Thursday, February 14, 2019

Asylbehörde entdeckte im Vorjahr 677 Messer

Die tödlichen Messerstiche an der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn in Vorarlberg in der vergangenen Woche - die „Krone“ berichtete ausführlich - löste einmal mehr eine Sicherheitsdebatte rund um unsere Amtshäuser aus. In diesem Zusammenhang wartet jetzt das Bundesasylamt mit einer erschreckenden Bilanz auf.Führerschein, Reisepass und andere Dokumente sind bei Amtswegen mit Sicherheit förderlich - Messer, Scheren, Werkzeug und Co. wohl eher nicht. Und dennoch pilgerten im Vorjahr die Kunden des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) mit einer ganzen Reihe verbotener Gegenstände in die Amtshäuser. Unterm Strich wurden knapp 12.000 Objekte (Nadeln, Metallspieße, Scheren und Werkzeug) entdeckt - aber auch 677 Messer, wie eine aktuelle Statistik zeigt.Die Zahl der „relevanten Vorfälle“ wird in der Jahresbilanz ebenfalls erfasst: Demnach wurden drei Mitarbeiter tätlich angegriffen, acht bedroht oder eingeschüchtert. Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Mitarbeiter der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn durch die Hand eines türkischen Asylwerbers wird landauf, landab um die Sicherheit in Verwaltungsgebäuden heftig diskutiert.Für Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) zeigt die aktuelle Statistik „dass die Umsetzung der Sicherheitsmaßnahmen ein wichtiger und richtiger Schritt war“. „Die Sicherheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl hat für mich obersten Stellenwert.“Zum Sicherheitskonzept für das Bundesamt zählen etwa bauliche Maßnahmen, wie die Trennung der Wartebereiche von den Büros sowie die Einrichtung von Zutrittsschleusen.Technische Installationen wie Alarmanlagen und ein elektronisches Zutrittskontrollsystem gehören ebenfalls dazu. Auch gebe es Evakuierungs- oder Notfallplanungen, um Mitarbeiter vor „herannahenden Gefahren“ zu schützen. Ein Sicherheitsdienst kümmert sich um den Eingangsbereich.
https://www.krone.at/1863508

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