"Ich habe mich hier gefühlt wie vor dem Internationalen Sportgerichtshof", sagte die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin in Karlsruhe. "Jeder Flüchtling, der in Deutschland einreist und registriert wird, genießt Rechtsschutz. Aber wir Sportler nicht", kommentierte die Berlinerin .
Zuvor war ihr durch den BGH die Möglichkeit verwehrt worden, vor deutschen Zivilgerichten zu klagen."Ich hatte immer einen festen Glauben in die deutsche Justiz. Der hat jetzt aber einen Dämpfer erhalten", sagte Pechstein nach der Urteilsverkündung weiter. Der CAS sei "kein unabhängiges Gericht. Ich werde eine Sportlergewerkschaft gründen", kündigte sie an.
Als Ohrfeige betrachtet Pechstein die Begründung des Gerichts, sie habe die Schiedsgerichtsvereinbarung freiwillig unterschrieben. Jeder wisse, dass ein Sportler nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen dürfe, wenn er die Athletenvereinbarung nicht unterzeichne. Ihr Anwalt Thomas Summerer sprach nach dem Urteil von einem "mutlosen Gericht".
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