Friday, February 19, 2016

Wien: 70 Euro Strafe für Rülpser, 500 Euro für die Vergewaltigung von Minderjährigen

Ein 17-Jähriger musste sich am Mittwoch wegen Vergewaltigung und geschlechtlicher Nötigung im Straflandesgericht verantworten, weil er im vergangenen Sommer binnen fünf Wochen in Simmering drei Mädchen missbraucht hatte. Die Jüngste war erst zwölf Jahre alt. Der 17-Jährige erhielt wegen Vergewaltigung und geschlechtlicher Nötigung 21 Monate Haft, davon sieben Monate unbedingt. Die dreieinhalbmonatige U-Haft wurde ihm auf die Strafe angerechnet. Der Senat ging im Zweifel davon aus, dass der Bursch das jüngste Opfer fälschlicherweise für 14 hielt. Die drei Mädchen, die sich dem Strafverfahren mit einem symbolischen Betrag von jeweils 1.000 Euro angeschlossen hatte, bekamen 500 Euro zugesprochen.
 vienna.at

Mit Unverständnis, aber auch einer großen Portion Humor hat ein Barkeeper eine Anzeige wegen öffentlicher Anstandsverletzung hingenommen. Der Mann hatte am 7. Februar am Praterstern laut gerülpst. Sein Pech dabei: Ein Polizist wurde Ohrenzeuge des Vorfalls und wertete ihn als Vergehen nach Paragraf 1 des Wiener Landes-Sicherheitsgesetzes, berichtete oe24.at. Nun soll der Mann 70 Euro zahlen.Der Beschuldigte stellte am Donnerstag ein Foto der ins Haus geflatterten Anzeige auf Facebook, das innerhalb von 24 Stunden über 100 Mal geteilt wurde. „Sie haben am 07.02.2016 um 17.15 Uhr in 1020 Wien, Praterstern Ausgangsbereich Richtung Praterstraße durch folgende Begehungsweise den öffentlichen Anstand verletzt: lautes Rülpsen nächst der Polizeibeamten“, heißt es in der Begründung der Strafverfügung. Unter dem Titel „Mein Tag am Wiener Praterstern – Ein Ort vieler kleiner und großer Verbrechen“, beschreibt der Betroffene den Vorfall in einem längeren Text. Er habe einen Döner „wie immer mit bissi scharf und Zwiebel“ gegessen und dann die „Kontrolle verloren“ und gerülpst. 20 Meter weiter habe er eine Hand auf seiner Schulter gespürt und von einem Polizisten mitgeteilt bekommen, er werde wegen „Anstandverletzung“ angezeigt. Er sei sich anfangs nicht sicher gewesen, ob der Beamte „von Greenpeace ist“ und ob er selbst vielleicht zu viel CO2 ausgestoßen habe. Abschließend richtet der Mann der Polizei via Facebook aus: „Ich danke euch für eure Ambition, das Problemviertel sicherer gemacht zu haben.“
 unsertirol24

No comments: