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Thursday, May 31, 2018

Rücksichtslose Zivilisiertheit

Wenn »Palästinenser« unter Aufsicht und Anleitung der Hamas »demonstrieren«, wie es mit den Islamisten sympathisierende Journaillisten formulieren, kann es passieren, daß Infrastruktur zerstört wird, die der Versorgung der Bevölkerung Gazas dient. Rücksichtslosigkeit hat den Jihadisten deshalb noch niemand unterstellt, den Vorwurf hebt sich die Journaille auf für die Gegner der Hamas.
Die zeigen ihre »Rücksichtslosigkeit« auch wieder in diesen Tagen, da in Gaza wieder verstärkt Raketen und Mörsergranaten auf den Weg nach Israel gebracht werden, von denen manche allerdings auch frühzeitig in Gaza niedergehen und dort wieder zivile Infrastruktur zerstören: So trafen Geschosse, die in Israel Menschen terrorisieren sollten, nun in Gaza Leitungen zur Energieversorgung.
Sollte man annehmen, ein Staat, der so »rücksichtslos« ist wie das Israel der WDR-Journaille, würde an die Folgen des von »Palästinensern« selbst herbeigeführten Stromausfalls in Gaza nicht allzu viele Gedanken verschwenden, begann im Israel der Realität schon das Nachdenken darüber, wie der Schaden schnellstmöglich zu beheben sei – noch während die Angriffe aus Gaza andauerten.
Als sei es selbstverständlich, für das Unheil einzustehen, das islamistische Terroristen verursachten, scheint in Israel nicht einmal der Gedanke aufzukommen, wenigstens die Rechnung dafür entweder dem Regime in Ramallah zu präsentieren, das sich ja als einzige legitime Repräsentanz der »Palästinenser« sieht, oder der Hamas, die Gaza beherrscht. Das ist wahrlich rücksichtslos zivilisiert.
https://www.tw24.net/?p=2903

Monday, May 28, 2018

Mediengerechte Inszenierung

Am Dienstag wollen »palästinensische Aktivisten« versuchen, mit einen Boot das zu durchbrechen, was sie »Blockade« Gazas durch Israel nennen. Das Boot, auf dem sich kranke »Palästinenser« befinden werden, soll den Auftakt bilden für eine ganze von Gaza ausgehende Flottille, mit der die »Aktivisten« das 8. Jubiläum des Scheiterns der »Free Gaza«-Flotte von 2010 begehen wollen.
Welches Ziel die »Aktivisten« mit ihrer menschlichen Fracht anzusteuern gedenken, haben sie noch nicht verraten. Allzu offensichtlich freilich ist ihre propagandistische Absicht: Mit Kranken an Bord hoffen sie auf eine möglichst blutige Konfrontation mit israelischen Streitkräften, deren Auftrag die Kontrolle des Personen- und Warenverkehrs von und nach Gaza ist, das die Hamas beherrscht.
Die »Aktivisten«, die vor den Menschenrechten, die zu verteidigen sie vorgeben, nicht die geringste Achtung haben, mißbrauchen Kranke, die sich ihrerseits wohl auch mißbrauchen lassen, um einen billigen Erfolg in ihrem Kampf gegen Israel zu erzielen. Sie wollen die israelischen Streitkräfte als eine Armee vorführen, die gegen Menschen vorgeht, die medizinischer Behandlung bedürfen.
Während es etablierte Mechanismen dafür gibt, Reisen für in Gaza lebende »Palästinenser« zur Behandlung in Israel, den umstrittenen Gebieten oder anderen Ländern zu organisieren, wollen die »Aktivisten« mit dieser Flotte den jüdischen Staat herausfordern und ihn dämonisieren. Es geht ihnen nicht um Erleichterungen für »Palästinenser«, sondern die schlagzeilenträchtige Konfrontation.
In ihrem menschenverachtenden Zynismus können sie auf willfährige Medien hoffen, wie nicht zuletzt die Berichterstattung über die von der Hamas inszenierten gewalttätigen Angriffe auf die Grenze Israels zu Gaza zeigte. »Rücksichtslos«, konnte da etwa ein WDR-Journaillist geifern, »schießt die israelische Armee auf palästinensische Demonstranten, darunter auch Frauen und Kinder«.
Und ihn störte auch hinterher nicht, daß die »rücksichtslose« Armee beinahe ausschließlich Terroristen getroffen hatte und schließlich sogar selbst die Hamas davon absah, den Tod eines Kleinkinds für sich auszuschlachten. Auf solche Multiplikatoren können die Organisatoren der Flottille, die am Dienstag Gaza verlassen soll, setzen. Und auch nur weil das so ist, gibt es diese Flottille überhaupt.
https://www.tw24.net/?p=2895

Sunday, November 26, 2017

Beitragsfinanzierter Antisemitismus

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) nimmt, scheint’s, Abstand von seiner geplanten Kooperation mit dem BDS-Aktivisten Roger Waters. Der ehemalige Pink Floyd-Musiker wird 2018 für Konzerte im Rahmen seiner »Us + Them«-Tour in Berlin, Hamburg, Köln, Mannheim und München gastieren. Der WDR hatte vor, das Konzert in Köln zu unterstützen. Dazu wird es nun nicht kommen.
Tom Buhrow, der Intendant des WDR, reagierte am Wochenende auf Proteste gegen die Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Senders für Roger Waters und teilte der Initiatorin einer Petition gegen die Kooperation in einer privaten Nachricht mit, »die Zusammenarbeit für das Konzert ist beendet«. Damit wird der WDR das Konzert wohl nicht mehr bewerben und es nicht »präsentieren«.
Hätte der Sender sich nie dazu hinreißen lassen dürfen, einen Künstler zu unterstützen, der sich als Aktivist gegen Israel versteht und als inoffizieller Sprecher einer extremistischen Boykottbewegung gegen den jüdischen Staat, ist die späte Einsicht Tom Buhrows zwar zu begrüßen. Sie ist aber zugleich bestenfalls ein Teilerfolg für die Proteste gegen die Unterstützung des Boykott-Aktivisten.
So gibt sich Tom Buhrow in seiner Nachricht »berührt« von den Protesten, räumt jedoch keinen Fehler ein. Schwerer aber wiegt, daß noch weitere öffentlich-rechtliche Sender Auftritte Roger Waters’ in ihrem jeweiligen Sendegebiet voller Begeisterung »präsentieren« wollen: der Bayerische Rundfunk (BR), der Rundfunk Berlin Brandenburg (RBB) sowie der Südwestrundfunk (SWR).
Dabei sind ihnen die »politischen« Ansichten und Aktivitäten ihres Partners durchaus nicht unbekannt. Den antisemitischen Charakter der BDS-Bewegung, deren prominentester Protagonist Roger Waters ist, ignorieren sie. Wo Antisemitismus unübersehbar ist, wollen sie indes nicht etwa nur wegschauen, sondern sogar ihr Logo anbringen – so machen sie Antisemitismus gesellschaftsfähig.
 https://www.tw24.net/?p=14071

Thursday, June 22, 2017

Faktencheckcheck

»Palästina«, das wissen die »Faktenprüfer« beim WDR, einem gebührenfinanzierten deutschen TV-Sender, dem nach eigener Auskunft »Antisemitismus ein zentrales, gesellschaftliches Thema« ist, nicht, hat ein »Außenministerium«, das am 19. Juni 2016 eine Erklärung herausgab, in der es sich unter Berufung auf Vertreter der israelischen »NGO« Breaking the Silenc (BtS) überaus alarmiert gab.
Und dazu hätten die »Palästinenser« in der Tat allen Grund gehabt, stimmte ihre Story: Nach der hatten Rabbiner die Regierung in Jerusalem aufgefordert, jüdischen »Siedlern« zu gestatten, für »Palästinenser« bestimmtes Wasser zu vergiften. Die PLO des »Palästinenserpräsidenten« reagierte darauf, wie nun binnen Stunden etwa türkische Medien berichteten, nicht eben erfreut:
»Rabbiner Shlomo Mlma, Vorsitzender des Rates der Rabbiner der Siedlungen in der Westbank, hat ein Papier veröffentlicht, mit dem jüdische Siedler aufgerufen werden, Wasser in Dörfern und Städten in den palästinensischen Gebieten in der Westbank zu vergiften.
Wie die gegen die Okkupation kämpfende israelische Organisation ›Breaking the Silence‹ erklärt, sollen mit dem Aufruf zur Vergiftung palästinensischen Trinkwassers Palästinenser dazu bewegt werden, ihre Dörfer zu verlassen und so den Weg zu ebnen für eine Übernahme des Landes durch die Siedler.
›Das ist Hetze, ein Aufruf zur Ermordung der Palästinenser‹, sagte Wasil Abu Youssef, ein Mitglied des Exekutiv-Komitees der PLO, gegenüber der Agentur Anadolu am Sonntag.«
Darauf gingen verschiedene israelische Medien – etwa die Jerusalem Post – und Organisationen, beispielsweise Palestinian Media Watch (PMW), auf die Suche nach »Rabbiner Melamed« oder »Mlma« oder »Mlmad«, fanden jedoch niemanden, auf den die Beschreibung zutraf. Ähnlich ging – am 20. Juni 2016 – die Suche nach dem »Rat der Rabbiner der Siedlungen in der Westbank« aus.
Und sogar Breaking the Silence wollte von der inzwischen nur noch ihrem Gründer Yehuda Shaul zugeschriebenen Story nichts wissen, wie die Jerusalem Post berichtete. Und so stand innert kurzer Zeit fest, daß es sich bei dem Aufruf des »Außenministeriums« des Regimes in Ramallah um eine Falschmeldung handelt(e), ursprünglich ausgedacht von einem irren »Menschenrechtsaktivisten«.
Vor einem Jahr, am 22. Juni 2016, empfing das Europäische Parlament dann Abu Mazen, den es als »Präsidenten der Palästinenser« bezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt hätten jeder Abgeordnete, ihr Präsident Martin Schulz, der heutige SPD-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der SPD, und natürlich auch ihr Gast wissen können, daß »Rabbiner Melamed« und sein Aufruf eine Erfindung waren.
Dennoch behauptete der auch als Mahmoud Abbas firmierende Abu Mazen alsbald unter Beifall aus der gesamten Volksvertretung, dem sich kaum ein Abgeordneter verweigerte, Israel sei ein »rassistischer«, ein »faschistischer« Staat, der »unser Land in ein offenes Gefängnis verwandelt« habe. Und dann, etwa zur Halbzeit seiner Rede, erklärte er laut deutscher Simultanübersetzung:
»Ich möchte auch noch sagen, daß es durchaus Rabbiner in Israel gibt, die ganz deutlich gesagt und angekündigt haben, gegenüber ihrer Regierung, daß sie Wasser vergiften wollen, um Palästinenser zu töten. Was ist denn das, wenn nicht eine Gewaltverherrlichung und ein Aufruf zu Verbrechen und zu einem Genozid!«
Und in der englischen Übersetzung heißt es an gleicher Stelle, »einige« Rabbiner hätten verlangt, »our wells should be poisoned in order to have Palestinians killed«. »Von ›Brunnen‹ spricht Abbas hier jedoch nicht«, meinen die »Faktenprüfer« des WDR gleichwohl einwerfen zu müssen, »auch nicht von ›Plänen‹ der Rabbiner, das Wasser zu vergiften.« Und Martin Schulz, der fand das nie »inspirierend«.

 http://www.tw24.net/?p=13685

Wednesday, June 25, 2014

Propagandaanstalt

Ursprünglich für Anfang Mai angekündigt, führte der deutsche Staatssender WDR am Montag endlich (s)eine “dramaturgisch bearbeitet[e]“ Version der “Dokumentation” genannten Pallywood-Produktion Five broken Cameras auf. Auf welches Publikum sie traf, darüber gab es selbst vor und nach der Ausstrahlung bereitwillig Auskunft.
“[B]estimmen”, kommentierte da etwa ein Anonym die Verschiebung des Sendetermins, “inzwischen die [I]sraelis ihre [P]rogammgestaltung?” “Ist es möglich”, mutmaßte ein weiterer besorgter Zuschauer, “daß irgendeine israelische Institution sich dafür eingesetzt hat, daß dieser Film nicht gesendet wird?”
Nun, eine israelische Institution, die 1993 vom israelischen Ministry of Art gegründete New Israeli Foundation for Cinema and Television hat Five broken Cameras mitfinanziert, was der WDR seinem Publikum aber vermutlich nicht mitteilen wollte. Es hätte möglicherweise ab- statt eingeschaltet. Und dann wären ihm, gleich zu Beginn, Sätze entgangen wie dieser:
“Jetzt rücken die Bagger der israelischen Siedler immer weiter vor, eine Siedlung nach der anderen entsteht.”
Der WDR hat Five broken Cameras nicht eben zurückhaltend bearbeitet. Hat das Original Spielfilmlänge, wurde am Montag eine kaum 45 Minuten dauernde Fassung ausgestrahlt. Wer so stark “dramaturgisch bearbeitet”, hätte wenigstens versuchen können, aus dem Propagandafilm etwas zu machen, das die Bezeichnung “Dokumentation” verdient.
Zwischen 1990 und 2012 wurden, so die nicht ob überbordender Israelfreundschaft in Verruf geratene “NGO” Peace Now, ganze drei neue “Siedlungen” legalisiert, der Süden Libanons und Gaza wurden im gleichen Zeitraum aufgegeben. Wer dennoch behauptet, “eine Siedlung nach der anderen entsteht”, belegt, wie wenig Interesse er an sachlicher Auseinandersetzung hat.
Ein Publikum freilich, das schon vor der Ausstrahlung von Five broken Cameras fragte, “warum wird in der ARD so wenig über die Gräueltaten der israelischen Armee im Westjordanland berichtet”, wäre damit auch überfordert. Es wollte seine Vorurteile bestätigt sehen, seinen Wahn – und der WDR lieferte bereitwillig. Weshalb gibt es in Deutschland Antisemitismus? Weil es Anstalten wie den WDR gibt.
tw24