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Saturday, May 19, 2018

Ordinärer Antisemit

Bei einem Gipfel der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Israel scharf angegriffen. »Zwischen der Grausamkeit, die vor 75 Jahren in Europa an den Juden begangen wurde, und der Brutalität, der unsere Brüder aus Gaza heute ausgesetzt sind, besteht überhaupt kein Unterschied«, erklärte der Klepto-Tyrann in seiner Rede.
»Die Kinder der Menschen, die im Zweiten Weltkrieg in Konzentrationslagern auf jede erdenkliche Art gefoltert wurden«, empörte sich der Hamas-Pate, der zu dem OIC-Treffen nach Istanbul eingeladen hatte, »greifen heute leider mit Methoden, die denen der Nazis in nichts nachstehen, unschuldige Palästinenser an«. Damit hat Recep Tayyip Erdogan sich einmal mehr als Antisemit entlarvt.
Denn mit seiner ungeheuerlichen Gleichsetzung der Verteidigung einer international anerkannten Grenze Israels gegen terroristische Angreifer mit den von Deutschen und ihren Helfershelfern an Juden begangenen Verbrechen schimpft er nicht nur die israelischen Streitkräfte eine Nazi-Armee, der türkische Präsident leugnet mit seinen Worten das Ausmaß des Holocaust und verharmlost ihn.
Recep Tayyip Erdogans Gleichsetzung während des Holocaust verfolgter und ermordeter Juden mit terroristischen Feinden Israels, die bei einem Angriff verletzt oder getötet wurden, verfälscht gleich in mehrfacher Hinsicht böswillig Geschichte. Juden wurden nicht wegen irgendwelcher Verbrechen ermordet, sondern allein weil sie Juden waren oder in den Augen ihrer Mörder als solche galten.
Die Deutschen und ihre Helfer vernichteten während des Zweiten Weltkriegs nahezu das gesamte europäische Judentum, etwa die Hälfte der weltweit lebenden Juden. In Gaza leben bis zu zwei Millionen »Palästinenser«, die UNRWA versorgt dort über 1,3 Millionen als »Flüchtlinge«. Auch angesichts dieser und der Opferzahlen vom Montag ist es irre, Israel einen »Genozid« zu unterstellen.
Recep Tayyip Erdogan ist ein Lügner, ein ordinärer Antisemit, dem es kaum gelingt, seinen wütenden Haß auf Juden und den jüdischen Staat zu verbergen. Seine Sorge um »Palästinenser« ist eine geheuchelte. Recep Tayyip Erdogans Türkei spendete im vergangenen Jahr der UNRWA ganze 6,1 Millionen Dollar, kaum mehr als einen Dollar für jedenUNRWA-»Flüchtling« in zwölf Monaten.
https://www.tw24.net/?p=2867

Thursday, December 14, 2017

Nebenwirkung

Die Organisation für Islamische Zusammenarbeit (Organization of Islamic Cooperation) hat bei einer außerordentlichen Treffen in der Türkei am Mittwoch Ost-Jerusalem zur Hauptstadt »Palästinas« erklärt und so auf die Ankündigung des amerikanischen Präsidenten Donald J. Trump reagiert, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und dort die US-Botschaft ansiedeln zu wollen.
Donald J. Trump ist damit etwas gelungen, zu dem sich die Mitglieder der immerhin schon 1969 ins Leben gerufenen Organisation zuvor nicht hatten durchringen können oder wollen: Das Phantom »Palästina« hat nun eine von dessen Anhängern anerkannte Hauptstadt. Die »Palästinenser« sollten den einen oder anderen Gedanken der Frage widmen, weshalb dieser Schritt erst jetzt erfolgte.
Maßt sich die OIC mit ihrer Entscheidung auch etwas an, das natürlich die israelische Souveränität über ganz Jerusalem mißachtet und zugleich nicht weniger einseitig über den Status der Stadt bestimmen will als der Entschluß des amerikanischen Präsidenten, hat sie doch positive Aspekte. Die islamischen Staaten, die fast alle Israel nicht anerkennen, zeigen an, daß »Palästina« Grenzen hat.
Unausgesprochen erteilen sie mit ihrer Entscheidung allen eine Absage, die ganz Jerusalem als »besetzt« betrachten und es »befreien« wollen: Womöglich haben die OIC-Mitglieder Israel damit sogar gestärkt, wenn auch angesichts der wütenden Ausfälle des türkischen Möchtegern-Sultans Recep Tayyip Erdoğan, der ihr Zusammentreffen einberufen hatte, freilich wohl eher unbeabsichtigt.
Während derzeit »Palästinenserpräsident« Abu Mazen vom Rest der Welt verlangt, die Anerkennung Israels zurückzunehmen, unternahmen ausgerechnet die islamischen Staaten am Mittwoch einen Schritt in die entgegengesetzte Richtung und zeigten ihm damit seine Grenzen. Wenn Donald J. Trump das mit seiner Entscheidung ermöglicht hat, war sie richtiger als manch Kritiker behauptet.
https://www.tw24.net/?p=14129

Thursday, April 16, 2015

Menschenfreund

In der Welt des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Israel nicht das Recht, Eigentum, Gesundheit und Leben seiner Bürger zu schützen. “Sie (die Israelis) haben kein Gewissen, keine Ehre, keinen Stolz. Jene, die Hitler Tag und Nacht verurteilen”, zeterte er im vergangenen Sommer, “haben Hitler in Sachen Barbarei übertroffen”.
Wer sich solcher Vergleiche bedient, der ist, sollte man meinen, besonders großzügig, geht es darum, die Folgen der “Barbarei” zunächst zu mildern und später zu beseitigen. Doch schon im vergangenen Oktober, als in Kairo eine Konferenz zum (Wieder-)Aufbau Gazas stattfand, zeigte die Türkei sich etwa im Vergleich zu Katar eher zurückhaltend.
Sagte Doha eine Milliarde Dollar zu, versprach Ankara nur 200 Millionen Dollar. Doch wie zahlreiche NGO von A wie ActionAid bis U wie United Civilians for Peace in ihrem am Montag veröffentlichten Bericht “Charting a New Course: Overcoming the stalemate in Gaza” deutlich machen, hielten weder Katar noch die Türkei ihre Versprechen.
Doha gab von einer zugesagten Milliarde Dollar klägliche 102 Millionen frei, Recep Tayyip Erdogans Türkei von versprochenen 200 Millionen Dollar für den zivilen Aufbau keinen einzigen Cent. Ankara hat andere Prioritäten: “Turkey has become a Hamas hotbed, and members of the organization’s military wing are undergoing military training on Turkish soil”.
 tw24

Tuesday, January 13, 2015

Zeichensetzer

In der während der Herrschaft der 2001 durch Recep Tayyip Erdogan gegründeten AKP gründlich islamisierten Türkei belegt Antisemitismus unter allen möglichen Ressentiments mittlerweile unangefochten die Spitzenposition.
So lassen sich nach Angaben des Middle East Media Research Institute (MEMRI), das für eine Studie türkische Medien systematisch untersucht hat, in vor allem islamistischen und der AKP nahen Publikationen nahezu täglich judenfeindliche Kommentare finden.
Islamistische Prediger wie der Imam Mehmet Sait Yaz lösen keine Proteste aus, hetzen sie, “the most rabid and savage enemies of Islam on Earth are the Jews”, oder fordern sie, “Israel must be wiped off the map! And it will be wiped out with Allah’s help!”
Es verwundert daher auch nicht, erdreistet sich Recep Tayyip Erdogan, der seit Ende August Präsident der Türkei ist, immer wieder Benjamin Netanjahu zu verleumden. Zuletzt ließ der AKP-Gründer verlauten, der israelische Ministerpräsident sei ein “Staatsterrorist”.
“Turkey’s President Recep Tayyip Erdogan on Monday blasted Prime Minister Benjamin Netanyahu for daring to attend Sunday’s anti-terror solidarity march in Paris. [..] ‘How can you see this individual who carries out state terrorism by massacring 2,500 people in Gaza waving his hand,’ Erdogan said.”
Recep Tayyip Erdogan, der hier um “Palästinenser” weint, die nicht mehr leben, weil die Hamas im Sommer einen Krieg mit Israel begann, ist nicht nur ein Antisemit, sondern auch noch ein Heuchler. Das Leben eines “Palästinensers” ist ihm und seiner Türkei wenig wert.
Lag die Türkei beispielsweise 2012 auf der Liste der großzügigsten UNRWA-Spender auf Platz 18, schaffte sie es 2013 nur noch auf den 22. Platz. Pro “Palästinenser” und Jahr gab die Türkei 2012 1,54 Dollar aus, ein Jahr später nur noch 1,19 Dollar – die USA spendeten via UNRWA 44,25 bzw. 54,16 Dollar.
Spendete 2013 “Palästina” der UNRWA 6.841.219 Dollar, bekam die Raketenlagerverwaltung der Hamas in Gaza aus Ankara im gleichen Jahr 6.475.000 Dollar – die USA spendeten mehr als 294 Millionen Dollar. Der finanzielle Support der Türkei für die “Palästinenser” ist also kaum erwähnenswert.
Dafür allerdings, keine Frage, sind Recep Tayyip Erdogans Bekenntnisse zur in zivilisierten Gegenden als terroristisch geächteten islamistischen Hamas beispielhaft. Im Dezember empfing die AKP Hamas-Anführer Khaled Mashal als gefeierten Ehrengast auf ihrem Parteitag.
“During a speech to officials and supporters of the ruling Justice and Development Party, or AKP, Mashaal congratulated the people of Turkey ‘for having [Prime Minister Ahmet] Davutoglu and President Recep Tayyip Erdogan’ as heads of state, adding that ‘a strong Turkey means a strong Palestine … Inshallah, God is with us and with you on the road to victory.'”
Doch solche Unterstützung macht weder satt noch sorgt sie für eine zivile Infrastruktur. Sie bestärkt ideologisch Verblendete allenfalls in ihrem barbarischen Glauben. Blut klebt nicht an Benjamin Netanjahus, sondern tatsächlich an Recep Tayyip Erdogans und Ahmet Davutoglus Händen.
Letzterer ist am Dienstag übrigens Gast im deutschen Auswärtigen Amt. Das hat sich den Besuch des Hamas-Unterstützers nicht verbeten. Der deutsche Sozialdemokrat Frank-Walter Steinmeier setzt als Hausherr eben gern ganz besonders glaubwürdige Zeichen gegen Terrorismus oder Antisemitismus.
tw24