Wednesday, December 25, 2013

Gleiche unter Gleichen

In rein “privater” Mission unterwegs ist Catherine Ashton, dienstlich verrufen als Hohe Außenbeauftragte der EU, in Bethlehem und Jerusalem. Vertreter der Reisenden betonten zwar, “no diplomatic meetings will be held with either Palestinian or Israeli officials”, gleichwohl nahm sie mit und neben Abu Mazen als “Ehrengast” an einer Messe in Bethlehem teil.
Der “Palästinenserpräsident”, dessen vierjährige Amtszeit bereits über neun Jahre andauert, hatte zuvor in einer “Weihnachtsbotschaft” Jesus Christus zum “Palästinenser” erklärt und Israel scharf angegriffen. “We celebrate Christmas in Bethlehem under occupation”, klagte der gleiche Abu Mazen, der Journalisten, die für israelische Zeitungen arbeiten, den Zutritt zur Stadt untersagte.
Der Despot von Ramallah, der in der nächsten Woche voraussichtlich erneut öffentlich mit Terroristen knutschen wird, an deren Händen das Blut zahlreicher Menschen klebt, und seine “private” Besucherin, die sich nicht scheut, “natürliches Wachstum” des Judentums als “besorgniserregend” zu verurteilen, wurden in Bethlehem begrüßt durch Fuad Twal, den lateinischen Patriarchen von Jerusalem.
Der katholische Geistliche fiel zuletzt auf als Vermieter illegal errichteten Wohnraums, der Krokodilstränen vergoß, als ein zwei Jahre zuvor zugestellter Räumungsbefehl, gegen den er auf dem Rechtsweg nichts unternommen und den er seinen “palästinensischen” Mietern absichtsvoll verschwiegen hatte, endlich vollstreckt wurde. In Bethlehem erklärte er nun, für den “Palästinenserpräsidenten” zu beten.
Daß Catherine Ashton sich mit solchen Gestalten als Repräsentantin Europas trifft, ist schlimm genug. Sucht und genießt sie freilich auch noch “privat” deren Nähe, stellt sie damit eine moralische Verkommenheit unter Beweis, die Europa peinlich sein sollte.
tw24

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