Wednesday, March 27, 2013

Die Türkei fordert von Israel 1 Million US-Dollar Entschädigung für jeden auf der Mavi-Marmara getöteten Aktivisten



Die Türkei verlangt, dass Israel jeder Familie der Terror-Aktivisten die während der Auseinandersetzungen mit IDF-Soldaten im Mai 2010 auf dem illegalen Gaza-Flottillen-Schiff “Mavi-Marmara” getötet wurden, 1 Million US-Dollar Schadensersatz zahlt. Israel ist jedoch mit diesen Bedingungen nicht einverstanden, und bietet jeder Familie 100.000 US-Dollar für jeden getöteten sog. “Friedens-Aktivisten” an. Die unterschiedlichen Auffassungen und abweichenden Ansichten über das, was an Bord des türkischen Schiffes in der Nacht des Einsatzes der Marine geschah, sind nur ein Teil einer breiteren Diskussion. Schließlich hatte die sog. Gaza-Flottille versucht, illegal Israels maritime Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen. Nachdem der Kapitän des Schiffes “Mavi Marmara” sich mehrmals geweigert hatte, den Kurs des Schiffes zu ändern, enterten Soldaten der Marine das Schiff. Nachdem sie das Schiff von einem Hubschrauber aus an einem Seil hängend erreicht hatten, wurden die Soldaten von den sich an Bord befindenden sog. Friedens-Aktivisten mit Waffen angegriffen und teilweise schwer verletzt. In Notwehr gebrauchten die Soldaten ihre Waffen, wobei 8 türkische Staatsbürger und ein türkischstämmiger Amerikaner getöte wurden. Sofort nach dem Vorfall, bestellte der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, den Botschafter Israels in Ankara zu sich ein und beendete die Beziehungen zu Israel. Trotz zahlreicher Versuche durch Israel, weigerte sich die türkische Regierung in den letzten drei Jahren die Beziehungen wiederherzustellen. Der türkische Ministerpräsident forderte eine vollständige, formale Entschuldigung von Israels Premierminister Netanyahu, sowie eine finanzielle Entschädigung für die Familien der bewaffneten Männer die bei dem Einsatz getötet wurden.Erdogan forderte außerdem, dass die israelische Regierung ihre Blockade des Gazastreifen – eine nationale Sicherheitsmaßnahme um zu verhindern, dass Terroristen Waffen für ihre Angriffe auf israelische Zivilisten und Soldaten einschmuggeln können – aufheben soll. Der Türkische Außenminister Ahmet Davutoglu, sagte am Dienstag am Rande einer Versammlung der Arabischen Liga in Doha: “Wir haben an Israel drei Bedingungen für die Normalisierung der Beziehungen, eine Entschuldigung, finanzielle Entschädigung und die Aufhebung der Gaza-Blockade. Wie Sie wissen, entschuldigte sich Premierminister Netanyahu offiziell und sagte, es würden die notwendigen Schritte unternommen werden und die Blockade aufgehoben.” Netanjahu hatte sich am Freitagnachmittag auf persönliche Intervention von US-Präsident Barack Obama, in einem Telefongespräch mit dem türkischen Premierminister Erdogan, für die Geschehnisse auf der “Mavi Marmara” entschuldigt. Am Dienstag sagte Erdogan im türkischen Parlament, dass Ankara sich künftig stärker in die “Lösung des palästinensischen Problems involvieren, und somit eine neue Gleichung herbeizuführen werde.” Die Blockade des Gasastreifen ist jedoch nach wie vor, eine Frage der nationalen Sicherheit für Israel, die Verhindern soll das Waffen und Munition Gaza erreichen. Aus diesem Grunde erklärte der Leiter des israelischen National Security Council, Yaakov Amidror, am Sonntag auch unverblümt, dass die Blockade nicht aufgehoben würde. Zur Zeit verhanden Teams beider Länder (angeführt vom türkischen Staatssekretär Feridun Sinirlioglu, ein ehemaliger Botschafter in Israel) und Israel (angeführt von Joseph Ciechanover) über die Wiederherstellung der Beziehungen. Beide vereinbarten in dieser Woche ein treffen, um über die Frage der finanziellen Entschädigung und andere Themen zu diskutieren.
Redaktion IsraelNachrichten

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