Thursday, December 10, 2015

Genf: Die Polizei jagt diese Männer

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Die Genfer Polizei ist in Alarmbereitschaft. Sie sucht nach mehreren Personen. Der Grund: Terror-Verdacht. Es wird befürchtet, dass sich die Gesuchten in Genf oder in der Region aufhalten. «Sie sind bewaffnet und gefährlich».
 Laut der Nachrichtenagentur Reuters suchen die Behörden nach vier Personen. Wie «Le Matin» berichtet, gibt es eine Video-Botschaft, in der ein weiterer Extremist Attentate auf Genf, Vancouver und Ottawa anküdigt. Im Zusammenhang mit diesem Video sucht die Polizei nach einem fünften Verdächtigen. Die Westschweizer Zeitung hat ein Foto von ihm veröffentlicht.
Ein Sicherheitsmann bei den Vereinten Nationen in Genf habe einem Reporter von der Terror-Fahndung erzählt, heisst es. Wie «Le Temps» schreibt, haben die Gesuchten keine direkte Verbindung zu den Attentätern von Paris.
«Le Matin» hat auch von den anderen Gesuchten ein Foto veröffentlicht, das vom US-Geheimdienst CIA stammen soll. Dieser hatte die Genfer Polizei gestern über die mögliche Anwesenheit von Dschihadisten auf Schweizer Boden informiert.
Die US-Behörden befürchten, dass die mutmasslichen Terroristen das morgen stattfindende Treffen der britischen und der US-amerikanischen Delegationen zum Syrien-Konflikt bei den Vereinten Nationen im Visier hatten.
Gegenüber BLICK will die Mediensprecherin des Kantons, Emanuelle Lo Verso, die Anzahl der Personen nicht bestätigen. Sie sagt aber: «Die vage Bedrohung hat sich zu einer konkreten gewandelt.»
Gemäss der «Tribune de Genève» sucht die Polizei nach einem Auto mit belgischen Autonummern. Dieses wurde in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beim Überqueren der Grenze gesichtet. An Bord waren zwei Männer. Am Mittwoch wurden die Mitglieder der israelitischen Gemeinde gebeten, die Polizei zu rufen, wenn das Fahrzeug in der Nähe ihres Sitzes gesichtet wird.
Um 14.15 Uhr berichtet «Le Temps» von einem grauen Renault Clio mit französischen Kennzeichen, der von der Polizei gestoppt wurde. Die Aktion ist noch in Gang.
Die Fahndung läuft auf Hochtouren. «Wir haben die Zahl der Patrouillen erhöht und alle sind bewaffnet. Die Polizisten suchen sehr aktiv, um eine oder mehrere Verhaftungen durchführen zu können», sagt Lo Verso am Nachmittag zu «Le Temps».
Die Fahndung wurde gestern Nachmittag gestartet. Ob es bereits zu Hausdurchsuchungen oder Festnahmen gekommen ist, wollte Lo Verso gegenüber BLICK nicht sagen. Auf eine öffentliche Fahndung mit Fahndungsbildern habe man bewusst verzichtet.
Offenbar wollten die Behörden erst gar nicht über die Fahndung informieren, Journalisten hatten aber Wind davon bekommen.
Die Beschreibung der Personen wurden der Genfer Polizei vom Bund übermittelt. Die Meldung der Bundesbehörden ging gestern Nachmittag bei der Genfer Polizei ein, wie das Departement für Sicherheit und Wirtschaft mitteilt.
Wegen der laufenden Ermittlungen wurden keine näheren Angaben zu den Verdächtigen gemacht. Die Genfer Polizei hat für die Fahndung zusätzliche Einsatzkräfte mobilisiert. Man arbeite eng mit nationalen und internationalen Behörden zusammen, um die gesuchten Personen finden und festnehmen zu können, hiess es in der Medienmitteilung.
Derweil hat der Genfer Zoll sein Sicherheitsdispositiv angepasst und die Zahl der Grenzwächter erhöht. Die Grenze bleibe aber weiterhin offen, sagt Michel Bachar, Sprecher des Genfer Zolls, gegenüber «Le Temps». «Für Grenzgänger ändert sich zurzeit nichts. Aber nur weil man uns nicht sieht, heisst das nicht, dass wir nicht präsent sind», so Bachar.
 blick.ch

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