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Saturday, September 28, 2019

Von Jeremy Corbyn lernen

Wie die Ruhrbarone berichten, plant die Friedrich-Ebert-Stiftung e.V. (FES), die der SPD nahesteht, eine Umgestaltung ihrer Arbeit. Im Rahmen dieser Besinnung auf »Kernthemen sozialdemokratischer Politik« wird der Arbeitskreis gegen Antisemitismus aufgelöst, der vor einem Jahr mit seiner Kritik eine Ehrung der amerikanischen Women’s March-Bewegung durch die Stiftung verhindert hatte.

Im März 2019 erklärte der nach eine langen Karriere in der SPD zum Bundespräsidenten beförderte Frank-Walter Steinmeier, es beschäme und schmerze ihn, »dass Antisemitismus in Deutschland – gerade hier! – wieder häufiger und offen seine Fratze« zeige. »Antisemitismus ist immer ein Angriff auf unsere gesamte Gesellschaft! [..] Wir wollen und wir dürfen das nicht dulden in unserem Land!«

In ihrem 2007 verabschiedeten Hamburger Programm, ihrem Grundsatzprogramm, erklärt die SPD, sie sei eine Partei, die »ihre Wurzeln in Judentum und Christentum, Humanismus und Aufklärung, marxistischer Gesellschaftsanalyse und den Erfahrungen der Arbeiterbewegung« habe und sich als »Demokratiepartei« deutlich »zum jüdisch-christlichen und humanistischen Erbe Europas« bekenne.

Mit ihren Wurzeln im Judentum, dem jüdischen Erbe Europas will die deutsche Sozialdemokratie jetzt also nichts mehr zu tun haben, sie und es nicht mehr gegen Antisemitismus verteidigen, obgleich der doch »immer ein Angriff auf unsere gesamte Gesellschaft« ist. Ein »Kernthema sozialdemokratischer Politik« soll dieser Kampf jedenfalls nicht sein. Die Corbynisierung der SPD schreitet voran.


https://www.tw24.net/?p=4203

Sunday, May 19, 2019

Appeasement im Genderwahn

In dieser Woche bat die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) in die deutsche Hauptstadt um über »Europa und Iran ein Jahr nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen« zu diskutieren. Angekündigt waren auch Gäste aus Teheran, deren Teilnahme nicht ganz so unumstritten war, wie sich das die FES gewünscht hatte, deren Einladung sie deshalb ausdrücklich verteidigte:
»Wir bemühen uns den kritischen Dialog gerade mit jenen zu suchen, die einen direkten Zugang zu den politischen Entscheidungsträger_innen im Iran haben.«
In einer Woche, in der Teheran dazu überging, offen gegen Verpflichtungen aus dem JCPOA zu verstoßen, und insbesondere seine europäischen Vertragspartner gar nicht daran dachten, ihrerseits darauf angemessen zu reagieren – nämlich durch die prompte Reaktivierung ausgesetzter Sanktionen, den »Snap back«-Mechanismus -, war aber nicht nur die Rede vom »kritischen Dialog« entlarvend.
Auch darauf, ausgerechnet im Zusammenhang mit der Islamischen Republik Iran und deren nuklearer Aufrüstung von »Entscheidungsträger_innen« zu fabulieren, muß man erst einmal kommen. Mit ihrer Formulierung verleugnet die FES die Realität vor Ort, die Geschlechterapartheid der Mullah-Tyrannei, die Frauen hinter Gitter bringt, wollen sie selbst über ihre Kopfbedeckung entscheiden.
Wenn die FES vor diesem Hintergrund meint, Entscheidungsträgerinnen in Rüstungsfragen in Teheran und Umgebung herbeihalluzinieren zu können, ist die Stiftung vermutlich auch davon überzeugt, der Mars werde »roter Planet« genannt, weil es dort besonders viele Ortsvereine der SPD gibt. Dabei dürften die dort ungefähr so häufig sein wie Entscheidungsträgerinnen im Reich der Mullahs.
https://www.tw24.net/?p=3850

Wednesday, January 23, 2019

Sozialdemokraten unter sich

Die der SPD verbundene Friedrich-Ebert-Stiftung (FES), die natürlich auch in den »palästinensischen Gebieten«, wie sie sie nennt, die Verbreitung deutscher und sozialdemokratischer Werte vorantreibt, hat ihre Leiterin Beyhan Senturk feierlich verabschiedet. In einer Rede bedankte sich, wie Christian Clages mitteilt, Deutschlands Repräsentant vor Ort, Mustafa Bargouthi für ihre Arbeit.
Der »Palästinenser«, den die FES zu der Feier eingeladen hatte, wird von Wikipedia als »Politiker, Arzt und Bürgerrechtler« vorgestellt. Er ist Gründer der »Palästinensischen Nationalen Initiative«, mit der er bei den »Wahlen« 2005 gegen Abu Mazen unterlag, der dabei für eine vierjährige Amtszeit zum »Präsidenten« bestimmt wurde, die aus unerfindlichen Gründen noch immer andauert.
Mustafa Bargouthi ist ein beredter »Kritiker« Israels, das er als »schlimmer als Apartheid« denunziert. Der Unterstützer der weltweiten antisemitischen BDS-Bewegung beklagt, deren Anhänger würden »psychologischem Terror« ausgesetzt. »Der zionistische Plan«, glaubt er, »ist gescheitert. Es gibt mehr Palästinenser als jüdische Israeli. Sie werden uns nicht aus Palästina vertreiben«.
Heiko Maas, SPD-Politiker und deutscher Außenminister, fordert gern und oft, »wir müssen aufstehen gegen Antisemitismus«. Das hat sich, scheint’s, entweder noch nicht bis zur Friedrich-Ebert-Stiftung herumgesprochen oder wird von ihr ebenso ignoriert wie von Heiko Maas’ Vertreter in Ramallah. Denn auch der hatte keine Einwände gegen einen Antisemiten als Redner bei der FES.
https://www.tw24.net/?p=3516

Sunday, July 03, 2016

Mission Haß: Sozialdemokratische Bildungsarbeit

Die der deutschen Sozialdemokratie »nahestehende« Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) unterhält nach eigenen Angaben an mehr als 100 ausländischen Standorten Büros, die sich der »Förderung von Demokratie und sozialer Gerechtigkeit« widmen. Dazu gehören auch für »die palästinensischen Gebiete« zuständige Niederlassungen in Gaza und in der israelischen Hauptstadt Jerusalem.
Finanziert »vor allem aus [deutschen] Bundes- und Landeshaushalten«, sind die dort tätigen FES-Mitarbeiter auch damit beschäftigt, darüber aufzuklären, was Israel den »Palästinensern« antat und -tut. Unter der Überschrift »Friday’s Fact« erfährt man dann etwa, daß in Israel Organisationen, die die Gründung des jüdischen Staates als »Katastrophe« betrachten, kaum staatlich gefördert werden.
Glücklicherweise ist die FES auf israelische Zuwendungen nicht angewiesen, daher muß sie nicht mit Sanktionen rechnen, klagt sie, »mehrere aufeinanderfolgende israelische Regierungen haben den Palästinensern ihr Recht verweigert, in ihre Heimat zurückzukehren«. Als »Flüchtlinge« gelten der FES dabei Millionen von »Palästinensern«, die diesen Status allenfalls geerbt haben.
In einem weiteren »Friday’s Fact«-Artikel, der sich mit dem Wirken der Europäischen Union in den umstrittenen Gebieten beschäftigt, verteidigt die FES deren Praxis, die israelische Verwaltung der C-Gebiete in den umstrittenen Territorien zu ignorieren. Diese Verwaltung ist zwischen Israel und »Palästinensern« vertraglich verabredet, Europas Selbstherrlichkeit durch nichts legitimiert.
Auch die weiteren »Friday’s Facts« der FES sind eine Lektüre, die tiefe Einblicke in das Denken ihrer Mitarbeiter erlaubt. Wie sie Fakten verdrehen, Tatsachen ignorieren, wie sie manipulieren, um sich dem »palästinensischen« Narrativ zu unterwerfen, ist bemerkenswert. Daß diese ganz spezielle Aufklärungsarbeit mit Steuermitteln bezahlt wird, ist ein gleichwohl erhellender Skandal.
 tw24.net

Wednesday, September 16, 2015

Islamophobie

Zugegeben, wenn die Gruppierung Femen als ein »Vergnügungsverein für gelangweilte höhere Töchter« bezeichnet wird, ihre Aktivistinnen als »chaotisch und orientierungslos«, dann möchte man nicht unbedingt widersprechen. Zu gewagt scheint doch die Annahme, nackter Protest gegen vermeintliche oder tatsächliche Mißstände könne geeignet sein, sie zu verändern.
Manchmal darf man Femen-Aktivistinnen auch sympathisch finden, schaffen sie es immerhin doch, den Blick auf Zustände zu lenken, die ohne sie wahrscheinlich kaum Beachtung gefunden hätten. Wenn etwa mitten in Frankreich eine Konferenz über die »Rolle der Frau im Islam« veranstaltet und dabei die Prügelstrafe debattiert wird, dann wirkt der nackte Protest gar nicht unpassend.
»Zwei oben unbekleidete Frauen stürmten bei einer Konferenz von Muslimen in Pontoise nordwestlich von Paris die Bühne und schrien auf Französisch und Arabisch Parolen. [..] Die [..] unbekannten Femen-Kämpferinnen sollen 25 und 31 Jahre alt sein. Auf ihren Körpern waren die Slogans ›Ich bin mein eigener Prophet‹ und ›Niemand unterwirft mich‹ zu erkennen.«
Die Störerinnen unterbrachen den Vortrag von Nader Abou Anas, eines Rechtfertigers von Vergewaltigungen in der Ehe, und Mehdi Kabir darüber, wann es angebracht sein könnte, Frauen zu züchtigen, wurden aber vom Saalschutz überwältigt und unter Schlägen und Tritten gestörter empörter Anhänger des einzig wahren Propheten hinauskomplimentiert und der Polizei übergeben.
Mit einer Anzeige gegen die Aktivistinnen wollen die Veranstalter der Konferenz, die sich als Opfer islamophober Vorurteile sehen, deren Bestrafung erreichen, Teilnehmer und Sympathisanten der Veranstaltung diskutierten in sozialen Netzwerken engagiert, ob die Störerinnen gesteinigt oder doch besser bloß beziehungsweise vorher noch kollektiv vergewaltigt werden sollten.
In Deutschland veröffentlichte unterdessen die der SPD verpflichtete Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) eine Studie, die ein »teilweise islamskeptische[s] Meinungsklima im Land« beklagt, das die Diskussion über eine längst überfällige »religionspolitische Gleichstellung des Islams« erschwere. 3,7 Prozent der Deutschen sind Muslime, je 34 Prozent Protestanten bzw. Katholiken.
 tw24