Als
die Polizisten kurze Zeit später in dem Parkgelände eingetroffen seien,
hätten sie eine aufgelöste Frau aus Afghanistan vorgefunden, die der
deutschen Sprache jedoch nicht mächtig gewesen sei, teilte die
Pressestelle der Polizei mit. Eine Familienangehörige des Opfers habe
übersetzt und den Sachverhalt so dargestellt: Die beiden Frauen seien im
Park spazieren gegangen, als sie von einer Gruppe Männer angesprochen
und beschimpft worden seien. Grund dafür sei nach Angaben der
Übersetzerin gewesen, dass sie kein Kopftuch getragen hätten und dies
aus Sicht der Männer ein Zeichen von Unsittlichkeit darstellen würde.
Nach Angaben der Familienangehörigen sei es zur verbalen und dann noch
zur handfesten Auseinandersetzung zwischen dem Opfer und einem der
jungen Männer gekommen. Die Frau sei äußerlich nicht verletzt gewesen,
habe aber über Schmerzen geklagt und sei ambulant behandelt worden, so
Polizeisprecher Uwe Voigt auf OAZ-Anfrage.
Die
Männer wurden beim Eintreffen der Beamten nicht mehr angetroffen,
wurden aber in unmittelbarer Nähe des Geländes von den Beamten
festgestellt. Die Polizei ermittelt nun gegen einen 41-Jährigen aus
Afghanistan wegen Beleidigung, Nötigung und Körperverletzung.
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