Von den rund 163.000 Migranten, die 2015 in Schweden registriert worden sind, verfügen bereits etwa 55.000 über eine Arbeitsbewilligung - bis jetzt haben es aber nur ganze 494 davon geschafft, am Arbeitsmarkt unterzukommen, berichtete Schwedens öffentlich-rechtliches Fernsehen dieser Tage. Das liegt zum Großteil an Sprachproblemen, an mangelnder Qualifikation und auch an der Überforderung der Bürokratie, die nicht schnell genug ausreichend Arbeitsbewilligungen ausgestellt hat - was freilich am unbefriedigenden Ergebnis wenig ändert.
Das wird mit ziemlicher Sicherheit dazu führen, dass die Arbeitslosigkeit unter den in Schweden lebenden Ausländern weiter stark ansteigen wird. Schon jetzt sind 4 Prozent der Schweden, aber fast 15 Prozent der dortigen Ausländer arbeitslos. Und das, obwohl vermutlich kein anderes Land der Welt so viel Geld und Aufwand für die Integration bereitstellt. Mit wenig Erfolg, wie erst jüngst eine Studie der Industrie-Staaten Organisation OECD gezeigt hat.
Ein Kern dieser Integrationspolitik ist das zweijährige "Einführungsprogramm Bildung und Arbeitsmarkt". Dieses besteht aus Sprachkursen, Bewerbungstrainings und Praktika. Derzeit werden so etwa 55.000 Migranten betreut. Was Schwedens Steuerzahler deftige 1,7 Milliarden Euro pro Jahr kostet. Mit schmalen Ergebnissen.
Ein Jahr, nachdem sie dieses Programm absolviert hatten, waren gerade noch 28 Prozent der weniger qualifizierten Männer in Arbeit, bei den Frauen betrug der Anteil 19 Prozent. Der überwiegende Rest lebte wieder von der Stütze.
wienerzeitung.at
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