Monday, August 12, 2013

Oprahs Rassismus-Vorwürfe: Alles nur PR für ihren neuen Film?

Oprah Winfrey hatte bei ihren Rassismus-Vorwürfen wegen des Täschli-Vorfalls in Zürich Hintergedanken. Sagt das US-Politikportal «Politico».
«Oprah hat eine goldene Trompete», wird Kitty Kelley von «Politico» zitiert. «Und niemand kann sie besser spielen als sie!», doppelt die Autorin einer Winfrey-Biografie nach. Durch ihre langjährige Rolle in ihrer Talkshow ist Oprah Winfrey (59) nicht nur eine der reichsten Frauen der Welt geworden, mit knapp drei Mrd. US-Dollar auf dem Sparbüchlein. Sondern sie ist auch zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten in den USA geworden. Ihre ungeheure Popularität komme daher, sagt ein Beobachter, dass «viele Menschen einfach glauben, sie würden sie kennen». Und ihr vertrauen könnten. Will Oprah das nutzen, um ihren neuen Film zu promoten? Ihre Popularität nutzt die Diva jedenfalls schon seit Jahren, um Politiker der Demokratischen Partei zu unterstützen. Allen voran Barack Obama. Wahlexperte Craig Garthwaite schätzt, dass Oprah Obama im Vorwahlkampf gegen Hillary Clinton 2008 rund eine Million Stimmen einbrachte. Mitentscheidend für Obamas Triumph. Ob bei Obama, ob mit ihrer Unterstützung für einen erst 21-Jährigen, der letztes Jahr einen Stadtratssitz in Kalifornien gewann, oder ob aktuell ihr Fundraiser für Newarks Bürgermeister Cory Booker, der in den Senat will: Oprahs Engagement hilft nicht nur den jeweiligen Politikern. Mit ihren Aktionen bringt sich Oprah regelmässig auch selbst in die Medien. Wenn die Ex-Talkerin etwas sagt, sind die US-Medien zur Stelle. Wenn dann die wohl berühmteste Amerikanerin schwarzer Hautfarbe, neben Michelle Obama, sich über Rassismus in Zürich beschwert, ist ihr, so «Politico», maximale Medienaufmerksamkeit garantiert. Das könnte sie optimal für Werbung für ihren neuen Film «The Butler» genutzt haben. Denn es war während eines TV-Interviews über diesen Film, dass Oprah sich über jenen Täschli-Shop in Zürich beschwerte. Klar ist jedenfalls: Alle reden, wieder einmal, über Oprah Winfrey.
blick

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