Es ist erst wenige Tage her, da kündigte das Emirat Katar an, der
Hamas-»Regierung« in Gaza mit einer Überweisung von mehr als 30
Millionen Dollar aus einer finanziellen Klemme helfen zu wollen. Mit dem
Geld sollen die Juli-Gehälter der etwa 24.000 zivilen Angestellten der
Islamisten bezahlt werden, die oftmals seit Jahren nur unvollständig
oder verspätet bezahlt wurden.
Kaum machte die frohe Botschaft die Runde, meldeten freilich auch jene Ansprüche auf das Geld an, die der Hamas international den Ruf einbrachten, eine terroristische Organisation zu sein. Es könne, klagten Vertreter des »bewaffneten Flügels« der Organisation, doch nicht sein, daß die »Widerstandskämpfer« der Kassam-Brigaden nicht von dem Geldsegen aus Katar profitierten.
Und so geschah, was geschehen mußte: Youssef al-Kayali, ein Funktionär im »Finanzministerium« der Hamas, sicherte zu, daß das Geld natürlich auch und gerade für die Bezahlung bewaffneter Hamas-Mitglieder reichen werde. War es vorher schwer, an einen rein »zivilen« Hamas-Apparat zu glauben, demonstrierten die Islamisten selbst, daß sie keine verschiedenen »Arme« kennen.
Stellt sie Raketen in Schulen unter, funktioniert sie Krankenhäuser um zu Kommandozentralen oder Folterkellern, bildet sie Schulkinder in Ferienlagern an Waffen aus oder fordert sie Menschen dazu auf, sich ihr als »menschliche Schutzschilde« zur Verfügung zu stellen – allein die Hamas bestimmt darüber, wie sie mit Ressourcen umgeht, lebenden wie leblosen, Widerspruch ist nicht vorgesehen.
Muß sich nun die angebliche Hilfsorganisation World Vision vor ihren Unterstützern für ihr Gaza-Engagement rechtfertigen, ist das einerseits überfällig, verrät zugleich jedoch, daß man in Berlin oder Canberra, in Washington oder Paris bisher gar nicht so genau wissen wollte, was mit den über Stiftungen oder »NGO« ausgeschütteten und an »Palästinenser« transferierten Mitteln passiert.
Fällt dem Auswärtigen Amt in Berlin zum World Vision-Skandal bloß der Satz ein, »wenn sich die Vorwürfe bestätigen, würde dies zeigen, dass die Hamas noch nicht einmal davor zurückschreckt, die so dringend gebotene humanitäre Unterstützung für die Menschen im Gazastreifen aus der internationalen Gemeinschaft mutwillig aufs Spiel zu setzen«, ist das, wonach es klingt: peinlich.
Bereits 2010 berichtete Die Welt vom Bau eines Klärwerks, den Deutschland mitfinanzierte. Zu dem Bau führten »nur ungeteerte Feldwege. Es geht an Weinstöcken vorbei, ein Pick-up-Truck rast Richtung Strand, auf der Ladefläche schwer bewaffnete junge Männer in Uniform. Das Werk liegt neben einem Trainingsgelände des militanten Arms der Hamas«. Eine zufällige Nachbarschaft?
Vier Jahre später, die Hamas hatte Gaza erneut in einen ihrer Kriege gestürzt, klagte die »NGO« SOS Kinderdörfer, »in der Nähe des Kinderdorfes [in Rafah] sind mehr als 15 israelische Raketen auf Hamas-Camps niedergegangen.« Die ganze Empörung der Organisation galt – natürlich – nicht etwa der Hamas, sondern Israel, dessen Raketen, »die Kinder des Dorfes [..] traumatisiert« hätten.
Nichts also ist neu daran, daß die Hamas – aber auch die konkurrierende PLO – »nicht davor [..] zurückschreckt [..], humanitäre Unterstützung [..] aufs Spiel zu setzen«. Neu ist allenfalls, daß nun endlich auch die staatlichen Sponsoren von World Vision & Co. unter Rechtfertigungsdruck geraten. Geld, das mehr oder minder direkt an Terroristen weitergereicht wird, stinkt dann doch zu gewaltig.
tw24
Kaum machte die frohe Botschaft die Runde, meldeten freilich auch jene Ansprüche auf das Geld an, die der Hamas international den Ruf einbrachten, eine terroristische Organisation zu sein. Es könne, klagten Vertreter des »bewaffneten Flügels« der Organisation, doch nicht sein, daß die »Widerstandskämpfer« der Kassam-Brigaden nicht von dem Geldsegen aus Katar profitierten.
Und so geschah, was geschehen mußte: Youssef al-Kayali, ein Funktionär im »Finanzministerium« der Hamas, sicherte zu, daß das Geld natürlich auch und gerade für die Bezahlung bewaffneter Hamas-Mitglieder reichen werde. War es vorher schwer, an einen rein »zivilen« Hamas-Apparat zu glauben, demonstrierten die Islamisten selbst, daß sie keine verschiedenen »Arme« kennen.
Stellt sie Raketen in Schulen unter, funktioniert sie Krankenhäuser um zu Kommandozentralen oder Folterkellern, bildet sie Schulkinder in Ferienlagern an Waffen aus oder fordert sie Menschen dazu auf, sich ihr als »menschliche Schutzschilde« zur Verfügung zu stellen – allein die Hamas bestimmt darüber, wie sie mit Ressourcen umgeht, lebenden wie leblosen, Widerspruch ist nicht vorgesehen.
Muß sich nun die angebliche Hilfsorganisation World Vision vor ihren Unterstützern für ihr Gaza-Engagement rechtfertigen, ist das einerseits überfällig, verrät zugleich jedoch, daß man in Berlin oder Canberra, in Washington oder Paris bisher gar nicht so genau wissen wollte, was mit den über Stiftungen oder »NGO« ausgeschütteten und an »Palästinenser« transferierten Mitteln passiert.
Fällt dem Auswärtigen Amt in Berlin zum World Vision-Skandal bloß der Satz ein, »wenn sich die Vorwürfe bestätigen, würde dies zeigen, dass die Hamas noch nicht einmal davor zurückschreckt, die so dringend gebotene humanitäre Unterstützung für die Menschen im Gazastreifen aus der internationalen Gemeinschaft mutwillig aufs Spiel zu setzen«, ist das, wonach es klingt: peinlich.
Bereits 2010 berichtete Die Welt vom Bau eines Klärwerks, den Deutschland mitfinanzierte. Zu dem Bau führten »nur ungeteerte Feldwege. Es geht an Weinstöcken vorbei, ein Pick-up-Truck rast Richtung Strand, auf der Ladefläche schwer bewaffnete junge Männer in Uniform. Das Werk liegt neben einem Trainingsgelände des militanten Arms der Hamas«. Eine zufällige Nachbarschaft?
Vier Jahre später, die Hamas hatte Gaza erneut in einen ihrer Kriege gestürzt, klagte die »NGO« SOS Kinderdörfer, »in der Nähe des Kinderdorfes [in Rafah] sind mehr als 15 israelische Raketen auf Hamas-Camps niedergegangen.« Die ganze Empörung der Organisation galt – natürlich – nicht etwa der Hamas, sondern Israel, dessen Raketen, »die Kinder des Dorfes [..] traumatisiert« hätten.
Nichts also ist neu daran, daß die Hamas – aber auch die konkurrierende PLO – »nicht davor [..] zurückschreckt [..], humanitäre Unterstützung [..] aufs Spiel zu setzen«. Neu ist allenfalls, daß nun endlich auch die staatlichen Sponsoren von World Vision & Co. unter Rechtfertigungsdruck geraten. Geld, das mehr oder minder direkt an Terroristen weitergereicht wird, stinkt dann doch zu gewaltig.
tw24
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