Thursday, April 06, 2006

Israel-Woche in München vom 2. bis 14. Mai


Über 50 Veranstaltungen zu Israel in 13 Tagen: Von Ausstellungen, Filmreihen und Weinproben über Konzerte, Partys und Sportvorführungen bis zu Vorlesungen, Vorträgen und einer großen Abschlusstagung reicht die Israel-Woche in München vom 2. bis 14. Mai 2006.Mit diesem umfangreichen Bildungs- und Kulturangebot wollen die Veranstalter den gegenüber Israel bestehenden Vorurteilen und der verbreiteten Unwissenheit ein aufgeklärtes, fundiertes und differenziertes Bild Israels entgegensetzen. Dem Arbeitskreis Antisemitismus und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft München ist es gelungen so viele Organisationen und Einrichtungen in die Israel-Woche einzubinden, dass die Vielfalt der Veranstaltungen es Menschen mit den unterschiedlichsten Interessen ermöglichst, sich selbstständig über Israel zu informieren.Hier nur einige Beispiele aus dem immer noch wachsendem Programm der 13 Tage dauernden „Woche“ unter der Schirmherrschaft von Botschafter Shimon Stein und dem Münchner Oberbürgermeister Christian Ude:- Eine vierteilige Vorlesungsreihe zur Geschichte Israels an der Universität München- Schulsondervorstellungen israelischer Filme- Ein Zeitzeugengespräch mit einer ehemaligen Münchnerin aus Jerusalem- Bayerische Schülerinnen und Schüler diskutieren mit Botschafter Shimon Stein- Eine Tagung zur israelischen High-Tech-Wirtschaft- Eine Diskussion über die Bedrohung Israels durch den Iran- Dokumentarfilme von Esther Schapira- Eine Abschlusstagung zur Aktualität von Antisemitismus und AntizionismusWeitere Informationen unter: http://www.israel-woche.net/

US-Regierung wirft Europa mangelnde Integration von Moslems vor

Sie sieht darin eine Gefahr für die Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten. Nach dem US-Außenministerium besteht weiterhin eine große Terrorgefahr.
Washington - Die meisten europäischen Länder hätten es im Gegensatz zu den USA versäumt, eine bewußte Integration zu verfolgen und behandelten die Nachkommen moslemischer Einwanderer weiterhin als Ausländer, sagte Daniel Fried, Staatssekretär für Europa im US-Außenministerium. Moslems in Europa hätten mit Arbeitslosigkeit und Diskriminierung zu kämpfen. Dies habe ein „Publikum“ geschaffen, das offen sei für extremistische Botschaften.
Außerdem nutzten extremistische Moslems die Meinungsfreiheit in vielen Ländern aus, um ihre Botschaft weiterzutragen. Zusammen mit einer „tief negativen Wahrnehmung“ der US-Außenpolitik ergebe sich ein „besonders gefährlicher Mix“. Zwar seien nur etwa zwei Prozent der Moslems in Europa extremistischen Ideen zugeneigt. Von diesen überschreite wiederum nur ein kleiner Teil die Barriere hin zum Terrorismus. Aber schon „eine Handvoll Extremisten kann verheerende Terroranschläge begehen“.
Fried erinnerte daran, daß die Anschläge vom 11. September großteils in Deutschland vorbereitet wurden. „Fünf Jahre später und trotz vieler Erfolge bei der Terrorbekämpfung, stellt der gewaltbereite Extremismus in Europa weiterhin eine Bedrohung der nationalen Sicherheit der USA und ihrer Verbündeten dar“, sagte Fried.
Der im US-Außenministerium zuständige Koordinator der Terrorbekämpfung, Henry Crumpton, äußerte sich ähnlich: „Der gewalttätige islamistische Extremismus in Europa ist weiterhin eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA und die ihrer Verbündeten“, sagte er. Daran hätten auch die vielen Erfolge bei der Bekämpfung von Terroristen seit den Anschlägen vom 11. September vor viereinhalb Jahren nichts geändert.
Einige der in Europa ansässigen Extremisten stünden in direktem Kontakt mit Osama bin Ladens Al-Kaida, sagte Crumpton. Sein Ministeriumskollege Fried räumte ein, daß lediglich ein bis zwei Prozent der in Westeuropa lebenden Moslems in extremistische Aktivitäten verwickelt seien. „Von diesen verfügt nur ein kleiner Bruchteil über das Potenzial, die Grenze zum tatsächlichen Terrorismus zu überschreiten. Aber selbst eine Hand voll Extremisten kann verheerende terroristische Anschläge ausführen.“ Auch die Anschläge vom 11. September, bei denen etwa 3000 Menschen starben, seien zu einem wesentlichen Teil von Europa aus geplant worden, betonte Crumpton. WELT.de/rtr, AFP

Wednesday, April 05, 2006

Kritik ist ­unerwünscht

Urteil gegen Eren Keskin von thorsten mense

»Wenn ich Eren Keskin nicht bei der ersten Gelegenheit sexuell angreifen würde, wäre ich ein Feigling.« Sie habe »einigen Missbrauch verdient, wenn sie zurückkommt«, verkündete der türkische Journalist Fatih Altayli vor vier Jahren in einem Radiointerview. Zuvor hatte die Rechtsanwältin Keskin in Köln auf der Konferenz »Ist Frauenrecht ein Menschenrecht?« über sexuelle Gewalt in der Türkei gesprochen. Wegen »Beleidigung der staatlichen Sicherheitskräfte«, was in der Türkei noch immer als Straf­tat gilt, wurde sie vergangene Woche zu zehn Monaten Haft oder ersatzweise 4 500 Euro Geldstrafe verurteilt. Die Beleidigung besteht darin, dass sie auf der Konferenz als stellvertretende Vorsitzende der türkischen Menschenrechtsorganisation IDH über konkrete Fälle sexueller Folter berichtet hatte, der Frauen in staatlichem Gewahrsam in der Türkei ausgesetzt sind.
Da Soldaten bekanntlich nie Mörder und Polizisten immer Freunde und Helfer sind, können dem Gericht zufolge die Behauptungen nur Verleumdungen sein. Vielmehr wollten »bestimmte Kreise angesehene Ämter und Institutionen unter dem Vorwand der Meinungsfreiheit angreifen«, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Dabei würden sie »die Unterstützung der EU und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte erhalten«. Das erinnert an die Diskussion um die Mohammed-Karikaturen. Anscheinend hört – frei nach Rosa Luxemburg – die Meinungsfreiheit dort auf, wo die Freiheit der politischen und religiösen Autoritäten anfängt. Die Freiheit also, ohne Konsequenzen Menschen zu verfolgen, zu unterdrücken und auch zu töten.
Seit Beginn ihrer Arbeit wurden rund 100 Verfahren gegen Eren Keskin eingeleitet, regelmäßig erhält sie Morddrohungen. Trotz der Gefahr, in der Haft selber sexueller Gewalt ausgesetzt zu sein, will die Anwältin die Geldstrafe nicht akzeptieren. »Kein Mensch soll die Freiheit seiner Meinung mit Geld erkaufen«, betonte sie nach der Urteilsverkündung.
Fatih Altayli, Kolumnist für die Zeitung Hürriyet, bekam 2002 für seine Äußerungen nur eine Verwarnung. Keskin wurde im gleichen Jahr mit einem einjährigen Berufsverbot belegt. Die Frage, ob Frauenrecht ein Menschenrecht sei, wurde vom Gericht in Istanbul durch das Urteil eindeutig beantwortet.

jungle-world.com

Tuesday, April 04, 2006

Sieg im Volkskrieg...


Antisemitismus in der deutschen Linken:Ein Blick in die Frühzeit der APO

Im September 1967 gehörte der "Sozialistische Deutsche Studentenverband" (SDS) zu den ersten Organisationen, die einen unerbittlich antizionistischen Kurswechsel vorgenommen hatten...

hagalil.com

Monday, April 03, 2006

Bericht: Frankreich führt EU-Gespräche mit Hamas auf niedriger Ebene


Newsletter der israelischen Botschaft Berlin
Frankreich führt seit einigen Wochen Gespräche mit der Hamas auf niedriger Ebene. Das berichtete am Montag der Armee-Rundfunk unter Berufung auf ein Dokument, das der Regierung in Jerusalem weitergeleitet wurde. In Israel wächst die Sorge, dass andere Staaten wie China, Indien oder Japan die palästinensische Hamas-Regierung bald offiziell anerkennen könnten. Die EU, Russland und Indien hätten bereits Kontakte mit Vertretern der Hamas aufgenommen. Die USA und die EU stufen die Hamas als Terrororganisation ein. (Haaretz, 3.4.)
"die jüdische"

Saturday, April 01, 2006

Iran Protestaktionen während der WM


Anfang des Jahres, hatte Paul Spiegel erfolglos zu Großdemonstrationen gegen die israelfeindlichen Hetztiraden des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmedinedschad am 26. Januar aufgerufen. Von der Annahme ausgehend, daß der Aufruf zu unkoordiniert, zu kurzfristig und zu vage war, haben wir die Hoffnung, daß wir mit gut 2 1/2 Monaten Vorbereitungszeit etwas bedeutungungsvolleres zu Stande bringen können sollten...
Iran wird während der WM 3x in Deutschland spielen:




11-Juni-06
Nürnberg
MEX:IRN
18:00

17-Juni-06
Frankfurt
POR:IRN
15:00

21-Juni-06
Leipzig
IRN:ANG
16:00

Wir (Rene Pollak, Leo Sucharewicz und ich) sind derzeit dabei eine Koalition für Protestaktionen gegen die Hasstiraden, Vernichtungsaufrufe, Atomaren Bemühungen und gegen die Holocaust Leugnung des Iran und des Iranischen Präsidenten zusammenzustellen. Hierbei würden wir uns über Eure Zusammenarbeit und Hilfe freuen würden.
Die Hauptprotestaktionen sollen jeweils vor den Fußballstadien mit großen Protestkundgebungen stattfinden. Hierbei wollen wir sowohl mit Iranischen Exilvereinigungen, den Parteien, wie auch mit Jüdischen, Christlichen und anderen Organisationen zusammenarbeiten. Wir hoffen mehrere prominente Redner für diese Veranstaltungen finden zu können. Uns ist wichtig, daß wir hier nicht mit einigen handvoll Menschen vor den Stadien in der Menge untergehen, sondern tatsächlich einige Hundert Leute zusammentrommeln. (Derzeit legen wir den Schwerpunkt der Protestaktionen auf Frankfurt und Nürnberg.)
Zusätzlich und unabhängig dessen wollen wir versuchen Karten zu den Spielen zu bekommen (bislang leider erfolglos), um auf diese Weise Israelische Fahnen in die Stadien zu bringen....
Zum jetzigen Zeitpunkt würden wir uns über eine generelle Zusage betreffend einer Zusammenarbeit bei dieser Koalition genauso freuen, wie über Ideen und Vorschläge bezüglich prominenter Gastredner und andere produktive Anregungen, wie man am besten Vorgehen sollte, um bei solch einem wichtigen Anliegen, ausnahmsweise mal Massen zu mobilisieren.
Für Weiterleitung dieser Nachricht an weitere potentiell interessierte Koalitionspartner für diese Aktionen, z.B. Gewerkschaften (?!) oder Exilorganisationen, etc. sind wir dankbar.
Alle Interessierten, sollten sich bitte an info@honestly-concerned.org wenden.
Mit Dank und besten Grüßen,
Sacha

"Proteste" der etwas anderen Art, die ebenfalls während der WM in Planung sind...TAGESSPIEGEL - Rechte wollen bei WM aufmarschieren Verfassungsschutz: Naziszene plant judenfeindliche Aktionen – und verbündet sich mit Polens Hooligans

Berlin - Die rechtsextreme Szene will während der Fußball-Weltmeisterschaft mit gezielten Provokationen Aufmerksamkeit erregen. Nach Erkenntnissen von Verfassungsschützern planen NPD und Neonazis mehrere Demonstrationen, um sich mit dem judenfeindlichen Staatspräsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, zu solidarisieren. Ahmadinedschad ist bei Rechtsextremisten populär, weil er den Holocaust leugnet und die Vernichtung Israels fordert. Fünf Aufmärsche hätten NPD und Neonazis bereits angemeldet, sagten Verfassungsschützer dem Tagesspiegel. Am 10. Juni, dem ersten Tag nach Beginn der WM, wollten die Rechtsextremisten in Gelsenkirchen demonstrieren. Vier weitere Märsche seien zwischen dem 3. Juni und dem 25. Juni in Thüringen angemeldet. Wahrscheinlich werde die Szene eine ganze Serie von Demonstrationen während der WM inszenieren....

Gelsenkirchen / Jihadistan I

Was ist die Rütli-Schule in Berlin ? Schon vor einigen Jahren berichtete das Magazin EMMA:

Wehrt der Scharia in Ückendorf!
Nicht einschüchtern lassen sich die Direktorin der Gelsenkirchener Gesamtschule, Felizitas Reinert, ihre Kolleginnen Barbara Friedland (rechts) und Ute Neumann. Trotz der Beschimpfung, sie seien "Rassistinnen" und trotz der hochministeriellen Anordnung der sozialdemokratischen Regierung in NRW wehren sie dem Einzug der Scharia in ihre Schule mitten im Ruhrpott. Das Kopftuch ist ein Zeichen der Frauenunterdrückung, finden sie, und gehört nicht in die Schule!
Felizitas Reinert sitzt in ihrem Rektorinnenbüro und macht drei Kreuze. In diesem Herbst ist der Kelch nochmal an ihr vorübergegangen. Unter den Referendarinnen, die zum Schuljahresbeginn ihren Dienst an der Gesamtschule Ückendorf antraten, ist diesmal keine, die ein Kopftuch trägt.
Gut ein Jahr ist es jetzt her, dass eine Referendarin an die Schule in der Ruhrgebiets-Stadt Gelsenkirchen kam und darauf bestand, mit Kopftuch zu unterrichten. Prompt brach im über hundertköpfigen Kollegium ein Krieg aus, dessen Folgen an der Schule bis heute nachwirken.
Keinen Gedanken hatte sich Barbara Friedland, Lehrerin für Deutsch und Gesellschaftslehre, zuerst darüber gemacht, dass der Name "ihrer" Referendarin in der Hospitationsliste für das neue Halbjahr türkisch klang: Halide Matar. Eine neue türkische Kollegin an der Gesamtschule, in der in jeder Klasse mehr "Kinder aus Einwandererfamilien" als deutsche SchülerInnen sitzen, fand sie sehr erfreulich. Doch als Referendarin Matar dann vor ihr steht, plangerecht und pünktlich, fällt Lehrerin Friedland die Kinnlade herunter. Die junge Frau trägt ein Kopftuch. Für Friedland gibt es da nichts zu überlegen. "Tut mir leid", sagt sie, "so können Sie bei mir nicht hospitieren."
Das ist der Satz, der die Schleusen öffnet. Die Argumente aus dem Lager der Kopftuch-BefürworterInnen sind die bekannten. Man könne der jungen Frau doch nicht verbieten, ein Symbol ihrer Religion zu tragen. Da müsste man ja auch jedes Kreuz um den Hals verbieten. Daraus sprächen Intoleranz und Rassismus. Und das an einer Gesamtschule mit einer linken Tradition, sehr peinlich sei das.
Was diejenigen sagen, die nicht wollen, dass eine Referendarin mit Kopftuch und oft auch bodenlangem Gewand an ihrer Schule unterrichtet, ist seltener zu hören und zu lesen. Sie sprechen weniger vom "Neutralitätsgebot", das jetzt auch das Bundesverwaltungsgericht in seiner Urteilsbegründung gegen das Kopftuch von Fereshta Ludin anführte. Stattdessen fallen Begriffe wie "politisches Symbol", "demokratische Grundwerte" und "Frauenunterdrückung".
Doch nicht nur Barbara Friedland, auch ein weiteres Dutzend ihrer Kolleginnen und auch Kollegen weigerte sich, Referendarin Matar in ihrem Unterricht hospitieren zu lassen. Denn sie alle beobachten schon länger einen Trend an ihrer Schule, der ihnen Unbehagen und einigen von ihnen sogar Angst bereitet. Seit geraumer Zeit tauchen immer mehr Schülerinnen plötzlich mit Kopftüchern auf, oft nach den großen Ferien. Die dürfen dann meist nicht mehr mit auf Klassenfahrten und in den Sportunterricht. Immer wieder bitten diese Mädchen verzweifelt um Hilfe: Weil ihre Eltern sie von der Schule nehmen wollen; weil sie demnächst einen Mann heiraten sollen, den sie gar nicht kennen; oder weil sie gegen ihren Willen in die Türkei zurückgeschickt werden sollen.
Ein kleines Mädchen erklärte auf Nachfrage, der Hodscha in der Moschee habe gesagt, wenn sie ihr Kopftuch nicht trage, käme sie in die Hölle. Ein anderes kleines Mädchen wollte plötzlich nicht mehr neben ihrer deutschen Freundin sitzen, weil ein anderer Hodscha gesagt hatte, ihre Freundin sei unrein. Und türkische Eltern beschwerten sich darüber, dass im Biologieunterricht die Evolutionstheorie gelehrt wird und fordern mehr "islamische Züge" an der Schule.
Die LehrerInnen sind alarmiert. Sie wissen, dass es in der Welt Regime gibt, in denen Frauen ohne Kopftuch gejagt und gefoltert und verrutschte Kopftücher an den Kopf genagelt werden. "Und da sollen wir den Mädchen auch noch eine Referendarin mit Kopftuch als Vorbild hinstellen?", empört sich Barbara Friedland.
Das nordrhein-westfälische Schulministerium jedoch sah die Sache anders. "Das Tragen eines Kopftuchs als religiöses Symbol reicht nicht aus, um jemanden aus dem Schuldienst zu entfernen", lautete die Order aus Düsseldorf. "Die Person muss an ihren Äußerungen gemessen werden."
Sicher, Referendarin Matar äußerte sich immer nett: "Ich würde die Schule und das Vertrauen der Eltern niemals zu eigenen Zwecken missbrauchen und niemals versuchen, eigene Weltanschauungen zu vermitteln", sagte sie. "Auch von politischer Aktivität kann bei mir nicht die Rede sein." Kann nicht? "Frau Matar hatte die Affäre Ludin von A bis Z verfolgt. So naiv, wie sie tut, ist sie nicht", sagt Barbara Friedland.
In der Tat. Schon 1998 fragte der "Stern": "Wieviel Multikulti darf es sein?" und berichtete über fundamentalistische Tendenzen in Deutschland. Zwischen Bildern von betenden Anhängern des Islamistenführers Erbakan und Mekka-Pilgern an deutschen Grundschulen: Pädagogikstudentin Matar, 22-jährig und im sechsten Semester. Sie "wartet gespannt darauf, wie in der Sache Ludin vor Gericht entschieden wird" (Stern).
Drei Jahre später ist Halide Matar nun also Referendarin. Und löst an der Gesamtschule Ückendorf immer heftigere Debatten aus. Am heftigsten protestieren die türkischen Lehrer. Die vier Männer an der Gesamtschule sind regelrecht verzweifelt. Sie berichten ihren deutschen KollegInnen, wie sie in der laizistischen Türkei das bedrohliche Anwachsen der islamischen Fundamentalisten erlebt haben. Und dass sie selbst an der Universität von fanatisierten Islamisten bedroht und geschlagen wurden.
Dass sie jetzt mitten in Deutschland erleben müssen, wie hier unter dem Deckmantel von Religionsfreiheit und Toleranz islamistische Propaganda betrieben und Einfluss und auch Druck auf Eltern und Kinder ausgeübt wird, macht sie fassungslos. Für sie ist das Kopftuch kein religiöses Symbol, sondern ein politisches. "Das Kopftuch löst bei uns, wenn es von Staatsvertretern wie Lehrerinnen getragen wird, unter Umständen ähnliche Gefühle aus, wie bei manchen Deutschen das Hakenkreuz", klagt ein türkischer Lehrer einer Kollegin.
Nun wird gemunkelt, die türkischen Lehrer hätten Drohbriefe erhalten. Und an der Schule tauchen junge verschleierte Frauen aus einer islamischen Studentengruppe der Universität Essen auf, an der Matar studiert hat, und sammeln Unterschriften für das Kopftuch.
Die Gesamtschule Ückendorf, kurz: GSÜ, liegt im gleichnamigen Stadtteil am unteren Zipfel von Gelsenkirchen. Was für die meisten Städte der Norden, ist für Gelsenkirchen der Süden, sprich: Ückendorf ist ein Stadtteil mit dem üblichen Schmuddel-Charme, der entsteht aus dieser Mischung aus Bergmanns-Häuschen und 50er-Jahre-Einheitsfassaden, deutschen Kiosken und türkischen Gemüsehändlern. Die Straßen heißen "Flöz Dickebank" oder "Flöz Sonnenschein" und erinnern daran, dass hier vor den Zechenschließungen, von denen auch viele türkische Bergleute betroffen waren, mal bessere Zeiten geherrscht haben. Heute hat die Ruhrgebietsstadt die höchste Arbeitslosenquote in Westdeutschland. JedeR sechste ist hier ohne Job, jedeR achte AusländerIn.
Die Geschäfte in den Straßen von Ückendorf heißen "Ümit Fleisch", "Bagdad Markt" oder "Nal Electronic", gleich neben dem "Türk Export" liegt das islamische Bestattungsinstitut.
Wieviele Nationen unter den 1.400 SchülerInnen an der GSÜ vertreten sind, weiß niemand so genau. 17 oder vielleicht auch 27. "Sagen wir mal so: Es gibt nicht viele Nationen, die wir nicht an unserer Schule haben", versucht sich Schulleiterin Reinert an einer Antwort. Jedenfalls, so viel kann man sagen, sind drei von vier SchülerInnen in dem verschachtelten schieferschwarzen Gebäude nicht deutscher Herkunft.
Das war nicht immer so. Als die Gesamtschule Ückendorf 1982, also vor genau 20 Jahren, als zweite in Gelsenkirchen ihre Türen öffnete, galten noch die üblichen Gesamtschul-Grundsätze: Ein Drittel sehr gute Schüler, ein Drittel Mittelfeld, ein Drittel schlechte; ein Viertel ausländische SchülerInnen. Dann begann das Hauptschulsterben und die Gesamtschulen wurden zum Auffangbecken für die Schwächsten - leistungsmäßig wie sozial. So geriet die GSÜ bald in den Ruf, eine Art "Bronx-Schule" zu sein. Aber eine mit einem ausgesprochen engagierten Kollegium und guten pädagogischen Konzepten.
Auch die GSÜ hatte den PISA-Knick zu beklagen: Zunächst schienen es die Töchter und Söhne der "Gastarbeiter" an den Schulen leistungsmäßig noch zu packen. Die zweite Generation sprach perfekt Deutsch, machte immer öfter Abitur und wurde Sozialpädagogin oder Maschinenbauingenieur. Aber die dritte und vierte Generation brach wieder ein. Seit Anfang der 90er Jahre werden die Schulabschlüsse von Migrantenkin-dern seltener und schlechter. Heute geht in Nordrhein-Westfalen jeder zweite Jugendliche ausländischer Herkunft nur mit Hauptschulabschluss oder ohne jeden Abschluss von der Schule ab (aber nur jeder vierte Deutsche). Hauptgrund: die "fehlgeschlagene Integration".
Um dieselbe Zeit, als die Integration "fehlzuschlagen" begann und die von fanatischen Islamisten geschürten Parallelwelten aufblühten, stellte Barbara Friedland, zurück von einem zweijährigen Auslandsaufenthalt, auf dem Schulhof erschreckt fest: "Ich sehe hier nur noch Kopftücher!" Ihr Erschrecken war doppelt groß, weil sie die zwei Jahre an einer französischen Schule verbracht und dort die konsequente Anwendung des laizistischen demokratischen Prinzips bei den Franzosen selbst gegenüber kopftuchtragenden Schülerinnen erlebt hatte: Das Kopftuch hat in einer weltlichen Schule nichts zu suchen! Anfangs war Friedland noch skeptisch, doch dann begriff sie bei einem Fernseh-Interview mit algerischen Mädchen: "Da ziehen immer Männer im Hintergrund die Fäden. Die Mädchen werden von den Islamisten als Speerspitze der Bewegung benutzt."
Noch 1987 hatte der damalige Schulleiter auch in Gelsenkirchen dem ersten Mädchen, das an der GSÜ mit Kopftuch erschien und in die Koranschule ging, erklärt, dass das Tuch an der Schule nicht erwünscht sei. Vier Jahre später, nach Barbara Friedlands Rückkehr Anfang der 90er, tauchten immer mehr Mädchen mit Kopftüchern auf - und irgendwie schienen das inzwischen alle normal zu finden.
"Und ab Mitte der 90er nahm das dann bei den Mädchen inflationär zu", stellt auch Ute Neumann fest. "Zumachen" nennt das die Lehrerin für Englisch und Gesellschaftslehre. "Die Hatice war so ein lebendiges Mädchen, und dann kam die nach den Ferien zurück und war zu!" Während sie "zu" sagt, zieht Lehrerin Neumann mit der flachen Hand eine Grenze zwischen Gesicht und Außenwelt.
Nicht nur die Mädchen, auch die Eltern machten unter dem Einfluss der Hodschas und Muezzine immer mehr "zu". "Wir sind früher oft in die Familien eingeladen worden", erinnert sich Lehrerin Friedland. "Heute spielen sich die Gespräche mit muslimischen Eltern immer öfter auf dem Bürgersteig ab." Wenn überhaupt.
Noch vor kurzem, als Friedland die Eltern einer hochintelligenten 14-jährigen Libanesin dazu bewegen wollte, das Mädchen doch mit auf Klassenfahrt zu lassen, beteten die auf dem Wohnzimmerboden einfach so lange gen Mekka, bis die Lehrerin entnervt wieder abzog. Auf Elternsprechtagen müssen weibliche Lehrer zunehmend hinnehmen, dass ihnen muslimische Väter nicht mehr die Hand geben. Weil Frauen "unrein" sind. "Oder die ignorieren uns ganz."
Und nun stand also diese Referendarin vor Barbara Friedland und wollte hospitieren. Mit Kopftuch. Für die Lehrerinnen Friedland und Neumann war ganz klar: Das können wir nicht zulassen. Dennoch machten ihnen die Rassismus-Vorwürfe mancher KollegInnen zu schaffen. Neumann: "Angesichts der deutschen Geschichte stecke ich das nicht so weg."
Die heute 54-jährige Lehrerin hatte mit Vorwürfen dieser Art schonmal Bekanntschaft gemacht. Nämlich als sie und andere Lehrerinnen Ende der 80er Jahre nach langem politisch korrektem Zögern wagten, die steigende Gewalt und das Machotum zu benennen, das türkische Jungen noch stärker an den Tag legten als ihre deutschen Geschlechtsgenossen. "Damals hat man uns auch schon Rassismus vorgeworfen", sagt Ute Neumann. Bis eine schwangere Kollegin im Keller von fünf Jungen bedrängt wurde. "Da konnten wir endlich anfangen, über Jungensozialisation zu reden. Auch über türkische."
Jetzt also wieder der "Rassismus"-Vorwurf. Glücklicherweise hatten sich im Gelsenkirchener Kopftuch-Konflikt nun auch die türkischen Kollegen zu Wort gemeldet. Das machte es für die deutschen Lehrerinnen leichter, ebenfalls Farbe zu bekennen. Neumann, an der GSÜ seit Jahren engagiert in Sachen Mädchenarbeit, fasste sich also ein Herz und nahm sich vor, mit Referendarin Matar über Mädchensozialisation zu reden. Darüber, was es bedeutet, wenn sie den muslimischen Mädchen in ihrer Mädchen-AG mühselig Selbstbewusstsein vermittelt hat und da plötzlich eine Referendarin vor ihnen steht, die meint, ihre "weiblichen Reize" bedecken zu müssen und so demonstriert, dass Frauen und Männer höchst ungleiche Sorten Menschen sind.
"Haben Sie sich eigentlich mal über unsere Geschichte und unsere Kämpfe in der Frauenbewegung informiert?", wollte die Gesellschaftskunde-Lehrerin von der Referendarin wissen. Fehlanzeige. "Die wusste nix. Und da hab ich zu ihr gesagt: Frau Matar, wir fallen an dieser Schule hinter das, was wir frauenpolitisch erreicht haben, nicht mehr zurück!"
Das sieht auch Felizitas Reinert so. Die Schulleiterin lebt unverheiratet mit einem Mann zusammen. "Das hätte mich früher den Job gekostet, und ich bin sehr froh, dass diese Zeiten vorbei sind." Kräfte, die solche Zeiten wieder heraufbeschwören wollen, will die Rektorin an ihrer Schule nicht dulden. Sie findet es selbstverständlich, dass Jungen und Mädchen gleiche Chancen bekommen und alle Mädchen am Sportunterricht und den Klassenfahrten teilnehmen dürfen.
Doch das Bundesverwaltungsgericht hat 1993 für rechtens erklärt, dass muslimische Eltern ihre Töchter vom Sport fernhalten dürfen, sofern sie gemeinsam mit Jungen unterrichtet werden. So bleibt Schulleiterin Reinert nur eine Hilfskonstruktion: ein so genannter "Schulvertrag", den die Eltern bei Einschulung ihres Kindes unterschreiben müssen und in dem sie sich verpflichten, dass sie auch ihre Töchter an den Fahrten teilnehmen lassen. Das Ganze hat natürlich keinerlei rechtliche Relevanz, aber die Schulleiterin hofft darauf, dass durch die Unterschrift die Hemmschwelle der Eltern steigt. "Viele Familien leben in einer komplett abgetrennten Welt", klagt sie.
Als Referendarin Matar an die GSÜ kam, war Felizitas Reinert, die ihren Job erst vor kurzem übernommen hat, noch nicht da. Doch selbst wenn sie schon auf Posten gewesen wäre, hätte sie aufgrund der Order der Schulministerin nicht viel unternehmen können. Durchgesetzt wird diese Order aus Düsseldorf an der Gesamtschule in Gelsenkirchen von der zuständigen Bezirksregierung in Münster. Von dort reiste die zuständige Dezernentin im Mai 2001 zu einer Dienstbesprechung an und wies die sich weigernden LehrerInnen energisch an, "uneingeschränkt ihrer Dienstpflicht nachzukommen", sprich: Referendarin Matar in ihrem Unterricht hospitieren zu lassen. Am folgenden Tag stand nämlich der Besuch einer UNESCO-Delegation ins Haus, und die Regierungsvertreterin aus Münster ließ durchblicken, wie überaus peinlich sie es fände, wenn vor den Augen des internationalen Besuches eine solche Intoleranz gegenüber anderen Kulturen zum Ausdruck gebracht werde.
Die immer noch kritischen türkischen Kollegen wurden gleich nach Münster zitiert. Ergebnis: Nach diversen jeweiligen Einzelgesprächen unterschrieben sie eine Erklärung, in der sie sich verpflichteten, künftig Referendarinnen mit Kopftuch in ihrem Unterricht zuzulassen.
Niederlage auf der ganzen Linie für die Kopftuch-KritikerInnen? Nicht ganz. Referendarin Matar ließ sich im Juni 2001 an eine andere Schule versetzen. Doch ist allen Beteiligten klar, dass das Problem damit nur vertagt ist. Bis zur nächsten Referendarin, die sich mit Kopftuch vor die Klasse stellen will.
Schon zum nächsten Halbjahrwechsel im Februar 2003 kann es wieder so weit sein. Darum wäre es Schulleiterin Reinert entschieden lieber, "wenn das Kopftuch für Referendarinnen und Lehrerinnen in NRW verboten wird und Schluss". So wie in Baden-Württemberg, wo CDU-Bildungsministerin Annette Schavan die verschleierte Lehrerin Ludin dank ihres Verbots verhindern konnte. Schavans Begründung: "Die Mehrheit muslimischer Frauen trägt weltweit kein Kopftuch. Das Kopftuch wird in der innerislamischen Diskussion als politisches Symbol gewertet."
Das jüngste Urteil des Bundesverwaltungsgerichts gab im Falle Ludin der baden-württembergischen Ministerin Recht. Doch wird das in Nordrhein-Westfalen keine Folgen haben. Auch nicht nach der Ablösung von Schulministerin Gabriele Behler (SPD) durch Ute Schäfer (SPD), die neue Ministerin für Schule, Jugend und Kinder. "Es gibt keine Veranlassung, die liberale Praxis zu ändern", antwortete nach erfolgtem Amtswechsel Mitte November die NRW-Pressestelle auf EMMAs Anfrage.
Anfang November war eine verschleierte Referendarin wegen des vehementen Protestes von deutschen wie türkischen Eltern in Düsseldorf-Garath nach Neuss versetzt worden, wo man sie "ohne Vorbehalte aufnahm". Die Lehramtsanwärterin für den staatlichen Schuldienst besteht nicht nur darauf, im Unterricht Kopftuch zu tragen. Sie weigert sich auch, Männern die Hand zu geben. Und sie bekundet offen, dass der Koran, also die Scharia, für sie oberstes Gesetz ist. Noch immer keine Veranlassung, die "liberale" Praxis zu ändern?
Chantal Louis, EMMA Januar/Februar 2003

Friday, March 31, 2006

Just good friends




Wächst jetzt zusammen, was zusammengehört? Gar bei der Fußball-Weltmeisterschaft? Nein, nicht Ost und West, das hatten wir schon 1990 – da machte man sich hüben wie drüben nächtens zur Jagd nach allem auf, was nicht arisch genug aussah, nachdem man erst die Mauer und dann auch noch die besten Mannschaften des Globus zur Strecke gebracht hatte. Vielmehr geht es um diese Liaison:
„Nach Erkenntnissen von Verfassungsschützern planen NPD und Neonazis mehrere Demonstrationen, um sich mit dem judenfeindlichen Staatspräsidenten Irans, Mahmud Ahmadinedschad, zu solidarisieren.“Eigentlich hat man in diesen Kreisen ja was gegen Kanaken, aber wenn die wiederum was gegen Juden haben, sind sie eigentlich ganz okay. Und rassekundlich lässt sich das bestimmt auch irgendwie verkaufen.* Nur die Medien können’s kaum glauben und vermuten hinter dieser Packelei bloß ein etwas übersteigertes Geltungsbedürfnis:
„Die rechtsextreme Szene will während der Fußball-Weltmeisterschaft mit gezielten Provokationen Aufmerksamkeit erregen.“Das scheint ein Wert an sich zu sein. Aber die wollen eigentlich nur spielen. Doch das zumindest organisiert: Provoziert wird nämlich gezielt – als ob das sonst nur en passant und absichtslos geschähe. Ergo lautet die Botschaft: Nicht reizen lassen; die hören auch wieder damit auf, wenn man sie nicht beachtet. Je nach Opportunität lässt man so einen Aufmarsch aber auch mal zu und knüppelt ihn entweder vor laufender Kamera werbewirksam zusammen oder bittet – wie am 8. Mai 2005 – die besseren Deutschen, sich dem Treiben in den Weg zu stellen, damit hinterher rührende Bilder um die Welt gehen können, wie sauber das postnazistische Land doch seine Geschichte verarbeitet hat. Außerdem ist ja Die Welt zu Gast bei Freunden, und da stören solche Manifestationen im Land des Aufstands der Anständigen etwas mehr als sonst.Differenzen zwischen den Faschos und ihrem neuen Lieblingsbartträger dürften übrigens in Bezug auf die Frage bestehen, wie man die Juden am besten los wird. Der Vorschlag Ahmadinedjads, sie aus Israel zu vertreiben und dafür in Europa anzusiedeln, wird bei den Neonazis nämlich eher keine Sympathie finden. Aber da ist ja noch das Atomprogramm, das schon schlagkräftigere Argumente zu bieten hat. Wie auch immer: Erst mal getrennt marschieren, dann vereint schlagen. Und das gleich mehrmals:
„Fünf Aufmärsche hätten NPD und Neonazis bereits angemeldet, sagten Verfassungsschützer dem Tagesspiegel. Am 10. Juni, dem ersten Tag nach Beginn der WM, wollten die Rechtsextremisten in Gelsenkirchen demonstrieren. Vier weitere Märsche seien zwischen dem 3. Juni und dem 25. Juni in Thüringen angemeldet. Wahrscheinlich werde die Szene eine ganze Serie von Demonstrationen während der WM inszenieren.“Und dann diejenigen dagegen mobilisieren, die kein Problem damit haben, dass der Iran bei der Weltmeisterschaft mitspielt, sondern die nur dann aufhorchen, wenn Rechtsradikale sich – aus wenig überraschenden Gründen – mit den Mullahs gemein machen wollen. Ohne den braunen Haufen à la NPD, DVU und Kameradschaften vernachlässigen oder verharmlosen zu wollen, sei doch darauf hingewiesen, dass der Iran derzeit eine erheblich größere Bedrohung für Juden im Allgemeinen und für Israel im Besonderen darstellt als deutsche Neonazis. Wer aber nur den Finger hebt, wenn letztere sich in Bewegung setzen, macht seine Gegenkundgebung letztlich zu einer mullahfreundlichen Angelegenheit.Ohnehin trifft man auf den rituellen Antifa-Kundgebungen gerne auch die sympathischen Zeitgenossen, die sozusagen den Iran vor seinen angeblich bloß falschen Freunden in Schutz nehmen wollen. Gut möglich daher, dass irgendwo Oskar Lafontaine auftaucht, für das Recht des Iran auf Atomenergie streitet und das damit begründet, dass Israel das schließlich auch in Anspruch nehme und es außerdem Gemeinsamkeiten der Linken mit dem Islam gebe. Worin in solchen Fällen ernsthafte Differenzen zu den Demonstranten auf der anderen Seite bestehen sollen, ist eine Frage, vor deren Beantwortung immer alle weglaufen, die man darauf anspricht. Die besseren Argumente kommen da eindeutig von den wenigen, die sich von vornherein für einen Ausschluss des Iran von der WM ausgesprochen haben, auch während der Spiele ihr Missfallen kund tun wollen und darüber hinaus ganz sicher keine Neigung haben, Naziaufmärsche einfach geschehen zu lassen.Aber vielleicht erhalten sie ja doch noch unerwarteten Zulauf. Gute Gelegenheiten dazu gäbe es schon vor der Weltmeisterschaft, etwa am kommenden Samstag im westfälischen Hamm. Dort spricht Michel Friedman auf Einladung der Otmar-Alt-Stiftung zum Thema „Freiheit ist mehr als ein Wort“. Weil man aber nichts Schönes haben kann, macht sich ein Kameradschaftliches Bündnis Hamm dicke und trommelt unter der Parole „Gegen Drogen und Zwangsprostitution! Friedman keine Plattform bieten!“ gegen den Vortrag.** Neben allerlei anderen Ungeheuerlichkeiten findet sich im Aufruf der ordentlichen Deutschen auch dieser Satz:
„Zusätzlich ist Friedman Stellvertreter eines Volkes, welches es mit der Freiheit der Palästinenser auch nicht so genau nimmt.“Das ist die conditio sine qua non für jeglichen Protest: Partei zu ergreifen nicht nur gegen eine Versammlung von rechten Kotzbrocken, sondern gleichzeitig für Friedman und für Israel. Wer meint, an dieser Stelle über „Drogen“ und „Zwangsprostitution“ debattieren zu sollen, oder wem das Objekt des Angriffs egal oder sogar zuwider ist, möge daheim bleiben oder sich fragen, was er eigentlich substanziell gegen die rechte Prozession hat. Immerhin scheint es ein paar Aufrechte zu geben, die erkannt haben, dass man hier nicht mit den obligatorischen Langweilerparolen auf Faschofang gehen darf, sondern dass es schon ein bisschen mehr sein muss als „Nazis raus!“. Ihr Aufruf wird übrigens im linken Spucknapf Indymedia in gewohnter Qualität kommentiert. Beispielhaft sei nur der Anfang der Ergüsse des Lesers „Ehrlich“ zitiert: „Ich kann die ganze Aufregung um Herrn Friedmann gar nicht verstehen, letztendlich hat er doch selber für den Wirbel gesorgt. Es heisst ja auch nicht aus Spass, wer im Glashaus sitzt ...“ (Orthografie im Original)Bei solchen Linken braucht es keine Rechten mehr.* Die altiranische Form der Länderbezeichnung Iran bedeutet übersetzt „Land der Arier“. Danke an Aram Ockert für den Hinweis.** Das Ganze ist unter www.demo-hamm.tk und www.kb-hamm.tk nachzulesen. Von Lizas Welt führen keine Links auf Internetseiten von Nazi-Gruppierungen, daher muss, wer starke Nerven hat und sich dem Ekel stellen will, die Adressen schon selbst eingeben.

Die Fotos zeigen eine Neonazi-Kundgebung „Gegen israelische und US-amerikanische Kriege“ vom 15. Januar 2005 in Nürnberg.

LIZAS WELT

Thursday, March 30, 2006

Der Hilferuf an die Berliner Senatsverwaltung in Auszügen

Die Lehrer der Rütli-Hauptschule im Berliner Problembezirk Neukölln haben in einem Brief einen Hilferuf an die Berliner Senatsverwaltung gesandt, mit Bitte um Weiterleitung an den Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD), das Abgeordnetenhaus, den Migrationsbeauftragten und weitere Verantwortliche.
Berlin - Er war auf einer Gesamtkonferenz der Lehrer einstimmig angenommen worden. Die Deutsche Presse-Agentur dokumentiert aus dem Schreiben vom 28. Februar 2006, das jetzt bekannt geworden ist:
WELT.de

hier der Text des Hilferufs

Berliner Schule sendet Hilferuf wegen ausufernder Gewalt


Die Rütli-Hauptschule im Berliner Stadtbezirk NeuköllnFoto: dpa



Mit einem dramatischen Hilferuf hat eine Berliner Hauptschule an den Berliner Senat appelliert, ihr Gewaltproblem zu lösen. Die von Schülern ausgehende Gewalt sei nicht mehr kontrollierbar.

Berlin - Die Lehrer der Rütli-Schule im Problemviertel Neukölln würden mit Gegenständen beworfen oder gar nicht wahrgenommen, einige Kollegen gingen nur noch mit Handy in den Unterricht, um notfalls schnell Hilfe anfordern zu können, heißt in einem Brief an die Senatsverwaltung für Bildung. Die Lage an der Schule sei geprägt von Zerstörung, Gewalt und menschenverachtendem Verhalten auch Lehrern gegenüber. „Wir sind ratlos“, schreiben die Pädagogen. Weniger als 20 Prozent der Jugendlichen an der Rütli-Schule sind deutscher Herkunft.
Die Leiterin ist seit Jahresanfang krank, für die Stellvertretung fand sich bislang niemand. „Wir müssen sehen, wie wir das Schulleiterproblem lösen“, sagte ein Sprecher von Schulsenator Klaus Böger (SPD). Er widersprach aber der Darstellung, die Schule strebe wegen des Gewaltproblems eine Auflösung an. Vielmehr gehe es dem Kollegium darum, die Schulform Hauptschule zu überdenken. Der Schulsenator selbst wollte sich zu dem Thema äußern.

In Berlin wird seit längerem darüber diskutiert, wie arabisch- und türkischstämmige Jugendliche besser integriert werden können. An der Rütli-Schule ist dieses Problem nach dem Bericht besonders drastisch: „Die Araber haben das Sagen und unterdrücken die Türken“, sagte eine ehemalige Lehrerin dem „Tagesspiegel“. Sie selbst habe das Gefühl, an der Schule würden „Kriminelle und Terroristen“ großgezogen.
Alarmiert durch den Hilferuf der Schul hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) unterdessen langfristig die Abschaffung aller Hauptschulen gefordert. „Das sind die Schulen der Gescheiterten“, sagte Norbert Grundacker, GEW-Fachgruppenleiter für Hauptschulen in Berlin. „Da hilft es nicht, nur ein bißchen herumzuflicken - wir kommen um die Abschaffung der Hauptschulen an sich wahrscheinlich nicht herum.“
Die Berliner FDP hat angesichts der Gewaltproblematik ein Sofortprogramm vom Senat gefordert. Es müßten entschlossen Grenzen aufgezeigt werden, sagte die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Mieke Senftleben. Während der Krise müsse die Polizei täglich die Schüler auf Waffen und Handys kontrollieren. Auffällige Schüler und deren Eltern sollten zu Kursen in Zusammenarbeit mit Polizei, Pädagogen und Jugendrechtshäusern verpflichtet werden, heißt es weiter. WELT.de

Wednesday, March 29, 2006

Schließt den Iran aus! Manni Burgsmüller dafür

Manfred "Manni" Burgsmüller
http://forum.bvb-freunde.de/viewtopic.php?p=60866&sid=e3e29a015085fc80b72e2e3a2fc9c70a


Schließt den Iran aus! Wir, die Unterzeichner dieser Petition, fordern den Ausschluss des Irans von der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland. [mehr]

Tuesday, March 28, 2006

Veranstaltungshinweis: Ebermann / Trampert in Duisburg

Thomas Ebermann und Rainer Trampert (Konkret – Hamburg)
Zu Gast bei Freunden
Eine satirische Lesung
Auch in ihrem neuen Programm kümmern sich Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder um das, was uns bewegt. Dabei operieren sie wieder mit „einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Technik: Original-Töne werden mittels Zwischenbemerkungen zur Kenntlichkeit entstellt“. So entsteht, wie es in Kritiken heißt, „eine Kleinkunst, die sie ‚Lesebühne‘ nennen“, die aber „in Wirklichkeit das beste linke Kabarett ist, das gegenwärtig zu haben ist“.Auch in ihrem neuen Programm kümmern sich Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder um das, was uns bewegt. Werden die Deutschen dem Leitmotiv der Fußball-WM 2006, „Zu Gast bei Freunden“, schon gerecht oder müssen Gastfreundschaft und gute Laune noch trainiert werden? Wie erfolgreich sind der Karlsruher Verfassungsrichter Di Fabio, der sein Hobby, die Fortpflanzung der deutschen Gattung, zum Beruf gemacht hat, und die Initiative NoFitti in ihrem Kampf gegen GraFitti? Warum sind harmlose Horrorfilme erst ab 16, die Gewalt verherrlichenden Märchen aber schon ab drei Jahren freigegeben? Wer hat Arbeitslose als „Parasiten“ enttarnt und warum sind Stasi-IMs für den Unterhosen-Schnüffel-Test in WGs ungeeignet? Ist Kanzlerin Angela Merkel eine „Killer-Queen“, ein „Alpha-Tier“, eine „Machtphysikerin“ oder gar ein „Sumo-Ringer“? In seinen Memoiren „Was ich noch zu sagen hätte“ spricht Reinhard Mey zum ersten Mal offen an, dass er ein guter Mensch ist, aber die 68er und intelligente Frauen hasst. Warum rief Benedikt XVI. in Köln: „Eins, zwei, drei!“? Worüber sprachen Schröder, Putin und Chirac in Kaliningrad, und warum haben die Russen die Stadt nicht restauriert? Dabei operieren Rainer Trampert und Thomas Ebermann wieder mit „einer ebenso einfachen wie wirkungsvollen Technik: Original-Töne werden mittels Zwischenbemerkungen zur Kenntlichkeit entstellt“. So entsteht, wie es in Kritiken heißt, „eine Kleinkunst, die sie ‚Lesebühne‘ nennen“, die aber „in Wirklichkeit das beste linke Kabarett ist, das gegenwärtig zu haben ist“. In ihrem Programm überraschen die beiden Autoren erstmals mit der Bereitschaft, über eigene Probleme und über ihre positiven Erfahrungen mit Büchern der aktiven „Lebenshilfe“ zu sprechen.
Veranstaltet von: Sportstudio HundertMeister, Antifa 3D, Humanistische Union Essen
Do. 13.4.2006, 20.00 Uhr, HundertMeister Duisburg, Eintritt 7 € im VVK, 9 € AK

Schwester im Namen der Familienehre getötet

Prozeßbeginn in Wiesbaden: Anklage wirft türkischem Täter niedere Beweggründe vor - 20jährige hatte deutschen Freund
Wiesbaden - Ein wegen eines sogenannten Ehrenmordes an seiner Schwester angeklagter Türke hat sich zum Prozeßauftakt am Montag im Wiesbadener Landgericht nicht zur Tat geäußert. Laut Anklage soll er die 20jährige im vergangenen Sommer heimtückisch und aus niederen Beweggründen erschossen haben, weil er deren Beziehung zu einem Deutschen als unehrenhaft empfunden habe.

Der 25jährige soll in einer Gartenhütte in Wiesbaden mindestens fünf Mal auf die Frau geschossen haben, davon zwei Mal in den Kopf. Die junge Frau verblutete. Das Gericht hat acht weitere Verhandlungstermine festgelegt, das Urteil wird für Mai erwartet.


Der Rechtsmediziner berichtete im Schwurgerichtssaal von massiven Kopfverletzungen des Opfers. So sei die rechte Schädelseite durch die Schüsse zertrümmert worden. Weiterhin habe die Frau Schußwunden am Brustkorb und an den Händen erlitten.


Nach den Ermittlungen hatte sich der damals 24 Jahre alte Türke mit seiner Schwester im Juni 2005 zu einer Aussprache in der Gartenhütte getroffen. Dort soll er mit einer Neun-Millimeter-Pistole auf sie geschossen haben. Der 28 Jahre alte Freund des Opfers hatte offenbar in der Nähe gewartet, er fand die blutüberströmte Frau kurz nach den Schüssen in der Hütte, die seiner Mutter gehört. Der alarmierte Notarzt konnte die Frau nicht mehr retten. Der 28jährige war mit der jungen Türkin gegen den Widerstand ihrer Eltern seit sieben Monaten befreundet gewesen. Nach den Schüssen flüchtete der mutmaßliche Täter, der auch wegen unerlaubten Waffenbesitzes angeklagt ist. Er stellte sich kurz darauf der Polizei und gestand die Tat. Zum Motiv machte er keine Angaben.


Hessens Sozialministerin Silke Lautenschläger (CDU) betonte im Zusammenhang mit dem Fall, im Umgang mit "Ehrenmorden" dürfe es keine Toleranz geben. Viele Jugendliche aus Zuwandererfamilien zeigten für solche Taten Verständnis, erläuterte sie. Die Wiesbadener Bundestagsabgeordnete Krista Köhler (CDU) unterstützt zudem einen Gesetzentwurf, demzufolge Tötungen aus "Ehrgründen" grundsätzlich als Mord gewertet werden sollen.


Die angebliche Verletzung der Familienehre wurde schon vielen Mosleminnen in Deutschland zum Verhängnis. Spätestens der Mord an der türkischstämmigen Berlinerin Hatin Sürücü im Februar 2005 setzte eine bundesweite Debatte über die sogenannten Ehrenmorde und die Unterdrückung moslemischer Frauen in Gang. Wie die 23jährige Berlinerin mußten in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland mehr als 40 Frauen sterben, weil sie aus Sicht der Familie traditionelle Normen und Regeln verletzt hatten: Sie trugen keine Kopftücher mehr, lehnten den für sie ausgesuchten Ehemann ab, ließen sich scheiden oder führten ein westliches Leben.


Von Verwandten, die sich zu Wächtern der Sittlichkeit berufen fühlten, wurden die "Ehrlosen" umgebracht. DW

Monday, March 27, 2006

Sunday, March 26, 2006

Traum-Tänzer


Wenn man hierzulande einen braucht, den man als Kronzeugen vorschicken kann, um Israel an den Pranger zu stellen, schreit einer meist als Erster „Ich!“: Uri Avnery. Nicht nur das Wochenblatt Freitag lässt ihn daher immer gerne zu Wort kommen:
„Der bemerkenswerteste Vorgang der gegenwärtigen Wahlkampagne in Israel ergibt sich aus einem Wort, das in ihr nicht vorkommt: das Wort ‚Frieden’.“Erwischt! Mal wieder! Während die Hamas endlich den Judenmord demokratisiert, geben sich andere immer noch bockig und stur:
„Was sagt das über die israelische Öffentlichkeit im Jahr 2006 aus? Es besagt, dass die große Mehrheit der jüdischen Israelis nicht an Frieden glaubt. Frieden wird als Traum wahrgenommen, als etwas, das nichts mit der Wirklichkeit zu tun hat. Eine Partei, die über Frieden spricht, gerät in den Verdacht, in einer Phantasiewelt zu leben. Noch schlimmer, man könnte vermuten, sie liebe die Araber. Was könnte entsetzlicher sein?“Dass zu einem solchen „Frieden“ durchaus zwei gehören, weiß der alte Kämpfer natürlich auch. Da er aber die eine Seite gar nicht verdächtigt, etwas anderes zu wollen als ein harmonisches Zusammenleben mit ihren jüdischen Nachbarn, muss es halt, wie gehabt, die andere sein, die die Verwirklichung des „Traums“ beständig sabotiert:
„Woran aber glauben die Israelis? Sie wollen einen jüdischen Staat mit einer jüdischen Mehrheit, die so groß wie nur irgend möglich sein soll. Darin besteht Übereinkunft zwischen allen jüdischen Parteien. Sie glauben daran, die endgültigen Grenzen Israels unilateral festschreiben zu können, ohne mit den Palästinensern zu reden. Die haben, wie jedermann weiß, soeben die Hamas gewählt und wollen uns ins Meer werfen.“Was Avnery natürlich nicht ernst nimmt, wo doch die wirklichen Terroristen im israelischen Staatsapparat sitzen, ganz Palästina eine einzige Friedensbewegung ist und höchstens ab und zu mal die Stube ausfegen muss, wie der wackere Völkerverständiger weiß: „Wer seine Kameraden an eine feindliche Besatzung ausliefert, ist ein Verräter und wird umgebracht.“ Da sekundiert der künftige palästinensische Innenminister Sa’aid Siam mit dem größten Vergnügen:
„Wir werden niemals einen Palästinenser wegen seiner politischen Zugehörigkeit oder weil er sich der Besatzung widersetzt festnehmen. Ich bin nicht in die Regierung gegangen, um die sicherheitsrelevante Zusammenarbeit wiederzubeleben oder die Siedler und die Besatzung zu schützen. Ich bin beigetreten, um unsere Leute und unsere Kämpfer zu schützen.“Die neue Regierung unter Hamas-Führung werde nicht nur von der Verhaftung von Terroristen absehen, sie werde sogar versuchen, die antiisraelischen Aktivitäten der verschiedenen Organisationen zu koordinieren, umriss Siam den Plan:
„Gespräche mit den verschiedenen Splittergruppen werden in der Zukunft in den Apparaten stattfinden, in entschiedener Art und Weise und zur rechten Zeit.“Auf die Splittergruppe Avnery kann die Hamas dabei zählen. Vielleicht zahlt sie ihm sogar ein Beraterhonorar; mit den Zuwendungen der EU müsste da ja ein bisschen was zu machen sein. Möglicherweise lässt sie ihm aber auch seinen Posten als Korrespondent der antiimperialistischen Kampfpresse, damit er dort weiterhin zuverlässig die antiisraelische Propaganda befeuern kann. Als Botschafter des Friedens, versteht sich. Weil über den in Israel ja niemand reden will. Außer Uri, versteht sich.

LIZAS WELT

Saturday, March 25, 2006

Der Muslim-Test

Über das zwangsläufige Scheitern einer notwendigen Intervention
HORST PANKOW

Manchmal scheinen Probleme sich tatsächlich in wohlgefälliges Nichts aufzulösen. Das gilt offenbar nicht nur für Individuen, auch Staaten und ihre Staatsbürgerkollektive kommen hin und wieder in den Genuss dieser unerwarteten Schicksalsgunst. Zum Beispiel Deutschland: Noch in der zweiten Hälfte der 90er Jahre litten deutsche Politiker, Journalis-ten und Medienkonsumenten unter einem Sektenproblem. Einem Problem, das den Betroffenen bisweilen phobische Reaktionen abnötigte. Von „geheimen Netzwerken”, von „Gehirnwäsche” und „Unterwanderung” wurde phantasiert.Im Zentrum der deutschen Ängste stand seinerzeit – neben allerlei fernöstlich und „esoterisch“ inspirierten Gruppierungen – die in den 50er Jahren von einem US-amerikanischen Science-Fiction-Autor gegründete Scientology Church. Dieser mit wirren Apologien ungehemmter Konkurrenz und kruden Übermenschenphantasien um die Gunst der zu kurz gekommenen Leistungswilligen buhlende Verein wurde als Kopf einer Verschwörung, ja, einer Weltverschwörung identifiziert: „Scientologen wollen Regierungen stürzen und selbst die Herrschaft übernehmen“, lautete im Juli 1997 eine Einschätzung des Berliner Tagesspiegels. Im Jahr zuvor hatte das CSU-Organ Bayernkurier mit der Schlagzeile „Kampf der Krake!“ aufgemacht und in linken Blättern war man längst dabei, den Marschbefehl mit entsprechenden Graphiken zu illustrieren.




weiter im Text

Bowling für Hussein


Bowling für Hussein.Amerika in der Wahnwelt des Michael Moore – und nicht nur in seiner

Nicht nur wegen des ständigen zunehmenden Analphabetismus, mindestens aber Illiteralität, kommt dem Film als Medium des Konformismus, eine die Hetzschrift womöglich noch übertreffende Bedeutung zu. Sprache verrät eben viel eher als das Bild, wenn sie zum Lügen benutzt wird. Wo sich der Schreibende in – aufgrund der affektiven Distanz des Lesers zum Geschriebenen – bemerkbare Widersprüche und Unsinnigkeit verheddert, da suggeriert das Bild immer schon keinen Einspruch evozierende und auch keinen Einspruch duldende Authenzität. Es umgeht die Reflexion und dockt fast unmerklich ans Vor- und Nichtreflexive im Seelenleben des Rezipienten an. Das Bild entspricht der „Sprache“ des Verdrängten, der Angst und dem Haß, der in situativen Bildfetzen aus frühen Lebensphasen aufbewahrt ist: darin liegt der Funktionsmechanismus des bildgewordenen Antisemitismus, der Inszenierung von Kindern, die angeblich von einer angeblichen Übermacht getötet werden – siehe palästinensische Propaganda. Ein schlechter Film ist, der diese Qualität des Bildes nicht mit ästhetischen Mitteln zu konterkarieren sucht; ein Propagandafilm ist einer, der diese Qualität absichtlich nutzt, ganz gleich, welche Motive im einzelnen der Filmemacher nun verfolgte, oder welche offensichtlich ihn verfolgen wie im Falle von Michael Moores Bowling For Columbine.



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bahamas

Und noch mal: Hamas


Palästinensischer Innenminister: "Wir werden den Terror nicht stoppen"
Der designierte palästinensische Innenminister (Hamas), Sa’aid Siam (Bild) , hat deutlich gemacht, dass sich die neue Regierung in den Palästinensischen Autonomiegebieten (PA) nicht für die Beendigung des Terrors gegen Israel einsetzen wird. ...

die jüdische

Die Mörderbande der EU: Hamas




Damit Ihr wisst, wofür die EU hunderte von Millionen EURO zahlt, und damit letztendlich Euer Geld ausgibt:
(hier klicken) Hamas.

(Hat tip: Newsbeat 1.)