Das NRW-Innenministerium räumt ein, bereits im März 2014 von sexuellen Belästigungen von Frauen durch junge Nordafrikaner erfahren zu haben. Es bestätigte damit zum Teil die Vorwürfe des früheren Regierungspräsidenten Gerd Bollermann (SPD), die Landesregierung sei frühzeitig auch über diese Probleme mit Flüchtlingen aus den Maghreb-Staaten informiert worden.
In einem Bericht der Bezirksregierung Arnsberg aus dem Jahr 2014 über die Situation im Umfeld einer Flüchtlingseinrichtung in Hemer ist von "sexuellen Angeboten" die Rede, die allein reisende Nordafrikaner Verkäuferinnen gemacht haben sollen, erklärte das Ministerium auf Nachfrage dieser Zeitung. Weiter heißt es in dem Bericht, ältere Spaziergängerinnen seien von den Männern "zum Geschlechtsverkehr aufgefordert" worden.
Das Innenministerium betonte aber gleichzeitig, Hinweise auf sexuelle Belästigungen hätten in keinem anderen Bericht der Bezirksregierung gestanden. Gerd Bollermann hatte zuletzt als Zeuge im Untersuchungsausschuss "Silvesternacht" des Landtages ausgesagt und Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) in Bedrängnis gebracht, indem er erklärte, er habe das Ministerium in mehreren Schreiben auf wachsende Probleme mit jungen Männern aus Nordafrika hingewiesen. Dabei sei es auch um sexuelle Gewalt gegangen. Der Minister habe aber nicht darauf reagiert.
rundschau-online.de
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