Thursday, August 04, 2016

Erfolgsbilanz

Wahlkampfzeiten sind dazu da, Bilanz zu ziehen. Nicht nur die Schwächen der Konkurrenz gilt es, in ihnen zu betonen, sondern gerade die eigenen Erfolge herauszustreichen und überhaupt deutlich zu machen, was man als Erfolg betrachtet. Das gilt uneingeschränkt auch für den »Parteienstreit« im Vorfeld der für Oktober geplanten Kommunalwahlen in Gaza und den umstrittenen Gebieten.
Wies die Fatah, die den »Präsidenten« des Regimes von Ramallah stellt, den auf internationaler Bühne wohlgelittenen Abu Mazen, kürzlich bereits darauf hin, daß ihre in Gaza herrschenden Mitbewerber von der Hamas »Märtyrern« nicht die ihnen gebührende Achtung schenkten, war es nun Zeit für die Mehrheitsfraktion der PLO, vor aller Welt an ihre Verdienste zu erinnern.
Und die können sich durchaus sehen lassen, wenngleich, wie die NGO Palestinian Media Watch (PMW) schreibt, die eine oder andere Zahl ein wenig aufgehübscht scheint. Worauf also ist die Fatah stolz, die »Partei« des »Engels des Friedens«, wie Abu Mazen von Papst Franziskus genannt wird? Sind es Friedensinitiativen, Nobel- oder andere Preise von weltweiter Bedeutung?
»Die Fatah hat 11.000 Israeli getötet.
Die Fatah hat 170.000 Märtyrer geopfert. [..]
Die Fatah hat mit ihren Operationen die Erste Intifada angeführt.
Die Fatah hat die Zweite Intifada eröffnet und angeführt. [..]
Die Fatah streitet vor den Vereinten Nationen gegen Israel. [..]
Die Fatah wird ihren Kampf mit Standhaftigkeit und siegesgewiß fortführen.«
Die Fatah ist Mitglied der Sozialistischen Internationale und der 2013 gegründeten Progressiven Allianz, Verbünden sozialdemokratischer Parteien aus aller Welt. Zur Sozialdemokratischen Partei Europas, einem Zusammenschluß europäischer sozialdemokratischer Parteien, gehört sie offiziell als Beobachterin; die deutsche SPD verbindet eine »strategische Partnerschaft« mit der Fatah.
 tw24

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