Thursday, April 04, 2013

Tunnesischer Oppositionspolitiker wegen Homosexualität verhaftet

Der von manchen herbeiphantasierte "Arabische Frühling", in dessen Schlepptau in Ägypten die radikalislamistischen Moslembrüder die Macht an sich gerissen haben und nur vom Militär und einer sich formierenden bürgerlichen Widerstandsbewegung daran gehindert werden, aus Ägypten einen zweiten Iran zu machen, trägt immer deutlichere "Früchte".
Die islamistische Regierung in Tunesien geht mit einer Rufmord-Kampagne gegen die Opposition vor: Jetzt wurde der Anführer einer liberalen Partei verhaftet, weil er schwulen Sex mit einem anderen Mann in einem Hotel gehabt haben soll. Am Mittwoch erlies ein tunesischer "Richter" einen Haftbefehl gegen den Rechtsanwalt Mounir Baâtour, der die Oppositionspartei "Liberales Tunesien" anführt, erlassen. Wie Medien berichten, soll der Politiker in einem Sheraton-Hotel beim Sex mit einem anderen Mann "auf frischer Tat ertappt" worden sein.Ein Angestellter des Hotels will das "Verbrechen" beobachtet haben und informierte die Polizei, die den Politiker festnahm. In Tunesien kann man wegen homosexuellen Geschlechtsverkehrs bis zu 3 Jahren ins Gefängnis verschwinden.
Im Gegensatz zu Ägypten, gab es bislang aus Tunesien noch keine Berichte über eine systematische Verfolgung Homosexueller, allerdings schürt die islamistische Regierungspartei zunehmend ein Klima der Angst und der Gewalt.Zugleich ist neben einer Zunahme der Homophobie, auch ein immer stärker und aggressiver werdender Antisemitismus in den Ländern des sogenannten "Arabischen Frühlings" zu verzeichnen. Auch gegen Andersgläubige und gegen Atheisten wird der Druck im stärker - auch im in der Vergangenheit als eher moderat geltenden Tunesien.
haolam

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