Im Rockermilieu ist der Osmanen Germania Boxclub die am schnellsten wachsende Gruppierung. Die Polizei ist besorgt. Denn der Club zeigt sich martialisch – auch den Hells Angels gegenüber.
Der muskulöse Rapper boxt in die Kamera und schreit: "Frontalangriff ab jetzt, kapiert?" Um ihn herum stehen breitschultrige, brutal aussehende Männer. Sie tragen Lederkutten mit der Aufschrift Osmanen Germania. Immer wieder werden Schusswaffen aufs Objektiv gerichtet.
Das Video wurde bei Facebook gepostet, gleich zu Beginn wird darin der Anspruch der Gruppe formuliert: "Wir kommen und übernehmen das ganze Land", sagt eine Stimme im Off, während die Bilder zwischen wilden Reiterhorden in der Wüste und den posierenden Rockern wechseln. "Männer, die bis zu ihrem letzten Tropfen Blut für ihre Brüder auf dem Schlachtfeld stehen", erzählt die Stimme weiter.
Die neue Rockergruppe Osmanen Germania Boxclub bereitet der Polizei bundesweit Sorgen. Sie wurde im April 2015 in Hessen gegründet und gilt als am schnellsten wachsende Gruppierung im deutschen Rockermilieu.
Unter den schätzungsweise etwa 700 Mitgliedern befinden sich viele türkischstämmige Migranten. Sie kamen im Oktober 2015 zu einem "World Meeting" in Duisburg zusammen und organisierten einen Monat später ein "Deutschland-Treffen" in Berlin.
Bundesweit soll die Gruppe bereits etwa 20 Standorte besitzen. Davon findet man allein neun Ableger, sogenannte Chapter, in Nordrhein-Westfalen: Aachen, Bielefeld, Bochum, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Münster.
welt.de
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