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Thursday, September 15, 2016

Bildungswerk

In der Affäre um ein inzwischen suspendiertes antisemitisches Seminarangebot der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim (HAWK) hat sich die verantwortliche Dozentin geäußert und gegen sie erhobene Vorwürfe zurückgewiesen. Wie sie der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung verriet, fühle Ibtissam Köhler sich angefeindet, »als wenn ich eine Verbrecherin wäre«.
Dabei sei sie davon überzeugt, »immer eine gute Arbeit geleistet« zu haben, was »mir viele meiner Studenten« bestätigt hätten, die gerade ihr doch auch die Bekanntschaft mit »jüdisch-israelische[n] Stimmen wie Uri Avnery, Amira Hass, Gideon Levi, Felicia Langer, Ilan Pappe, Reuven Moskovitz« verdankten. Sie wolle nur, »dass die jungen Leute vielfältig denken und kritisch sind.«
Sie selbst übrigens hat das kritische Denken an der von der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung so vorgestellten »christliche[n] Schule Talitha Kumi in Beit Jala« gelernt, die Ibtissam Köhler besucht habe, bevor sie 1973 zum Studium nach Deutschland kam. Der Name dieser Schule fällt immer wieder im Zusammenhang mit nach Gerechtigkeit suchenden »palästinensischen« Aktivistinnen.
So besuchte beispielsweise auch Sumaya Farhat-Naser die von deutschen Christen betriebene Schule in Beit Jala und kam in den Genuß der dort betriebenen »Friedenserziehung«, an der sie heute selbst beteiligt ist. Indoktriniert sie nicht gerade junge »Palästinenser«, verbreitet Sumaya Farhat-Naser im deutschsprachigen Raum »antiisraelische Propaganda auf der Höhe der Zeit«.
Eine weitere von der »Friedenserziehung« an der Talitha Kumi geprägte »Palästinenserin« ist Khouloud Daibes. Als für Tourismus zuständige »Ministerin« warb sie für »ein Jerusalem [..], in dem Juden nichts zu suchen haben«, während sie als »Botschafterin« die Ermordung israelischer Jugendlicher mit den Worten rechtfertigte, diese hätten sich »illegal im Westjordanland befunden«.
Und auch heute noch scheint sich die »Friedenserziehung« in Beit Jala zu bewähren: Eine Tochter Khouloud Daibes’ kann als Schülerin vor Gästen aus Deutschland fehlerfrei und unsanktioniert »Märtyrerlyrik mit offenem Aufruf zur Gewalt« vortragen, während andere Absolventinnen in ihren Ferien nach Deutschland geschickt werden, »kritischen« Journaillisten die Köpfe zu verdrehen.
Mit Ibtissam Köhler ist den Verantwortlichen in Talitha Kumi ein weiterer Erfolg gelungen. Sicher waren auch andere an ihm beteiligt, doch die Grundlage für ihn wurde gewiß an der heute vom Berliner Missionswerk betriebenen »Oase des Friedens« gelegt, in der die »Gemeinschaft von Christen und Muslimen [..] ein wertvolles Gegengewicht zu Ausgrenzung und Anfeindung« schafft.
 tw24