Thursday, March 05, 2015

"Großbritannien ist der Feind des Islam" - Ein Monat des Islam in Großbritannien: Januar 2015

Von Soeren Kern
"Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben bedeutet Islam nicht Frieden, sondern vielmehr die ausschließliche Unterwerfung unter Allahs Befehle. Darum glauben Muslime nicht an das Prinzip der Meinungsfreiheit, denn ihr Reden und Handeln wird von der göttlichen Offenbarung bestimmt und richtet sich nicht danach, was Menschen wünschen." — Anjem Choudary, Britischer Islamist.
"Großbritannien ist der Feind des Islam." — Mizanur Rahman, muslimischer Geistlicher in Palmers Green, im Norden Londons.
"Brüder und Schwestern, wir wären nicht hier, wenn nicht die kafir [Nichtmuslime] in unser Land gekommen, unsere Leute getötet und vergewaltigt und unsere Bodenschätze geplündert hätten … Hört auf, die Freiheit auf ein solches Podest zu stellen." — Aysh Chaudhry, muslimischer Rechtsanwaltsanwärter bei der Londoner Anwaltssozietät Clifford Chance.
"Das Unternehmen ist einer inklusiven Kultur verpflichtet, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Überzeugungen effizient zusammenarbeiten und selbstbewusst ihr Potenzial entfalten." — Ein Unternehmenssprecher von Clifford Chance.
Oxford University Press hat seine Autoren davor gewarnt, in ihren Büchern Schweine oder Würste zu erwähnen, um die Beleidigung von Muslimen zu vermeiden.
Tarek Kafala, Chef der arabischsprachigen Abteilung der BBC, sagte, der Begriff "Terrorist" sei zu "aufgeladen", als dass man ihn dazu verwenden könne, die Taten der Männer zu beschreiben, die 12 Mitarbeiter des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo töteten.
"Wir wissen, dass extremistische Handlungen nicht repräsentativ sind für den Islam; aber wir müssen zeigen, was statt dessen repräsentativ ist." — Eric Pickles, Großbritanniens Minister für Kommunen und lokale Selbstverwaltung, in einem Brief an 1.000 Imame, in dem er um ihre Hilfe im Kampf gegen Extremismus bittet.
Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung einiger der wichtigsten Ereignisse, die etwas mit dem Islam oder mit ihm zusammenhängenden Themen zu tun haben, und die sich alle im Januar 2015 in Großbritannien zutrugen. Sie sind in drei Themenstränge unterteilt:
1. Islamischer Extremismus
2. Britischer Multikulturalismus
3. Muslimische Integration in die britische Gesellschaft.

1. Islamischer Extremismus

Am 7. Januar verteidigt der in Großbritannien geborene Islamist Anjem Choudary den dschihadistischen Terrorangriff auf das Büro der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo. In einem Kommentar, der von USA Today veröffentlicht wurde, schreibt er:
"Entgegen einem weit verbreiteten Irrglauben bedeutet Islam nicht Frieden, sondern vielmehr die ausschließliche Unterwerfung unter Allahs Befehle. Darum glauben Muslime nicht an das Prinzip der Meinungsfreiheit, denn ihr Reden und Handeln wird von der göttlichen Offenbarung bestimmt und richtet sich nicht danach, was Menschen wünschen."
"In einer immer instabileren und unsichereren Welt sind die möglichen Konsequenzen einer Beleidigung des Propheten Mohammed allen Muslimen und Nichtmuslimen bekannt. Warum also hat die französische Regierung es der Zeitschrift Charlie Hebdo erlaubt, weiterhin Muslime zu provozieren, und somit die Unversehrtheit ihrer Bürger aufs Spiel gesetzt?"
In einem Interview, das er am 13. Januar dem libanesischen Fernsehsender Murr gibt, bemerkt Choudary, dass laut dem islamischen Scharia-Gesetz jeder, der den Propheten Mohammed beleidigt, mit dem Tode bestraft werden soll. Er fügt hinzu: "Möge Allah [die Angreifer] ins Paradies aufnehmen."
Auch der muslimische Kleriker Mizanur Rahman aus Palmers Green im Norden Londons verteidigt die dschihadistischen Angriffe in Paris und erklärt am 9. Januar: "Großbritannien ist der Feind des Islam." In einer Rede vor Zuhörern in London – die über einen Livestream übertragene Rede wird zudem von Tausenden Anhängern im Internet verfolgt – sagt Rahman, die Karikaturisten bei Charlie Hebdo seien der "Beleidigung des Islam" schuldig und hätten deshalb "nichts anderes erwarten können". Er ergänzt:
"Das, was in Frankreich passiert, ist ganz klar ein Krieg. Diese Karikaturen sind Teil des Kriegs, Teil einer psychologischen Kriegsführung. Eine solche Haltung ist untragbar. Man weiß, was passiert, wenn man Mohammed beleidigt."
Rahman (der auch als Abu Baraa firmiert) war gerade auf freien Fuß gesetzt worden, nachdem er und Anjem Choudary im September 2014 wegen des Verdachts von terroristischen Straftaten verhaftet worden waren. Beide Männer streiten jeglichen Gesetzesbruch ab, gegen sie wurde keine Anklage erhoben.
Wie der Guardian am 17. Januar berichtet, hat ein harter Kern von etwa 30 britischen Frauen, die nach Syrien gereist sind, um sich dort dem Islamischen Staat anzuschließen, versucht, Frauen in Großbritannien dazu anzustiften, dort Terroranschläge auszuführen. Laut dem Bericht priesen sie unverhohlen den Anschlag auf Charlie Hebdo und forderten mehr Blutvergießen, darunter das Köpfen von westlichen Bürgern.
Der Bericht zitiert ein 16 Jahre altes Mädchen aus Manchester, das die Morde auf Twitter feierte, und eine zweite Britin, die die Taten mit den Worten begrüßte:
"Möge Allah den beiden Mudschaheddin in Frankreich das höchste Jannah [Paradies] geben und möge Allah ihnen helfen, so viele kafir [abfälliger Begriff für Nichtmuslime] zu töten, wie sie können #ParisShooting Ameen."
Am 16. Januar erscheint ein Foto eines Islamisten aus Luton, wie er gerade in Syrien mit einer AK-47 herumfuchtelt. Abu Rahin Aziz, 32, hatte sich einer 36-wöchigen Gefängnisstrafe, die er hätte antreten müssen, weil er im Londoner West End einen Fußballfan niedergestochen hatte, durch Flucht entzogen. Seit einiger Zeit ruft er über Twitter dazu auf, sich ihm anzuschließen und sich die jüngsten Angriffe in Paris zum Vorbild zu nehmen. In einem Tweet schrieb Aziz, der sich auch Abu Abdullah al-Britani nennt:
"Überlege immer noch, was ich mit meinem #british passport machen soll, könnte ihn verbrennen, das Klo runterspülen. Ich finde, er ist es nicht mal wert, dass man drauf spuckt."
In der Zwischenzeit berichtet The Telegraph, dass ein verurteilter Al-Qaeda-Terrorist mit engen Verbindungen zum Massaker in Paris nicht aus Großbritannien abgeschoben werden kann, weil dies sein Recht verletze, ein Familienleben zu führen. Baghdad Meziane, ein 49 Jahre alter Britisch-Algerier, der im Jahr 2003 zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden war, weil er ein Terrornetzwerk betrieb, welches Dschihadisten rekrutierte und Geld für Al-Qaeda sammelte, wurde fünf Jahre vor Ende seiner Haftzeit aus dem Gefängnis entlassen und durfte zum Haus seiner Familie nach Leicester zurückkehren.
Seither hat Meziane alle Abschiebungsversuche des Innenministeriums erfolgreich abgewehrt, obwohl die Regierung immer wieder bekräftigt, dass er "eine Gefahr für das Vereinigte Königreich" darstelle. Wie The Telegraph weiter schreibt, mussten die britischen Steuerzahler für den Fall Meziane bislang schon Zehntausende Pfund an Gerichtskosten berappen.
Meziane war ein enger Vertrauter von Djamel Beghal, einem in London ansässigen Stellvertreter des Hasspredigers Abu Hamza, dessen Lehren wohl die Inspiration für die Terrorangriffe von Paris waren. Beghal war der Mentor von mindestens zweien der mutmaßlichen Todesschützen — Amedy Coulibaly and Chérif Kouachi —, während diese gemeinsam im Gefängnis saßen. Meziane und Beghal wohnten nah bei einander in Leicester, und einmal versorgte Meziane Beghal mit einem gefälschten Reisepass, der es ihm erlaubte, in ein Trainingslager von Al-Qaeda in Afghanistan zu reisen.
Am 9. Januar berichtet The Telegraph, dass Beghals Ehefrau als Sozialhilfeempfängerin in Großbritannien lebt. Sylvie Beghal, eine Französin, wohnt mietfrei in einem Vier-Zimmer-Haus in Leicester, seitdem sie mit ihren Kindern nach Großbritannien gekommen ist auf der Suche nach einer "islamischeren Umgebung" (denn Frankreich ist in ihren Augen zu anti-muslimisch).
Am 22. Januar warnt der britische Außenminister Philip Hammond, Großbritannien sei einem "sehr beträchtlichen" Risiko eines Angriffs des Islamischen Staats ausgesetzt.
Am 25. Januar sagt Natalie Bennett, Führerin der Partei der Grünen, in der BBC-Sendung "Politik am Sonntag", jemandem, der in Großbritannien lebt, dürfe es nicht verboten sein, sich dem Islamischen Staat anzuschließen. Anlass ihres Kommentars war ein Beschluss der britischen Regierung von Juni 2014, wonach die Mitgliedschaft im Islamischen Staat eine Straftat darstellt. Bennett:
"Dies ist Teil einer Politik, die, glaube ich, noch aus der Zeit des ANC [African National Congress] und der Apartheid in Südafrika herrührt … Wir wollen sicherstellen, dass niemand für seine Meinung oder seine Überzeugungen bestraft wird."
Am 20. Januar warnt der ehemalige Chef des Geheimdienstes MI6, Sir John Sawers, die Briten, sie sollten nicht den Islam beleidigen, wenn sie keine islamischen Terrorangriffe in ihrem Land wollen:
"Wenn man Respektlosigkeit gegenüber den elementaren Werten anderer zeigt, dann provoziert man eine wütende Reaktion … Wir im Westen müssen uns Zurückhaltung auferlegen."
Er fügt hinzu:
"Wenn mich jemand fragt, ob die Torhüter der Sicherheitsdienste und der Polizei jeden einzelnen Schuss aufs Tor abwehren können, sage ich: Nein. Irgendwann wird eine dieser Bedrohungen durchkommen, und es wird in diesem Land einen weiteren Terroranschlag geben."
Am 16. Januar schickt der Minister für Kommunen und lokale Selbstverwaltung, Eric Pickles, einen Brief an 1.000 Imame überall in Großbritannien, in dem er um ihre Hilfe im Kampf gegen Extremismus und Hassprediger bittet. Er bittet sie ferner darum, sie möchten doch den Muslimen erklären, wie der Islam kompatibel sei mit dem Leben als britischer Bürger. In dem Brief heißt es:
"Wir müssen unseren jungen Leuten, die zur Beute der Extremisten werden könnten, zeigen, dass diese ihnen nichts zu bieten haben. Wir müssen ihnen zeigen, das es andere Wege gibt, um Meinungsverschiedenheiten auszudrücken; dass ihr Recht dies zu tun, von eben jenen Freiheiten abhängt, die die Extremisten zerstören wollen. Wir müssen ihnen die Vielzahl von verurteilenden Äußerungen vonseiten der britischen Muslime zeigen; ihnen zeigen, dass diese Männer des Hasses keinen Platz in unseren Moscheen oder an irgendeinem anderen Ort der Andacht haben, und dass sie nicht im Namen der Muslime Großbritanniens oder irgendwo sonst auf der Welt sprechen."
"Sie, als Führer des Glaubens, sind in unserer Gesellschaft in einer einzigartigen Position. Sie haben eine wertvolle Gelegenheit und eine wichtige Verantwortung: Indem Sie erklären, inwiefern der islamische Glaube Teil der britischen Identität sein kann. Wir glauben, dass wir gemeinsam die Chance haben, den wahren Charakter des britischen Islam unserer Zeit herauszustellen. Jetzt sind wir gefordert, noch klarer als je zuvor darzulegen, was es heutzutage bedeutet, ein britischer Muslim zu sein: stolz auf seinen Glauben und auf sein Land. Wir wissen, dass extremistische Handlungen nicht repräsentativ sind für den Islam; aber wir müssen zeigen, was statt dessen repräsentativ ist."
Muslimische Gruppen antworteten, indem sie die britische Regierung beschuldigten, "Islamophobie" zu schüren.
In einer wütenden Replik schreibt der Chef der Ramadhan Foundation, Mohammed Shafiq:
"Ich möchte mein Missfallen über den Brief des Ministers für Kommunen und lokale Selbstverwaltung, des Abgeordneten Eric Pickles, ausdrücken. Der Brief ist paternalistisch, faktisch unwahr und typisch dafür, wie die Regierung Muslime nur durch die Brille des Terrorismus und der Sicherheit betrachtet."
"Wir haben es nicht nötig, von einer Regierung bevormundet zu werden, die behauptet, sie wolle jungen Muslimen eine Alternative zum extremistischen Narrativ bieten, und sich dann weigert, über die Außenpolitik zu diskutieren."
"Was die britischen Werte betrifft: Will Mr. Pickles tatsächlich, wie es die radikale Rechte tut, andeuten, dass die Muslime von der Mehrheitsgesellschaft abgekoppelt seien? Ich hoffe, dass der Minister seine Kommentare klarstellen wird."
In einem Interview mit Sky News sagt Talha Ahmad vom Muslim Council of Britain (MCB):
"Der Brief zeigt alle Anzeichen eines stark getrübten Urteilsvermögens und füttert den islamophoben Narrativ, der einer von ,wir' und ,sie' ist."
In einer Antwort an Pickles schreibt der MCB:
"Wir widersprechen der Implikation, dass Extremismus in Moscheen zu finden ist und dass Muslime nicht genug getan hätten, um den Terrorismus anzugehen, der in unserem Namen verübt wurde."
"Darum haben wir über die Medien geantwortet, dass Sie zu einem gewissen Grad die Auffassung teilen, wonach die Muslime und der Islam von Natur aus von der britischen Gesellschaft getrennt seien. Wir weisen solche Vorstellungen zurück."
"Wir weisen ferner die Andeutung zurück, dass Muslime besondere Anstrengungen zu leisten hätten, um ihre Loyalität zu diesem unserem Land zu beweisen."
Der Präsident des Moscheenrats der Stadt Bradford, Mohammed Rafiq Sehgal, sagt, der Brief sei "aus einer Reihe von Gründen höchst anstößig" und dass er "die muslimische Gemeinde beschuldigt und ins Visier nimmt". Er fügt hinzu:
"Wir fordern Mr. Pickles auf, sich öffentlich bei der muslimischen Gemeinde dafür zu entschuldigen, dass er diesen friedlichen Teil der britischen Gesellschaft in Misskredit gebracht hat. Muslime zu beschuldigen, mag Mr. Pickles und seiner Partei Unterstützung von Wählern der Rechten einbringen, aber es trägt nicht dazu bei, gute Beziehungen der verschiedenen Teile der Gesellschaft zu fördern."
Ministerpräsident David Cameron verteidigt den Brief:
"Offen gesagt finde ich, dass jeder, der den Brief liest und ein Problem mit ihm hat, wirklich ein Problem hat. Ich finde, es ist der vernünftigste, gescheiteste, moderateste Brief, den Eric hätte schreiben können."
"Und offen gesagt hat jeder von uns die Verantwortung, zu versuchen, dieser Radikalisierung etwas entgegenzusetzen und sicherzustellen, dass wir junge Leute davon abhalten, in diesen giftigen, fanatischen Todeskult hineingezogen zu werden, den eine sehr kleine Minderheit von Leuten geschaffen hat."

2. Britischer Multikulturalismus

Am 29. Januar fördert eine neue Recherche von Sky News über die Serie des Missbrauchs von Kindern in Rotherham, einer großen Stadt in Südyorkshire, zutage, dass weiterhin Hunderte neuer Fälle auftauchen. Im August 2014 hatte der sogenannte Alexis-Jay-Bericht entdeckt, dass zwischen 1997 und 2013 mindestens 1.400 Kinder sexuell missbraucht worden sind, größtenteils von muslimischen Gangs, und dass sowohl die Kommunalverwaltung in Rotherham als auch die Polizei in Südyorkshire es versäumt hatten, sich dem Problem anzunehmen, weil sie die politisch korrekte Sorge hatten, als "Rassisten" oder "Islamophobe" gebrandmarkt zu werden.
Sky News berichtet, dass den Behörden Hunderte weitere Fälle bekannt seien, die nicht im Jay-Bericht aufgeführt wurden, und dass zudem in den vergangenen Monaten Hunderte weitere Fälle entdeckt worden seien. Ein Opfer sagt Sky News: "[Der sexuelle Missbrauch] geht immer noch weiter, und jetzt vielleicht sogar noch schlimmer, weil sie das besser verstecken müssen."
Am 26. Januar wird bekannt, dass Krankenhäuser in ganz Großbritannien es jeden Tag mit mindestens 15 neuen Fällen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM) zu tun haben, und dass das Problem in Birmingham besonders gravierend ist. Ärzte im städtischen Heartlands-Krankenhaus enthüllten, dass pro Woche sechs Patientinnen zu ihnen kämen, die der Prozedur unterzogen wurden, und dass sie es in den letzten fünf Jahren mit mindestens 1.500 Fällen zu tun gehabt hätten. Obwohl FGM in Großbritannien seit 1984 verboten ist, hat es noch nie eine Verurteilung gegeben.
Am 25. Januar äußert Tarek Kafala, Chef der arabischsprachigen Abteilung der BBC, der Begriff "Terrorist" sei zu "aufgeladen", als dass man ihn dazu verwenden könne, die Taten der Männer zu beschreiben, die 12 Mitarbeiter des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo töteten.
In einem Interview mit The Independent sagt Kafala:
"Wir versuchen es zu vermeiden, irgendjemanden als ,Terroristen' zu bezeichnen oder eine Tat ,terroristisch' zu nennen. Statt dessen sagen wir, dass ,zwei Männer bei einem Angriff auf das Büro einer Satirezeitschrift 12 Menschen töteten.' Das reicht, wir wissen, was das bedeutet und was es ist."
"Terrorismus ist so ein aufgeladenes Wort. Die UNO müht sich seit mehr als einem Jahrzehnt, den Begriff zu definieren und schafft es nicht. Das ist sehr schwierig. Wir wissen, was politische Gewalt ist, Mord, Bombenanschläge oder ein Amoklauf, und wir beschreiben das. Das ist viel informativer, glauben wir, als wenn wir ein Wort wie ,Terrorist' benutzen würden, das die Leute als wertend betrachten."
Kafalas Stellungnahme liegt in Einklang mit den redaktionellen BBC-Richtlinien zur Berichterstattung über Terrorismus. Dort heißt es:
"[Die BBC] untersagt nicht den Gebrauch des Worts. Wir verlangen jedoch, dass sein Gebrauch seitens einer Stimme der BBC gründlich bedacht wird. Es gibt Wege, den ganzen Schrecken und die menschliche Tragweite von Akten des Terrors zu schildern, ohne das Wort ,Terrorist' zur Beschreibung der Täter zu verwenden."
"Das Werturteil, das dem Gebrauch der Wörter ,Terrorist' oder ,Terrororganisation' häufig zugrunde liegt, kann zu einer Inkonsistenz bei ihrem Gebrauch führen und bei den Zuhörern und Zuschauern Zweifel an unserer Neutralität wecken. Es kann darum besser sein, von einem mutmaßlichen Akt des Terrors oder des Terrorismus zu sprechen, als ein Individuum oder eine Gruppe so zu benennen."
Am 20. Januar reicht eine christliche Krankenschwester Klage gegen ihren Arbeitgeber ein; sie war vom Dienst suspendiert worden, weil sie für eine muslimische Kollegin gebetet hatte. Victoria Wasteney, 37, eine Ergotherapeutin im John Howard Center, einer psychiatrischen Klinik im Osten Londons, sagt, sie habe einer anderen Krankenschwester helfen wollen, die wegen andauernder gesundheitlicher Probleme und familiärer Angelegenheiten verzweifelt sei. Wasteney hatte ihrer Kollegin Enya Nawaz die Hand aufgelegt und gebetet: "Gott, ich vertraue darauf, dass Du Frieden und Heilung bringen wirst." Das Krankenhaus suspendierte Wasteney wegen "Belästigung und Mobbing".
Wasteney:
"Ich bin keine radikale Evangelikale. Ich bin nicht antimuslimisch. Ich glaube an die Redefreiheit, und ich habe immer geglaubt, dass wir sensibel gegenüber dem Glauben und den Gefühlen des anderen sein sollten."
"Es ist lächerlich, dass die Leute nun meinen, dass man über Religion oder den eigenen Glauben nicht mehr offen reden kann. Wollen wir an dem Punkt anlangen, wo Menschen sich nicht mehr trauen, ihre Kollegen und Freunde von der Arbeit zu Ereignissen wie der Taufe ihres Kindes oder einer Hochzeit einzuladen, aus Angst, sie zu beleidigen?"
Am 19. Januar wird bekannt, dass die – christliche – Freie Durham-Schule geschlossen wird, nachdem Inspektoren der Regierung zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sie es versäume, den Schülern zum Verständnis "britischer Werte" zu verhelfen und sie "für das Leben im modernen Großbritannien vorzubereiten". In dem Bericht heißt es: "Einige Schüler hegen diskriminierende Ansichten über Menschen, die einen anderen Glauben, andere Werte und andere Ansichten haben als sie selbst."
Lehrer sagen, das Urteil sei in höchstem Maße unfair und basiere lediglich auf dem Kommentar eines einzigen Schülers, der die falsche Antwort gegeben habe, als er von den Inspektoren gefragt worden sei, was ein Muslim sei.
Seine Antwort enthielt offenbar eine Anspielung auf Terrorismus. Das christliche Ethos der Schule, so die Lehrer weiter, mache sie zu einem leichten Ziel für Beamte, die demonstrieren wollten, dass sie die von der Regierung ausgegebene Agenda der Vielfalt fördern.
Die britische Regierung hat beschlossen, die christliche Freie Durham-Schule zu schließen, nachdem ein Schüler die falsche Antwort gab, als Inspektoren ihn fragten, was ein Muslim sei. (Foto: Durham Free School)
Derweil warnt Oxford University Press (OUP) seine Autoren davor, in ihren Büchern Schweine oder Würste zu erwähnen, um Muslime nicht zu beleidigen. Das wurde während einer Podiumsdiskussion über Redefreiheit publik, die der Radiosender BBC 4 im Zuge der dschihadistischen Angriffe in Paris veranstaltete.
Moderator Jim Naughtie sagte:
"Ich habe hier einen Brief, der von OUP an Autoren geschickt wurde, die Bücher schreiben, die sich an ein jugendliches Publikum richten. Der von OUP autorisierte Text verbietet u.a. folgendes: Schweine, Würste und alles, was als Schweinefleisch wahrgenommen werden könnte."
Dazu bemerkt ein Sprecher von OUP:
"Unsere Materialien werden in fast 200 Ländern verkauft, darum halten wir einige Autoren von Unterrichtsmaterial dazu an, die kulturellen Unterschiede und Empfindlichkeiten mit Respekt zu betrachten."

3. Muslimische Integration

Am 14. Januar attackiert Zack Davies, 25, in einem Supermarkt der Tesco-Kette im nordwalisischen Mold einen 24 Jahre alten Sikh namens Sarandev Bhambra mit einer Machete. Bhambra wird schwer verletzt. Der Angriff wird von britischen Zeitungen anfänglich als "eine rassistisch motivierte Tat" eines Rechtsextremisten von "White Power" dargestellt.
Später wird bekannt, dass Zack Davies in Wahrheit ein muslimischer Konvertit ist und sich Zack Ali nennt. Am Morgen des Angriffs hatte Ali die Attacke auf seiner Facebookseite angekündigt: "Der Zorn Allahs wird über die kafir [Ungläubigen] kommen, ich werde Rache nehmen." Dazu postete er vier Verse aus dem Koran, die zur Gewalt gegen Nichtmuslime aufrufen.
Am 23. Januar befindet ein Geschworenengericht den 24 Jahre alten Fhaim Bhayat aus Thornhill Lees, einem Distrikt von Dewsbury, West-Yorkshire, für schuldig, einen Elfjährigen mehrfach sexuell missbraucht zu haben, zuerst im Wald, später in einer Moschee. Richter Neil Clark, der Bhayat zu einer Gefängnisstrafe von zwei Jahren verurteilt, sagt: "Sie haben diesen Jungen missbraucht, nachdem Sie ihm gedroht haben, niemandem etwas davon zu sagen, und die Übergriffe kamen nur deshalb ans Licht, weil sein Vater Sie in der Moschee allein mit ihm im Dunkeln entdeckt hat. Was Sie getan haben, hat schwere Folgen für einen unschuldigen Jungen dieses Alters."
Am 27. Januar verurteilt ein Richter am Staatsgericht Newcastle vier muslimische Jugendliche zu einer Haftstrafe im Jugendgefängnis. Sie hatten gestanden, einen 41-jährigen Juden im benachbarten Gateshead angegriffen zu haben. Balawal Sultan, 18, Kesa Malik, 19, Hassnain Aliamin, 18 – alle aus dem Ort Newcastle-upon-Tyne – und ein 17-jähriger bekannten sich für schuldig, einen rassistisch motivierten tätlichen Angriff verübt zu haben, und sagten, dieser sei durch den arabisch-israelischen Konflikt motiviert gewesen.
Am Vorabend des Angriffs hatte Sultan eine SMS verschickt, in der er schrieb, er gehe "Juden klatschen" und einen Freund fragte: "Kommst du mit nach Gateshead, ein paar Juden kaputtschlagen?" Später lauerte er mit den drei anderen hinter einem Lieferwagen dem Opfer auf und schlug zu, als sich der Mann auf dem Heimweg befand.
Staatsanwalt Bridie Smurthwaite sagt:
"Die Angeklagten sind extra in die Gegend von Gateshead gereist, wo es Angehörige der jüdischen Gemeinde gibt, in der bestimmten Absicht, einige von ihnen zu treffen … Das Opfer wurde ausgewählt, weil es traditionelle jüdische Kleidung trug, einen schwarzen Anzug, ein weißes Hemd und einen schwarzen Hut."
Richter Brian Forster sagt:
"Ich hoffe, dass dieser Fall ein klares Signal an jeden sendet, der versucht ist, sich in gleicher Weise zu benehmen. Die Gerichte werden unter keinen Umständen eine Situation dulden, in der Menschen wegen ihrer Rasse oder Religion angegriffen werden."
Ebenfalls im Januar erklärt ein radikaler Imam, der aus jener Moschee stammt, die auch die Mörder des Soldaten Lee Rigby besuchten, er werde die BBC verklagen, weil diese ihn als einen "Extremisten, der zu religiöser Gewalt ermuntert" bezeichnet hätte.
Grund der Klage, die Shakeel Begg, Chef des Islamischen Zentrums in Lewisham im Südosten Londons, erheben will, ist eine Äußerung des Moderators der Sendung "Politik am Sonntag", Andrew Neil. In einer Ausgabe, die bereits im November 2013 ausgestrahlt wurde, hatte Neil gesagt, der Imam habe den Dschihad als "die größte aller Taten" gepriesen.
Am 11. Januar veröffentlicht ein muslimischer Rechtsanwaltsanwärter der in London ansässigen Anwaltssozietät Clifford Chance auf YouTube ein 21-minütiges Video, in welchem er die Nichtmuslime für die dschihadistischen Angriffe von Paris verantwortlich macht. Aysh Chaudhry, 22, sagt darin:
"Brüder und Schwestern, wir wären nicht hier, wenn nicht die kafir [Nichtmuslime] in unser Land gekommen, unsere Leute getötet und vergewaltigt und unsere Bodenschätze geplündert hätten … Dies, Brüder und Schwestern, müssen wir verstehen. Wir müssen uns von dem rechtfertigenden Ton verabschieden und Vertrauen in den Islam haben, anderenfalls werden wir Sklaven sein."
"Wir müssen die Brille der westlichen Kultur absetzen, durch die wir blicken, und auf die Angriffe auf den Islam so antworten, wie es in unseren Augen richtig ist. Hört auf, die Freiheit auf ein Podest zu heben. Sie ist ein Wert, der aus dem säkularen, liberalen Glauben stammt. Wir brauchen die Werte einer bankrotten Ideologie nicht."
"Wir werden berauscht von der Kultur der kafir und ihren Überzeugungen und klammern uns an sie. Ihr wisst jetzt, zu wem ihr gehört, wenn ihr einer von denen seid, die sagen: ,Ich würde dafür sterben, deine Freiheit zu schützen und glaube an die Redefreiheit'."
Ein Unternehmenssprecher von Clifford Chance, einer der renommiertesten Anwaltskanzleien der Welt, sagt dazu:
"Das Unternehmen ist einer inklusiven Kultur verpflichtet, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft und Überzeugungen effizient zusammenarbeiten und selbstbewusst ihr Potenzial entfalten."
Zum Schluss noch das: Am 29. Januar startet die Polizei in Bradford eine Fahndung nach einem unbekannten weißen Mann, der im Bus abfällige Kommentare über den Islam gemurmelt haben soll. Der Vorfall, der von der Polizei als ein Verstoß gegen die öffentliche Ordnung gewertet wird, soll sich am 8. Januar zwischen 22.00 Uhr und 22.20 Uhr im Bus der Linie 576 zwischen Halifax und Bradford zugetragen haben. Der Mann trug eine schwarze Wollmütze und eine schwarze Jacke, die möglicherweise auch etwas rot war.
 gatestoneinstitute

Wider naive Toleranz

 Hatune Dogan kümmert sich um Flüchtlinge, die vor dem syrischen Bürgerkrieg und dem Terror des Isalmischen Staates fliehen. Ihr Buch ist ein Appell an die westliche Welt, den radikalen Islam nicht zu unterschätzen

Hatune Dogan besucht Menschen, die vor dem Terror des Islamischen Staates (IS) geflohen sind. Die Geschichten, die die Ordensschwester hört, sind kaum zu ertragen – und ein Appell an den Westen. Eine Rezension von Jonathan Steinert

[...] Dogan gibt nicht nur ihre Erfahrungen aus den Flüchtlingslagern wieder. Sie zieht auch Schlussfolgerungen daraus. Das macht das Buch hochaktuell und politisch brisant. Denn der Bürgerkrieg in Syrien und die Untaten des IS betreffen Deutschland unmittelbar und längerfristig. Die deutsche Gesellschaft steckt mitten in einer Debatte darüber, wie sie mit Muslimen und dem Islam umgeht.
Dogan warnt davor, diese Frage auf die leichte Schulter zu nehmen. „Leider weiß ich aus meiner eigenen Erfahrung, dass die extremen Vertreter eines radikalen Islam weder Gewalt noch Verfolgung scheuen, um ihre Sicht der Dinge durchzusetzen. Und sie sind auch bei uns unterwegs.“ Sie fragt, ob Europa stark genug ist, um „einem möglichen Druck zur Islamisierung“ eigene Werte entgegenzusetzen. Ihre Zweifel sind zwischen den Zeilen nicht zu überlesen.
Mit leidenschaftlich deutlichen Worten nimmt sie die Christen hierzulande in die Pflicht, den eigenen Glauben zu vertreten und auf Menschenrechtsverletzungen hinzuweisen, statt „in blinder Naivität“ alles zu tolerieren. „Je mehr Boden wir als Christen im Zeichen vermeintlicher Toleranz aufgeben, umso stärker wird ein radikalisierender Islam auftreten.“ Sie stellt ausdrücklich klar, dass sie nicht gegen Muslime oder den Islam kämpft. „Aber ich hasse die islamischen Gesetze, weil diese Gesetze menschenverachtend sind.“ Darunter litten sowohl Muslime als auch Andersgläubige.
So drastische Äußerungen wirken angesichts einer politisch allzu korrekten Debattenkultur fast verstörend – aber das tut ihr gut. Verstören sollten vor allem die Beispiele, anhand derer Dogan aufzeigt, wie radikaler Islam für die Menschen aussieht, die in seinem Umfeld leben – und anders glauben. Sie sind ein Appell an den Westen und die Menschen der freien Welt, nicht wegzuschauen und zu beschwichtigen, sondern zu handeln.
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Neu-Ulm: Hetzparolen von muslimischen Grundschülern

Mit schlimmsten Hetzparolen gegen „Ungläubige“ sind muslimische Schüler einer Grundschule in Neu-Ulm aufgefallen. Neun- oder zehnjährige Kinder sagten etwa im Unterricht, dass „Du Christ“ ein schlimmes Schimpfwort sei, dass „man Christen töten muss“ oder dass die Opfer islamistischer Anschläge ihren Tod „verdient“ hätten. Ein weiterer Satz aus Kindermund, dokumentiert von Lehrern: „Juden stehen auf der Stufe von Schweinen.“ Diese Aussagen fielen nach Angaben der Schulleitung bei Diskussionen in vierten Klassen über die Terroranschläge von Frankreich, bei denen im Januar 17 Menschen getötet worden waren. Das Thema habe auch die Schüler beschäftigt. Doch was manche der muslimischen Schüler dabei äußerten, hat die Lehrer alarmiert und zur Ursachenforschung bewegt.Ein schulinterner Bericht kommt zu dem Schluss, dass Kinder, die einen großen Teil ihrer Freizeit in bestimmten muslimischen Einrichtungen verbringen, dort so indoktriniert werden, „dass sie keiner anderen Religion gegenüber Respekt zollen dürfen“. Die brisantesten Aussagen stammen laut Schulleitung von Kindern, die eine örtliche Moschee besuchen, die dem Verband Islamischer Kulturzentren (VIKZ) angehört. Der VIKZ gehört zu den größten muslimischen Dachverbänden Deutschlands und betreibt auch in der Region zahlreiche Einrichtungen, darunter Internate. Ein Sprecher der Moschee sagte auf Anfrage unserer Zeitung, er könne sich nicht erklären, wie die Kinder zu den fraglichen Aussagen kommen. Genau dies versucht nun die Kriminalpolizei herauszufinden. Ein Polizeisprecher bestätigt, dass die Behörden von den Vorfällen an der Schule Kenntnis haben und diese klären wollen. Die Grundschule hat ein breites Maßnahmenpaket beschlossen, um der bedenklichen Entwicklung entgegen zu treten.
augsburger-allgemeine

UK: Pakistani missbrauchen Mädchen „am Fließband“

 sexringallmen
In England haben Banden muslimischer Männer meist pakistanischer Abstammung seit den neunziger Jahren Tausende Mädchen zu Sexsklavinnen gemacht. Jetzt ist eine Kontroverse über die Frage entbrannt, welche Rolle die muslimische Kultur und Religion sowie die frauenverachtende Einstellung vieler Männer bei den Verbrechen spielt. Oft kamen die Täter ungestraft davon, denn manche Behörden drückten beide Augen zu, um sich nicht dem Verdacht der Fremden- und Islamfeindlichkeit auszusetzen. Allein in der nordenglischen Kleinstadt Rotherham (Grafschaft Süd Yorkshire) wurden zwischen 1997 und 2014 mehr als 1.400 Kinder zu Opfern sexueller Gewalt. Zum Teil wurden elfjährige Mädchen zunächst mit Alkohol und Geschenken gefügig gemacht und dann von mehreren Männern entführt, geschlagen, eingeschüchtert und vergewaltigt. In der mittelenglischen Grafschaft Oxfordshire wurden mehr als 370 Mädchen „am Fließband“ missbraucht, wie es die Londoner Zeitung „The Times“ darstellt. Jugendämter, die sich der Opfer annahmen, sprechen von einem „unbestreitbaren“ Zusammenhang mit Männern pakistanischer Herkunft. Ein Bericht macht die „muslimische Kultur“ für die Missstände verantwortlich. Premierminister David Cameron beklagte, dass viele Organisationen und Bürger einfach weggeschaut hätten. Nach einem Gespräch mit Opfern versprach er durchgreifende Maßnahmen. In Oxford waren 2013 sieben Männer – fünf Pakistanis und zwei Afrikaner – wegen 59 Sexualverbrechen verurteilt worden – zum ersten Mal auch zu einer lebenslänglichen Haftstrafe.
In einem Leserbrief an die Times weisen Repräsentanten von Hindus und Sikhs darauf hin, dass nicht nur „weiße“ Mädchen zu Opfern wurden, sondern auch Minderjährige ihrer Religionsgemeinschaften. Sie appellieren an den konservativen Premierminister, zu klären, „warum so viele junge Muslime in Großbritannien eine solch verächtliche Einstellung zu Frauen anderer Gemeinschaften an den Tag legen“. Sie sähen nicht-muslimische Mädchen als „billige Spielzeuge“ an.

 idea

Isis möglich ? SPD beantragt gemeinsames Fastenbrechen in München

Nichts Neues aus der Hauptstadt der Bewegung: 
Die bayerische Landeshauptstadt München soll nach dem Willen der SPD-Stadtratsfraktion künftig offiziell zum gemeinsamen Fastenbrechen im Ramadan einladen. Ein solcher Empfang, zu dem Vertreter muslimischer Religionsgemeinschaften, der christlichen Kirchen und anderer Glaubensgemeinschaften gebeten werden sollen, diene dem Dialog und der Begegnung zwischen den verschiedenen Konfessionen, teilte die Fraktion am Donnerstag mit.
Außerdem setze München damit “ein klares Zeichen gegen die Ausgrenzung religiöser Gruppierungen”.
 islamiq

Hanau zeigt Schau mit islamkritischen Zeichnungen unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen

Unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen wird in Hanau eine Ausstellung mit teils religionskritischen Zeichnungen gezeigt. Zu sehen sind rund 220 Werke der Karikaturisten Achim Greser und Heribert Lenz. Darunter befinden sich auch eine Mohammed-Karikatur und Zeichnungen, die sich kritisch mit dem Islam auseinandersetzen. «Ich kann nicht ausschließen, dass sich irgendjemand beleidigt fühlt», sagte Kurator Claudio Hils am Donnerstag in Hanau. Die Ausstellung wird vom 14. März an erstmals in Hessen im Schloss Philippsruhe gezeigt.Die Stadt Hanau hatte im Januar für Schlagzeilen gesorgt, weil sie nach den Attentaten von Paris die Schau erst abgesagt und nach Protesten doch wieder die Planungen aufgenommen hatte. Hintergrund waren Bedenken wegen erhöhter Kosten für die Sicherheit. Hanau investiert 120 000 Euro für ein Schutzkonzept mit einem privaten Sicherheitsdienst. Es wurde mit der Polizei erarbeitet.
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Grüne Naivität

        “We won’t accept a Jewish state.”
        Abu Mazen, “moderate Muslim”, 4. März 2015
Vor wenigen Tagen machte eine Meldung die Runde, die hätte aufhorchen lassen müssen. Im UN-Sicherheitsrat wurde darüber beraten, die Souveränität der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) über Gaza wiederherzustellen, die Abu Mazen, der Chef der “Behörde”, ja durchaus beansprucht, läßt er sich als “Palästinenserpräsident” bezeichnen.
Im Sommer 2007 hatten Hamas-Gangster in dem Küstenstreifen einen Bürgerkrieg, den wohlwollende Medien zum “Bruderkrieg” verniedlichten, angezettelt und die glücklicheren Repräsentanten der PA um ihre Ämter gebracht, die weniger glücklichen um Gesundheit oder Leben. Zahlreiche “Palästinenser” suchten Schutz in Israel, der ihnen auch gewährt wurde.
Seither baute der “palästinensische” Ableger der Ikhwan Gaza zu einem Rückzugsort für Terroristen aus, bereitete mehrere Kriege gegen Israel vor und führte sie – nach eigenen Angaben erfolgreich. Darüber ruinierten die Islamisten die Infrastruktur, bereicherten sich an der Not der Zivilbevölkerung und pflanzten ihre Ideologie in die Köpfe von immer mehr Kindern.
Man sollte meinen, ein “Palästinenserpräsident”, der in der westlichen Welt gern die Friedenstaube gibt, hätte diese Entwicklung mit einiger Besorgnis verfolgt und würde daher erfreut reagieren, vom UN-Sicherheitsrat bei der Wiederlangung der Macht über Gaza unterstützt zu werden. Abu Mazen, mancherorts auch als Mahmoud Abbas bekannt, reagierte anders:
“Palestinian Authority President Mahmoud Abbas rejected an international effort to impose his government’s rule on the Gaza Strip [..].”
Dabei hat sich sogar bis nach Deutschland herumgesprochen, was sich in Gaza ändern müßte: “Gaza darf nicht mehr von der Hamas und anderen Extremisten als Waffenlager missbraucht werden.” Mit seiner Flucht vor einer international unterstützten Übernahme von Verantwortung hat Abu Mazen sich erneut als Hamas-Pate erwiesen. Er überläßt Gaza den Islamisten.
Wer unter diesen Umständen wie Omid Nouripour in einem Meinungsbeitrag für Die Welt fordert, “auf palästinensischer Seite gilt es, die PLO und Abbas zu stärken”, hat nicht begriffen, daß Abu Mazen mitsamt seiner terroristischen PLO Teil des Problems ist und nicht von dessen Lösung. Er will letztere doch gar nicht, hätte sie bei vielerlei Gelegenheiten haben können.
 tw24

Wednesday, March 04, 2015

Deutschland, Deine Anti-Rassisten: Judennase war gestern, was ?



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Grünes Licht für Iran an der Schwelle zur Atommacht?

Von Yaakov Lappin
Das Hauptproblem des möglichen Abkommens mit dem Iran ist, dass es diesem gestatten würde, eine größere Menge Uran anzureichern – eine Fähigkeit, die es ihm erlaubt, in kürzerer Zeit mit der Herstellung von Atomwaffen zu beginnen.
Der Zweck eines Vertrags aber sollte es sein, es dem Iran schwerer zu machen, Atomwaffen zu entwickeln. Laut Informationen, die von den Gesprächen nach außen gedrungen sind, wird die im Raum stehende Übereinkunft einen großen Teil von Irans bekannten Zentrifugen zur Urananreicherung intakt lassen.
Solch ein Abkommen bietet keinerlei Gewähr, dass dieselbe Infrastruktur nicht später dazu benutzt wird, den Iran zügig in die Phase zu katapultieren, wo er Atomwaffen produzieren kann.
Eine Übereinkunft, die für Israel akzeptabel ist, ist eine, die Jerusalem genügend Zeit für den Fall gibt, dass der Iran vertragsbrüchig wird.
Nach den Bedingungen, die der derzeitigen Vereinbarung zugrunde zu liegen scheinen, wäre die Zeit jedoch nicht ausreichend – was bedeutet, dass Israel sich nicht durch das Abkommen gebunden fühlen müsste.
Israel lehnt nicht die Idee eines Abkommens überhaupt ab, sondern bloß jenes bestimmte, das offenbar derzeit in den diplomatischen Gesprächen diskutiert wird.
In der Zwischenzeit entwickelt der Iran sein Arsenal ballistischer Raketen immer weiter, die als Träger für nukleare Sprengköpfe benutzt werden könnten.
Und iranische Offizielle prahlen bereits damit, dass sie vier arabische Hauptstädte kontrollieren.
Das sich anbahnende Abkommen mit dem Iran bedeutet nichts Gutes.
In den vergangenen Monaten äußerten Vertreter des israelischen Sicherheitsapparats in privaten Gesprächen bereits ihre Besorgnis über die Vereinbarung, die die Obama-Administration und das iranische Regime im Begriff sind auszuhandeln.
Kreise im Verteidigungsministerium, die mit der komplexen, von Irans Streben nach Atomwaffen ausgehenden Bedrohung vertraut sind, sind darum bemüht, politische Stellungnahmen zu vermeiden, und erklären statt dessen ohne Umschweife, warum das Abkommen, in der Form, wie es sich abzeichnet, eine riesige Gefahr darstellt – für die Sicherheit Israels ebenso wie derjenigen anderer Staaten des Nahen Ostens, die den hegemonialen Bestrebungen des Iran im Wege stehen.
Lässt man die vielen technischen Einzelheiten, die Teil des Gesamtbilds von Iran Atomaktivitäten sind, einmal außen vor, dann ist das wesentliche Problem dieses möglichen Abkommens, dass es dem Iran gestatten würde, eine größere Menge Uran anzureichern – eine Fähigkeit, die es ihm erlaubt, in relativ kurzer Zeit mit der Herstellung von Atomwaffen zu beginnen.
Der Zweck eines Vertrags aber sollte es sein, es dem Iran schwerer zu machen, Atomwaffen zu entwickeln. Israel lehnt nicht die Idee eines Abkommens überhaupt ab, sondern lediglich jenes bestimmte, das offenbar derzeit in den diplomatischen Gesprächen diskutiert wird.
Die Stärke oder Schwäche jedes Abkommens hängt davon ab, wie viel Zeit den USA oder Israel für eine Reaktion bleiben würde, falls der Iran das Abkommen bricht. Eine Übereinkunft, die für Israel akzeptabel ist, ist eine, die Jerusalem genügend Zeit für den Fall gibt, dass der Iran vertragsbrüchig wird.
Nach den Bedingungen, die der derzeitigen Vereinbarung zugrunde zu liegen scheinen, wäre die Zeit jedoch nicht ausreichend – was bedeutet, dass Israel sich nicht von dem Abkommen gebunden fühlen müsste.
Laut Informationen, die von den Gesprächen nach außen gedrungen sind, wird die im Raum stehende Übereinkunft einen großen Teil von Irans bekannten Zentrifugen zur Urananreicherung intakt lassen.
Für Israel steckt in dieser ungünstigen Entwicklung die Möglichkeit, dass eine kritische Bedrohung von strategischer Bedeutung sich zu einer existenziellen auswächst. Ein solches Abkommen gäbe der iranischen Atomindustrie international grünes Licht, böte aber keinerlei Gewähr, dass dieselbe Infrastruktur nicht später dazu genutzt würde, den Iran in kurzer Zeit in die Lage zu katapultieren, Atomwaffen herstellen zu können.
Es sieht derzeit ganz danach aus, dass sowohl Teheran als auch Washington ein Abkommen wollen; der Iran möchte sich von den Wirtschaftssanktionen befreien, deren Auswirkungen dazu beigetragen haben, ihn an den Verhandlungstisch zu bringen; und Präsident Barack Obama scheint darauf aus zu sein, ein Erbe internationaler Diplomatie zu hinterlassen, einen Mechanismus, der Konflikte löst.
Doch die Vorstellung, dass der Iran von seinem Ziel, Atomwaffen zu besitzen, ablassen könnte, oder dass er einen Vertrag mit lockeren Bedingungen als irgendetwas anderes betrachten könnte denn als eine Pause auf dem Weg zur Atombombe, entspricht einfach nicht der Wirklichkeit.
Irans Oberster Führer Ajatollah Khamenei hält unbeirrt an der Idee eines die Region beherrschenden iranisch-schiitischen Imperiums fest. Der Iran und sein Netzwerk von hochgerüsteten Handlangern – die im Irak, im Jemen, im Libanon und in Syrien aktiv sind und dabei sind, viele weitere Länder zu unterwandern – hat die eskalierenden Konflikte befeuert und bereits einen unübersehbaren Beitrag dazu geleistet, dass der Nahe Osten heute so gefährlich instabil ist. Der Iran scheint darauf zu setzen, dass seine Stellvertreter eines Tages seine Agenda der Expansion unter dem Schirm von Atomwaffen in die Wirklichkeit werden umsetzen können.
Gleichzeitig aber sieht Khamenei wohl die vielen Hindernisse, die den Iran derzeit noch von Atomkapazitäten trennen. Dazu gehören (laut internationalen Medienberichten) eine Reihe von verdeckten Operationen, die Irans nuklearen Fortschritt verzögert haben; internationale Wirtschaftssanktionen; und die glaubhafte Androhung militärischer Gewalt von Seiten Israels.
Die Folge ist, dass der Iran offenbar bislang kurz vor dem Erreichen der Phase der Produktion von Atomwaffen gestoppt hat.
Nicht gestoppt hat er hingegen die Urananreicherung im großen Stil. Die Zentrifugen laufen weiter, und ihre Zahl wächst und wächst. Die Erforschung und Entwicklung von neueren, effizienteren Zentrifugen schreitet rasch voran. Mit beunruhigender Geschwindigkeit wächst mithin Irans Fähigkeit, Uran anzureichern. Auch die Anlage in Arak, die dazu genutzt werden kann, Plutonium herzustellen – als den alternativen Weg zu Atomwaffen – bleibt aktiv.
Im Schwerwasserreaktor im iranischen Arak kann auch Plutonium hergestellt werden. (Foto: Wikimedia Commons)
Der Iran muss sich nun entscheiden, ob er sein Atomprogramm verlangsamen soll, um im Gegenzug eine Lockerung der Sanktionen zu erreichen. Sollten sich die Berichte über die großzügigen Bedingungen des von der Obama-Administration angebotenen Abkommens als wahr erweisen, wird der Iran wohl kaum der Verlockung widerstehen, einen Vertrag zu unterschreiben, der ihn weiter im Besitz jener Komponenten lässt, die notwendig sind, um – zu einem Zeitpunkt seiner Wahl – einen zügigen Durchbruch zur Phase der Atomwaffenproduktion zu erzielen.
In der Zwischenzeit entwickelt der Iran auch sein Arsenal ballistischer Raketen weiter, die als Träger für nukleare Sprengköpfe benutzt werden können. Er besitzt bereits gut 400 ballistische Raketen, die Israel treffen können, und arbeitet daran, Raketen mit Feststoffantrieb zu entwickeln, die eine noch größere Reichweite von 2.000 bis 2.500 km haben.
Darüber hinaus vergrößert der Iran sein Netzwerk regionaler Stellvertreter. Die Hisbollah im Südlibanon ist die am stärksten bewaffnete Terrorgruppe der Welt, mit einem Arsenal von über 100.000 auf Israel gerichteten Raketen. Viele davon – darunter auch Lenkwaffen – werden auf Bestellung der Hisbollah in der iranischen Waffenindustrie produziert und über ein internationales Waffennetzwerk, das von der Al-Quds-Einheit der Revolutionsgarden kontrolliert wird, in den Libanon geschmuggelt.
Mit der Hilfe des Iran hat die Hisbollah in jüngster Zeit in den Süden Syriens expandiert und strebt danach, dort eine zweite Basis zu errichten, von der aus sie Israel bedrohen kann.
Derweil verstärkt der Iran seine Kontrolle über das Regime des syrischen Präsidenten Bashar Assad in Damaskus; dessen Überleben hängt mittlerweile völlig vom Iran ab.
Auch Irans Hegemonie über das schiitische Regime im Irak ist in den letzten Monaten noch einmal dramatisch gewachsen, da Bagdad den Iran benötigt, um sich gegen den (sunnitischen) "Islamischen Staat" zur Wehr zu setzen.
Der Iran kontrolliert ferner die jemenitische Hauptstadt Sana'a, nachdem die von ihm unterstützten Houthi-Rebellen dort einmarschiert sind. Die Houthis können nun den Bab-al-Mandab bedrohen, eine strategisch wichtige Wasserstraße, durch die vier Prozent des weltweit täglich produzierten Öls transportiert werden.
Mit Beirut, Damaskus, Bagdad und Sana'a kontrolliere der Iran vier arabische Hauptstädte, prahlen iranische Offizielle unverhohlen.
Diese Entwicklungen und der sich abzeichnende Atomdeal beunruhigen nicht nur Israel. Ägypten, Saudi-Arabien und die kleineren Golfstaaten sind gleichermaßen alarmiert – wenn nicht noch mehr.
Währenddessen rückt die Hamas, die sich vom letzten Krieg gegen Israel erholt, zurück in den iranischen Orbit. Der Palästinensische Islamische Dschihad war ohnehin immer eine iranische Marionette.
Khamenei hat offen erklärt, dass er beabsichtigt, palästinensische Terrorgruppen im Westjordanland zu bewaffnen.
Zusammengenommen bedeuten all diese Entwicklungen, dass ein "schlechter" Atomdeal – einer, der es dem Iran erlaubt, einen substanziellen Teil seiner Infrastruktur zur Urananreicherung zu behalten – nicht nur den Status des Iran als einem Land an der Schwelle zur Atommacht zementieren, sondern auch seinem Streben nach Vergrößerung seines Einflusses im Nahen Osten und darüber hinaus weiteren Antrieb geben würde.
 gatestoneinstitute

Rettet die Sphinx!

 http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/f6/Great_Sphinx_of_Giza_-_20080716a.jpg
PIC:  en.wikipedia.org
Aus Mossul im Norden des Irak erreicht die übrige Welt ein entsetzlicher Film. Fünf Minuten lang ist zu sehen, wie streng nach islamischer Sitte gekleidete Männer im Museum der Stadt Mossul Kunstwerke zerstören. Es handelte sich um unersetzliche Schätze des kulturellen Welterbes der Menschheit, um höchst wertvolle Werke aus altorientalischer Zeit, die Mehrzahl aus den nahen Grabungsstätten, denn das heutige Mossul ist das biblische Ninive. Zu erkennen ist unter anderem, wie Männer mit Vorschlaghämmern wild um sich schlagen. Wie eine einzigartig schöne assyrische Skulptur, ein Lamassu, etwa 2.700 Jahre alt, mit einem Presslufthammer zu kleinen Steinbröckchen geschreddert wird. Der Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin, Markus Hilgert, ordnet diesen Verlust für die Menschheit ein: „Das ist so, als würde jemand die Sphinx in Ägypten zerstören.“[...]Im Video erklärt ein IS-Mitglied, die Statuen hätten Assyrern und anderen Völkern der Vielgötterei gedient, daher seien sie zu vernichten. Das sei Allahs Wille. Doch das ist höchstens die halbe Wahrheit – auch hier geht es um einen Handel. Nicht Aktien, nicht Optionen, nicht Rohstoffe werden hier taxiert, sondern es geht um ein perverses Tauschgeschäft. Der Grauen erregende Film wurde wohl genau jetzt lanciert, weil die Vereinten Nationen den Handel mit antiken Kulturgütern gebrandmarkt und verboten haben. Durch den Verkauf von Antiken finanzierte der „Islamische Staat“ aber zu größeren Teilen seinen Völkermord. Der andere große Teil der Einnahmen dieses selbsternannten Kalifats auf irakischem und syrischem Boden war übrigens der Verkauf von Rohöl – auch der wurde nun wohl deutlich eingedämmt. Die Einbußen scheinen Wirkung zu zeigen, und deswegen greifen die Männer des „Islamischen Staates“, die sich selbst als strenggläubige Sunniten sehen, zu neuen Waffen. Auch in Mossul ist offenbar bekannt, wie viel Geld derzeit an den Börsen der Welt verdient wird. Sie und ich – wir alle sollen gezwungen werden, einen möglichst großen Teil unserer Gewinne als Gegenleistung für die Rettung des gemeinsamen Menschheitserbes – der Kultur! – exakt denjenigen in die Hand zu geben, die die Welt augenscheinlich in ein bildungsloses Zeitalter zurückbomben wollen wie einst die Roten Khmer in Kambodscha. Ganz nebenbei: Am 2. Februar 2015 wurde mutmaßlich auf Befehl derselben Menschen, die das Museum von Mossul schänden ließen, eine der größten und ältesten chaldäisch-katholischen Kirchen der Welt, die „Kirche der Jungfrau Maria“ in die Luft gesprengt. Hätten Sie’s gewusst? Und lassen Sie uns einen kleinen gedanklichen Abstecher nach etwas weiter südlich machen. Rein hypothetisch gedacht – was würden die Schergen des „Islamischen Staates“ wohl mit der Grabeskirche in Jerusalem machen, falls sie Israel militärisch besiegen könnten und nachdem sie dann – zweifelsohne! – unter den Menschen jüdischen Glaubens ein Blutbad, das sich wohl nur mit Auschwitz vergleichen ließe, angerichtet hätten? Was geschähe dann mit der Geburtskirche Christi in Bethlehem? Mit dem Baha’i-Tempel in Haifa? Mit dem Georgskloster im Wadi Qelt? Genug, die Realität ist schrecklich genug. Mit Menschen wird genauso verfahren wie mit unersetzlichen Kunstwerken, das sei hier nicht vergessen. Ein Blick nach Nigeria genügt. Die legitimen Erben der kambodschanischen Khmer nennen sich dort Boko Haram. Täglich werden dort junge Männer entführt und bestialisch ermordet, zumeist Christen, und die Täter sind fast ausnahmslos Menschen, die den Koran buchstabengetreu auslegen und daraus die Notwendigkeit ableiten, ihre Mitmenschen abzuschlachten wie Vieh. Junge Frauen werden übrigens auch entführt, doch sie werden zwangsislamisiert und zwangsverheiratet. An die rund 200 Schülerinnen einer christlichen Schule im Norden Nigerias, alle unter 14 Jahre alt, die im vorigen Jahr verschleppt wurden, erinnern wir uns noch so eben. Natürlich wurden sie nicht freigelassen. Die Eltern der Mädchen bekommen stattdessen von Boko Haram regelmäßig gemeldet, wie viele ihrer Töchter bereits schwanger sind – um Krieger zu gebären. Ja, in Deutschland wäre all dies undenkbar. Und ja, die Form des Islam, die in Mossul so entsetzliche Folgen zeitigt, wird hierzulande von islamischen Verbänden so wortreich wie glaubwürdig kritisiert. Erschreckend ist indes, dass auch das entsetzlichste Handeln des „Islamischen Staates“ durch die medinische Lesart des Korans gedeckt ist. Die unersetzlichen Kulturgüter wurden also von Männern zerstört, die – auch – als Moslems anzusprechen sind. Die Gutmenschen unter uns dürfen nun erschauern, doch das ändert nichts an den Tatsachen.
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Deutschland soll zu Armeniermord Position beziehen

Eine klare Positionierung der Bundesregierung zum Völkermord an den Armeniern hat der Gründungsdirektor des Potsdamer Moses Mendelssohn Zentrums (MMZ), Julius H. Schoeps,  anlässlich des 100. Gedenkjahres zu dem Genozid im Osmanischen Reich gefordert. Der renommierte Historiker erwartet von der Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches, sich angemessen den damaligen Geschehnissen zu stellen. Eine direkte Beteiligung der deutschen Militärs an der Planung und Durchführung des Genozids sei bis heute zwar umstritten. „Doch die kaiserliche deutsche Regierung hätte den Völkermord an den Armeniern verhindern können“, sagte Schoeps im Berliner Abgeordnetenhaus. Der Historiker erwartet nun, dass die Bundestagsabgeordneten ungeachtet der Haltung des Bündnis- und Wirtschaftspartners Türkei eine Resolution auf den Weg bringen, in der die Mitverantwortung des Deutschen Reiches am Genozid an den Armeniern anerkannt wird.
 pnn

“Solche Gesichter tun Deutschland nicht gut.”

Ein Brief der Journalistin Kirsten Serup-Bilfeldt an Uwe-Karsten Heye und den Vorstand der Initiative „Gesicht zeigen“ nach einem Interview Heyes für den Deutschlandfunk am 27. Februar 2015.

Sehr geehrter Herr Heye,
ich hörte am vergangenen Freitag im Deutschlandfunk Ihr Interview, in dem es um Josef Schusters Rat an Juden ging, in bestimmten Stadtvierteln deutscher Großstädte auf das Tragen der Kippah zu verzichten.
Deutlich wurde dabei Ihre Ansicht, dass Juden hierzulande wieder um Leib und Leben fürchten müssen, weil – so wörtlich: „sich in Deutschland Flüchtlinge sammeln, die traumatisiert zu uns kommen, die den Schrecken von Kriegshandlungen im Nahen Osten erleben mussten. Wer da in Gaza lebte oder lebt oder Freunde und Verwandte hat, der wird ein anderes Israel-Bild haben als wir Deutschen mit unserer eigenen Geschichte…“
Diese Assoziationskette wiederholten Sie mehrfach. Die „Logik“ dahinter muss man erst einmal durchschauen: sie ist nichts anderes als eine Mischung aus Arglist und Naivität. Sie gründet offenbar auf der Überzeugung, die Juden hätten die augenblickliche Situation des real existierenden muslimischen Antisemitismus selbst verschuldet. Ihrer Deutung folgend tragen Juden selbst die Verantwortung dafür, dass es – wie etwa im letzten Juli – zu Vorfällen kam, bei denen diejenigen, die „ein anderes Israel-Bild haben“, Kippahträger bedrohten, tätlich angriffen und „Hamas, Hamas, Juden ins Gas“ sowie „Kindermörder Israel“ brüllten.
Auffallend auch die Tatsache, dass Sie immer von „Flüchtlingen“ sprechen. Die große Mehrheit der hier lebenden Muslime besteht keineswegs aus Flüchtlingen, sondern lebt oftmals seit mehreren Generationen hier. Und genau auf diese Gruppe zielte Herrn Schusters Appell.
Überdies verschweigen Sie, dass aus Gaza keine Flüchtlinge nach Deutschland / Europa kommen können. Es dürfte Ihnen bekannt sein, dass Ägypten bereits unter Mubarak die Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten geschlossen hat. Das am Rande.
Bleibt festzuhalten: der Krieg in Gaza ist für Judenfeinde jeglicher Couleur ein willkommenes Ventil, um sich mit antisemitischen Pöbeleien Gehör zu verschaffen. Die Ausbreitung des Antisemitismus in Europa ist zum großen Teil ein Re-Import aus dem muslimischen Raum und mitnichten eine Folge des Nahostkonflikts. Die Wut auf Israel ist größtenteils ideologiegespeist und der muslimische Antisemitismus mit seinen radikalsten Ausprägungen in Gestalt terroristischer Organisationen wie Hamas, Hisbollah und IS sind keine Folgen israelischer Politik.
Schließlich spielen Sie noch auf Ihre Organisation „Gesicht zeigen” an. Doch das Gesicht, das in diesem Interview gezeigt wurde ist das der Verharmlosung von Juden- und Israelfeindschaft.
Solche Gesichter tun Deutschland, Europa und den Juden wahrlich nicht gut.
Mit freundlichem Gruß,
Kirsten Serup-Bilfeldt

 tapferimnirgendwo

Jihadist aus dem Thurgau hält Frau in Syrien fest

Es ist eine schier unglaubliche Geschichte: Ein junges Paar, wohnhaft am Schweizer Bodenseeufer, zieht nach Syrien, er zuerst, im Spätsommer 2014, sie wenig später, bereits schwanger. Er, ein Logistik-Fachmann, schliesst sich dem Al-Qaida-Ableger Nusra-Front an, und er zwingt sie, im Bürgerkriegsland zu bleiben, wo sie ihr Kind gebärt. So schildern das Schweizer Fernsehen und die Stuttgarter Nachrichten den Fall eines 21-jährigen türkischstämmigen Thurgauers und einer 22-jährigen Tübingerin, die zum Islam konvertiert ist. Unglaublich sind nicht nur die Fakten, sondern auch die angeblichen Motive für die Reise. «Sie glaubte fest an einen erholsamen Urlaub vor der Geburt des gemeinsamen Kindes», schreiben die «Stuttgarter Nachrichten». Was mit einer gehörigen Portion Naivität verbunden wäre. Der Fall beschäftigt die Baden-Württemberger und die schweizerischen Ermittlungsbehörden. Die Bundesanwaltschaft in Bern bestätigt auf Anfrage, dass sie seit November 2014 eine Strafuntersuchung führt: «Der Mann gilt als mutmasslicher Jihadreisender. Er hat die Schweiz im Herbst verlassen und wird verdächtigt, nach Syrien gereist zu sein, um sich dort einer terroristischen Organisation anzuschliessen.» Sprecherin Jeanette Balmer sagt aber auch: «Die mutmassliche Festhaltung der Frau aus Tübingen in Syrien ist nicht Gegenstand der schweizerischen Ermittlungen.» Die TV-Sendung «Rundschau» kündigt an, sie werde Tondokumente ausstrahlen, in denen die Frau ihre Familie anfleht: «Ich will nach Hause, bitte helft mir.» Die Rede ist davon, dass sie festgehalten und misshandelt werde. Ihr Mann prahlt in einer anderen Aufnahme: «Ich bin hergekommen, um die Köpfe der Kufar abzuschlagen. Ich bin bereit.» Mit Kufar sind Ungläubige gemeint.Die Verbindung der beiden entstand gemäss dem Schweizer Fernsehen über eine Heiratsvermittlung, doch beide haben Kontakt gehabt zum Verein «Lies – die wahre Religion». Die Lies-Leute sind für ihre Koranverteilungen bekannt, die sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz stattfinden. Mehrere Islamisten, die an den Aktionen beteiligt waren, sind mittlerweile in den Jihad gezogen, so auch der 1995 eingebürgerte Schweiz-Türke aus dem Thurgau. Nach der Heirat in einer radikalen Moschee in Stuttgart und auf einem Thurgauer Standesamt hatte er laut «Rundschau» 2013 mit seiner vollverschleierten Frau in Arbon gewohnt. Die Mietwohnung am Bodensee wurde von den Behörden versiegelt. Die Ex-Bewohner sollen sich mit ihrem Baby in Nordsyrien befinden. Das Gebiet ist umkämpft.
 tagesanzeiger

Made in Germany

Der deutsche Staatsfunk, der den Anspruch erhebt, journalistische Qualität zu liefern, ist ein teurer und schlechter Witz. Die “Berichterstattung” exemplarisch des DLF rund um die jüngste Reise des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu in die USA ist ein Beleg für die wahnhafte Voreingenommenheit, die sich eine Journaille erlauben kann, die keine private Konkurrenz fürchten muß.
Während ausgeblendet wurde, daß selbst mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) die nicht eben israelfreundlichen Vereinten Nationen dem Regime der Islamischen Republik Iran mindestens Intransparenz vorwerfen und ernsthafte Zweifel an allein friedlichen Motiven hinter dessen Atomprogramm hegen, definierte der Kölner Deutschlandfunk sein Niveau beispielgebend so:
“Benjamin Netanjahu ist mal wieder so richtig sauer. Das liegt vielleicht daran, dass Israels Regierungschef ohnehin fast immer sauer auf irgendetwas ist.”
Damit macht der Staatsfunk den israelischen Ministerpräsidenten mit seinen Befürchtungen zur Witzfigur und verharmlost oder leugnet die nicht nur für Israel vom Regime in Teheran ausgehende Bedrohung. “Herr Mützenich”, begrüßt der Journaillist Dirk Müller seinen sozialdemokratischen Gesprächspartner Rolf Mützenich denn auch prompt, “warum nehmen wir Netanjahu nicht ernst?”
Es ist offenbar ein Riesenspaß, wenn das Regime in Teheran wieder und wieder bekräftigt, Israel mitsamt dessen Mehrheitsbevölkerung auslöschen zu wollen, vorher aber noch Wettbewerbe veranstaltet, in denen Opfer des Holocaust verhöhnt werden, und seine Schreckensherrschaft nach innen dadurch absichert, daß es Menschenrechtsaktivisten Anlaß gibt, über eine Rekordzahl von Hinrichtungen zu klagen.
Aber nein, es ist eben nicht die Barbarei der Islamischen Republik, für die sich der deutsche Staatsfunk interessiert, sondern ein Benjamin Netanjahu, dessen Haupteigenschaft offenbar ist, “fast immer sauer auf irgendetwas” zu sein. Wer das Journalismus nennt, kann dann auch an anderer Stelle beharrlich lügen desinformieren. Wer hat Benjamin Netanjahu in die USA eingeladen?
Wer lesen kann, könnte wissen, daß der Likud-Politiker von John Boehner, dem Sprecher des Repräsentantenhauses, “on behalf of the bipartisan leadership of the U.S. House of Representatives and the U.S. Senate” gebeten wurde, im Kongreß über das iranische Kernwaffenprogramm zu sprechen. Wer dem DLF zuhört, erfährt, “der israelische Ministerpräsident hatte ohne Absprache mit dem Weißen Haus vor dem US-Kongress gesprochen – nur auf Einladung der Republikaner”.
Nahmen “wir Netnajahu” vorher “nicht ernst”, sind “wir” hinterher mit – na klar – Michael Lüders ernsthaft entsetzt und fragen fungieren als bloßer Stichwortgeber für den Lobbyisten: “War dieser Auftritt als solcher nicht schon eine Provokation?”“In der Tat! Es war ein sehr provozierender Auftritt”. Und weil das noch nicht reicht, redet er sich in Rage, der zwangsabgabenfinanzierte provozierte Reinhard Bieck:
“Nun hat Netanjahu bedauert, dass manche seinen Besuch im Kapitol parteipolitisch interpretierten. Aber ich bitte Sie, ein Regierungschef mitten im Wahlkampf, eingeladen von einer Partei, die dem eigenen Präsidenten jeden sich bietenden Knüppel zwischen die Beine wirft, ist das denn nicht Parteipolitik pur? Alles andere wäre doch naiv, oder?”
Formuliert so, wer bloß Bestätigung will oder tatsächlich eine Antwort? Michael Lüders jedenfalls langweilte ein wenig und wiederholte nur: “In der Tat!” Abwechslungsreicher immerhin ging es zu, als Christine Heuer, die den Reinhard Bieck einen “Kollegen” nennt, sich ihr “In der Tat!” von Shimon Stein erhoffte, früherem Botschafter Israels in Berlin. Doch der erlaubte sich – dies:
“[W]enn ich mir die Details [anschaue], die wir wissen [..], was rauskommt [..], dann muss ich sagen, viel, viel mehr muss getan werden in Sachen Verifizierung. Viel mehr muss auch getan werden, dass die Fähigkeiten [des Iran] massiv eingeschränkt werden.”
Zwar bezweifelt Shimon Stein, daß Benjamin Netanjahus Rede etwas bewirken könne, seine inhaltliche Zustimmung jedoch bringt die Deutsche aus der Fassung: “Sie stimmen, Herr Stein, Benjamin Netanjahu dann in der Sache zu”? “Übrigens nicht nur ich!” Hätte eine Journalistin nun die Gelegenheit genutzt, über “die Sache” zu reden, bleibt die Journaillistin hartnäckig nur in einer Frage:
“Herr Stein, ich lasse Sie aus der Wahlfrage noch nicht ganz heraus. Die Wähler entscheiden, sagen Sie. Sie sind auch ein Wähler. Wünschen Sie sich einen neuen, einen anderen Ministerpräsidenten?”
Da – endlich! – antwortet der Befragte wie gewünscht: “Selbstverständlich!” Und so markiert dieser Schluß überaus anschaulich, worum es den Deutschlandfunkern nicht geht: um Informationen. Ihr Metier ist so sinn- wie besinnungsloses Eindreschen auf Benjamin Netanjahu und dessen Anliegen, dem sie nicht einmal den Hauch einer Berechtigung einzuräumen bereit sind. Kritischer Journalismus eben.
 tw24

Deutsche Außenpolitik: Ostfront sucht Stalingrad

von Gerrit Liskow
Die gestrige Rede des israelischen Ministerpräsidenten in einer gemeinsamen Sitzung des Repräsentantenhauses und des Senats wirft die Frage nach dem Wesen, Werden und Wirken deutscher Außenpolitik auf, ohne sie auch nur mit einem Wort zu erwähnen.
Ich möchte vorausschicken, dass es zu weit ginge, dem deutschen Außenminister und seiner Behörde in wesentlichen Punkten ihres Handelns Intentionalität zu unterstellen. Denn das würde bedeuten, dass es an dieser deutschesten und wahnhaftesten aller „Polit“-Gattungen irgendetwas gäbe, das ihren Akteurinnen und Akteuren nicht freiwillig-unfreiwillig geschieht.
Drei Themen bestimmen die globale Sicherheitslage und an jedem von ihnen hat die deutsche Außenpolitik einen wenn nicht bestimmenden, so doch bedeutenden Anteil.
Zunächst zu nennen ist die deutsche „Europa“-Politik. Ihr Ergebnis: Millionen Menschen in der EU sind seit Jahren und auf lange Sicht um jede wirtschaftliche Perspektive gebracht. Vor allem im Süden der Euro-Zone stehen Volkswirtschaften vor dem Aus, eine Generation junger Menschen ist praktisch verloren und in der Euro-Peripherie breitet sich eine Armut aus, wie man sie seit dem Zweiten Weltkrieg und der Politik der verbrannten Erde im von Deutschland besetzten Teil Europas nicht mehr gesehen hat.
Das alles ist bekanntlich nichts anderes als das Ergebnis einer völlig egoistischen, völlig verfehlten deutschen Wirtschafts- und Finanzpolitik, die mit der Einheitswährung das Ross namens „Mehr Europa“ (also die paneuropäische Beamtendiktatur unter deutsch-französischer Führung) von hinten aufzuzäumen versucht, indem sie „politische“ Einigung als notwendig zwingende Folge „wirtschaftlicher“ Sachzwänge auszugeben versucht.
Nichts daran ist neu oder überraschend, sondern es wurde schon lange vor der Euro-Einführung davor gewarnt, dass es dereinst so kommen würde, wie es nun gekommen ist. Seit sieben Jahren tritt „Europa“ unter deutscher Führung wirtschaftlich mit Volldampf auf der Stelle und wird global zur Randnotiz. Millionen Menschen müssen seitdem für einen politischen Wahnsinn bezahlen, den die Eurokratie in Brüssel, Paris und Berlin ausgeheckt hat – ob sie das in dieser Form wahrhaben wollen, oder nicht.
Für alle, die nicht zu den unmittelbar Leidtragenden des gescheiterten Freilandversuchs namens „Europa“ gehören, ist der Status quo nicht nur frustrierend, sondern wird nach einer gewissen Zeit auch sterbenslangweilig; darin besteht die einmalige Chance für "noch mehr Europa".
Von daher kann ich jene öffentlich-rechtlichen und halboffiziellen Massenmedien nur zu gut verstehen, die statt von der Krise der EU und ihrer Euro-Zone lieber vom Vermischten berichten und sich ihre Themen eher aus dem Mustopf fischen würden, bevor sie sich und ihr Publikum mit der Erörterung scheinbar unlösbarer Probleme quälen.
Probleme, die zudem nicht gelöst werden sollen, weil eine ganze Kaste amtlicher Menschinnen und Menschen (a.k.a. „Politiker“) nicht von deren Lösung, sondern von deren Management lebt und überflüssig (arbeitslos!) würde, wenn diese Aufgaben gelöst würden.
Die Prognose: Erst, wenn Ihr das letzte Griechenland für deutsche Banken „gerettet“ habt, werdet Ihr feststellen, dass ihr „Europa“ erfolgreich zum Schlusslicht der globalen Wirtschaftsregionen administriert habt, liebe Eurokratinnen und Eurokraten, in ein Pjöngjang mit Öko-Strom und Pfefferminzgeschmack.
Das zweite Gebiet, auf dem die deutsche Ideologie samt ihrer praktischen Anwendung, der Außenpolitik, ruchbar wurde und wird, ist die Ukraine: Hier hat „Europa“ unter deutscher Führung (sowie unter Vorspiegelung falscher Tatsachen) via „Euro-Maidan“ einer neo-faschistischen Clique in den Sattel geholfen um nun das deutsche Einflussgebiet in Europa ungefähr dem Verlauf der Ostfront im Oktober 1942 anzupassen; es ist nur das neue Stalingrad dieser EU-Ostfront leider noch nicht in Sicht.
Was in der Ukraine geschehen ist, ist nicht mehr und nicht weniger als die vollständigste und gefährlichste Destabilisierung der kontinentaleuropäischen Sicherheitsarchitektur seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs; das ist nicht gerade eine kleine Bestellung, aber selbstverständlich will es in Berlin auch diesmal wieder niemand gewesen sein.
Wer sich nicht denken konnte, dass eine militärische Konfrontation mit Russland das notwendige Ergebnis des EU-Säbelrasselns im Osten sein könnte, hat in der Außenpolitik seinen Job verfehlt. Wer dieses Ergebnis billigend in Kauf genommen hat, verzichtet auf jeden ethischen Anspruch in der Politik. Wer sich darüber hinwegsetzt, die Ukraine als neutralen Pufferstaat zwischen EU und Russland zu behandeln um das EU-Imperium ostwärts zu pimpen, spielt russisches Roulette und ist sich dessen wahrscheinlich nicht mal bewusst.
Aber die Krönung der Skandal-Triade der deutschen Außenpolitik bildet fraglos das Ergebnis der Atomverhandlungen mit Teheran. Hier ist es, ebenfalls unter maßgeblicher deutscher Beteiligung, der Fünf-plus-eins-Runde gelungen, einen faulen Kompromiss zu formulieren, der es dem Mullah-Regime leicht macht, auf quasi-legalem Weg zur Atommacht zu mutieren,  innerhalb sehr kurzer Zeit und wenn’s sein muss nach dem Vorbild Nord-Koreas.
Der Atom-Kompromiss strebt nichts weiter an, als eine effektive Befreiung des Mullah-Regimes von seinen Atom-Ambitionen so schwierig und teuer wie möglich zu machen. Nur dass diesen Preis eben nicht die lustige Fünf-plus-ein-Deutschland-Runde bezahlen müsste, die Teherans beste Interessen im Sinn zu haben scheint, sondern die unmittelbar Leidtragenden des Mullah-Regimes in der Region.
Und zu denen gehört eben nicht „nur“ das von den Vernichtungsabsichten des Mullah-Regimes wesentlich betroffene Israel, sondern auch eine ganze Reihe weiterer Staaten, die nun dank des neuerlichen 5-plus-1 Atom-Kompromisses zunehmend in die Zwickmühle zwischen Islamischem Staat und Islamischer Republik geraten – thank you, Germany!
Die Krönung der „politischen“ Idiotie namens Atom-Kompromiss aber besteht darin, dass genau wie beim epochal gescheiterten Freilandversuch namens Euro-Zone und der Osterweiterung der EU via Euro-Maidan das Ergebnis des eigenen Handelns als ein vermeintlich externer Sachzwang verkauft wird, der „mehr desgleichen“ erforderlich macht. Denn viel einträglicher als Probleme zu lösen ist es nun mal, Probleme zu managen; das weiß jeder Kfz-Mechaniker.
Dem deutschen Staatsfunk ist nichts anderes zuzutrauen, als dass er die 5-plus-1-Lüge zusammen mit der Schüssel frisst, aber auch die halbamtliche deutsche Journaille will es schon lange nicht mehr besser wissen – so ist das, wenn man den Kopf voller Sauerkraut hat und die Gedanken durch die Gulaschkanone schießt, liebe Qualitätsjournalisten.
Der völlige moralische Bankrott der deutschen Außenpolitik wäre für sie allerdings nur als solcher zu erkennen, wenn Moral für sie nicht nur eine instrumentelle, sondern auch eine inhärente inhaltliche Bedeutung hätte und sie ethisch satisfaktionsfähig wäre.
Genau das ist sie nicht, sondern sie ist das Produkt einer egoistischen, scheinbar auf Ausgleich erpichten, dabei aber völlig zynischen, nihilistischen globalen Mittelmacht, die sich mit frivolen pseudo-moralischen Relativierungen an die Spitze der globalen „politischen“ Deutungsmacht ficken will – als wiedergutgewordener Moralweltmeister, der weiß wie’s geht, aber auch anders kann.
Dazu ist der deutschen Außenpolitik jede Mittel recht, auch das Erfüllungsgehilfentum für einen der Hauptsponsoren des internationalen Terrorismus mit deutlich genozidaler Intention: die Mullah-Diktatur in Teheran und Germany, ein Herz und eine Seele - Atom-Kompromiss, mon amour.
 haolam

Radikale Imame wollten in NRW-Gefängnissen arbeiten

Radikale Imame haben offenbar versucht, die Gefängnisseelsorge in NRW zu unterwandern. Die JVA Rheinbach bei Bonn habe drei muslimische Geistliche wegen Salafismus-Verdachts als ehrenamtliche Häftlingsbetreuer abgelehnt, erklärte NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Dienstag.Beim Verfassungsschutz seien die drei Imame wegen islamistischer Bestrebungen aufgefallen. Laut Kutschaty sind derzeit in 30 von 36 Haftanstalten an Rhein und Ruhr annähernd 100 Imame und Hodschas als ehrenamtliche Gefängnisseelsorger tätig. Alle Geistlichen seien vom Verfassungsschutz überprüft worden. Etwa 18 Prozent der landesweit 15.750 Häftlinge bekennen sich zum muslimischen Glauben.Die CDU warf der rot-grünen Landesregierung vor, die Salafismus-Gefahr in den Haftanstalten zu unterschätzen. Die Bediensteten im Strafvollzug würden mit dieser "hochgefährlichen Gefangenen-Klientel" alleine gelassen, sagte der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Biesenbach.
 rp-online

Tuesday, March 03, 2015

Wandsbeker SPD-Mann legt Mandat nach Nazi-Verdacht nieder

Der Wandsbeker SPD-Abgeordnete Ingo Voigt steht unter Nazi-Verdacht. Der mit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr in die Bezirksversammlung Wandsbek gewählte Poppenbütteler Rechtsanwalt soll in der NPD-Parteizeitung “Deutsche Stimme” publiziert und einen lobenden Nachruf auf den 2009 verstorbenen NPD-Funktionär Jürgen Rieger verfasst haben, in dem er sich “in Hochachtung vor dem Menschen und Anwalt Rieger” verneigte. Die Wandsbeker SPD-Fraktion hat Voigt um Stellungnahme gebeten. Noch am Dienstagabend legte Voigt sein Mandat als Abgeordneter nieder.
“Die Zitate sind schon merkwürdig und werfen Fragen auf”, sagte der Wandsbeker SPD-Fraktionsgeschäftsführer Marc Buttler. “Aber wir warten die Stellungnahme ab und überlegen dann, was zu tun ist.” Buttler hatte noch bis 2014 eine gemeinsame Kanzlei mit Voigt.

Dänemark: Botschafter aus Saudi-Arabien tyrannisiert Klinikpersonal

 
Sterbende Patienten müssen Platz machen, verbale Aggressionen gegenüber dem Personal und eine groteske Behandlung sind an der Tagesordnung. Der Botschafter von Saudi-Arabien, Mohammed Ibrahim Al-Agail hat einen diplomatischen Skandal ausgelöst. Es geht um sein Verhalten im Hvidovre Hospital, in dem schwerkranke Patienten, Ärzte und Schwestern wie Geiseln behandelt werden.
Ein dänische Tabloid Zeitung hat eine interne Mail des Hospital Managements von Quellen, die dem Fall nahe stehen, zugespielt bekommen. Es begann im Dezember 2014 als die Mutter des Botschafters in die Neurorehabilitation, eine hochspezialisierte Abteilung des Krankenhauses, eingewiesen wurde.
Wie 10News berichtet, verlangte Al-Agail sofort eine Sonderbehandlung für seine Mutter und wollte dem Personal vorschreiben, wie der Tagesablauf auszusehen hatte. In einer Email der Oberschwester wurde deutlich, dass man weit mehr Kompromisse machen musste, als man erwartet hatte und dass es schwer sei die Erwartungen zu erfüllen, im Hinblick auf Verwandte, Behandlung und Pflege.
Aber nicht nur Patienten mussten unter der Diktatur des Botschafters leiden, jeden Tag musste das Personal andere Forderungen erfüllen, so dass es nötig wurde einen Betriebspsychologen hinzuzuziehen.
"Sie behandeln uns wie sie ihr Personal im Nahen Osten behandeln. Sie erwarten, dass das Personal Gewehr bei Fuß steht, wenn sie mit den Fingern schnippen."
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Alles radikale Christen?

Da fand vom 26. bis 28. Februar in Hamburg die größte Tagung zum Thema „Werte“ in Europa statt: der 9. Kongress christlicher Führungskräfte unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters der Hansestadt, Olaf Scholz (SPD). Und wie lautet die Schlagzeile des NDR? „Scholz unterstützt Kongress radikaler Christen.“ Als sich im Internet darüber ein Sturm der Entrüstung erhob, erklärte die Redaktion im Internet: „‚Radikal’ in diesem Zusammenhang bedeutet, dass die Gläubigen zum christlich-fundamentalistischen Spektrum gezählt werden können.“ Damit macht die Redaktion alles noch schlimmer, denn kaum ein Begriff ist durch die islamischen Terrorakte so disqualifiziert wie der, fundamentalistisch zu sein, wird er doch gleichgesetzt mit Gewalt und Fanatismus. Und so etwas sollte Scholz, der grandiose Wahlsieger der Bürgerschaftswahl, unterstützt haben?
[...]
Die Kommentierung des führenden Senders im Norden, des NDR, hat jedenfalls dem Standort Hamburg geschadet. Denn die Unternehmer oder Topmanager aus Verbänden, die bei diesem Kongress überlegten, eine Veranstaltung in Hamburg durchzuführen, werden sich das wohl nun genau überlegen. Wer will sich schon derart öffentlich diffamieren lassen, zumal die Wertung des NDR auch von anderen Medien wiedergegeben wurde?
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Facebook Shitstorm gegen Frau Dr. Lale Akgün

Frau Dr. Akgün schrieb auf ihrer Facebook - Seite ihre Einschätzung über den Mord an der Studentin Özgecan Aslan.  Die türkische Community machte sofort unmissverständlich klar was sie davon hielt.
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CDU fordert: Treffpunkte der radikalen Islamisten schließen

Der CDU-Bundestags-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach fordert angesichts der jüngsten Terrorwarnungen die Schließung islamistischer Einrichtungen in Deutschland. Die Nord-CDU findet das gut, Regierungsfraktionen, FDP und Piraten werfen ihm Aktionismus und Scharfmacherei vor.
Islamistische Prediger und Gemeinden sollten stärker sanktioniert werden, so Bosbach. Man werde „prüfen müssen, ob wir nicht Einrichtungen schließen müssen, die erkennbar nicht der Religionsausübung oder -lehre dienen, sondern der Rekrutierung dschihadistischer Kämpfer unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit“. Auf jeden Fall müssten solche Einrichtungen „noch schärfer als bislang beobachtet werden“, sagt Axel Bernstein, Innenexperte der Landtags-CDU. Die Schließung könne das richtige Mittel sein, wenn dadurch nicht die Beobachtung potenzieller Attentäter erschwert werde.
 ln-online

Vorletzte Hoffnung

Hat nun eigentlich Barack Hussein Obama den Verrat begangen, vor dem das Weiße Haus doch Benjamin Netanjahu so eindringlich wie hysterisch warnt? Kurz vor einer Rede des israelischen Ministerpräsidenten im Kongreß in Washington gab der amerikanische Präsident der Agentur Reuters ein Interview, in dem er verriet, was er zu bieten hat.
Das ist nicht nichts, aber auch nicht viel mehr. Vor allem setzt Barack Hussein Obama da auf Hoffnung und guten Willen, wo doch noch immer gilt, “the Iranian nation is standing for its cause that is the full annihilation of Israel”. Ein Jahrzehnt lang, erklärte der US-Präsident, soll das Regime in Teheran sein Atomprogramm einfrieren und sich so Vertrauen erwerben:
“Das sei die Voraussetzung für eine Einigung im Atomstreit, sagte US-Präsident Barack Obama. ‘Falls sich der Iran dazu bereit erklärt, sein Atomprogramm für eine zweistellige Zahl von Jahren auf dem jetzigen Stand einzufrieren und in Teilen sogar zurückzudrehen, und wir das verifizieren können, dann hätten wir die beste Sicherheit, die wir bekommen können, dass sie keine Atombombe haben’ [..].”
Kontrollen sollen während dieser Zeit dafür sorgen, “that there’s at least a year between us seeing them try to get a nuclear weapon and them actually being able to obtain one”. Das klingt allerdings selbst bei wohlwollender Betrachtung nicht nach einem Ende des Kernwaffenprogramms des Mullah-Regimes, sondern bloß nach dessen Verlangsamung. Und was ist nach 10 Jahren?
Die Schwierigkeiten beginnen indes schon früher, nämlich jetzt. Außer den Beteiligten vermag nimand mit Sicherheit zu sagen, wie denn der Stand des iranischen Atomprogramms im Moment ist. Die Internationale Atomenergiebehörde der Vereinten Nationen (IAEO bzw. IAEA) jedenfalls weigert sich, Teheran allein friedliche Absichten zu bescheinigen:
“‘The agency is not in a position to provide credible assurance about the absence of undeclared nuclear material and activities in Iran, and therefore to conclude that all nuclear material in Iran is in peaceful activities,’ [Yukiya] Amano was quoted by Reuters as saying.”
Und diesen Zustand, der keiner ist, da alles ungewiß, will Barack Hussein Obama nun ernsthaft festschreiben und ein entsprechendes Abkommen als “Fortschritt” gewürdigt wissen. Das ist Irrsinn. Daher ist es durchaus ein Hoffnungsschimmer, meint der US-Präsident auch, “I would say that it’s probably still more likely than not that Iran doesn’t get to yes”.
 tw24

Kein Witz ! NRW stellt Islamwissenschaftler für Gefängnisse ein

Wegen des zunehmenden Salafismus soll die Betreuung muslimischer Häftlinge in NRW-Gefängnissen ausgebaut worden. Geplant sei die Einstellung mehrerer Islamwissenschaftler, wie NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) auf Anfrage der CDU im Landtag mitteilte.
 rp-online

Und damit ist dann auch alles schon gesagt !

Europa ohne Juden?

Von Guy Millière
Obwohl viele Muslime, die nach Europa kamen, dies taten, weil sie hier bessere Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entfaltung vorfanden, werden sie oft als Opfer von Rassismus und Unterdrückung dargestellt. Wenn jemand ein Opfer von Rassismus und Unterdrückung ist, so der Gedanke, wie kann er dann selbst ein Rassist sein?
Die Palästinenser wiederholen beinahe täglich, dass sie die Israelis töten wollen, während die Israelis sagen, dass sie Frieden möchten. Darauf folgen für gewöhnlich harte, politisch motivierte Verurteilungen Israels vonseiten Europas, die im Gewand der Menschenrechte daherkommen.
Trotz des immer barbarischeren Zustands der Welt und einem offen genozidalen Iran – der bald atomar bewaffnet sein wird, falls er es nicht schon ist –, richten die Europäer ihre Anschuldigungen, ihren Hass und ihre Dämonisierungen immer noch mit Vorliebe gegen die politischen Führer Israels.
Terrorangriffe werden von Journalisten und politischen Führern verurteilt, aber diese Verurteilungen klingen scheinheilig und fadenscheinig – sie verurteilen den "Antisemitismus", zu dem sie selbst ermuntert haben.
Im heutigen Europa kommen viele der Schmähungen Israels von muslimischer Seite, und wenn ein Politiker oder Journalist dem nicht zustimmt, muss er wohl ein Rassist sein.
Derzeit gibt es 44 Millionen Muslime in Europa.
In Europa ist es mittlerweile schwierig geworden, das Andenken an Auschwitz zu beschwören; morgen schon könnte es unmöglich sein.
Am 27. Januar wurde die Zeremonie zum 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz veranstaltet – und war wahrscheinlich die letzte dieser Art. Die Nazis wollten ein Europa ohne Juden. Sie töteten sechs Millionen, aber ihr Ziel erreichten sie nicht.
Dreihundert Überlebende waren eingeladen; alle waren über achtzig Jahre alt. Es wird bald keine unmittelbaren Zeitzeugen mehr geben, wenn auch gefilmte Aussagen bleiben.
Während die politischen Führer Europas über Auschwitz mit der feierlichen Formel "Nie wieder" sprechen, wird diese mehr und mehr bedeutungslos. Umfragen zeigen, dass eine wachsende Zahl von Menschen in den meisten Ländern Europas, darunter Deutschland, einen Schlussstrich ziehen und den Holocaust vergessen will; es ist ein Wunsch nach Vergessen, den sie nicht hegen, wenn es, sagen wir: um die Kreuzigung Jesu Christi geht.
Immer häufiger, wenn in großen europäischen Zeitschriften Artikel über den Holocaust veröffentlicht werden, schreiben Leute im Internet Kommentare, in denen sie zum Ausdruck bringen, dass der Holocaust bloß ein Genozid unter anderen gewesen sei, und dass es keinen Grund dafür gebe, sich just auf diesen zu kaprizieren.
Wenn von anderen Völkermorden die Rede ist, rückt rasch das Schicksal der Palästinenser in den Mittelpunkt, obwohl diese fast täglich sagen, dass sie die Israelis töten möchten, während die Israelis sagen, dass sie Frieden wollen. Niemals haben die Israelis gesagt, sie wollten die Palästinenser töten.
Es folgen für gewöhnlich harsche, politisch motivierte Verurteilungen Israels vonseiten Europas, die im Gewand der Menschenrechte daherkommen.
Trotz der monströsen Verbrechen, die der Islamische Staat, Boko Haram und der Iran verüben; trotz der 200.000 Toten in Syrien; und trotz der Massaker an Christen und Jesiden im Irak bleibt, so scheint es, für europäische Journalisten der jüdische Staat das bevorzugte Angriffsziel.
Wo sonst im Nahen Osten, außer in Israel, kann ein Journalist ein bequemes Leben führen, eine Story schreiben, die dem folgt, was der Redakteur hören will, gegen Mittag an den Strand gehen, und am Abend mit der Familie essen? Prügelt er genug auf Israel ein, kommt sein Artikel vielleicht sogar auf die Titelseite und er erhält einen Preis für mutigen Journalismus. In den internationalen Medien werden israelische Juden darum oft verleumderisch als Kriminelle beschrieben, die nichts anderes täten, als anderen Völkern dasselbe anzutun, was sie selbst vor 70 Jahren erlitten haben.
Trotz des immer barbarischeren Zustands der Welt, mit einem offen genozidalen Iran – der bald atomar bewaffnet sein wird, falls er es nicht schon ist – mit abstoßender Brutalität von Diktatoren wie Bashar al-Assad, dem Obersten Führer Ali Khamenei, Kim Jong-un und Abu Bakr al-Baghdadi bleiben die israelischen Führer diejenigen, welche anzuklagen, zu hassen und zu dämonisieren vielen Europäern das größte Vergnügen bereitet.
Der Wunsch, die Vergangenheit zu vergessen, israelischen Juden erniedrigende Vorwürfe entgegenzuschleudern, den jüdischen Staat zu schmähen und die israelische Führung zu dämonisieren, zeigt die wachsende Feindseligkeit gegenüber Juden und ermuntert zu neuer antijüdischer Gewalt auf europäischem Boden.
Anti-israelische Demonstrationen sind oft durchsetzt mit expliziten Slogans gegen Juden. Diese Demonstrationen führen dann zu Randale und physischen Angriffen auf Synagogen und Juden.
Diese Angriffe werden von Journalisten und Politikern zwar verurteilt, aber diese Verurteilungen klingen immer scheinheilig und hohl – sie verurteilen den "Antisemitismus", zu dem sie selbst ermuntert haben. Die meisten europäischen Journalisten und politischen Führer behaupten, sie würden gegen Antisemitismus kämpfen. Die meisten tun es nicht. [1] So gut wie nie sprechen sie die harschen Worte an, die benutzt werden, wenn von Israel, israelischen Juden oder Politikern die Rede ist. Sie sprechen und handeln, als hätten diese Worte keine Folgen. Ihre Verurteilungen klingen deshalb immer unaufrichtig, reklamehaft.
Der lang andauernde, hartnäckige europäische Hass auf die Juden, der zu Auschwitz geführt hat, war ein Verbrechen, das so abscheulich war, dass sich die Europäer für einige Jahrzehnte in Grund und Boden schämten. Seither arbeiten sie unablässig daran, sich dieser Bürde zu entledigen.
Einer dieser Versuche, das Leugnen des Holocaust, sorgte eine Zeitlang für Empörung und Abscheu. Versuche, den Holocaust zu trivialisieren, bestehen fort. Der wachsende Wunsch vieler Europäer, diese Ereignisse zu vergessen, könnte ihnen Erfolg bescheren.
Ein anderer Versuch ist die Schmähung Israels. Wenn man Israel als verleumderisch anklagt; wenn man ihm vorwirft, ein verbrecherischer Staat zu sein; wenn man israelische Juden für untragbar hält; wenn man israelischen Führern finstere Pläne unterstellt – dann können die Europäer sich selbst als weniger verbrecherisch betrachten und sich gestatten, sich weniger schuldig zu fühlen. [2]
Das Schmähen Israels ist in Europa auch deshalb so effektiv, weil es – obwohl es von beiden politischen Extremen kommt – vor allem in der "Linken" verbreitet ist. [3]
Die Linke stellt sich selbst als "antifaschistisch" dar, und jeder, der nicht mit ihrer Weltsicht übereinstimmt, muss folglich ein Faschist sein.
Sie zeichnen die palästinensischen Araber als Opfer, die sie ja auch sind – aber nicht wegen Israel. Israel herrscht heute über keine Palästinenser mehr, nur über [israelische] Araber. Israel hat im Jahr 2005 alle Juden gewaltsam aus dem Gazastreifen entfernt, es könnte also für die Palästinenser ein "Singapur des Mittelmeers" sein. Die Israelis hinterließen den Palästinensern Gewächshäuser in perfektem Zustand, diese hätten also eine solide Wirtschaft aufbauen können. Innerhalb von Stunden zerstörten die Palästinenser die Gewächshäuser. Die Hamas warf Fatah-Mitglieder von Hausdächern, bis die Fatah davonlief. Die Hamas beherrscht Gaza jetzt in einer Einheitsregierung mit der Palästinensischen Autonomiebehörde von Mahmoud Abbas. Wer Abbas' Fatah unterstützt, unterstützt die Hamas.
Doch viele Europäer lassen sich von Tatsachen nicht beeindrucken – selbst jetzt, wo sie sich denselben Terrorangriffen gegenübersehen, denen Israel seit Jahren ausgesetzt ist. Es macht nichts, dass die Palästinenser geheime Todestunnel für Überraschungsangriffe gebaut haben, bei denen sie jüdische Zivilisten entführen oder ermorden wollten. Halb so wild, dass die Palästinenser ohne Unterlass nach dem Tod, nicht nur von Israelis, sondern von Juden rufen. Wen interessiert es, dass die Palästinenser jeden Teilungsplan, jedes Angebot von Land oder Frieden zurückgewiesen haben, selbst dann, wenn ihnen 98 Prozent dessen angeboten wurde, was sie seit 1947 gefordert haben. Viele Europäer stellen israelische Juden trotzdem als faschistische Folterknechte dar, die in einigen Fällen mit Nazis vergleichbar seien. [4]
Das Schmähen Israels ist in Europa auch deshalb heute so effektiv, weil eine Bevölkerungsverschiebung stattgefunden hat. Millionen von muslimischen Einwanderern sind hergekommen. Jetzt sind sie europäische Bürger. Obwohl viele Muslime, die nach Europa kamen, dies taten, weil sie hier bessere Möglichkeiten der wirtschaftlichen Entfaltung vorfanden, werden sie oft als Opfer von Rassismus und Unterdrückung dargestellt. Wenn jemand ein Opfer von Rassismus und Unterdrückung ist, so der Gedanke, wie kann er dann selbst ein Rassist sein?
Viele Muslime werden von der Kindheit an dazu indoktriniert, Israel, die Juden und den Westen zu hassen. [5] Diese Weltsicht wird gestützt von genozidalen islamischen Texten; von den palästinensischen Medien, sei es Hamas oder Fatah; von den internationalen Medien, die nur solche Artikel akzeptieren, die einen anti-israelischen Blickwinkel haben; und von aus Europa finanzierten NGOs, die vorgeben, "Menschenrechte" zu verteidigen, aber in Wahrheit nur einer politischen Agenda verpflichtet sind: der Zerstörung Israels.
Europäische Regierungen und die EU geben jedes Jahr Hunderte von Millionen Euro – Transparenz und Rechenschaft werden rigoros unter den Teppich gekehrt – für die politische Agenda aus, Israel politisch und ökonomisch in die Knie zu zwingen. Diese internationale Agenda wird angestachelt von der Organisation für islamische Zusammenarbeit (OIC), die aus 56 Staaten plus "Palästina" besteht, und die den größten Stimmenblock in den hochgradig korrupten Vereinten Nationen ausmacht.
Im heutigen Europa kommen viele der Schmähungen Israels von muslimischer Seite, und wenn ein Politiker oder Journalist dem nicht zustimmt, muss er wohl ein Rassist sein.
Der Hass auf Israel durchdringt so sehr die europäische Atmosphäre, dass es beinahe keinen Journalisten oder Spitzenpolitiker gibt – mit der Ausnahme von einigen wenigen Mutigen, die sofort harsch bestraft werden –, der sich dem in einer Weise entgegenstellt, die tatsächlich Folgen haben könnte.
Noch vor einigen Jahren gab es in Europa zwar gewaltsame Angriffe auf Juden, aber kaum Morde. Das änderte sich 2006, als eine Gang in Paris den jungen Juden Ilan Halimi entführte, drei Wochen lang folterte und schließlich ermordete. 2012 wollte der Mann, der die jüdische Schule in Toulouse angriff, ebenfalls Juden töten – und tat es. Der Mann, der 2014 das Jüdische Museum in Brüssel angriff, wollte Juden töten – und tat es. Der Mann, der in Paris am 9. Januar den koscheren Supermarkt betrat, wollte Juden töten – und tat es. Der Mann, der am 14. Februar in Kopenhagen die Synagoge angriff, wollte Juden töten; vielleicht zu seiner Enttäuschung tötete er nur einen.
Als Reaktion auf die Angriffe haben 1.000 Muslime in Norwegen, die dafür allerhöchstes Lob verdienen, aus Solidarität mit den Juden einen "Ring des Friedens" um die Hauptsynagoge Oslos gebildet. "Wir wollen nicht, dass einzelne definieren, was der Islam für uns alle bedeutet", sagte Zeeshan Abdullah, einer der Organisatoren der Demonstration. Trotzdem wird es in Europa weitere Angriffe geben.
Die europäische Bevölkerung bleibt passiv und untätig. In Paris reagierte sie am 11. Januar mehr um der berühmten Karikaturisten willen, die zwei Tage zuvor getötet worden waren, als wegen des Angriffs auf den koscheren Supermarkt. Wären nur Juden getötet worden, hätte es wohl überhaupt keine massenhafte Reaktion gegeben. Keine Massen waren nach den Morden von Toulouse oder Brüssel auf die Straße gegangen. Nach den Morden von Kopenhagen – und schon vor dem Ring der Muslime – gab es dort zwar eine kleinere öffentliche Kundgebung, aber wohl vor allem deshalb, weil der Mörder auch ein Treffen für Redefreiheit angegriffen hatte.
Die Führer der Welt Arm in Arm bei der Anti-Terror-Demo in Paris, 11. Januar 2015. Wären lediglich Juden getötet worden, hätte es wahrscheinlich überhaupt keine Demonstration gegeben, schreibt Guy Millière. (Foto: Screenshot RT)
Israelische Führer haben die Situation richtig gedeutet; sie haben seit Jahren die wachsende anti-israelische Stimmung in Europa verurteilt und exakt vorhergesagt, welche gewaltsamen Folgen sie haben würde.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat wiederholt gesagt, dass es heutzutage wenigstens einen jüdischen Staat gibt, wo Juden frei leben können.
Mehr als 60.000 Juden haben Europa im vergangenen Jahrzehnt verlassen, und weitere Tausende tun es derzeit.
Während es 1939 9,8 Millionen Juden in Europa gab, sind es heute noch 1,4 Millionen: 0.2% der Bevölkerung.
Heute gibt es 44 Millionen Muslime in Europa. Die Zahl der Radikalisierten steigt, und hoch ist die Zahl derer, die Israel und die Juden hassen.
Siebzig Jahre nach Auschwitz scheint ein Europa ohne Juden möglich geworden zu sein.

[1] Manfred Gerstenfeld, Demonizing Israel and the Jews, RVP Publishers, 2013.
[2] Gabriel Schoenfeld, The Return of Anti-Semitism, Encounter Books, 2005
[3] Robert Wistrich, From Ambivalence to Betrayal: The Left, the Jews, and Israel, University of Nebraska Press, 2012.
[4] Robert Wistrich, op.cit.
[5] Christopher Caldwell, Reflections on the Revolution In Europe: Immigration, Islam and the West, Anchor Books, 2010.
 gatestoneinstitute