat einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat eingereicht.
Den Freien Wählern geht es um zwei wesentliche Punkte. Zunächst wolle man von der Stuttgarter Stadtverwaltung wissen, welche Erfahrungen sie mit dem Ditib-Verein bisher gemacht habe, und wie sie die Verbindungen der Ditib-Moschee in Feuerbach zum türkischen Staat einschätze. Darüber hinaus beantragte die Fraktion einen Bericht des Staatsschutzes beim LKA, in dem dargelegt wird, was der Staatsschutz über Ditib wisse. Ausschlaggebend für die Abfrage seien laut Jürgen Zeeb, dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler, die aktuellen politischen Ereignisse. Berichten zufolge sollen einige Ditib-Prediger (Imame) Menschen bespitzelt haben, die mit der Bewegung des Erdogan-Gegners Fethullah Gülen sympathisieren sollen. Dazu aufgerufen haben soll die Religionsbehörde Diyanet in Ankara, die die Imame nach Deutschland entsendet, und der der Ditib-Verband untersteht. Die Vorwürfe haben damit die Bundesanwaltschaft auf den Plan gerufen, die nun wegen Spionageverdachts beim bundesweiten Dachverband der Moscheengemeinden Ditib ermittelt.
 http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.ditib-moschee-in-stuttgart-feuerbach-muslimischer-verein-rueckt-in-den-fokus.72b68aef-7ad4-4a79-a2f5-d406e49eed00.html

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