Friday, August 12, 2016

Die Deutschen und die Türken: Langmut rächt sich

Die wachsweichen Stellungnahmen zu den ungeheuerlichen Einmischungen in die deutsche Innenpolitik durch direkte Aufforderungen Erdogans an die Türkendeutschen, auch in unserem Staat Gülen-Anhänger zu melden, deutsche Abgeordnete - deren Eltern Türken waren - als Verräter an der Türkei zu beschimpfen (vergiftetes Blut) sind peinlich. Ein Mann, der einen Putschversuch, bei dem es hunderte Tote gegeben hat, als Geschenk Allahs zu bezeichnen, ist überhaupt kein Gesprächspartner. Die Konfrontation mit dem AKP-Regime von Erdogan ist unausweichlich.
Und diese Maßnahmen sollten ergriffen werden: Verträge mit Erdogan gelenkten Organisationen, wie DIYANET und Ditib werden nicht mehr abgeschlossen und die bestehenden so schnell wie möglich aufgekündigt. Aus dem Islamüberwachungsverein DIYANET ist eine Propagandamaschine des türkischen Islam mit über 100 000 Beamten und einem Etat von 1,8 Mrd. Euro geworden. Die Imame, die nach Deutschland mit Unterstützung einiger Landesregierungen angeheuert werden und in den Moscheen türkischen Nationalismus predigen, müssen ausreisen.
Eine doppelte Staatsangehörigkeit gibt es nur noch in Fällen, in denen der fremde Staat entweder seine Angehörigen nicht aus der Staatsbürgerschaft entlässt oder andere triftige Gründe, die mit einer Gefahr für Leib und Leben verbunden ist. Abgeordnete in fremden undemokratischen Parlamenten verlieren die deutsche Staatsangehörigkeit.
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