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Saturday, June 25, 2016

Abu Mazen »stellt richtig«

Nach übereinstimmenden Berichten israelischer Medien hat »Palästinenserpräsident« Abu Mazen sich am Sonnabend von Äußerungen distanziert, nach denen israelische Rabbiner von der Regierung in Jerusalem verlangt hätten, Trinkwasser zu vergiften, um einen »Genozid« an »Palästinensern« zu verüben. Die Vorwürfe, habe sich jetzt herausgestellt, seien »unbegründet«.
»Erst vor einer Woche«, hatte der Chef des Regimes in Ramallah am vergangenen Donnerstag im Europäischen Parlament in Brüssel behauptet, »haben mehrere israelische Rabbiner von der israelischen Regierung gefordert, Palästinenser zu vergiften.« Sei das, hatte Abu Mazen unter Applaus der Parlamentarier in Brüssel geklagt, »sei das nicht ein Aufruf zum Genozid?«
Nun heißt es, Abu Mazen habe »niemals die Absicht gehabt, das Judentum zu beleidigen oder das jüdische Volk anzugreifen«. Vielmehr verspüre er tiefsten Respekt für alle Religionen, »den jüdischen Glauben eingeschlossen«. Das Dementi aus Ramallah ist so glaubwürdig wie die Lüge, der Abu Mazen nicht zum Opfer fiel, sondern die ja sein »Außenministerium« fabriziert hatte.
Und auch und gerade angesichts der Tatsache, daß die Lüge spätestens am Dienstag als solche entlarvt war, klingt es nach einer neuen Lüge, behauptet der »Palästinenserpräsident«, er habe Juden nicht angreifen wollen. Weshalb trug er dann seine Beschuldigungen, für die er nach nun eigener Auskunft nie Belege hatte, überhaupt noch am Donnerstag in Brüssel vor?
Erst recht bloßgestellt sind mit dem gleichwohl bestenfalls halbherzigen Widerruf aus Ramallah die in der belgischen Hauptstadt und manchmal in Straßburg tagenden EU-Parlamentarier. Sie haben einer antisemitischen Verleumdung Beifall gespendet, statt ihr zu widersprechen. Sie hätten es besser wissen können und müssen, und sie hätten seit Donnerstag ihr Verhalten bedauern können.
Doch all das unterblieb. Parlamentspräsident Martin Schulz, deutscher Sozialdemokrat, ist dem Gast aus Ramallah weiterhin uneingeschränkt »dankbar« für dessen Auftritt, an dem auch Federica Mogherini, die Hohe Außenbeauftragte der Europäischen Union, nichts auszusetzen hatte und hat. Schön wäre es, die Briten hätten am Donnerstag diesem Europa ihre Absage erteilt.
 tw24

Monday, March 28, 2016

Friedenstaube

Wollten sie eben noch den Opfern islamistischen Terrors in Europa gleichen, die Unschuldsengel der »palästinensischen« Fatah, lassen sie es eine Woche nach den Anschlägen in Brüssel richtig krachen. Wenn sie nicht gerade in schlechtem Englisch schlechte Scherze versuchen, bekennen sie sich via Twitter zum Messer-Terror und erinnern an Vorbilder, um die nur Barbaren weinen können.
Shadia Abu Ghazaleh, die da dem Betrachter mit Kleinkind auf dem Arm als Sympathieträgerin präsentiert wird, gelangte als PFLP-Terroristin zu einiger Prominenz. 1948 in Nablus geboren und aufgewachsen, ging sie zum Studium in die ägyptische Hauptstadt Kairo, von wo sie aber schon 1967 wieder nach Nablus zurückkehrte, um sich am dortigen An-Najah College einzuschreiben.
Bereits seit 1964 in der panarabischen Bewegung Arabischer Nationalisten (Harakat) gegen Israel engagiert, schloß sie sich in Nablus der Ende 1967 aus ihr hervorgegangenen terroristischen PFLP an und wurde damit eine der ersten »palästinensischen« Terroristinnen. Sie war an zahlreichen Angriffen auf Israel beteiligt, bevor sie mit zwanzig Jahren bei einem »Arbeitsunfall« umkam.
Eine für einen Anschlag in Tel Aviv vorgesehene Bombe detonierte am 28. November 1968 vorzeitig und beendete so die noch junge terroristische Karriere Shadia Abu Ghazalehs. Jenes »Palästina«, für das PLO und Komplizen zu stehen vorgeben, sieht heute in der Terroristin eine Identifikationsfigur und schreckt nicht davor zurück, selbst Schulen nach ihr zu benennen.
Erinnert die Fatah in diesen Tagen an Shadia Abu Ghazaleh, ist das ein weiteres unzweideutiges Bekenntnis zum »palästinensischen« Terrorismus und als solches gleichzeitig ein Aufruf an die »Palästinenser«, der Terroristin nachzueifern. Die »Partei« des »Palästinenserpräsidenten« Abu Mazen zeigt damit einmal mehr ihr wahres Gesicht. Statt für Frieden wirbt sie für Massaker.
 tw24

Thursday, October 22, 2015

Die Empörten

Deutschsprachige Medien sind ehrlich entsetzt. Von A wie Augsburger Allgemeine bis Z wie Zeit klagen diese kritischen Kunden der dpa, »auch nach der Empörung über seine Holocaust-Äußerungen beharrt Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu darauf, dass die palästinensische Führung zur Gewalt gegen Israelis aufstachele«. Ein offenbar ganz ungehöriger Vorwurf.
Und bedauerlicherweise dürften gar nicht wenige Schlagzeilenschaffende das tatsächlich so sehen. Denn während die kritische Journaille zumindest zahlreiche Äußerungen und Handlungen israelischer Politiker wahrnimmt und kommentiert, herrscht in deutschen Medien ohrenbetäubendes Schweigen über das politische Klima in »Palästina« und der »palästinensischen« Gesellschaft.
Ein Beispiel, an dem das vielleicht besonders deutlich wird, lieferten Anfang 2012 Alice Bota und Jörg Lau, die sich von »Palästinenserpräsident« Abu Mazen während eines Interviews aus Anlaß dessen Besuchs in Deutschland erzählen ließen, »wir werden nie wieder zum bewaffneten Kampf zurückkehren! Niemals, niemals! Es wird nur friedlichen Widerstand gegen die Besatzung geben.«
Danach, was ein paar Tage zuvor ihr Gesprächspartner während einer Feier zum 47. Jubiläum der Gründung der »palästinensischen« Terror-Organisation Fatah öffentlich mit Beifall bedacht hatte, fragten die Journalisten nicht: »PA Mufti: Muslims‘ destiny is to kill Jews«. »Gespräch fand statt vor der Mufti-Veröffentlichung«, versuchte Jörg Lau sich in einem Kommentar zu entschuldigen.
Tatsächlich war es umgekehrt: Die »Mufti-Veröffentlichung« erschien am 15. Januar, während das Gespräch Alice Botas und Jörg Laus mit Abu Mazen am 19. Januar 2012 stattfand. Die »Experten« hatten schlicht nichts von den Feiern der Fatah mitbekommen. Andere kritische deutsche Medien hatten sie und die dort geäußerten Aufrufe zum Judenmord ja schließlich ebenfalls beschwiegen.
Und natürlich hat sich an dieser gewiß bezeichnenden Ignoranz deutscher oder deutschsprachiger Medien bis heute wenig geändert. Oder hat ein Mainstream-Medium im deutschen Sprachraum etwa den diesjährigen Auftritt Abu Mazens vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen thematisiert, seine von Verleumdungen Israels durchzogene ungeheuerliche Hetzrede kritisiert?
Wenig zuvor hatte der gleiche »Palästinenserpräsident« im eigenen amtlichen Fernsehen gewettert, »die Aksa-Moschee gehört uns, und die Juden haben kein Recht, sie mit ihren dreckigen Füßen zu schänden. Wir segnen jeden Tropfen Blut, der für Jerusalem vergossen worden ist, denn es ist echtes, reines Blut, das für Allah vergossen wurde.« Berichtete die tagesschau davon?
Der israelische Premier hat den Deutschen nicht die Urheberschaft am Holocaust bestritten. Er hat darauf hingewiesen, daß ein in »Palästina« als »Pionier« Verehrter bereits in den 1920ern die Vorlage geliefert hat für die Hetze, derer sich die »palästinensische Führung« bis heute bedient, und als Täter am Holocaust beteiligt war. Beides ist richtig. Nur nicht in Deutschmedistan, scheint’s.
 tw24