Julius Streicher, der Gründer, Eigentümer und Herausgeber des antisemitischen Kampf und Hetzblattes Der Stürmer würde vor Entzücken im Grabe jubelieren wenn er sehen könnte, was die in der “Hauptstadt der Bewegung” erscheinende Süddeutsche Zeitung in ihrer Printausgabe vom 2. Juli veröffentlicht hat.
Dort ist nämlich in der Rubrik “Das politische Buch” ein Beitrag von Heiko Flottau erschienen, der die Überschrift “Der Niedergang des liberalen Zionismus” trägt und sich mit zwei unlängst veröffentlichten Publikationen zum jüdischen Staat befasst: “Die amerikanischen Juden und Israel. Was falsch läuft” von Peter Beinart und “Staatsraison? Wie Deutschland für Israels Sicherheit haftet” von Werner Sonne.
Illustriert wird die Doppelrezension mit einer Zeichnung, die ein bösartiges Monster mit Raffzähnen und Hörnern auf der Stirn, Messer und Gabel in der Hand haltend zeigt. Dazu heißt es in der Bildunterschrift unter anderem: “Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.”
Flottaus Rezensionen selbst sind sachlich und das Bild des Künstlers Ernst Kahl, dass ursprünglich in einem völlig anderen Zusammenhang für die Zeitschrift “Der Feinschmecker” gezeichnet wurde, ist ohne jeden Bezug zum jüdischen Staat. Doch erst in den gemeinsamen Kontext gestellt, erhält das gesammte Erscheinungsbild des Artikels der Süddeutsche Zeitung, einen klar antisemitisch definierten Charakter.
Der Künstler Ernst Kahl, sagte der Jüdischen Allgemeinen “Ich bin entsetzt”, nachdem er von der Zweckentfremdung seines Bildes durch die Süddeutsche Zeitung erfahren hatte. “Ich wäre gern vorher gefragt worden. Dann hätte ich mit Sicherheit Nein gesagt”, zitiert ihn die JA.
Doch Kahl wurde nicht gefragt, erst der Kontext und die Unterzeile machen aus der ursprünglich harmlosen Zeichnung ein antisemitisches Machwerk im Stürmer-Stil; zu sehen ist jetzt “der hässliche, gefräßige Jude, ein Moloch in Menschengestalt, der im Begriff ist, sich die Welt einzuverleiben”, wie der deutsch-jüdische Publizist Henryk M. Broder in der Zeitung Die Welt schreibt.
Dieter Graumann, Vorsitzender des Zentralrat der Juden sagte der JA, “Ich bin absolut schockiert, dass in einer so renommierten und seriösen Zeitung wie der SZ offenbar derart fahrlässig mit Ressentiments gespielt wird. Es wundert mich sehr, wie es möglich ist, dass antisemitische Assoziationen hier so leichtfertig zugelassen werden.”
Die zuständige Redakteurin Franziska Augstein, verantwortlich für die SZ-Rubrik “Das politische Buch” sieht das natürlich ganz anders. Sie schrieb auf Süddeutsche-Online, “Ernst Kahls gehörntes, hungriges Monster hat mit den antisemitischen Klischees nichts zu tun” und fügt einer späten Einsicht folgend hinzu: “Nachdem das Bild aber zu Missverständnissen geführt hat, wäre es besser gewesen, ein anderes zu wählen.” Na – immerhin!
(Franziska Augstein, ist eine Schwester des Verlegererben Jakob Augstein, den das Simon Wiesenthal Center 2012 auf die Liste der 10 schlimmsten Antisemiten setzte.)
Ein Bekannter sagte mir einmal: “Es gibt Dinge in Deutschland, die ändern sich Nie!” – Wie Recht er doch hat.
Von Dean Grunwald
Redaktion Israel-Nachrichten
Der heimliche Orientalismus Deutschlands,durchleuchtet von Fred Alan Medforth
Wednesday, July 03, 2013
Ultimatum abgelaufen – Armee informiert in Kürze
Das Ultimatum der ägyptischen Armee ist seit 16.30 Uhr abgelaufen: Die Armeespitze berät sich zurzeit mit religiösen und politischen Führern des Landes. Danach will sie eine Erklärung abgeben.
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Großbritannien: Und täglich ruft der Muezzin
Der öffentlich-rechtliche britische Fernsehsender Channel 4 überträgt während des muslimischen Fastenmonats Ramadan den nächtlichen Muezzin-Ruf. Im Land sorgt diese Entscheidung für hitzige Diskussionen. Kritiker werfen dem Sender Provokation und Alibi-Politik vor.
Der Fastenmonat der Muslime beginnt am 9. Juli. Dann fasten viele gläubige Muslime vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Am Dienstag sollen die fünf täglichen Gebete übertragen werden, beginnend um drei Uhr morgens. Bis zum Ende des Ramadan wird dann nur noch das erste Gebet des Muezzin Hassen Rasool gesendet, alle anderen sollen online auf der Seite von Channel 4 abrufbar sein.
Der Sender will zudem auch die genauen Zeiten für den Sonnenauf- und -untergang in seinen Wetterbericht aufnehmen. Auch in anderen Formaten wie „Ramadan Reflections” und „A very British Ramadan“ beschäftigt sich der Sender bis Anfang August mit dem Alltag der Muslime. Muslime reisen quer durch das Land und klären die wichtigsten Fragen zu dem für Muslime heiligen Monat.
Maßnahme wirkungslos?
Die aus Pakistan stammende Autorin Anila Baig prognostizierte in einem Gastbeitrag für die britische Tageszeitung The Sun, dass kaum einer ihrer Glaubensbrüder die Sendungen einschalten werde. Einerseits gebe es bereits muslimische Kanäle, die sich dem Thema Ramadan sehr intensiv widmeten. Andererseits verzichteten konservative Muslime während des Fastenmonats auch auf das Fernsehen.
Energischer Kritiker der Aktion ist der konservative Abgeordnete Conor Burns. Er bezeichnete die Entscheidung als „Alibipolitik“. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, forderten mehrere rechte Gruppierungen ihre Mitglieder auf, das Programm von Channel 4 zu boykottieren. Der Daily Mail-Kolumnist A.N. Wilson kritisierte, dass dies lediglich eine weitere PR-Maßnahme des Senders sei: „Es ist deswegen keine gute Idee, weil es die Gesellschaft eher spaltet, als dass es die Muslime integriert.
Der britische Muslimrat begrüßte die Ankündigung. Damit zeige der Sender, die Zugehörigkeit der Muslime zur britischen Gesellschaft. Moderate Töne kamen auch von der britischen Gesellschaft zur Förderung der Säkularisierung. Deren Präsident Terry Sanderson wies darauf hin, dass das Fernsehen den Bedürfnissen der wachsenden Zahl von Muslimen Rechnung tragen müsse.
Raum für Alternativen
Nick Grande, Geschäftsführer des Fernsehratgebers ChannelSculptor mit Sitz in Dubai sagte: „Ohne Zweifel wird der Sender für seinen Fokus auf eine religiöse Minderheit kritisiert werden. Aber es muss auch Raum für Alternativen und eine Stimme für die Unterrepräsentierten geben.“ Der Sender gerate dadurch nicht in eine thematische Schieflage. Er sei überrascht, dass der Schritt nicht früher gegangen worden ist, ergänzte Grande.
Sender-Manager Ralph Lee verteidigte die Maßnahme gegen die Kritik aus Politik und Gesellschaft. In einem Gastbeitrag für das wöchentliche Radio- und Fernsehprogramm Radio Times schrieb er, dass es sich um eine „beabsichtigte Provokation“ handele. Sie solle zeigen, dass der Islam nicht gleichzusetzen sei mit Terror und religiösem Fanatismus. Zugleich wies er darauf hin, dass in Großbritannien 2,8 Millionen Muslime den Fastenmonat aktiv feiern würden. Mit der Ausstrahlung des Gebetsrufes wolle der Sender auch zum Umdenken auffordern.
pro
Der Fastenmonat der Muslime beginnt am 9. Juli. Dann fasten viele gläubige Muslime vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Am Dienstag sollen die fünf täglichen Gebete übertragen werden, beginnend um drei Uhr morgens. Bis zum Ende des Ramadan wird dann nur noch das erste Gebet des Muezzin Hassen Rasool gesendet, alle anderen sollen online auf der Seite von Channel 4 abrufbar sein.
Der Sender will zudem auch die genauen Zeiten für den Sonnenauf- und -untergang in seinen Wetterbericht aufnehmen. Auch in anderen Formaten wie „Ramadan Reflections” und „A very British Ramadan“ beschäftigt sich der Sender bis Anfang August mit dem Alltag der Muslime. Muslime reisen quer durch das Land und klären die wichtigsten Fragen zu dem für Muslime heiligen Monat.
Maßnahme wirkungslos?
Die aus Pakistan stammende Autorin Anila Baig prognostizierte in einem Gastbeitrag für die britische Tageszeitung The Sun, dass kaum einer ihrer Glaubensbrüder die Sendungen einschalten werde. Einerseits gebe es bereits muslimische Kanäle, die sich dem Thema Ramadan sehr intensiv widmeten. Andererseits verzichteten konservative Muslime während des Fastenmonats auch auf das Fernsehen.
Energischer Kritiker der Aktion ist der konservative Abgeordnete Conor Burns. Er bezeichnete die Entscheidung als „Alibipolitik“. Wie die Süddeutsche Zeitung meldet, forderten mehrere rechte Gruppierungen ihre Mitglieder auf, das Programm von Channel 4 zu boykottieren. Der Daily Mail-Kolumnist A.N. Wilson kritisierte, dass dies lediglich eine weitere PR-Maßnahme des Senders sei: „Es ist deswegen keine gute Idee, weil es die Gesellschaft eher spaltet, als dass es die Muslime integriert.
Der britische Muslimrat begrüßte die Ankündigung. Damit zeige der Sender, die Zugehörigkeit der Muslime zur britischen Gesellschaft. Moderate Töne kamen auch von der britischen Gesellschaft zur Förderung der Säkularisierung. Deren Präsident Terry Sanderson wies darauf hin, dass das Fernsehen den Bedürfnissen der wachsenden Zahl von Muslimen Rechnung tragen müsse.
Raum für Alternativen
Nick Grande, Geschäftsführer des Fernsehratgebers ChannelSculptor mit Sitz in Dubai sagte: „Ohne Zweifel wird der Sender für seinen Fokus auf eine religiöse Minderheit kritisiert werden. Aber es muss auch Raum für Alternativen und eine Stimme für die Unterrepräsentierten geben.“ Der Sender gerate dadurch nicht in eine thematische Schieflage. Er sei überrascht, dass der Schritt nicht früher gegangen worden ist, ergänzte Grande.
Sender-Manager Ralph Lee verteidigte die Maßnahme gegen die Kritik aus Politik und Gesellschaft. In einem Gastbeitrag für das wöchentliche Radio- und Fernsehprogramm Radio Times schrieb er, dass es sich um eine „beabsichtigte Provokation“ handele. Sie solle zeigen, dass der Islam nicht gleichzusetzen sei mit Terror und religiösem Fanatismus. Zugleich wies er darauf hin, dass in Großbritannien 2,8 Millionen Muslime den Fastenmonat aktiv feiern würden. Mit der Ausstrahlung des Gebetsrufes wolle der Sender auch zum Umdenken auffordern.
pro
Alevitische Gemeinde Deutschland gegen Straffreiheit für Mörder von Sivas
Aus Anlass des 20. Jahrestages des djihadistischen Massenmordes von Sivas macht die Alevitische Gemeinde Deutschland e. V. auf das ungeheuerliche Handeln der türkischen und der deutschen Behörden gegenüber den Überlebenden der Bluttat aufmerksam; auf den Umstand, "dass die Tatverdächtigen straffrei ausgegangen sind, mindestens neun von den Attentätern in Deutschland leben, einer von diesen unter fadenscheinigen Methoden eingebürgert wurde und am Tatort immer noch keine angemessene Gedenkstätte existiert und es an jedem Jahrestag zu polizeilichen Übergriffen auf Gedenkende kommt".
"Am 2. Juli 1993 hat in Sivas ein staatlich geduldeter Pogrom stattgefunden. Über Stunden hinweg haben Polizei, Militär und Politik zugesehen, wie eine fundamentalistische Menge das Hotel Madimak, in dem stellvertretend für den freien und humanistischen Geist, Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle logierten, angriff. Der Mord an 35 Menschen wurde vom türkischen Fernsehen live übertragen. Einige der verurteilten Mörder haben sich – vermutlich mit staatlicher Unterstützung – ins Ausland abgesetzt. Mindestens 9 von ihnen leben hier in Deutschland. Die Antwort der Bundesregierung auf kleine Anfragen des Abgeordneten Memet Kilic (Bündnis 90/Die Grünen) legte offen, dass einer der Mörder mittlerweile eingebürgert wurde. Die Vermutung des Abgeordneten Kilic, dass die Mörder den deutschen Sicherheitsbehörden als V-Männer dienten und hierfür belohnt wurden, ist angesichts der dubiosen Umstände um die Einbürgerung nicht fernliegend. Wir fordern die Offenlegung der Zusammenarbeit der Sivas-Mörder mit dem türkischen, wie auch deutschen Staat.
Den Mut, sich der Vergangenheit zu stellen, hat die Türkei auch 20 Jahre nach dem Massaker nicht aufbringen können: Hält man den Umgang europäischer Länder mit Massakern und deren Opfern im Blick, ist es weder verständlich noch akzeptabel, dass in den Folgejahren am Tatort in Sivas erst ein Kebap-Restaurant, anschließend ein Blumenladen betrieben wurden, darüber hinaus auf der einzigen Gedenktafel zwei Täternamen mit denen der Opfer aufgeführt werden und es an jedem Jahrestag zu gewaltsamen Übergriffen der Polizei gegenüber der Gedenkenden, die das Hotel Madimak aufsuchen, kommt. Wir fordern, dass das Hotel Madimak zur Gedenkstätte, die zur Verpflichtung zum Handeln für Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit mahnt, umgewidmet wird. Der türkische Staat, der jedes Jahr zu Recht dem Anschlag von Solingen gegen die Familie Genç gedenkt, wird aufgefordert, Gleiches bei rassistischen, nationalistischen und islamistischen Anschlägen im eigenen Land zu tun. Die türkische Regierung macht sich unglaubwürdig, wenn sie Gleiches ungleich behandelt und außerhalb der eigenen Staatsgrenzen das Einhalten der Menschenrechte einfordert, im eigenen Land aber ebensolche mit Füßen tritt.
Wenn der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Aleviten wirklich ernstnehmen würde, würde er die Mörder von Sivas ihrer gerechten Strafe zuführen, den Ort des Verbrechens in eine Gedenkstätte umwandeln und die Opferfamilien entschädigen. Solange er das nicht tut, bleibt er für uns ein Wolf im Schafspelz!"
Daniel Leon Schikora
"Am 2. Juli 1993 hat in Sivas ein staatlich geduldeter Pogrom stattgefunden. Über Stunden hinweg haben Polizei, Militär und Politik zugesehen, wie eine fundamentalistische Menge das Hotel Madimak, in dem stellvertretend für den freien und humanistischen Geist, Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle logierten, angriff. Der Mord an 35 Menschen wurde vom türkischen Fernsehen live übertragen. Einige der verurteilten Mörder haben sich – vermutlich mit staatlicher Unterstützung – ins Ausland abgesetzt. Mindestens 9 von ihnen leben hier in Deutschland. Die Antwort der Bundesregierung auf kleine Anfragen des Abgeordneten Memet Kilic (Bündnis 90/Die Grünen) legte offen, dass einer der Mörder mittlerweile eingebürgert wurde. Die Vermutung des Abgeordneten Kilic, dass die Mörder den deutschen Sicherheitsbehörden als V-Männer dienten und hierfür belohnt wurden, ist angesichts der dubiosen Umstände um die Einbürgerung nicht fernliegend. Wir fordern die Offenlegung der Zusammenarbeit der Sivas-Mörder mit dem türkischen, wie auch deutschen Staat.
Den Mut, sich der Vergangenheit zu stellen, hat die Türkei auch 20 Jahre nach dem Massaker nicht aufbringen können: Hält man den Umgang europäischer Länder mit Massakern und deren Opfern im Blick, ist es weder verständlich noch akzeptabel, dass in den Folgejahren am Tatort in Sivas erst ein Kebap-Restaurant, anschließend ein Blumenladen betrieben wurden, darüber hinaus auf der einzigen Gedenktafel zwei Täternamen mit denen der Opfer aufgeführt werden und es an jedem Jahrestag zu gewaltsamen Übergriffen der Polizei gegenüber der Gedenkenden, die das Hotel Madimak aufsuchen, kommt. Wir fordern, dass das Hotel Madimak zur Gedenkstätte, die zur Verpflichtung zum Handeln für Frieden, Toleranz und Gerechtigkeit mahnt, umgewidmet wird. Der türkische Staat, der jedes Jahr zu Recht dem Anschlag von Solingen gegen die Familie Genç gedenkt, wird aufgefordert, Gleiches bei rassistischen, nationalistischen und islamistischen Anschlägen im eigenen Land zu tun. Die türkische Regierung macht sich unglaubwürdig, wenn sie Gleiches ungleich behandelt und außerhalb der eigenen Staatsgrenzen das Einhalten der Menschenrechte einfordert, im eigenen Land aber ebensolche mit Füßen tritt.
Wenn der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan die Aleviten wirklich ernstnehmen würde, würde er die Mörder von Sivas ihrer gerechten Strafe zuführen, den Ort des Verbrechens in eine Gedenkstätte umwandeln und die Opferfamilien entschädigen. Solange er das nicht tut, bleibt er für uns ein Wolf im Schafspelz!"
Daniel Leon Schikora
Gezi-Park Proteste: Erdoğan will rechtlich gegen türkischen Komiker vorgehen
Der altgediente türkische Komiker und Gezi-Park Aktivist Levent Kırca kann sich auf ein Gerichtsverfahren gefasst machen. Ministerpräsident Erdoğan hat am vergangenen Tag gesagt, dass er und seine Partei „alle rechtlichen Mechanismen“ gegen Kırca in Gang setzen werden. Kırca hatte in London während der Gezi-Park Proteste eine Rede vor Tausenden AKP-Gegnern gehalten.
Zuvor hatten insgesamt 59 prominente türkische Schriftsteller, Künstler und Journalisten haben ganzseitige Zeitungsanzeigen mit der Überschrift „Wir sind besorgt“ veröffentlichen lassen. Ausschlaggebend für ihre Anzeige, sei die reißerische Rhetorik und Haltung des türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan...
deutsch-tuerkische-Nachrichten
„Ich bin nach London im Rahmen einer Veranstaltung der türkischen Arbeiterpartei (IP) gekommen und werde am morgigen Tag ein Theaterstück vorspielen. Ich möchte euch hiermit verkünden, dass das türkische Volk sich erhoben hat. Der Taksim-Platz ist überfüllt mit Menschen. Das Volk wird die Republik zurückerobern. Ich bin hocherfreut, sowohl als Künstler als auch als Republikaner, dass ich an den Protesten teilnehmen konnte.“
Levent Kırca gehört zu den bekanntesten Erdoğan-Gegnern in der türkischen Künstlerszene. Kürzlich hat er gesagt, dass er sich bedroht fühle von Erdoğan, berichtet Oda TV.Zuvor hatten insgesamt 59 prominente türkische Schriftsteller, Künstler und Journalisten haben ganzseitige Zeitungsanzeigen mit der Überschrift „Wir sind besorgt“ veröffentlichen lassen. Ausschlaggebend für ihre Anzeige, sei die reißerische Rhetorik und Haltung des türkischen Ministerpräsidenten Erdoğan...
deutsch-tuerkische-Nachrichten
Tuesday, July 02, 2013
Hollywoods Zusammenarbeit mit Nazi-Deutschland
Ein kurz vor seiner Veröffentlichung stehendes Buch behauptet, dass die Hollywood-Filmindustrie enge Beziehungen zum Dritten Reich hatte, berichtet die Zeitung Yisrael Hayom.
Demnach haben die großen Hollywood-Studios nicht nur passiv die Nazi Zensur hingenommen, sondern zum Schutz ihrer Interessen auf dem deutschen Markt, aktiv mit Hitlers Propaganda-Maschine zusammengearbeitet, heißt es in dem Buch von Harvard University Doktorand Ben Urwand.
In seinem Buch mit dem Titel “Die Zusammenarbeit: Hollywoods Pakt mit Hitler”, zeigt Urwand Dokumente, die noch nie zuvor veröffentlicht wurden.
Das Buch bietet Hinweise darauf, dass die Köpfe der großen Hollywood-Studios, einige von Ihnen jüdische Immigranten, auf Geheiß von Nazi-Beamten, in Filmen Szene für Szene bearbeitet haben, berichzet Yisrael Hayom.
Die Ergebnisse waren Filme, die leicht als NS-Propaganda hätten verwendet werden können. Einem Dokument zufolge, schickte Hollywood sogar Geld nach Deutschland um Munition herstellen, so der Bericht.
“Hollywood arbeitete [in den 1930er Jahren] nicht nur mit Nazi-Deutschland im Allgemeinen, sondern auch mit Adolf Hitler zusammen”, sagte Urwand, 35, in einem Interview mit der New York Times.
Die Tatsache, dass das NS-Regime während Hollywoods goldenem Zeitalter in die Filmindustrie eingegriffen hat ist bekannt und auch dokumentiert, aber in der von Urwand beschriebenen Geschichte, basierend auf amerikanischem und deutschem Archivmaterial, soll das Verhältnis zwischen Hollywood und dem Dritte Reich tief und lang anhaltend gewesen sein. Diese enge Beziehung dauerte bis Anfang der 1940er Jahre an.
Laut Urwand, begann die Zusammenarbeit Hollywoods mit den Nationalsozialisten im Jahr 1930, als der jüdische Inhaber der Universal Studios, Carl Laemmle, tiefgreifenden Veränderungen zustimmte, nachdem Nazis die den Film “Im Westen nicht Neues (1930 )” gesehen hatten, in den Kinos randalierten.
In seinem Buch offenbart Urwand einen Brief vom Januar 1938, von den Fox Studios an ihr deutschen Büros gerichtet mit der Bitte, Hitlers Meinung über mehrere Filme zu erhalten. Der Brief endet nach Urwands Buch, mit der Grußformel “Heil Hitler”.
Im Jahr 1939 sponserten die MGM Studios 10 Redakteuren verschiedener Nazi-Zeitungen eine Studio-Tour. Urwand sagt, dass er insgesamt fast 20 Filme für das amerikanische Publikum gefunden habe, deren Inhalte durch hochrangige Nazis geprägt wurden. Der wichtigste Punkt, sagt er, ist dass jüdische Charaktere aus den Filmen fast vollständig gelöscht wurden.
Urwand, dessen Großvater und Großmutter Juden sind die während des Holocaust in Ungarn versteckte waren, befasst sich mit der Tatsache, dass ein großer Teil der Studio-Führungskräfte selbst Juden waren.
“Ich will mit dem was ich über Juden schreibe nicht verallgemeinern, aber bestimmte Juden im Filmgeschäft die mit den Nazis zusammenarbeiteten sagt er, ”wollten ihr Geschäft in Deutschland nicht verlieren.
Sie meinten, dass Hitler den Krieg auch gewinnen könnte und arbeiteten mit den Nazis zusammen, um ihr Geschäft zu erhalten.”
Redaktion Israel-Nachrichten/ArutzSheva7
Demnach haben die großen Hollywood-Studios nicht nur passiv die Nazi Zensur hingenommen, sondern zum Schutz ihrer Interessen auf dem deutschen Markt, aktiv mit Hitlers Propaganda-Maschine zusammengearbeitet, heißt es in dem Buch von Harvard University Doktorand Ben Urwand.
In seinem Buch mit dem Titel “Die Zusammenarbeit: Hollywoods Pakt mit Hitler”, zeigt Urwand Dokumente, die noch nie zuvor veröffentlicht wurden.
Das Buch bietet Hinweise darauf, dass die Köpfe der großen Hollywood-Studios, einige von Ihnen jüdische Immigranten, auf Geheiß von Nazi-Beamten, in Filmen Szene für Szene bearbeitet haben, berichzet Yisrael Hayom.
Die Ergebnisse waren Filme, die leicht als NS-Propaganda hätten verwendet werden können. Einem Dokument zufolge, schickte Hollywood sogar Geld nach Deutschland um Munition herstellen, so der Bericht.
“Hollywood arbeitete [in den 1930er Jahren] nicht nur mit Nazi-Deutschland im Allgemeinen, sondern auch mit Adolf Hitler zusammen”, sagte Urwand, 35, in einem Interview mit der New York Times.
Die Tatsache, dass das NS-Regime während Hollywoods goldenem Zeitalter in die Filmindustrie eingegriffen hat ist bekannt und auch dokumentiert, aber in der von Urwand beschriebenen Geschichte, basierend auf amerikanischem und deutschem Archivmaterial, soll das Verhältnis zwischen Hollywood und dem Dritte Reich tief und lang anhaltend gewesen sein. Diese enge Beziehung dauerte bis Anfang der 1940er Jahre an.
Laut Urwand, begann die Zusammenarbeit Hollywoods mit den Nationalsozialisten im Jahr 1930, als der jüdische Inhaber der Universal Studios, Carl Laemmle, tiefgreifenden Veränderungen zustimmte, nachdem Nazis die den Film “Im Westen nicht Neues (1930 )” gesehen hatten, in den Kinos randalierten.
In seinem Buch offenbart Urwand einen Brief vom Januar 1938, von den Fox Studios an ihr deutschen Büros gerichtet mit der Bitte, Hitlers Meinung über mehrere Filme zu erhalten. Der Brief endet nach Urwands Buch, mit der Grußformel “Heil Hitler”.
Im Jahr 1939 sponserten die MGM Studios 10 Redakteuren verschiedener Nazi-Zeitungen eine Studio-Tour. Urwand sagt, dass er insgesamt fast 20 Filme für das amerikanische Publikum gefunden habe, deren Inhalte durch hochrangige Nazis geprägt wurden. Der wichtigste Punkt, sagt er, ist dass jüdische Charaktere aus den Filmen fast vollständig gelöscht wurden.
Urwand, dessen Großvater und Großmutter Juden sind die während des Holocaust in Ungarn versteckte waren, befasst sich mit der Tatsache, dass ein großer Teil der Studio-Führungskräfte selbst Juden waren.
“Ich will mit dem was ich über Juden schreibe nicht verallgemeinern, aber bestimmte Juden im Filmgeschäft die mit den Nazis zusammenarbeiteten sagt er, ”wollten ihr Geschäft in Deutschland nicht verlieren.
Sie meinten, dass Hitler den Krieg auch gewinnen könnte und arbeiteten mit den Nazis zusammen, um ihr Geschäft zu erhalten.”
Redaktion Israel-Nachrichten/ArutzSheva7
Gefräßiges Monster Israel: Wie die Süddeutsche Zeitung antisemitischen Spin produziert
Bild in der Süddeutschen Zeitung vom Dienstag
Ich bin entsetzt«, sagt Ernst Kahl. Der Künstler hat durch Anrufer erfahren, dass eine seiner Zeichnungen am Dienstag in der »Süddeutschen Zeitung« in einem Kontext erschienen ist, der Dieter Graumann von »fast schon ›Stürmer‹-Niveau« sprechen lässt. »Ich bin absolut schockiert«, so der Zentralratspräsident, »dass in einer so renommierten und seriösen Zeitung wie der SZ offenbar derart fahrlässig mit Ressentiments gespielt wird. Es wundert mich sehr, wie es möglich ist, dass antisemitische Assoziationen hier so leichtfertig zugelassen werden.«
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Ich bin entsetzt«, sagt Ernst Kahl. Der Künstler hat durch Anrufer erfahren, dass eine seiner Zeichnungen am Dienstag in der »Süddeutschen Zeitung« in einem Kontext erschienen ist, der Dieter Graumann von »fast schon ›Stürmer‹-Niveau« sprechen lässt. »Ich bin absolut schockiert«, so der Zentralratspräsident, »dass in einer so renommierten und seriösen Zeitung wie der SZ offenbar derart fahrlässig mit Ressentiments gespielt wird. Es wundert mich sehr, wie es möglich ist, dass antisemitische Assoziationen hier so leichtfertig zugelassen werden.«
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Ägypten verlegt Truppen in den Sinai und an die Gaza-Grenze
Inmitten der großen Unruhen im Land, verlegt Ägypten am Dienstag Truppen und gepanzerte Fahrzeuge in den Sinai und in das Gaza-Grenzgebiet. Die Aktion erfolgt in Abstimmung mit Israel.
Nachdem das ägyptische Militär dem Präsidenten Mohamed Morsi ein Ultimatum stellte und ihn zum Rücktritt aufforderte, steht das Land vor einer Eskalation der Proteste gegen die Regierung. Millionen Ägypter tragen ihren Protest gegen Mursi, bereits seit Tagen auf die Straßen des Landes.
Durch den 1979 zwischen Israel und Ägypten geschloßenen Friedensvertrag, muss Ägypten alle Truppen-Bewegungen im Sinai mit Israel koordinieren.
“Die ägyptische militärische Aktivität im Sinai, wird mit den israelischen Sicherheitselementen koordiniert”, heißt es in einer Erklärung der israelischen Armee.
“The Egyptian military activity in Sinai is coordinated with Israeli security elements and authorized at the most senior levels in Israel to contend with security threats in Sinai that pose a threat to both Israel and Egypt,” the Israel Defense Forces said in a statement, according to The Associated Press.
Redaktion Israel-Nachrichten
Nachdem das ägyptische Militär dem Präsidenten Mohamed Morsi ein Ultimatum stellte und ihn zum Rücktritt aufforderte, steht das Land vor einer Eskalation der Proteste gegen die Regierung. Millionen Ägypter tragen ihren Protest gegen Mursi, bereits seit Tagen auf die Straßen des Landes.
Durch den 1979 zwischen Israel und Ägypten geschloßenen Friedensvertrag, muss Ägypten alle Truppen-Bewegungen im Sinai mit Israel koordinieren.
“Die ägyptische militärische Aktivität im Sinai, wird mit den israelischen Sicherheitselementen koordiniert”, heißt es in einer Erklärung der israelischen Armee.
“The Egyptian military activity in Sinai is coordinated with Israeli security elements and authorized at the most senior levels in Israel to contend with security threats in Sinai that pose a threat to both Israel and Egypt,” the Israel Defense Forces said in a statement, according to The Associated Press.
Redaktion Israel-Nachrichten
Du bist Deutschland
Antisemitismus ist etwas, daß es im Deutschlandfunk und, berichtet er über sie, in der Türkei, nicht geben darf. Deshalb machen die Kölner Staatsfunker sich lustig über bloß “skurrile Verschwörungstheorien” türkischer Politiker:
tw24
“Es wimmelt nur so von ihnen: Ausländische Agenten scheinen die aufstrebende Türkei fast vollständig unter Kontrolle gebracht zu haben. Der türkische Ministerpräsident Erdogan erwähnt sie in jeder seiner Kundgebungen, wettert gegen internationale Medien und dunkle Mächte. [..]Und die Kölner wollen es offenbar nicht, denn dann müßten sie ja unweigerlich auf das gefährliche Wort mit A am Anfang kommen. Besonders peinlich freilich wird es, melden sie nur ein paar Stunden später dies:
Keiner weiß, wer oder was genau das ist, diese Zinslobby, die den Gezi-Park aufgemischt haben soll und die Ministerpräsident Erdogan nun fast täglich verdammt. Selbst Wirtschaftswissenschaftler am Bosporus konnten den Begriff bisher nicht definieren.”
“Der stellvertretende türkische Regierungschef, Atalay, hat jüdische und ausländische Kräfte für die dreiwöchigen Proteste in seinem Land verantwortlich gemacht. Die Tageszeitung ‘Hürriyet’ zitiert Atalay mit den Worten, die Demonstrationen seien von der jüdischen Diaspora organisiert worden.”Oder ist der nun ganz offen ausgedrückte Haß auf Juden, der doch nicht urplötzlich auftauchte, auch nur “skurril”?
tw24
Islamisten-Kritiker: Erster Auftritt nach Mordaufruf in München
Bei den Demonstrationen gegen Mubarak im Januar 2011 war Hamed Abdel-Samad mitten drin – und berichtete auch für die tz. Da gab es Telefonate mit unserer Redaktion, bei denen der seit 20 Jahren in München lebende Autor plötzlich unterbrach: „Hier wird jetzt geschossen – ich muss schnell mal um die Ecke gehen…“
Abdel-Samad ist ein mutiger Mann – auch wenn er das selbst abstreitet. So trat er am Montagabend in der Münchner Erlöserkirche auf, obwohl er nach einer Todesdrohung ägyptischer Salafisten untertauchen musste: „Ich werde mich nicht verstecken! Ich lebe davon, dass ich meine Meinung äußere.“
Der 41-Jährige findet es „surreal“, dass er nun seinen Wohnort wechseln muss, ständig Personenschutz braucht – wie einst Salman Rushdie, der vom iranischen Revolutionsführer Khomeini 1989 mit einer Fatwa belegt wurde.
Ein Kriminalbeamter in Zivil sitzt nahe beim Rednerpult, vor der Kirche wacht ein Polizeiwagen. Abdel-Samad scheut aber trotz allem nicht davor zurück, bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Fatwa das zu wiederholen, was ihm die Todesdrohung, eingebracht hat – sein Vergleich des radikalen Islamismus mit dem Faschismus...
tz-online
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Lesbisches jüdisches Paar in der eigenen Wohnung angegriffen
In der belgischen Metropole Antwerpen ist es zu einem brutalen antisemitischen Angriff auf ein lesbisches Paar aus Israel gekommen, das in Antwerpen wohnt. Der Angriff ereignete sich in der Wohnung, antisemitische Triebtäter hatten sich zunächst vor der Wohnungstür zusammengerottet und die anwesende Frau als „dreckige Jüdin“ beschimpft und andere antisemitische und antiisraelische Hassparolen abgesondert. Es bleibt abzuwarten, wann rotbraune Gewaltversteher die Täter als „verzweifelte Opfer“ inszenieren. Nach den Beleidigungen drangen die Täter in die Wohnung ein und mißhandelten die Frau schwer, der ganze Eingangsbereich war blutverschmiert, berichtet die Lebensgefährtin des Opfers, die kurz nach dem Überfall nach Hause kam. Am äußeren Türrahmen der Wohnungstür befindet sich, gemäß jüdischer Tradition, eine Mesusa, ein wenige Centimenter großes längliches Holzgehäuse, in dessen Hohlraum ein kleines Pergamentstück enthalten ist, auf dem Verse aus der Torah geschrieben sind. Offenbar haben sich die „Verzweifelten“ durch dieses Symbol „zionistischer Aggression“ so beleidigt und gedemütigt gefühlt, das sie in ihrer „Verzweiflung“ nicht anders zu „helfen“ wußten als zu der ganz spezifischen Form der „Notwehr“ zu greifen.
haolam
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Normalisierung verhindern
Was haben ein algerischer Schriftsteller, eine OECD-Konferenz und die Jerusalemer Straßenbahn gemeinsam? Sie waren bereits im Visier derjenigen, die Israel boykottieren wollen. Dies schädigt die Wirtschaft des jüdischen Staates und setzt sein Ansehen in der Welt herab.
Ende des Jahres 2002 fiel einigen Muslimen in Ägypten auf, dass ein bekanntes Waschmittel den Vornamen des damaligen israelischen Premierministers Ariel Scharon trägt. Außerdem stellt das Logo nach ihrer Auffassung „den Davidstern dar – das Symbol des jüdischen Volkes“. Das konnten sie natürlich nicht auf sich beruhen lassen. Also riefen sie die Bevölkerung zum Boykott des Produktes auf. Als Ergebnis registrierte Hersteller „Procter & Gamble“ in Ägypten sinkende Verkaufszahlen.Vertreter der Firma dementierten jegliche Beziehung zwischen dem Produktnamen und dem Politiker Scharon und fügten an: „Das Logo symbolisiert in Wirklichkeit die Laufbahn eines Atoms.“ Davon ließen sich die Ägypter allerdings zunächst nicht überzeugen. Auch Palästinenser schlossen sich dem Boykott an. Flugblätter hätten Frauen in den Autonomiegebieten dazu aufgerufen, andere Waschmittel zu verwenden, berichtete seinerzeit die französische Online-Zeitung „Proche-Orient“. Wer dem Appell nicht folge, gerate leicht in den Verdacht, mangelndes Nationalbewusstsein zu haben.
Diese absurd anmutende Aktion ist kein Einzelfall. Bereits im Jahr 1946 begann die soeben gegründete Liga der Arabischen Länder ihren wirtschaftlichen Boykott gegen die Juden im damaligen Mandatsgebiet Palästina. Nach der Gründung Israels nahm er den jüdischen Staat ins Visier. In der syrischen Hauptstadt Damaskus eröffneten die Araber 1951 ein Boykottbüro. Die Sanktionen richten sich bis heute primär gegen Israel selbst. Doch auch diejenigen, die Handel mit dem jüdischen Staat treiben, kommen auf eine schwarze Liste. Und wer mit diesen Vertretern wirtschaftliche Beziehungen unterhält, soll ebenfalls geächtet werden. Der Boykott gilt auch dem kulturellen Austausch. So sieht sich der algerische Schriftsteller Boualem Sansal arabischer Kritik ausgesetzt, seit er im Mai 2012 an einem Literaturfestival in Jerusalem teilnahm. Der „Rat der arabischen Botschafter“ in Paris entzog ihm infolge der Israelreise einen Literaturpreis.
Internationale Unterstützung für Boykottbewegung
Doch nicht nur die arabische Welt beteiligt sich an den anti-israelischen Maßnahmen. Die weltweite Boykott-Bewegung (BDS), die 2005 von Palästinensern gegründet wurde, sieht sich als „gewaltlose“ Form der Kriegsführung gegen Israel. Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) unterstützt sie offen. Die Abkürzung BDS steht für „Boykott, Desinvestition und Sanktionen“. Die Bewegung fordert, dass Israel „1. Die Besetzung und Kolonisation allen arabischen Landes beendet und die Mauer abreißt; 2. Das Grundrecht der arabisch-palästinensischen BürgerInnen Israels auf völlige Gleichheit anerkennt; und 3. Die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge, in ihre Heimat und zu ihrem Eigentum zurückzukehren, wie es in der UN-Resolution 194 vereinbart wurde, respektiert, schützt und fördert“. Zu den Wortführern gehören EU-Regierungen und Kirchen.Ein prominenter Unterstützer der BDS ist der renommierte britische Physiker Stephen Hawking. Er hat eine Einladung zu einer Konferenz „Angesichts der Zukunft“ Mitte Juni in Jerusalem abgesagt, bei der Staatspräsident Schimon Peres seinen 90. Geburtstag feiert. Der 71-jährige Wissenschaftler gab damit dem britischen „Ausschuss für die Universitäten Palästinas“ nach. Die israelische Menschenrechtsorganisation „Schurat Hadin“ verurteilte den Beschluss scharf. Sie empfahl dem Professor, doch Israel vollständig zu boykottieren und sein elektronisches Kommunikationssystem auszuschalten. Seit 1997 sei das Computersystem von Intel-Israel für ihn entwickelt und sogar finanziert worden. Es ist angesichts seiner schweren Lähmung für Hawking die einzige Möglichkeit, mit der Außenwelt zu kommunizieren.
Die PA wiederum übte im Oktober 2010 Druck auf alle Regierungen der OECD aus, einen Tourismuskongress in Jerusalem zu boykottieren, weil der israelische Tourismusminister erklärt hatte, aus seiner Sicht sei die Konferenz eine Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Auch gegen die 2011 fertiggestellte Straßenbahn protestierte die Autonomiebehörde im Vorfeld, weil sie durch Teile Jerusalems führt, die Israel erst 1967 erobert hat. Eine niederländische Bank und ein schwedischer Pensionsfonds haben deshalb die Betreiber boykottiert. Unlängst entschied jedoch ein französisches Gericht, dass die Bahn nicht gegen internationales Recht verstoße. Israel habe die Pflicht, den Bewohnern öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung zu stellen.
Anfang Juni weigerte sich die ägyptische Ringerin Enas Mostafa, ihrer israelischen Gegnerin Ilana Kartysch bei einem „Golden Grand Prix“-Turnier in Italien die Hand zu geben. Noch schlimmer: Während des Halbfinalkampfes brach sie der Israelin zwei Finger und biss ihr in den Rücken, so dass sie blutete. Die israelische Athletin behielt dennoch die Oberhand und gewann am Ende die Goldmedaille. Sportler aus einigen islamischen Ländern weigern sich grundsätzlich, gegen Israelis anzutreten. Lieber verzichten sie auf sportliche Erfolge, ja sogar auf olympisches Gold – wie der Judoka Arasch Miresmaeili 2004 in Athen. Er wurde für seine Weigerung von der iranischen Regierung so geehrt, als hätte er eine Medaille nach Hause gebracht. Musiker, die Konzerte in Israel planen, werden regelmäßig dazu aufgefordert, diese abzusagen. Der Gründer der Band „Pink Floyd“, Roger Waters, hat sich der BDS angeschlossen.
Im Mittelpunkt der Boykotte stehen Produkte aus israelischen Siedlungen. Allerdings ist es selbst der palästinensischen Regierung unter Salam Fajjad nicht gelungen, die Palästinenser im Westjordanland zu einem anhaltenden Boykott der Siedlungen zu bewegen. Dazu war die Zusammenarbeit zu groß, wie der mittlerweile zurückgetretene Premierminister Fajjad im Sommer 2012 feststellen musste.
Am 8. Juni tagte die BDS in Bethlehem, um ihre Tätigkeit auszuweiten. Die Teilnehmer beschlossen unter anderem, genau zu definieren, was in den Bereich der Normalisierung mit Israel fällt – damit sie in den Palästinensergebieten und im „palästinensischen Exil“ noch gezielter dagegen vorgehen können.
Von Elisabeth Hausen, INN
Moscheevereine in Deutschland sammeln Geld für Terrororganisation
Innenminister Friedrichs und die Landesinnenminister haben einen Bericht vorgelegt, nach dem Moscheevereine Spenden für Hisbollah im Libanon sammeln
Laut dem Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2012 wird die Terrororganisation durch ´´Hisbollah-nahe Moscheen´´ finanziert, die die Spenden innerhalb ihres Rahmenwerks ´´religiöser Zeremonien´´ sowie Mitgliederbeiträgen sammeln, das berichtet die Jerusalem Post.
Der Verfassungsschutzbericht zeigt eine ständig steigende Präsenz von Hisbollah Mitgliedern im Lande, im Jahr 2012 waren es 950 Mitglieder, 2010 waren es 900. Das 381-seitige Dokument listet den Hisbollah Anschlag in Burgas, Bulgarien, auf israelische Touristen in der Kategorie islamischer Terror auf.
Der Verfassungsschutzbericht enthält auch Informationen über die Verhaftung von Hisbollah Mitgliedern auf Zypern, die geplant hatten Israelis und Juden auf der Insel zu töten.
Junge deutsche Hisbollah Mitglieder sind untereinander gut verbunden und im Internet aktiv, einschließlich in sozialen Medien und Webforen.
Die Zahl der jugendlichen Unterstützer hat sich von 2011 auf 20012 auf 600 beinahe verdoppelt.
haolam
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Strafanzeige gegen muslimische Studentin nach Eklat bei Comic-Schau in der Uni Essen
Muslimische Studierende sahen sich durch eine Darstellung auf einem Ausstellungsplakat einer Comic-Ausstellung in der Bibliothek des Essener Universität in ihren „religiösen Gefühlen“ verletzt
. Eine Studentin hatte das Plakat sogar eigenmächtig abgenommen und Teile, die sie als anstößig empfand, mit einem Messer herausgeschnitten. Es ging dabei um eine kritische Auseinandersetzung mit der Unterdrückung von Frauen in muslimischen Gesellschaften. Nun könnte der Vorfall ein juristisches Nachspiel haben.
Der Essener Rechtsanwalt Marc Grünebaum hat gegen die namentlich nicht bekannte Studentin Strafanzeige erstattet. Es handele sich „um einen Angriff auf die Meinungs- und Kunstfreiheit durch eine religiöse Eiferin“, und damit „um die Verletzung bedeutender verfassungsrechtlicher Schutzgüter - umso mehr als dieses an einer an einer öffentlich-rechtlichen Hochschule erfolgte“, so Grünebaum in seinem Schreiben an die Staatsanwaltschaft. Zudem liege eine Sachbeschädigung vor.Das Uni-Rektorat hatte den Protesten nachgegeben und die Ausstellung abgebrochen. Dabei sei es auch um den „Schutz der Angestellten der Bibliothek“ gegangen, hieß es.
derwesten
derwesten
Brief von Charlotte Knobloch an den niedersächsischen Innenminister: „... wegen einiger gewaltbereiter orthodoxer Juden ...“
Sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrter Herr Pistorius,
mit Irritation entnehme ich einem Bericht der Nordwest Zeitung Online folgendes Zitat von Ihnen: "Kein Mensch käme auf die Idee, so etwas wegen einiger gewaltbereiter orthodoxer Juden vor einer Synagoge zu tun." Mit dieser Begründung haben Sie dem Artikel zufolge die verdachtsunabhängigen Kontrollen vor Moscheegemeinden eingestellt.
Dieser Vergleich ist nicht nur abwegig und somit unpassend; er ist sachlich irreführend und in der Konsequenz tendenziös.
Mir ist nicht eine verhinderte oder durchgeführte Gewalttat eines orthodoxen Juden in der Bundesrepublik Deutschland bekannt. Insofern besteht von dieser verschwindend kleinen Gruppierung innerhalb unserer Gesellschaft nicht die geringste Gefahr. Ihr Parallelschluss ist demnach völlig abwegig und entbehrt nicht einer gewissen Infamie.
Ich möchte Sie bitten, als Sozialdemokrat ´künftig von derartigen populistischen Reflexen und Aussagen abzusehen, die man eher einem rechtsextremen Demagogen zurechnen würde. Das ist Ihrem Land, Ihrer Person, Ihrem Amt und Ihrer Partei unwürdig.
Mit freundlichen Grüßen,
Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R.
haolam
mit Irritation entnehme ich einem Bericht der Nordwest Zeitung Online folgendes Zitat von Ihnen: "Kein Mensch käme auf die Idee, so etwas wegen einiger gewaltbereiter orthodoxer Juden vor einer Synagoge zu tun." Mit dieser Begründung haben Sie dem Artikel zufolge die verdachtsunabhängigen Kontrollen vor Moscheegemeinden eingestellt.
Dieser Vergleich ist nicht nur abwegig und somit unpassend; er ist sachlich irreführend und in der Konsequenz tendenziös.
Mir ist nicht eine verhinderte oder durchgeführte Gewalttat eines orthodoxen Juden in der Bundesrepublik Deutschland bekannt. Insofern besteht von dieser verschwindend kleinen Gruppierung innerhalb unserer Gesellschaft nicht die geringste Gefahr. Ihr Parallelschluss ist demnach völlig abwegig und entbehrt nicht einer gewissen Infamie.
Ich möchte Sie bitten, als Sozialdemokrat ´künftig von derartigen populistischen Reflexen und Aussagen abzusehen, die man eher einem rechtsextremen Demagogen zurechnen würde. Das ist Ihrem Land, Ihrer Person, Ihrem Amt und Ihrer Partei unwürdig.
Mit freundlichen Grüßen,
Charlotte Knobloch, Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern K.d.ö.R.
haolam
Monday, July 01, 2013
Spur der Steine
Wieder einmal schlägt der alltägliche palästinensische Terror zu und in Deutschland herrscht beredtes Schweigen. Dieses Mal traf es ein prominentes israelisches Opfer: die aus der Satire-Sendung Latma TV bekannte Schauspielerin Ronit Awrahamof Shapira, ihr Mann, sowie ihre beiden Kinder wurden von palästinensischen Steinewerfern attackiert als sie mit dem Auto durch die Westbank fuhren. Nur die schnelle Reaktion ihres Manns verhinderte Schlimmeres. Auf ihrer Facebook-Seite berichtet sie über den Vorfall:
„Als wir mit dem Auto in Samaria unterwegs waren, sieht Leizi [der Ehemann von Shapira] plötzlich Steine auf der Straße und versteht sofort was los ist. Er ruft mir zu, ich solle die Kinder im Rücksitz schützen, und in unglaublicher Geschwindigkeit: ein Stein (nicht nur ein Stein. Stellen Sie sich einen großen Stein vor, und dann noch ein bisschen größer. In etwa die Größe einer schönen Grapefruit) durchschlägt das Fenster neben mir. Glasssplitter überall. Auf meinem Körper, einfach überall, auch auf unseren Babys. Sie liegen unschuldig in ihren Sitzen, bedeckt von Tausenden großen und kleinen Glassplittern […] Ich bin verletzt. Blut. Ein bisschen nur, trotzdem es ist Blut. Auf dem Gesicht, auf den Händen. Auf den Beinen meiner Babys. Wir flüchten um unser Leben. In Todesangst, dass weitere Steine folgen. Ich bin mir nicht sicher, was los ist. Werden wir beschossen? Wenn der Stein das Auto trifft, tut dies einen lauten Schlag, so wie Gewehrschüsse. […] Glücklicherweise verliert Leizi nicht die Kontrolle über das Lenkrad. Glücklicherwiese hat er mir rechtzeitig zugerufen, mich zum Schutz über die Kinder zu werfen, sodass die meisten Glassplitter mich trafen und ich nicht vom Stein am Kopf getroffen wurde. Bitte, lass es uns nur heil zum nächsten Checkpoint schaffen! Wir haben es geschafft. Wir können uns von unserem Schock erholen. Oder nicht. Ich zittere immer noch. Wir sehen nach, ob alle Ok sind. Gott sei Dank sind wir es. […] Es timmt, sie haben gerade versucht, uns zu ermorden und wir sind heil davon gekommen.“
Aber nicht alle überleben diese heimtückischen Steinattacken. Der 5 Monate alte Yehuda Shoham starb 2001 bei einem ähnlichen palästinensischen Angriff, als ein großer Stein die Windschutzscheibe durchschlug und ihm den Schädel spaltete. Oder Asher Palmer und sein 12 Monate alter Sohn Yonatan, die Ende 2011 in der Nähe von Hebron durch den Steinwurf eines Palästinensers auf ihr Auto starben. Anfang März dieses Jahres traf es die 2-jährige Adele Bitton, die mit ihrer Mutter und zwei Schwestern auf der Route 5 bei Ariel unterwegs war. Auch ihr Auto wurde bei voller Fahrt von einem Stein getroffen, sodass die Mutter die Kontrolle verlor und das Auto mit einem parkenden Lastwagen zusammenstieß. Zwei Monate rang die kleine Adele mit dem Tod und verbringt jetzt ihren Sommer nicht im Garten, sondern in der Rehaklinik.
Über keinen dieser Vorfälle werden Sie in einer deutschen Zeitung etwas erfahren können. Denn es interessiert sich keiner der vielen Nahost-Korrespondenten für die Leiden der jüdischen Bewohner der Westbank. Für Sebastian Engelbrecht, Peter Münch oder Ulrike Putz sind dies ja auch keine Menschen, sondern „Siedler“, moderne Dämonen. Gewalt gegen sie ist, wenn nicht legitim, so zumindest uninteressant.
Während beispielsweise der Journalist Christian Wagner am 31. Mai im deutschen Staatsfunk etwas von „jüdischer Gewalt“ fantasierte (gibt es so etwas wie palästinensische, amerikanische oder deutsche Gewalt?), gemeint waren die abartigen terroristischen „Preisschild“-Attacken einiger rechtsnationalistischer Siedler; derweil entging ihm völlig, dass es kurz zuvor, in der Woche zwischen dem 13. und dem 20. Mai, zu mindestens 98 Angriffen gegen Israelis durch Steinwürfe kam. Das bedeutet: jeden Tag wurde durchschnittlich 14 Mal mit Steinen nach Menschen geworfen und damit in Kauf genommen, diese zu töten.
Zu Zielscheiben wurden diese Menschen,weil sie Juden waren.
Und die Situation verschlechtert sich zunehmend. Während es im Jahr 2010 „nur“ 3.636 solcher Angriffe mit Steinen von Palästinensern gegen Israelis gab, stieg die Zahl bis Ende 2012 auf 4.731 Steinwürfe. Zusätzlich kam es im letzten Jahr zu 15 Schusswaffenangriffen sowie 642 Angriffen mit Molotov-Cocktails durch Palästinenser, wie der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet berichtet. Ja, bei solchen Dimensionen sollte man vor allem und ausschließlich über „jüdische Gewalt“ nachdenken.
Dass es bei Angriffen mit 5 bis 10 Kilogramm schweren Steinen nicht zu deutlich mehr Toten kommt, ist vor allem, wie im Falle der Shapiras, der Aufmerksamkeit israelischer Fahrer geschuldet, dem Umstand, dass viele Autos bereits mit einer Sicherheitsverglasung ausgestattet sind, und natürlich dem Glück.
Es ist aber durchaus aufschlussreich, dass es deutsche Journalisten nicht zu interessieren scheint, wenn jüdische Familien, die mit ihrem Auto in der Westbank unterwegs sind, nicht mehr ihres Lebens sicher sind.
Für sie zählt stattdessen nur die „jüdische Gewalt“. Ganz ohne Frage, jüdisch-israelische Terroristen sind so widerlich wie jede Form des Terrorismus, aber sie bilden die Ausnahme. Das zeigt die Statistik: so gab es laut Shin Bet im gesamten Jahr 2012 ganze 18 Terrorattacken durch jüdisch-nationalistische Terroristen, die „Preisschild“-Attacken eingeschlossen.
Aber warum Fakten, wenn es die Imagination auch tut. Und so verbreiten deutsche Märchenonkel und -tanten weiter ihre Geschichten aus 1001 Nacht, in denen es von „jüdischer Gewalt“ nur so wimmelt, aber kein einziger steinewerfender Palästinenser mit Mordabsichten vorkommt. Karl May hätte seine Freude daran gehabt.
Kevin Zdiara/achgut
„Als wir mit dem Auto in Samaria unterwegs waren, sieht Leizi [der Ehemann von Shapira] plötzlich Steine auf der Straße und versteht sofort was los ist. Er ruft mir zu, ich solle die Kinder im Rücksitz schützen, und in unglaublicher Geschwindigkeit: ein Stein (nicht nur ein Stein. Stellen Sie sich einen großen Stein vor, und dann noch ein bisschen größer. In etwa die Größe einer schönen Grapefruit) durchschlägt das Fenster neben mir. Glasssplitter überall. Auf meinem Körper, einfach überall, auch auf unseren Babys. Sie liegen unschuldig in ihren Sitzen, bedeckt von Tausenden großen und kleinen Glassplittern […] Ich bin verletzt. Blut. Ein bisschen nur, trotzdem es ist Blut. Auf dem Gesicht, auf den Händen. Auf den Beinen meiner Babys. Wir flüchten um unser Leben. In Todesangst, dass weitere Steine folgen. Ich bin mir nicht sicher, was los ist. Werden wir beschossen? Wenn der Stein das Auto trifft, tut dies einen lauten Schlag, so wie Gewehrschüsse. […] Glücklicherweise verliert Leizi nicht die Kontrolle über das Lenkrad. Glücklicherwiese hat er mir rechtzeitig zugerufen, mich zum Schutz über die Kinder zu werfen, sodass die meisten Glassplitter mich trafen und ich nicht vom Stein am Kopf getroffen wurde. Bitte, lass es uns nur heil zum nächsten Checkpoint schaffen! Wir haben es geschafft. Wir können uns von unserem Schock erholen. Oder nicht. Ich zittere immer noch. Wir sehen nach, ob alle Ok sind. Gott sei Dank sind wir es. […] Es timmt, sie haben gerade versucht, uns zu ermorden und wir sind heil davon gekommen.“
Aber nicht alle überleben diese heimtückischen Steinattacken. Der 5 Monate alte Yehuda Shoham starb 2001 bei einem ähnlichen palästinensischen Angriff, als ein großer Stein die Windschutzscheibe durchschlug und ihm den Schädel spaltete. Oder Asher Palmer und sein 12 Monate alter Sohn Yonatan, die Ende 2011 in der Nähe von Hebron durch den Steinwurf eines Palästinensers auf ihr Auto starben. Anfang März dieses Jahres traf es die 2-jährige Adele Bitton, die mit ihrer Mutter und zwei Schwestern auf der Route 5 bei Ariel unterwegs war. Auch ihr Auto wurde bei voller Fahrt von einem Stein getroffen, sodass die Mutter die Kontrolle verlor und das Auto mit einem parkenden Lastwagen zusammenstieß. Zwei Monate rang die kleine Adele mit dem Tod und verbringt jetzt ihren Sommer nicht im Garten, sondern in der Rehaklinik.
Über keinen dieser Vorfälle werden Sie in einer deutschen Zeitung etwas erfahren können. Denn es interessiert sich keiner der vielen Nahost-Korrespondenten für die Leiden der jüdischen Bewohner der Westbank. Für Sebastian Engelbrecht, Peter Münch oder Ulrike Putz sind dies ja auch keine Menschen, sondern „Siedler“, moderne Dämonen. Gewalt gegen sie ist, wenn nicht legitim, so zumindest uninteressant.
Während beispielsweise der Journalist Christian Wagner am 31. Mai im deutschen Staatsfunk etwas von „jüdischer Gewalt“ fantasierte (gibt es so etwas wie palästinensische, amerikanische oder deutsche Gewalt?), gemeint waren die abartigen terroristischen „Preisschild“-Attacken einiger rechtsnationalistischer Siedler; derweil entging ihm völlig, dass es kurz zuvor, in der Woche zwischen dem 13. und dem 20. Mai, zu mindestens 98 Angriffen gegen Israelis durch Steinwürfe kam. Das bedeutet: jeden Tag wurde durchschnittlich 14 Mal mit Steinen nach Menschen geworfen und damit in Kauf genommen, diese zu töten.
Zu Zielscheiben wurden diese Menschen,weil sie Juden waren.
Und die Situation verschlechtert sich zunehmend. Während es im Jahr 2010 „nur“ 3.636 solcher Angriffe mit Steinen von Palästinensern gegen Israelis gab, stieg die Zahl bis Ende 2012 auf 4.731 Steinwürfe. Zusätzlich kam es im letzten Jahr zu 15 Schusswaffenangriffen sowie 642 Angriffen mit Molotov-Cocktails durch Palästinenser, wie der israelische Inlandsgeheimdienst Shin Bet berichtet. Ja, bei solchen Dimensionen sollte man vor allem und ausschließlich über „jüdische Gewalt“ nachdenken.
Dass es bei Angriffen mit 5 bis 10 Kilogramm schweren Steinen nicht zu deutlich mehr Toten kommt, ist vor allem, wie im Falle der Shapiras, der Aufmerksamkeit israelischer Fahrer geschuldet, dem Umstand, dass viele Autos bereits mit einer Sicherheitsverglasung ausgestattet sind, und natürlich dem Glück.
Es ist aber durchaus aufschlussreich, dass es deutsche Journalisten nicht zu interessieren scheint, wenn jüdische Familien, die mit ihrem Auto in der Westbank unterwegs sind, nicht mehr ihres Lebens sicher sind.
Für sie zählt stattdessen nur die „jüdische Gewalt“. Ganz ohne Frage, jüdisch-israelische Terroristen sind so widerlich wie jede Form des Terrorismus, aber sie bilden die Ausnahme. Das zeigt die Statistik: so gab es laut Shin Bet im gesamten Jahr 2012 ganze 18 Terrorattacken durch jüdisch-nationalistische Terroristen, die „Preisschild“-Attacken eingeschlossen.
Aber warum Fakten, wenn es die Imagination auch tut. Und so verbreiten deutsche Märchenonkel und -tanten weiter ihre Geschichten aus 1001 Nacht, in denen es von „jüdischer Gewalt“ nur so wimmelt, aber kein einziger steinewerfender Palästinenser mit Mordabsichten vorkommt. Karl May hätte seine Freude daran gehabt.
Kevin Zdiara/achgut
Ägyptens Militär stellt Politikern 48-Stunden-Ultimatum
Das ägyptische Militär hat der Protestbewegung und den regierenden Islamisten ein Ultimatum gestellt. Innerhalb von 48 Stunden müsse in dem Land wieder Ruhe einkehren. Ansonsten kündigte die Militärführung in einer Erklärung Entscheidungen an, um den Zustand zu beenden.
Verteidigungsminister Abdel Fattah al-Sisi sprach in einem Statement von einer «letzten Chance». «Wenn die Forderungen der Menschen in Ägypten nicht innerhalb der Frist erfüllt werden, wird das Militär - gemäß seiner nationalen und historischen Verantwortung - einen Plan für die Zukunft verkünden und eine Reihe von Maßnahmen anleiten, die unter Beteiligung aller politischen Fraktionen umgesetzt werden.»
Die Armee hatte bereits zuvor angekündigt einzugreifen, wenn der Machtkampf in Ägypten außer Kontrolle gerate.
giessener-allgemeine
giessener-allgemeine
Nürnberg: Antisemiten auf dem Südstadtfest
Am 1. April 1933 erfolgte die erste reichsweite Aktion gegen die deutschen Juden, der Boykott der Geschäfte jüdischer Inhaber. Der “Frankenführer”, Nürnbergs NSDAP-Gauleiter Julius Streicher, organisierte diesen Auftakt zu dem, was dann kam.
Auf dem am Samstag dieser Woche beginnenden Südstadtfest ist mit der Gruppierung “Solidarität International Nürnberg” antisemitische Propaganda angekündigt. Da hilft es nicht, daß diese Gruppe angeblich “nur” antiisraelisch sei. Das Motto lautet: “Boykottiert israelische Apartheid”. Das ist der Gipfel der Unverschämtheit. Im israelischen Parlament sitzen Araber und Christen, der Präsident des Obersten Gerichtshof ist ein muslimischer Araber, israelische Araber haben die gleichen Rechte wie jüdische Israelis. In Gaza aber – da gibt es keine Juden mehr. In allen arabischen Staaten rund um Israel gibt es keine oder fast keine Juden mehr. Auch die Christen werden in der arabisch-muslimischen Welt verfolgt, vertrieben und auch getötet, daß es unbegreiflich ist, wie wenig das die Menschen bei uns zu kümmern scheint. Und diese Zeitgenossen schwadronieren etwas von angeblicher israelischer Apartheid.
Solche Haß-säenden Zeitgenossen gehören nicht aufs Südstadtfest. Ihnen gebührt keine Unterstützung vom städtischen Amt für Kultur und Freizeit KuF. Es kann nicht angehen, daß Politiker dieses Fest mit schönen Reden eröffnen und unten antisemitische Haßpropaganda betrieben wird!
gestaltenstattverwalten
Auf dem am Samstag dieser Woche beginnenden Südstadtfest ist mit der Gruppierung “Solidarität International Nürnberg” antisemitische Propaganda angekündigt. Da hilft es nicht, daß diese Gruppe angeblich “nur” antiisraelisch sei. Das Motto lautet: “Boykottiert israelische Apartheid”. Das ist der Gipfel der Unverschämtheit. Im israelischen Parlament sitzen Araber und Christen, der Präsident des Obersten Gerichtshof ist ein muslimischer Araber, israelische Araber haben die gleichen Rechte wie jüdische Israelis. In Gaza aber – da gibt es keine Juden mehr. In allen arabischen Staaten rund um Israel gibt es keine oder fast keine Juden mehr. Auch die Christen werden in der arabisch-muslimischen Welt verfolgt, vertrieben und auch getötet, daß es unbegreiflich ist, wie wenig das die Menschen bei uns zu kümmern scheint. Und diese Zeitgenossen schwadronieren etwas von angeblicher israelischer Apartheid.
Solche Haß-säenden Zeitgenossen gehören nicht aufs Südstadtfest. Ihnen gebührt keine Unterstützung vom städtischen Amt für Kultur und Freizeit KuF. Es kann nicht angehen, daß Politiker dieses Fest mit schönen Reden eröffnen und unten antisemitische Haßpropaganda betrieben wird!
gestaltenstattverwalten
Amerikanischer Jude an der Einreise nach Großbritannien gehindert, weil er viele israelische Stempel in seinem Pass hatte - Burkafrau fotografierte diesen dann auch noch in der Zelle
Louis “Chip” Cantor, ein US-Bürger jüdischer Abstammung wurde von britischen Grenzbeamten an der Einreise nach Großbritannien gehindert, wohl weil er viele israelische Stempel in seinem Reisepass hatte. Er wurde in eine Zelle gesteckt und durfte sich dort von einer burkatragenden Gestalt, wohl eine Grenzbeamtin, fotografieren lassen.
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Ägypten: Blutige Nacht kostet sieben Menschen das Leben
Hunderttausende Ägypter haben bei landesweiten Massenprotesten Präsident Mohammed Mursi zum Rücktritt aufgefordert. Mindestens sieben Menschen seien getötet worden. Mehr als 600 Menschen seien verletzt worden, berichtete die Zeitung "al-Ahram" unter Berufung auf das Gesundheitsministerium.
Am ersten Jahrestag seines Amtsantritts riefen die Menschen in Kairo und anderen Städten dem Staatschef "Verschwinde!" entgegen. Sie zeigten ihm die Rote Karte.
In der südlichen Provinz Assiut eröffneten nach Angaben der Sicherheitsbehörden bewaffnete Unbekannte auf einem Motorrad das Feuer auf protestierende Aktivisten. Dabei seien drei Menschen getötet und mindestens acht verletzt worden. Ein Demonstrant starb laut lokalen Medienberichten in der ebenfalls südlichen Stadt Bani Sueif bei Zusammenstößen zwischen Unterstützern und Gegnern Mursis. In Fayum sei ein 18-Jähriger ums Leben gekommen. Bei einem Angriff auf die Zentrale der Muslimbruderschaft in Kairo seien zwei Menschen getötet worden.
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