Sunday, September 24, 2006

Ein Dialog wie er nicht geführt sein sollte

Karl Pfeifer
Im Wiener Kurier (24.9.06) publiziert Martin R. Niederauer ein „Streitgespräch" zwischen der Muslima Emine Polat und der Katholikin Linda Kreuzer.Wie üblich bei solchen Gesprächenheutzutage, kam nur von der christlichen Seite Selbstkritik. Es geht um ein paar Sätze aus der Rede des Papstes in Regensburg. Emine Polat ist empört und greift den Papst frontal an „Der Papst hat einen Fehler gemacht. Eine offizielle Entschuldigung ist daher dringend notwendig.“Die Katholikin war „ziemlich schockiert“ von der Rede des Papstes und wies auf das Bedauern des Papstes hin. Was Frau Kreuzer nicht gesagt hat, der Papst hat nicht seine eigene Rede sondern „die Reaktionen in der islamischenWelt“ bedauert. Das hätte man aber – schon um der Wahrheit Ehre zu erweisen – erwidern müssen.Polat meint: „In unserem Glauben wird der Prophet nicht kritisiert. Weder von uns noch von anderen Religionen. Daher fühlen wir uns angegriffen, verletzt und setzen uns zu Wehr.“Niederauer fehlt der Mut oder die Fähigkeit Frau Polat auf die Tatsache hinzuweisen dass in Österreich eine solche Kritik nicht unter Strafe gestellt und daher gestattet ist. In einer Demokratie gelten die Regeln einer Religionsgemeinschaft nur für deren Mitglieder, alles andere wäre Meinungsdiktatur. Es ist in der Demokratie üblich, dass man sich mit einer sachlichen Kritik auseinandersetzt und diese nicht beleidigt pauschalabweist. Mit solcher Haltung kann kein für beide Seiten gewinnbringender Dialog geführt werden.Frau Polat konnte weiter unwidersprochen behaupten: „Die islamische Seite ist immer das Opfer gewesen. Bis heute. Und es gibt religiöse Führer, die das zu nutzen wissen.“Hier hätte man die aus der Türkei stammende Emine Polat darauf hinweisen müssen, dass die Massaker (einige meinen sogar Völkermord) an den christlichen Armeniern während des Ersten Weltkrieges von Muslimen begangen wurden. Außerdem waren die meisten Araber bis zum Ende des Ersten Weltkriegs unter türkischer Herrschaft und da wurden viele Araber wegen ihres Nationalismus gehängt. Als die Araber unter türkischer – also islamischer – Herrschaft lebten, ging es ihnen auch wirtschaftlich nicht besser. Geradedie von arabischen Intellektuellen für die UNO gefertigten Berichte über die Lage der arabischen Welt „Arab Human Development Report“ zeigen, dass die meisten Probleme der arabischen Länder selbstgemacht sind.In der gleichen Ausgabe des Kurier finden sich auch Ratschläge von Gemeinderat Omar Al-Rawi(SPÖ) für Reisende in islamische Länder, der u.a. meint: „Sollte man mit Kritik konfrontiert werden, kann es nützlich sein,auf die Neutralität Österreichs oder dessen guten Ruf in der islamischen Welt hinzuweisen.“ Kein Kommentar dazu...
"die jüdische"

Broder: Der Westen beugt sich dem Terror

Publizist fordert entschiedeneres Auftreten gegen Islamismus
Der Publizist Henryk M. Broder hat dem Westen eine Appeasment-Politik gegenüber dem islamistischen Terrorismus vorgeworfen. Ähnlich wie in den 30er Jahren England mit der Hitler-Regierung verhandelt hätte und damit gescheitert seien, verhalte sich der Westen gegenüber dem Terror, sagte Broder im Deutschlandradio Kultur:
"Appeasement bedeutet den Kotau, es bedeutet die Verbeugung vor der Gefahr. Es bedeutet nicht, dass man versucht, eine Gefahr aus dem Wege zu räumen, sondern dass man versucht, sich mit der Gefahr zu arrangieren. Und das ist in den 30er Jahren passiert beim Münchner Abkommen. (…) Ich sehe heute etwas ganz Ähnliches. Wir haben eine Gefahr, vor der wir inzwischen kapituliert haben."
Als Beispiel für ein die Beschwichtigungspolitik des Westens nannte Broder den Streit um die Mohamed-Karikaturen. Statt sich mit der Zeitung "Jylands Posten" zu solidarisieren, sei ganz Europa eingeknickt.
"Dieser Mohamed-Karikaturenstreit war eine Art von Generalprobe. Was der Westen machen könnte: Erst einmal entschieden auftreten. Es nutzt nichts, wenn Herr Solana 20 Mal hintereinander nach Teheran fährt, um sich jedes Mal eine Abfuhr zu holen. Irgendwann müsste festgestellt sein: Wir sind am Ende der Verhandlungen. Was man dann machen müsste, wäre eine Frage, die schon Daladier und Chamberlain in den 30er Jahren nicht beantworten konnten. Ich glaube, wir stehen auch vor der Frage: Krieg oder Demütigung und vermutlich werden wir beides bekommen."
Nach den Anschlägen vom 11. September habe ein Großteil der deutschen Intellektuellen die Schuld für die Anschläge im Verhalten des Westens gegenüber der arabischen Welt gesucht, so Broder:
"Die hatten die Türme in New York bombardiert und Günter Grass tat so, als hätten wir zwei Moscheen in Riad platt gemacht. Das war der Startschuss für eine ganze Politik der Verbeugung."Als eine mögliche Ursache für den islamischen Terror nannte Broder "das katastrophale Zurückbleiben der islamischen Welt hinter dem Rest der Welt":
"Bäuerliche 'primitive' Nationen wie Korea und Finnland haben den Anschluss geschafft, Finnland war vor 30 Jahren eine Bauerngesellschaft, und die islamische Welt hat es nicht geschafft, trotz eines großen, natürlichen Reichtums. (…) Dieses Zurückbleiben provoziert oder löst Unterlegenheitsgefühle aus."
Der heutige Terrorismus islamistischer Prägung zeichne sich durch die Kombination brutaler Gewalt mit modernster Technik aus:
"Es gab immer Barbarei, es gab immer Attentate, es gab immer Mord, es gab immer Blutvergießen, aber es gab noch nie diese katastrophale Zusammenwirken von Barbarei und Hightech, das zeichnet die Situation heute aus. Es werden den Leuten Köpfe abgeschlagen, das muss man nicht bewerten, das erklärt sich von alleine. Aber dieses Köpfe Abschlagen wird dann auf Video aufgenommen und ins Internet gestellt. Und diese Form der Barbarei ist völlig neu."
Sie können das vollständige Gespräch mit Henryk M. Broder für begrenzte Zeit in unserem Audio-on-Demand-Angebot nachhören.
dradio.de

Saturday, September 23, 2006

Gelsenkirchen - Ausstellungseröffnung

stellwerk
kunst, musik und ...

stefanschlegelmilch

hartmutlübbert

haraldlange

malerei-skulptur

Eröffnung der Ausstellung

am Freitag den 29. September um 19.00 Uhr

Austellungsdauer 29. September bis 27. Oktober 2006

Öffnungszeiten Mo. -Do. von 16.00 - 18.00 Uhr

und nach Vereinbarung tel. 0173 9341024

Ort

45894 Gelsenkirchen-Buer

Rottmansiepe 9

Friday, September 22, 2006

Gelsenkirchen: Terrordrohung gegen Königsblau


Radikale Islamisten drohen dem FC Schalke 04 mit Anschlägen.Grund ist das Absingen der Schalker Vereinshymne.Die Islamisten stört vor allem folgende Textpassage:

Mohammed war ein Prophet
Der vom Fußball spielen
Nichts versteht

Die gläubigen Moslems sehen den Propheten Mohammed dadurch verunglimpft und fordern Rache.Auf dem Schulhof der Gesamtschule Gelsenkirchen-Ückendorf wurde bereits eine Strohpuppe verbrannt,die das Schalker Vereinsmaskottchen Woytila darstellen soll (Foto unten).

Demnächst in der ARD-Lindenstraße (Director's Cut)


Else Klings Kater Adolf
Else Klings,verbitterter, zum Islam übergetretener, Kater Adolf und die Scheuerpulver-Maus Mohammed haben ihr Vorhaben,ein Selbstmordattentat zu begehen, erfolgreich ausgeführt.Sie haben ein großes Loch in die Schweiz gebombt.Nun fliegen Sie gen Himmel in der freudigen Erwartung auf 77 Jungfrauen (oder 777 ? Na, egal!).Aber wie groß war ihre Enttäuschung:Kein Himmel.Nur eine Dönerbude! Und erst die Jungfrauen...













Der Himmel und nur eine Jungfrau
Ei
n großes Loch in der Schweiz

Tuesday, September 19, 2006

Frau Künast gibt dem Papst einen Rat

Henryk M. Broder
Schon drei Tage alt aber immer noch lesenswert: DiePRESSEMITTEILUNG der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN NR. 1152 vom 16. September 2006 zur Regensburger Papstrede:Papst Benedikt XVI. sollte Missverständnisse rasch ausräumen
Zu der muslimischen Kritik an den Äußerungen von Papst Benedikt XVI. erklärt Renate Künast, Fraktionsvorsitzende:Bei kritischer Lektüre der Papst-Äußerungen scheint es so, dass Benedikt XVI. offenbar jegliche religiöse Begründung von Gewalt zurückweisen wollte. Dass ist richtig, denn gerade in historischer Betrachtung hat das Christentum wenig Grund, sich dem Islam überlegen zu fühlen: Oft genug haben auch Christen versucht, Gewalt mit Bezug auf Gott zu legitimieren. Diese Geschichte reicht von den Kreuzzügen über den irischen Bürgerkrieg bis hin zu US-Präsident Bushs Versuch, den Krieg gegen den Irak als Kreuzzug der Guten gegen die Bösen zu rechtfertigen.Es hätte dem Papst gut angestanden, darauf in seiner Rede selbstkritischhinzuweisen. Zudem gibt es auch eine große Zahl von Muslimen, die Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung ablehnen. Der Papst sollte jetzt das entstandene Missverständnis rasch ausräumen und sich ohne theologische Spitzfindigkeiten für seinen Fehler entschuldigen, damit sein Vortrag nicht als Begründung für einen zweiten "Karikaturenstreit" missbraucht werden kann.
(c) Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN
Pressestelle11011 BerlinT: 030 / 227 - 5 72 12F: 030 / 227 - 5 69 62
http://www.gruene-bundestag.de/

Bis jetzt war uns Frau Künsat vor allem als Expertin für Hosenanzüge, Rinderwahn, Vogelgrippe und Gammelfleisch bekannt, jetzt erweist sie sich als Hobby-Historikern, Spezialgebiet Kreuzzüge und theologische Spitzfindigkeiten. Am besten finden wir ihre Feststellung, das Christentum habe "wenig Grund, sich dem Islam überlegen zu fühlen", wir möchten diese weise Sentenz nur um den Satz ergänzen, das Christentum habe seine Gewaltexzesse inzwischen weitgehend hinter sich, was man vom Islam so nicht behaupten kann. So gesehen haben auch Menschen, die Lesen und Schreiben, "wenig Grund, sich den Analphabeten überlegen zu fühlen", denn auch die Alphabeten sind nicht lesend und schreibend auf die Welt gekommen.Eva Quistorp, ehemalige grüne Europaabgeordnete, bemerkt dazu, solche Sätze wie die von Renate Künast seien:"die Formen der Selbstaufgabe der Demokratie und der Verteidigung des Grundgesetztes bei dem Versuch, den Islam und Muslime zu hofieren, weil damit angeblich Frieden geschaffen wird. Oder geht es nur um Wählerstimmen, wo einem die organisierte Propaganda gegen die Meinungsfreiheit im Christen- und Judentum und die Verfolgung von Christen in der muslimischen Welt heute egal ist? Wann wurde von Frau Künast und Frau Roth und Herrn Stroebele je eine Predigt in einer Moschee und eine Rede in einer mulsimischen Hochschule oder gar in einer Koranschule öffentlich kritisiert und deren Gefahr für Leib und Leben und Gedankenfreiheit von Christen heute thematisiert? Hat der Islam die Welt und das Osmanische Reich und Spanien und Jerusalem mit Luftballons und Gebeten erobert und die Schwerter und Kampfpferde zu Hause in der Wüste gelassen? Ist der Islam als eine bessere Variante der Ideen von Buddha und Franz von Assisi?"
Die Achse des Guten

Monday, September 18, 2006

Papst mit „internationalen Zionismus verbündet“?

(...daß ich das noch erleben darf...)
Von Karl Pfeifer
Im Nachhinein ärgert es mich, dass ich mich nicht gleich hingesetzt und geschrieben habe, was ich meiner Ehefrau sagte, als ich hörte, dass Muslime sich über eine Rede des Papstes aufregen. Spontan bemerkte ich, dass einige Muslime den Papst beschuldigen werden ein verkappter Zionist zu sein und dass der Mob deswegen Kirchen und Klöster angreifen würde.Und so kam es auch. Michael Hanfeld berichtet in der FAZ vom 16.9.06 über die „islamischen Reaktionen auf den Papst“: „Al Dschazira heizte die Stimmung an mit zitierten Reaktionen wie dieser“: „... Man wusste ja, dass sich dieser Papst mit dem internationalen Zionismus verbündet hat.“Einige bekannte Katholiken, wie der ehemalige Minister Norbert Blüm (CDU) versäumen keine Gelegenheit, um ins antisemitische Fettnäpfchen zu treten. Laut Blüm wird der Antisemitismus-Vorwurf „als Knüppel benutzt [...], um jeden Hinweis auf die Missachtung der Menschenrechte totzumachen“. Wir können jetzt gespannt sein, ob wir nun auch den Vorwurf hören werden, es werde der Antiislamismus-Vorwurf „als Knüppel benutzt“? Wenn christliche Kirchen angegriffen werden, wenn Christen im Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde schikaniert werden, dann schweigen die meisten christlichen Kirchen mit dem falschen und oft widerlegten Argument, dass Proteste die Lage der Christen in muslimischen Ländern noch verschlechtern würden. Das Schicksal der in Ägypten diskriminierten Kopten interessiert auch nicht allzu viele.Der Papst – mit dem man nicht in allen Fragen einverstanden sein muss – hat betont, dass Religion nicht die Rechtfertigung für Gewalt und Terror sein darf. In der gleichen Ausgabe der FAZ hat Egon Flaig, einen detaillierten Artikel über Gewalt und Islam publiziert und u.a. die Begriffe „Haus des Islam“ und „Haus des Krieges“ erläutert. In diesem Artikel räumt er auch mit dem Vorurteil auf, der Islam wäre immer und überall tolerant gewesen. Ein Blick in die Fernsehnachrichten zeigt uns wie recht dieser Professor an der Greifswalder Universität hat. Hatten sich noch viele wohlmeinende, liberale und dialogbefürwortende Menschen gegen die Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen gewandt, so scheint sich die Stimmung in Westeuropa geändert zu haben. Einen Dialog kann man nur dann führen, wenn der Partner auch bereit ist, seine eigenen Fehler wahrzunehmen und sich mit kritischen Äußerungen auseinander zu setzen.

Kritische Masse

Sunday, September 17, 2006

Und noch mal:Hallo Kofferbomber-Stadt Essen

Der rückwärtslaufende, orientalische Mitbürger der mir in mein Vorderrad gelaufen ist.Da ich nicht davon ausgehe,daß der Alkohol getrunken hatte.Aber kann es sein,das Deine kofferbombenden, orientalischen Mitbürger,die Drogen,die sie eigentlich an Deinem Hauptbahnhof unter die Leute bringen sollten, jetzt selbst schlucken?

Hallo, Kofferbomber-Stadt Essen

Bin am Samstag,fahrradschiebend, über Eure Kettwiger-Straßen-Einkaufsmeile gegangen.Ein rückwärtsgehender, orientalischer Mitbürger ist mir dann in mein Vorderrad gestolpert.Sonderte dann so was wie "Hurensohn" ab.Ich konterte fast dhimmihaft,für meine Verhältnisse:"Verpiß Dich, Du Wichser!" Was eine wundersame Vermehrung der um mich rumstehenden orientalischen Mitbürger verursachte,die a cappella das alte orientalische Volkslied:"Du Hurensohn" anstimmte.Liebe Kofferbomber-Stadt Essen, ich möchte mich für mein Malheur entschuldigen.Ich werde in Zukunft Eure orientalischen Kofferbomber-Mitbürger nicht mehr "Wichser" nennen.Ich arbeite an einer neuen Formulierung,dergestalt:"Heh, Du Kamelficker.Fick zur Abwechslung mal Deine Schwester."

Gelsenkirchen - Nena:Ich sollte doch gar nicht in die Luft gejagt werden, sondern nur die Raffinerie nebenan

Manchmal sollte man auch die Stellungnahmen von Popstars aufmerksamer lesen.Nach dem Kommentar von Nena können wir Gelsenkirchener jetzt wieder ruhiger schlafen.War alles halb so wild!
Nicht Nena sollte in die Luft gejagt werden, sondern, nach ihr vorliegenden Informationen, nur die Raffinerie nebenan.Na wenn wir das mal früher gewußt hätten...

Stellungnahme Nenas:

BILD- Schlagzeile in...
... der Ausgabe vom 28.8.06 “Feuer- Anschlag auf Nena geplant?”
Unter Bezugnahme auf die gestrige Meldung der Bild- Zeitung zum Konzert vom vergangenen Samstag in Gelsenkirchen stellen wir richtig wie folgt:
1. Die Behauptung angeblicher Äußerungen von Nena gegenüber der BILD ist von der BILD frei erfunden. NENA hat kein Gespräch mit BILD- Redakteuren zu diesem Thema geführt. Nena distanziert sich von dieser unwahren Berichterstattung der BILD.
2. Zur Sache selbst: nach den uns vorliegenden Informationen, wurden im Laufe des Tages in der Nähe des Veranstaltungsgeländes Personen verhaftet, die unter Tatverdacht standen, einen Anschlag auf eine ca. 1000m vom Konzertort entfernte Raffinerie geplant zu haben.Aufgrund der relativen räumlichen Nähe der Verhaftung der verdächtigen Personen wurde nach unserem Kenntnisstand seitens der Verantwortlichen der Polizei daraufhin aus Vorsichtsgründen eine Überprüfung des Veranstaltungsgeländes angeordnet. Diese begann gegen 17:00 Uhr. Da bis zum eigentlich geplanten Einlass des Publikums diese Untersuchung noch nicht abgeschlossen war, wurde der Einlass zeitlich nach hinten geschoben.Es bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Terror-, Feuer- oder Bombendrohung gegenüber dem Nena- Konzert.

Nena- Managementc/o
Rechtsanwälte Zimmermann & Decker
Jakobikirchhof 820095 Hamburg
29.08.06

Ankündigung:Rote Ruhr Uni 2006

Dienstag, 17.10. 19.30h
Olaf Kistenmacher (Hamburg)Antiintellektualismus und AntisemitismusDie „Intellektuellen-Frage“ und der Ausschluss der „Judenbengels“ in der KPD 1924–1927
Dienstag, 31.10. 19.30h
Jens Benicke (Freiburg) und Fabian Kettner (Köln)
Die schlechte Aufhebung der antiautoritären Bewegung
Zum historischen und logischen Verfall der 68er-Proteste
Samstag, 18.11.
14hChristoph Hesse (Bochum)Warenfetisch und Kulturindustrie
17h Falko Schmieder (Berlin)Fetischismus, neue Medien, neue Religion Zum Verhältnis von anthropologischem und Historischem Materialismus in der wiederverzauberten Welt
20hHelmut Dahmer (Wien)Psychoanalyse - die unnatürliche Wissenschaft

Alle Veranstaltungen finden im Kulturcafé der Ruhr-Universität Bochum statt

Saturday, September 16, 2006

"Kein Krieg, nirgends":Henryk Broder sammelte Reaktionen zum 11. September

Andrea Übelhack
Henryk M. Broder, Kein Krieg, nirgends: Die Deutschen und der Terror.Berlin Verlag 2002, 18 Euro
Broder in Höchstform, ein wahrer Genuss, wenn auch mit fadem Nachgeschmack. Schließlich ist dieses Buch keine Fiktion, kein Roman, nichts Erdachtes. "Kein Krieg, nirgends" fasst die Reaktionen in Deutschland zum Terroranschlag des 11. Septembers zusammen und zeigt Abgründe, die schockieren und alarmieren.
In ihnen macht sich ein tiefsitzender Antiamerikanismus Luft, eine Erkenntnis, die bereits andere, so beispielsweise der Historiker Dan Diner, untersucht haben. Broder stellt die Stimmung nach den Anschlägen des 11.Septembers anhand von Zitaten aus Zeitungen, Diskussionsrunden und Talkshows dar. Dabei zeigen sich vor allem zwei Gedanken, die die Deutschen beschäftigten. Warum haben die Terroristen so gehandelt? Das heißt vielmehr, was hat man ihnen angetan, dass sie das tun mussten? Und was kann man tun, damit man selbst verschont bleibt?
Nachdem der dritte Weltkrieg, den viele vorgesagt haben, ausgeblieben ist, hielt Henryk Broder die Zeit für reif, Revue passieren zu lassen.
Broder möchte das Gesagte als eine Art Krankengeschichte festhalten, denn für ihn ist klar: "Die friedensbewegten Deutschen taten so, als redeten sie über Afghanistan, tatsächlich redeten sie über ihr Land und ihre Geschichte. Sie verurteilten die Bombardierung der afghanischen Städte, um rückwirkend gegen die Luftangriffe auf Dresden und Hamburg zu protestieren, sie solidarisierten sich mit den Opfern von heute, um darauf hinzuweisen, daß sie gestern Opfer der gleichen Mächte wurden."
Daher ist auch der Grundgedanke, dass die Amerikaner irgendwie selbst schuld sind, so besonders stark vertreten. "Haben die Amerikaner durch ihre Politik diese Taten nicht selber herbeigeführt? Haben sie nicht die Militärs in Chile unterstützt, das Klimaabkommen von Kyoto boykottiert und die ganze Welt mit Hamburgern kontaminiert?" fragt Broder sarkastisch.
Mag einem beim Lesen der Einleitung noch einiges extrem überspitzt formuliert vorkommen, vergeht dieser Eindruck mit den ersten Beispielen. Da war etwa eine Veranstaltung im Berliner Haus der Kulturen zwei Tage nach den Anschlägen. Von Manipulationen durch CNN ist die Rede, das Publikum sorgt sich um die hungernden Kinder in der Welt, Wolfgang Benz spricht von der Arroganz der Wolkenkratzer und die Kultursenatorin Berlins ergeht sich in peinlichen phallischen Hochhaus-Phantasien.
Nicht nur den deutschen "Intellektuellen" wie etwa Roger Willemsen, der der Meinung ist, der Antiamerikanismus sei "eine Erfindung der Amerikaner und ihr Versuch, das Diagnostische in den Rang einer Ideologie zu heben", hört Broder genau zu. Zu Wort kommen auch andere "wichtige Leute der Gesellschaft", die sich in Analysen ergangen sind. Darunter beispielsweise Wolfgang Joop, der es nicht bedauert, dass das World Trade Center nicht mehr steht, da es "kapitalistische Arroganz" symbolisierte. Joop führt die Motive des Anschlags auf den ungelösten Konflikt zwischen Israel und "Palästina" zurück. Durch die Unterstützung Israels durch die USA sei die arabische Welt zutiefst in ihrer Männlichkeit und Existent verletzt worden: "Wenn sich arabische Männer gedemütigt fühlen, verwandeln sie sich zu Killermaschinen, zu Rächern im Namen des Propheten", weiß Joop. Der 11. September ist also ein Resultat männlichen Frustes und der kapitalistischen Arroganz. Ein Modeschöpfer analysiert die westliche Welt und den Frust auf der anderen Seite. Da ist es uns doch lieber, er macht sich "wieder auf den Weg nach Monte Carlo, ein wandelndes Symbol der kapitalistischen Demut, immer offen für neue Lernprozesse im Kampf gegen Arroganz und natürlich auch gegen Gewalt, Mord und Terror."
Nicht besser übrigens Bumm-Bumm-Boris. Denn der hat es kommen sehen, die Gegensätze zwischen Arm und Reich in der Welt werden doch immer gravierender. Boris Becker habe sich daher schon lange gefragt, wann denn der große Knall kommen wird. Mit Henryk Broder kann man sich da nur noch wundern: "Erstaunliche Einsichten für einen, der sich mit 33 zur Ruhe gesetzt hat, dessen Vermögen auf etwa 300 Millionen Mark geschätzt wird und der offiziell nach Monaco umgezogen ist, um in Deutschland keine Steuern zu zahlen."
Nicht fehlen darf Günter Grass, das Gewissen der Nation, der schon 1945 in amerikanischer Kriegsgefangenschaft einen gewissen Rassismus festgestellt hat. Doch das ist das weniger Schockierende im zitierten Interview, fängt er doch an, Opfer und Tote gegeneinander aufzurechnen: "Während der Westen natürlich den Apparat hat, die Möglichkeiten hat, die Medien hat, in unserem Gedächtnis die fünf-, sechstausend beklagenswerten Toten in New York und Washington so hoch zu rechnen, daß die 800.000 Ermordeten in Ruanda oder die 250.000 ermordeten Moslems im bosnischen Bereich an den Rand gedrückt werden, nahezu vergessen werden. Diese Art von Zählweise gehört zum Fehlverhalten, auch zur Arroganz des Westens den Ländern der Dritten Welt gegenüber."
Interessant auch die bestechend scharfe Analyse des bekannten Norwegischen Friedensforscher Johan Galtung. In einem Interview mit Spiegel online auf die Frage, wie denn nun die Reaktion des Westens sein sollte, liest man den genialen Ratschlag: "Erstens: Denkpause. Zweitens: Dialog. Drittens: Versuche, zu verstehen, worum es geht. Viertens: Versöhnung. Und fünftens: Konflikte lösen." Was würde die Welt nur ohne Johan Galtung machen? Er ist außerdem der Meinung, daß die Amerikaner ein Gott-betrunkenes Volk seien, die sich ganz an der Spitze der Weltordnung in der Nähe Gottes sähen. Broder kontert: "Ganz anders dagegen Osama bin Laden, der mit Gott nicht verwandt ist, dafür aber einen Groll in seinem Herzen trägt, den Galtung nachvollziehen kann."
Dass man sich auf die Taliban zumindest in einem Punkt voll verlassen kann, war auch in einem Kommentar der Süddeutschen Zeitung zu lesen. Schließlich würde unter der Taliban-Herrschaft für einen gewissen Ordnungsfaktor gesorgt, die Not leidende Bevölkerung könne aus dem Ausland mit Nahrungsmitteln versorgt werden. Nicht nur Broder fühlt sich davon an gewisse bekannte Argumentationsmuster erinnert, die die Nationalsozialisten als Ordnungsfaktor verharmlosen ("Schließlich hat der Hitler doch die Autobahnen gebaut..").
Im letzten Kapitel, "So was kommt von so was", listet Henryk Broder noch einige Beispiele von Zitaten und Leserbriefen auf, die einem endgültig den Hut hochgehen lassen. Das Ganze gipfelt in einem Leserbrief aus der Welt vom 21.9.2001: "Die Opfer nun mögen mir verzeihen, aber beim Anblick der zerstörten Gebäude Pentagon und Twin Towers huscht mir auch ein Lächeln über das Gesicht. Bislang haben die Amerikaner der USA immer nur Zerstörungen außerhalb ihres Landes angerichtet. Jetzt erfahren sie einmal selber, was es heißt Opfer zu sein."
Mehr:
"Kein Krieg, nirgends":

Die Deutschen und der Terror
hagalil.com

Zitat der Woche

“Some object that the term ‘Islamic fascism’ is too vague to encompass the differing agendas of diverse groups such as the Wahhabis, al-Qa’ida and Hezbollah. But just as racist German Nazis found common ground with Asian supremacists in Japan, so too the shared hatred of the West trumps the internecine rivalries of present-day Islamists... In contrast, the fuzzy ‘war on terror’ is the real inexact usage. The United States has never fought against an enemy’s tools... Other groups today use terror—like narco-dealers and Basque separatists—but this war at this time is not against them... The real problem is not that ‘Islamic fascism’ is inaccurate or mean-spirited, but that this identification earns such vehement disdain in Europe and the United States. That hysteria may tell us as much about the state of a demoralized West as the term itself does about our increasingly emboldened enemies.” —Victor Davis Hanson

Friday, September 15, 2006

Gelsenkirchen:99 Benzinkanister.Sollte Nena-Konzert mit Tankschiff gesprengt werden?

Dortmund/Karlsruhe (rpo). Terroristen hatten es scheinbar auf ein Konzert der Sängerin Nena abgesehen. Mit einem Tankschiff sollte angeblich das Gelsenkirchener Amphitheater bei ihrem Auftritt Ende August in die Luft gejagt werden - dreieinhalbtausend Besucher wären betroffen gewesen. Die Bundesanwaltschaft weist zurück, von konkreten Plänen zu wissen.
"Es gibt lediglich Anhaltspunkte im Sinne eines Anfangsverdachts, dass sich Leute zusammengeschlossen haben, um möglicherweise Straftaten zu begehen", erklärte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft. Was sie vorhatten, sei aber noch unklar und Gegenstand der Ermittlungen.
Nach einem Bericht der Dortmunder "Ruhr Nachrichten" ermittelt die Bundesanwaltschaft gegen sieben Deutsch-Türken wegen Bildung und Mitgliedschaft einer terroristischen Vereinigung. Die Männer werden verdächtigt, Ende August einen Anschlag auf das Konzert mit dreieinhalbtausend Besuchern geplant zu haben.
Bereits kurz nach dem Konzert hatte die Polizei acht Männer in Gewahrsam genommen. Da jedoch Durchsuchungen von Wohnungen und Geschäftsräumen in Gelsenkirchen, Essen, Duisburg und Gladbeck keine Hinweise auf eine schwerwiegende Straftat ergeben hatten, wurden sie wieder frei gelassen.
Bei den Verdächtigen soll es sich dem Zeitungsbericht zufolge um junge türkischstämmige, teilweise deutsche Staatsangehörige im Alter von 21 bis 36 Jahren sowie den 54-jährigen Yalcin I. handeln, der als Anführer der Gruppe gilt. Das gehe aus einem der Zeitung vorliegenden vertraulichen Papier des Bundesinnenministeriums hervor.
Sowohl das Bundesamt für Verfassungsschutz als auch das Bundeskriminalamt hätten die Gruppe seit Monaten beobachtet. Es handele sich "um eine im Raum Essen, Gelsenkirchen und Duisburg ansässige islamistische Struktur", die sich laut Verfassungsschutz mit der Spendensammlung und der finanziellen Unterstützung des Jihad, des "heiligen Krieges", im Irak, in den Palästinensischen Gebieten und Pakistan beschäftigt.
Beim Bundeskriminalamt lägen "staatsschutzrelevante Erkenntnisse" über die beiden Führungspersonen Yalcin I. und Harkan B. vor. Harkan B. soll am 3. August an mehrere Personen eine Handy-Kurzmitteilung mit dem Text "Der Tag des jüngsten Gerichtes ist bald gekommen" verschickt haben, heißt es laut Zeitung in dem Bericht des Bundesinnenministeriums. Am 24. August wurden Mitglieder der Gruppe in Gelsenkirchen an einem Tanklager nahe dem Veranstaltungsort des Konzerts beobachtet. Für die Ermittler stellte sich der Verdacht einer Anschlagsvorbereitung.
Laut "Bild"-Zeitung wollten die Männer auf dem Rhein-Herne-Kanal ein Tankschiff kapern und am Gelsenkirchener Amphitheater während des Nena-Konzerts in die Luft sprengen.
RP-online

Oriana Fallaci gestorben

Sie wurde durch Reportagen über den Vietnamkrieg bekannt und galt in den vergangenen Jahren als prominente Kritikerin des radikalen Islam: Jetzt ist die italienische Schriftstellerin und Journalistin Oriana Fallaci nach langer Krankheit gestorben.Rom - Die 76-Jährige starb in der vergangenen Nacht in ihrer Geburtsstadt Florenz, berichtete das staatliche italienische Fernsehen. Oriana Fallaci, die zuletzt zumeist in New York lebte, war in den vergangenen Jahren vor allem durch massive Kritik am radikalen Islamismus hervorgetreten. Sie litt seit längerer Zeit an Krebs.Die italienische Schriftstellerin erlag einem Krebs-LeidenFallaci wurde zunächst durch spektakuläre Kriegsreportagen und Interviews bekannt, etwa durch ihre Berichte vom Vietnamkrieg, aus dem Libanon und vom Golfkrieg. 1972 führte sie ein Gespräch mit dem äthiopischen Kaiser Haile Selassie. Ihre Reportagen erschienen in den großen Blättern der Welt wie der Londoner "Times", in "Life" und "New York Times".Zu einem weltweiten Bestseller wurde ihr Buch "Ein Mann" (1979), das von Gewalt, Diktatur und Folter handelte. 1975, auf der Höhe der Abtreibungsdebatte, veröffentlichte sie ihr Buch "Brief an ein nie geborenes Kind".In den vergangenen Jahren schrieb Fallaci fast ausschließlich über den radikalen Islam, den Terrorismus und die ihrer Meinung nach zu weiche Reaktion des Westens. "Die Wut und der Stolz" (2001) und "Die Kraft der Vernunft" (2004) hießen die Titel, die von vielen Kritikern als "Verbalattacken" empfunden wurden.

Thursday, September 14, 2006

1000 Menschen demonstrieren gegen Moschee in Heinersdorf

Rund 1000 Menschen haben laut Polizei am Donnerstagabend im Stadtteil Heinersdorf gegen den Bau der ersten Moschee in Ost-Berlin demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto "Gegen politischen Extremismus - für gelebte Demokratie. Keine Ahmadiyya-Moschee in Pankow-Heinersdorf" in der Tiniusstraße hatte die Interessengemeinschaft Pankow-Heinersdorfer Bürger (IPAHB) aufgerufen.
Der Beginn Demonstration verzögerte sich um fast eine Stunde, weil der Veranstalter etwa 100 augenscheinlich der rechtsextremen Szene zugehörige Personen aufrief, sich ans Ende des Zuges zu begeben. Wie schon in der Vergangenheit drohte die IPAHB den geplanten Protestmarsch über Prenzlauer Promenade und Berliner Straße bis zum Pankower Rathaus ansonsten abzubrechen. Mehrmals hatten sich Rechtsextreme an der Veranstaltung beteiligt.
Gegen die Ablehnung der Moschee richtete sich eine weitere Kundgebung am S- und U-Bahnhof Pankow, zu der sich Polizeiangaben zufolge etwa 100 überwiegend junge Leute versammelten. Zu Auseinandersetzungen kam es nicht.
Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde will in der Tiniusstraße eine zweistöckige Moschee mit einem zwölf Meter hohen Minarett errichten. Dagegen protestiert die IPAHB, die auch von der Pankower CDU und dem CDU-Spitzenkandidaten bei der Abgeordnetenhauswahl, Friedbert Pflüger, unterstützt wird. Die Gegner befürchten in dem muslimischen Gotteshaus Aktivitäten von radikalen Kräften.
(ddp)
Mehr Informationen zur Ahmadiyya Muslim Gemeinde hier:
http://fredalanmedforth.blogspot.com/2006/07/zum-berliner-moschee-streitislamischer.html