Friday, March 23, 2018

Lutherische Bischöfe besuchen vom Verfassungsschutz erfasste Moschee

Bischöfe der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands besuchten die „Islamische Gemeinde Nürnberg”. Foto: Facebook/Evangelische Kirche in Deutschland
Bischöfe der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands besuchten die „Islamische Gemeinde Nürnberg”. Foto: Facebook/Evangelische Kirche in Deutschland

Auf Kritik stößt ein Besuch von lutherischen Bischöfen in der Islamischen Gemeinde Nürnberg. Der Grund: Sie wird vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet und hat Verbindungen zur Muslimbruderschaft. Das Treffen fand während der Bischofskonferenz der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) vom 17. bis 19. März in Nürnberg statt. Dabei habe man, so heißt es in einer VELKD-Pressemitteilung, „engagiert über Pluralität innerhalb des Islam“ diskutiert. Anschließend habe der Leitende Bischof der VELKD, Landesbischof Gerhard Ulrich (Schwerin), für die Gastfreundschaft gedankt: „Sie haben uns teilhaben lassen an Ihren Glaubenserfahrungen und Ihrer Gemeinschaft.Wie der Pressesprecher des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz (München), Markus Schäfert, auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte, taucht die muslimische Gemeinde seit 2005 durchgehend im Verfassungsschutzbericht auf. Es gebe „hinreichende Anhaltspunkte, die den Extremismus innerhalb der Islamischen Gemeinde Nürnberg belegen, insbesondere die Tätigkeit des aktuellen Imams Abdullah al-Jalladi, der aufgrund seines Werdegangs mit hoher Wahrscheinlichkeit das extremistische Gedankengut der ,Islamischen Gemeinschaft in Deutschland‘ (IGD) verbreitet“. “Die Nürnberger Gemeinde sei dieser IGD zugeordnet. Die IGD versuche „durch politisches Engagement in Deutschland ihre von der Ideologie der Muslimbruderschaft geprägten Ziele zu erreichen“. Die Anhänger der IGD seien bemüht, Verbindungen zur Muslimbruderschaft öffenlich zu vermeiden: „Die Bestrebungen der ,Islamischen Gemeinschaft in Deutschland’ richten sich gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland.“ Die Ideologie der Muslimbruderschaft sei auf die Errichtung islamischer Herrschaftsordnungen ausgerichtet. Das angestrebte politische System weise deutliche Züge eines totalitären Herrschaftssystems auf. Ein Großteil der ideologischen Grundsätze der Muslimbruderschaft sei „somit unvereinbar mit den im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland verankerten Prinzipien der Demokratie, des Rechtsstaats und einer auf der Menschenwürde basierenden politischen Ordnung“.
https://www.idea.de/frei-kirchen/detail/lutherische-bischoefe-besuchen-vom-verfassungsschutz-erfasste-moschee-104686.html

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