Dass all dies geschehen konnte, hat mit einem Versagen des Staates auf allen Ebenen zu tun. Abgründe taten und tun sich auf. Diese werden nach dem Terrorakt nur häppchenweise offengelegt. Organisierte Nichtverantwortung ist da im Spiel. Die politische Verantwortung übernimmt wieder niemand. Es gibt keinen Rücktritt eines Ministers oder eines Regierungschefs respektive einer Regierungschefin. Man wagt es nicht, in Kategorien des Verursacherprinzips zu denken. „Man“ – damit sind die Politik gemeint und die „vierte“ Gewalt im Staate, die Presse, die es unterlässt, einen Zusammenhang herzustellen mit der „Willkommenskultur“ und dem fordernd-schnoddrigen Spruch so mancher „Schutzsuchender“: „Frau Merkel hat uns eingeladen.“Das Versagen von mindestens drei „Gewalten“ – der Exekutive, der Legislative und der Presse – ist das eine. Das an Zynismus grenzende Fehlen innerer Anteilnahme der deutschen Regierungschefin ist das andere. Man stelle sich noch einmal vor: Da kommen mitten in Berlin, gerade eben drei Kilometer vom Kanzleramt entfernt, zwölf Menschen bei einem islamistisch motivierten Terrorakt ums Leben. Da bitten Hinterbliebene und schwer verletzt Überlebende im Frühjahr 2017 vergeblich um einen Gesprächstermin bei der Kanzlerin. Da schreiben diese oft bis an ihr Lebensende körperlich und seelisch Traumatisierten Mitte November 2017 einen offenen Brief an die Kanzlerin. Und dann erst, 364 Tage nach dem Attentat bequemt sich die Regierungschefin zu einem Treffen mit diesen Bürgern. Gigantisch!
http://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/merkel-mimt-empathie-kompetenz/
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