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Friday, December 14, 2018

Deutsche Propaganda-Agentur

Nach zahlreichen Anschlägen »palästinensischer« Terroristen in den umstrittenen Gebieten, die von deutschen Medien weitgehend ignoriert wurden, schaffen es die Reaktionen Israels auf die Gewalt einmal mehr problemlos in notorisch schiefe Überschriften: »Israelis sterben bei Anschlag – Armee riegelt Ramallah ab«, heißt es exemplarisch bei von der dpabelieferten deutschen Redaktionen.
»Israelis sterben«, »Armee riegelt ab« – für »Palästinenser verüben tödliche Anschläge auf Israelis, Armee riegelt Ramallah ab« war wohl kein Platz. Und wo schon in der Überschrift »Palästinenser« als Aktive fehlen, sucht man sie in den folgenden fünf Sätzen nahezu vergeblich: In drei Sätzen sind es »die israelische Armee«, »ein Armeesprecher« und »israelische Sicherheitskräfte«, die handeln.
Erst im letzten Satz der kurzen Meldung ist es dann ein »Palästinenser«, der handelt: »Palästinenserpräsident« Abu Mazen. Der, behauptet die dpa, habe sich von den Terroristen distanziert. »Das Büro von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas verurteilte die Gewalt.« Und das freilich ist eine gewagte These. Denn wenn Abu Mazen »Gewalt verurteilt«, meint er damit gewiß keinen Terrorismus.
Noch vor kurzem, als eine Verurteilung des Terrors der Hamas durch die Vereinten Nationen möglich schien, war es Ramallah, das in aller Offenheit erklärte, ein solches Unterfangen sei ein »Angriff auf die Rechte des palästinensischen Volkes«, der Hamas Terrorismus vorzuwerfen, verrate die »palästinensische nationale Sache«. Die gleiche Hamas bekannte sich zu den jüngsten Anschlägen.
Und so führt die dpa wieder einmal vor, was ihre Kernkompetenz ist, wenn es um den Konflikt zwischen »Palästinensern« und Israel geht. Im Mittelpunkt steht nicht die sachlich richtige Information, sondern die Diffamierung Israels und von Juden. Es hat offenbar Gründe, daß etwa Die Zeit darauf hinweist, nicht selbst für die von ihr gleichwohl übernommene »Nachricht« verantwortlich zu sein.
https://www.tw24.net/?p=3411

Saturday, September 15, 2018

The Art of Framing

Als Framingheißt es beim Nachschlagewerk Wikipedia, wird der »Prozess einer Einbettung von (politischen) Ereignissen und Themen in Deutungsraster« bezeichnet. »Komplexe Informationen werden dadurch selektiert und strukturiert aufbereitet, sodass eine bestimmte Problemdefinition, Ursachenzuschreibung, moralische Bewertung und/oder Handlungsempfehlung [..] betont wird.«
Zu Framing, das weniger freundlich gewiß auch Manipulation genannt werden kann, greifen deutsche Medien und ihre Zulieferer mit unschöner Regelmäßigkeit, wird ihnen bewußt, daß Israel, der Staat der Juden, sieben Jahrzehnte nach seiner (Wieder-)Gründung 1948 noch immer keine Anstalten macht, sich in absehbarer Zeit seinen darob freilich immer wütenderen Feinden zu ergeben.
Und so ist denn auf der Website eines einstigen Nachrichtenmagazins eine redaktionell bearbeitete Meldung der dpa zu lesen, in der von »Palästinensern« die Rede ist, die »ein Recht auf Rückkehr in ihre frühere Heimat oder die ihrer Eltern und Großeltern« fordern: »Sie beziehen sich dabei auf die Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen im Zuge der israelischen Staatsgründung«.
»Im Zuge der israelischen Staatsgründung« – hier wurde so sehr »selektiert« und »strukturiert aufbereitet«, daß praktisch gar kein Kontext mehr vorhanden ist. Der arabische Antisemitismus, der in den 1940ern nicht zufällig das Bündnis mit den Deutschen suchte, die Weigerung arabischer Staaten, dem Teilungsplan der UNO zuzustimmen und ihr Überfall auf Israel werden weggefram(e)t.
Die (Wieder-)Gründung Israels soll so zur Ursache von Leid verklärt, Israel diskreditiert werden. Zu »Flucht und Vertreibung Hunderttausender Menschen« kam es danach nicht als Folge der als Vernichtungsfeldzug geplanten arabischen Aggression, sondern »im Zuge der israelischen Staatsgründung«. Der jüdische Staat wird als auf Unrecht gründend diffamiert. Das ist – Antisemitismus.
https://www.tw24.net/

Monday, February 06, 2017

Komplizen

Geht es um »palästinensischen« Terrorismus, wirkt die Sprache von Agenturen und deren Kunden, so sie sich überhaupt für ihn interessieren, seltsam zurückhaltend. So meldet am Montag etwa die Deutsche Presse-Agentur (dpa), »eine Rakete aus dem Gazastreifen ist in der Nähe der israelischen Küstenstadt Aschkelon gelandet« – »gelandet« und nicht etwa eingeschlagen oder niedergegangen.
Zwar richtete die Rakete bei ihrer Landung nach israelischen Angaben keinen Schaden an, doch dürfte der Alarm, den sie dennoch auslöste, seine Wirkung nicht verfehlt haben, der Angriff, den die Agentur so nicht nennen will, im Sinne der Angreifer, die als aktiv Handelnde keine Erwähnung finden, erfolgreich gewesen sein: Der Klang von Sirenen am Vormittag hat Menschen verunsichert.
Die Formulierung, »eine Rakete« sei »gelandet«, wird dem tatsächlichen Geschehen nicht gerecht. Sie verniedlicht und verharmlost, sie leugnet letztlich die zweifellos hinter dem Abschuß der Rakete stehende (massen-)mörderische Absicht. Und indem die Rakete als ein handelndes – landendes – Subjekt dargestellt wird, verschwinden auch noch die Terroristen, die sie abgeschossen haben.
Terrorismus endet nicht mit dem Einschlag von von Menschen gebauten und mit Absicht auf zivile Ziele abgefeuerten Raketen; er findet seine Fortsetzung, wird er von Agenturen und Redaktionen sprachlich weichgespült. Ihre verharmlosenden Worte verspotten und beleidigen die, denen der Angriff galt. Wer Raketen »landen« läßt, macht sich mit den Verbrechern gemein, die sie zündeten.
 http://www.tw24.net/?p=13335

Tuesday, January 06, 2015

Propagandaagentur dpa

Den hellen Köpfen der dpa sind Formulierungen zu verdanken wie “im palästinensischen Ostjerusalem“, während deren Kollegen bei der Deutschen Welle ihre Kompetenz zuletzt etwa mit der Behauptung unter Beweis stellten, “militante Palästinenser“ hätten in der Nacht vom 19. zum 20. Dezember “erstmals“ seit dem vorläufigen Ende des Krieges im Sommer Israel mit Raketen angegriffen.
Nachdem er öffentlich auf seine Unfähigkeit, bis 3 zählen zu können, hingewiesen wurde, änderte der Heimatsender Bettina Marx’ klammheimlich seinen Beitrag, während die “Nachrichtenagentur” vermutlich noch immer fest davon überzeugt ist, ein Zutrittsverbot für Juden in Teilen der israelischen Hauptstadt Jerusalem sei doch keiner Problematisierung wert. Jetzt folgte diesen Glanzleistungen die wohl einfach unausweichliche Anerkennung:
“Das Auswärtige Amt und die Deutsche Welle haben sich darauf verständigt, einen neuen multimedialen Fremdsprachendienst einzurichten, um die internationale Berichterstattung über Deutschland im Ausland zu fördern. Die Nachrichtenagentur dpa wird hierzu Inhalte beisteuern, das Auswärtige Amt fördert das Projekt finanziell.”
Der Herr Außenministerdarsteller gab aus gegebenem Anlaß wohlfeile Belanglosigkeiten von sich, die in der bahnbrechenden Erkenntnis gipfelten, “damit eine Nachricht ihren Empfänger erreicht, muss sie nicht nur über ein Medium gesendet werden, das die Zielgruppe erreicht – sie muss auch in einer Sprache verfasst sein, die verstanden wird und aktuelle Informationen enthalten, die interessieren.”
Daß eine Nachricht vor allem wahr sein sollte, scheint dem spendablen Chef des Auswärtigen Amts entgangen zu sein. “Der neue Dienst”, betont er lieber, werde eine Chance bieten, “das Deutschlandbild im Ausland positiv zu prägen”. Womit die Katze den Sack verlassen hat: Nicht um Nachrichten geht es bei Deutscher Welle und fortan der dpa, sondern um Propaganda für Deutschland.
 tw24