Sunday, December 06, 2015

Vier Islamisten in der Schweizer Armee entlarvt

Die Schweizer Armee registrierte vier Verdachtsfälle von islamistisch oder dschihadistisch motivierten Extremisten in ihren Reihen. Was mit ihnen geschah, ist unklar. Entsprechende Hinweise haben sich bestätigt, berichtet die Zeitung «Schweiz am Sonntag». Eine extreme und radikale Art, den Islam zu praktizieren, kann genügen, um von der Armee ausgeschlossen zu werden. Ob das in den vier Fällen geschah, will die Armee nicht kommunizieren. Die Armee klärt das Risikopotenzial ihrer Angehörigen seit 2011 vertieft ab. 1213 angehende Rekruten sind vergangenes Jahr durch den Sicherheits-Check der Armee gefallen. Alle angehenden Rekruten müssen die Personensicherheitsprüfung durchlaufen. Wird bei einem jungen Mann oder einer jungen Frau ein erhöhtes Gewaltpotenzial festgestellt, findet eine genaue Risikoabklärung statt. «Uns geht es darum, alles zu unternehmen, um mögliche Gewaltdelikte mit Armeewaffen zu verhindern», sagt ein Armeesprecher. Keine Ordonnanzwaffen für gewaltverherrlichende Extremisten – das fordert die Zürcher SP-Nationalrätin Chantal Galladé in einer Motion. «Die Sicherheitslage hat sich seit Paris verändert, deshalb ist es wichtig, dass es eine klare Regelung gibt», sagt Chantal Galladé zur «Schweiz am Sonntag». Es dürfe nicht sein, dass Extremisten die Armee via Gericht zwingen können, ihnen ein Sturmgewehr in die Hände zu drücken. Unterstützung erhält die SP-Nationalrätin bei ihrer Motion auch von zahlreichen bürgerlichen Politikern.
aargauerzeitung.ch

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