Tuesday, February 16, 2016

Razzia in Bremen: Innensenator geht wieder gegen Salafisten vor

Mit einem Vereinsverbot und den Durchsuchungen ist Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) wieder gegen Salafisten vorgegangen. Polizisten durchsuchten Vereinsräume in Walle und zahlreiche Wohnungen von Salafisten im ganzen Stadtgebiet. Der Innensenator hat den "Islamischen Förderverein Bremen e.V." verboten.Nach Überzeugung der Behörde handelt es sich dabei um eine Nachfolgeorganisation des salafistischen Kultur- und Familienvereins (KuF). Wer die Nachfolgeorganisation eines verbotenen Vereins bildet, macht sich strafbar. Der KuF war im Dezember 2014 verboten worden – insbesondere, weil alle Bremer, die sich dem sogenannten Islamischen Staat (IS) angeschlossen hatten, aus dem Umfeld der vereinseigenen Moschee in Bremen-Gröpelingen gekommen waren.Bremen gilt als eine Hochburg des Salafismus, einer besonders konservativen islamischen Strömung. Bundesweit zählt der Verfassungsschutz etwa 7.000 Anhänger, 360 davon in Bremen.Der Islamische Förderverein ist seit seiner Gründung im November 2007 kaum in Erscheinung getreten. Er sollte zwar laut Satzung Koran- und Arabischunterricht anbieten, neue Gebetsräume eröffnen und neue Gemeinden gründen, dazu kam es aber nicht. Nach internen Querelen und dem Austritt des Vorsitzenden, seines Stellvertreters und anderer Mitglieder 2009 ruhten die Vereinsaktivitäten. Erst im Sommer 2015, ein gutes halbes Jahr nach dem Verbot des KuF, kam es zu einem Neustart mit einem neuen Vorstand und neuen Mitgliedern.
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