Sunday, June 22, 2014

Abu Mazens gespielte Trauer


“Palästinenserpräsident” Abu Mazen hat gegenüber der Tageszeitung Haaretz den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, den gewaltsamen Tod dreier “palästinensischer” Jugendlicher in der vergangenen Woche zu verurteilen. Die “Palästinenser” waren bei Zusammenstößen mit israelischen Sicherheitskräften getötet worden, die nach “palästinensischen” Terroristen suchten.
“I said the kidnapping was a crime, but does that justify the killing of three Palestinian teens in cold blood?’ Abbas asked, adding, ‘What does Netanyahu have to say about the killings? Does he condemn it?’”
Die aggressive Wortwahl, Abu Mazen wirft israelischen Sicherheitskräften “kaltblütigen Mord” vor, verrät die tatsächliche Absicht des “Palästinenserpräsidenten”. Er selbst bedauert den Tod der drei Jugendlichen nicht, er ist ihm offenkundig ein willkommener Anlaß, einmal mehr Israel und dessen Streitkräfte zu dämonisieren. Billigste Propaganda ist es, Entführte und Getötete gleichzusetzen.
Während die ersteren in der Tat Opfer eines Verbrechens sind, ist die Lage bei letzteren, so bedauerlich ihr Tod auch sein mag, alles andere als eindeutig. Sie wurden eben nicht “kaltblütig” hingemordet, sondern wurden getötet, während sie sich an “Protesten” beteiligten, die sich ganz unmittelbar gegen israelische Maßnahmen zur Verbrechensbekämpfung richteten. Diese “Proteste” waren zudem nicht friedlich.
Auf ihrer Suche nach drei vor einer Woche verschleppten israelischen Jugendlichen wurden die Sicherheitskräfte des jüdischen Staats immer wieder selbst angegriffen, Steine flogen auf sie, Brandsätze wurden auf sie geworfen. Daß sie in einer solchen Situation zur Selbstverteidigung von ihrer Schußwaffe Gebrauch machen, ist nicht nur nachvollziehbar. Es verwundert vielmehr deren zurückhaltender Einsatz.
“Palästinensische” Kinder, Jugendliche und Erwachsene wachsen in einem Klima auf, das Attacken auf israelische Sicherheitskräfte ebenso wie auf Zivilisten beständig einfordert und feiert, Terroristen gelten als Vorbilder. Anfang März 2013 erschien die vom Regime in Ramallah herausgegebene Zeitung Al-Hayat al-Jadida mit einem Titel, den die ebenfalls “staatliche” Agentur WAFA so beschreibt:
“The main headline in al-Hayat al-Jadida over a picture that went across the page of a Palestinian throwing a rock at Israeli soldiers from a close distance in one of the West Bank protests said: ‘Together as one man with the prisoners and against the settlements.’”
alhayat130302
Die angegriffenen Soldaten auf dem Zeitungsphoto ducken sich weg. Die auf sie geworfenen Steine wären gleichwohl ein Grund, die Angreifer mit Waffengewalt abzuwehren. Darf nun ein “Präsident”, dessen Medien unverblümt dazu auffordern, “together as one man” israelische Sicherheitskräfte anzugreifen, zu ermorden, darüber klagen, daß die genau das nicht immer wehrlos hinnehmen?
Der israelische Premier täte gut daran, Abu Mazens Aufforderung zu ignorieren. Der “Palästinenserpräsident” trägt am Tod der drei “palästinensischen” Jugendlichen mehr Verantwortung als jeder beteiligte israelische Soldat. Kaltblütig hetzen er und sein Regime “Palästinenser” auf israelische Sicherheitskräfte, die nach Entführern und deren Opfern suchen. Tote kalkuliert Ramallah ein, Abu Mazen sehnt sie herbei.
tw24

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