Sunday, May 08, 2016

Eisenstangen- Mord: Witwer will Staat verklagen

 Eisenstangen-Mord: Witwer will Staat verklagen (Bild: Erwin Jannes, ORF Screenshot, thinkstockphotos.de)
Der Witwer der 54- jährigen Maria E., die in der Nacht auf Mittwoch am Wiener Brunnenmarkt von einem 21- jährigen Kenianer mit einer Eisenstange erschlagen worden ist, will den österreichischen Staat verklagen. "Ich habe bereits einen Anwalt eingeschaltet", erklärte der 65- Jährige.Alfred Boran, der Anwalt des Witwers, hatte bereits gegenüber der "Krone" angekündigt, dass sein Mandant rechtliche Schritte gegen die Republik überlege: "Wir werden Amtshaftungsklage einbringen", stellte der Top- Jurist in Aussicht. Denn: Franz E. wirft den Behörden Untätigkeit im Hinblick auf den Umgang mit dem mutmaßlichen Täter vor. "Jeder am Brunnenmarkt kannte den Mann und wusste, dass er gefährlich ist. Auch die Polizei wusste, wer er ist und wo er sich aufhält. Wieso haben sie nie die Anordnung erhalten, ihn wo hinzubringen, wo er niemandem etwas tun kann?", so Franz E. am Sonntag gegenüber "Österreich". Tatsächlich war der 21- Jährige - wie berichtet - seit Längerem als Unruhestifter bekannt bzw. gefürchtet. Er lebte dort als Obdachloser und soll u.a. mit gewalttätigem Verhalten eine Art "Stammkunde" der Polizeiinspektion Brunnengasse gewesen sein. Nach zwei gerichtlichen Verurteilungen hatte er u.a. im Vorjahr schon einmal einen Mann mit einer Eisenstange attackiert.Auch unmittelbar nach dem Mord war bereits Kritik vor allem am Innenministerium laut geworden - FPÖ- Generalsekretär Herbert Kickl etwa bekrittelte, dass es jahrelang verabsäumt worden war, den Verdächtigen nach Kenia abzuschieben. Der Mann war als 14- Jähriger mit einem Touristenvisum nach Österreich gekommen. Über den Verdächtigen wurde am Freitag die Untersuchungshaft verhängt. Der 21- Jährige zeige sich grundsätzlich "einvernahmefähig", sagte die Sprecherin des Wiener Straflandesgerichts, Christina Salzborn: "Er bestreitet aber nach wie vor, am Tatort gewesen zu sein."
 krone.at

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