Der Scharia-Prediger Haitham al-Haddad besuchte am Freitag, 10. und Samstag, 11. Februar, die Prager Islamgemeinschaft.
Dem schwelenden Konflikt zwischen Juden und muslimischen Arabern kann der gebürtige Palästinenser laut einer Ansprache auf youtube sogar noch etwas positives abgewinnen: Durch die Gewalt Israels gegen die Palästinenser in Gaza würden Muslime aufgefordert, für ihren Glauben einzustehen und sich vollends auf ihn zu besinnen. Völlige Konzentration auf die Auslebung des Korans; das ist es auch, was al-Haddad bei seinem Vortrag in Prag das – überwiegend muslimische – Publikum wissen lassen möchte: Regeln zum Auswendiglernen des Korans, Anleitungen, um einen kundigen Lehrer für die Studien des Korans ausfindig zu machen. Ein solcher sei auch über das Internet aufzufinden und per Skype beispielsweise in Ägypten oder anderen muslimisch geprägten Ländern kontaktierbar. Mit moderner Kommunikationstechnik kennt sich al-Haddad aus: Als Zweitstudium absolvierte den Bachelor in Informatik an einer saudischen Universität. Dass der Koran, das heilige Buch mit dreißig Kapiteln, keine ausdrückliche Forderung nach der Burka für Musliminnen enthalten soll, wie Kritiker behaupten, erklärt der selbsternannte Geistliche schlichtweg für Unsinn. Jede Frau nehme diese Bürde gerne auf sich, um ein friedvolles Leben nach dem Tod führen zu können. Zu diesem Zweck müsse auch Musik aus dem Leben im Diesseits verbannt werden – sie sei ein nicht-islamisches und korrumpierendes westliches Phänomen, Juden und Christen „verfluchte Nationen“. Nach Haitham al-Haddads Vortrag im Gebetsraum der Islamischen Stiftung Prag stehen viele der rund 40 Zuhörerinnen und Zuhörer auf und bedanken sich bei ihrem Gast für die ratgebenden Worte, die an diesem Samstag eher gemäßigt ausgefallen sind.
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Sunday, February 12, 2012
Saturday, February 11, 2012
England: 2 Jahre Haft für islamistische Hassprediger
`Es war meine Pflicht als Muslim, das Wort Allahs zu verbreiten, auch über Homosexualität. Auf dem Flyer sind nur historische Tatsachen zu lesen und Zitate aus dem Koran.´Mit diesen Worten versuchte sich ein islamistischer Agitator in Großbritanien vor Gericht zu rechtfertigen. Doch es half weder ihm, noch seinen mitangeklagten Kumpanen. Das Gericht sah in einem Flugblatt, das die Angeklagten in Moscheen und in Hausbriefkästen eben eine Straftat und keine `Kulturbereicherung´.Drei Muslime sind in England zu Haftstrafen verurteilt worden, weil sie auf Flugblättern die Einführung der Todesstrafe für Schwule gefordert hatten. Eine Jury im Strafgericht der Stadt Derby hatte die 28 bis 42 Jahre alten Männer bereits im Juni schuldig gesprochen, weil sie Hass gegen Homosexuelle geschürt hätten, in der jetzigen Verhandlung ging es um das Strafmaß. Während der Verhandlung versuchten die Angeklagten sich u.a. ausgerechnet auf das Recht auf freie Meinungsäußerung zu berufen, dessen Abschaffung durch die geforderte Einführung der Schariah ihr Ziel ist. Das Gericht lies sich indes von Rechtfertigungsversuchen der Angeklagten nicht beirren.
Bereits vor einiger Zeit hatten Islamisten in London auf Plakaten mit Koran-Versen die Einrichtung `schwulenfreier Zonen´ gefordert, desweiteren wurde in britischen Medien berichtet, das in mehreren in Großbritanien existierenden Koranschulen im Unterrichtsmaterial systematisch zum Hass gegen Juden und Homosexuelle aufgerufen wird.
In dem vertreilten Flugblatt hies es u.a., dass Allah die Vernichtung von Schwulen erlaube. Es sei dem Staat lediglich freigestellt, ob Schwule und Lesben gehängt, verbrannt oder gesteinigt werden sollen.
mbk/haolam.de / Foto: Vorderseite des verteilten Flugblattes
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