Wednesday, February 17, 2016

Wissenschaftler behaupten Bibel sei blutrünstiger als der Koran

Eine neue, auf exakten Daten basierende Studie, die auf Yahoo News, der Huffington Post und in vielen anderen Medien veröffentlicht wurde, behauptet beweisen zu können, dass die Bibel, einschließlich des Neuen Testaments, gewalttätiger als der Koran sei. Tom McKay schreibt in seinem Artikel über die Studie, dass 58% der Amerikaner eine schlechte Meinung über den Islam hätten dank einer geschönten Liste bestehend aus Falschinformationen über den heiligen Text, den Koran. Er fährt fort:

Übersetzt von EuropeNews

Aber ein kürzlich durchgeführtes Projekt des Datenanalysten und Marktforschers Tom Anderson stellt diese falsche Wahrnehmung auf den Kopf: Dass der Koran blutrünstiger sei als die christliche Bibel … Anhand der drei Bücher [Altes Testament, neues Testament, Koran] fand man bei dem Projekt heraus, dass das Alte Testament am gewalttätigsten ist, etwa 5,3% des Textes beziehen sich auf Zerstörung und Töten, der Koran schlägt bei 2,1% an und sogar das Neue Testament liegt etwas höher mit 2,8% …. Laut Anderson steht dieser Fund der allgemeinen Meinung der Menschen im Westen entgegen, dass Muslime einem besonders gewalttätigen Glauben anhängen. Seiner Schlussfolgerung nach scheint der Inhalt des Alten Testaments in der Tat am gewalttätigsten zu sein.

Diese Studie beweist also was die Islam Apologeten schon lange behaupten: Das die Bibel mehr Gewalt und Blutvergießen enthält als der Koran. Dennoch muss die Intelligenz und/oder Ehrlichkeit eines jeden – einschließlich angeblicher Wissenschaftler und „Denker“ – der diese Tatsache als Beweis zitiert, dass der Koran nicht zu mehr Gewalt aufruft als die Bibel, auf's äußerste bezweifelt werden.

Zunächst einmal, diese Argument ignoriert grundsätzlich den Kontext der drei Schriften. Gewalt in der Bibel – sei es im Alten oder im Neuen Testament – mit Gewalt im Koran zu vergleichen vermengt Geschichte mit Doktrin. Die Mehrheit der Gewalt in der Bibel wird als geschichtliches Ereignis verzeichnet, eine Beschreibung von Ereignissen, die stattgefunden haben.

Im Gegensatz dazu ist die überwältigende Mehrheit der Gewalt im Koran doktrinär signifikant. Mit anderen Worten, die Bibel hat so viel Macht ihre Leser zu Gewalt anzustacheln wie ein historisches Lehrbuch. Andererseits benutzt der Koran die offen gehaltene Sprache, um die Gläubigen dazu aufzurufen Gewalthandlungen gegen Nichtmuslime zu begehen (siehe auch den Aufsatz Are Judaism and Christianity as Violent as Islam von R. Ibrahim als umfassendes und dokumentiertes Gegenargument gegen diese ermüdende Apologie).

Diese Studie versagt als darin herauszuarbeiten, wer hinter dieser Gewalt steckt. Sie scheint nur die Anzahl der Stellen zu zählen in denen das Wort „töten“ erscheint. Deswegen stehen Beschreibungen des Neuen Testaments über Christen – einschließlich Jesus – die verfolgt und getötet werden angeblich auf der gleichen Stufe als Aufruf zur Gewalt wie Allahs Befehle an die Muslime „die Ungläubigen zu schlachten wo immer man sie findet – greift sie, belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf“ (Koran 9:5). Diese Studie macht keinen Unterschied zwischen dem Märtyrertum von Stefan und Allahs Worten: „Ich werde Terror in die Herzen der Ungläubigen werfen. Trefft sie oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab“ (Koran 8:12).

Auch die Prämisse, die hinter dieser Studie steht, dass „58% der Amerikaner eine unvorteilhafte Meinung über den Islam hätten, offenbar weil es sich um „Falschinformationen über den heiligen des Text des Islams, den Koran“ handelt, ist ein Strohhalm Argument [oder Strohmann Trugschluss]. „Islamophobie“ basiert weniger auf dem, was die Amerikaner über den Koran denken, als viel mehr über die Gewalt, Terror und Grausamkeiten, die sie sehen und hören, die von Muslimen im Namen des Islams täglich begangen werden. (Ironischerweise ist der einzige Grund weshalb man zu einem solchen Strohhalm-Argument greift der, dass das Argument selbst eisenhart ist, selbst wenn es am wahren Sachverhalt vorbei geht. Wie wir hier jedoch sehen ist sogar das Strohmann Argument selbst – dass die Bibel an mehr Stellen zu Gewalt aufruft als der Koran – voller Löcher).

Das heißt, es wird nicht gesagt, dass man die islamische Lehre nicht auf den Koran begrenzen kann. Viele Bände kanonischer (sahih) Hadith (Worte und Taten Mohammeds) informieren genauso über die Handlungen der Muslime. Ein muslimischer Kleriker sagte es so, „Vieles im Islam wäre ein rein abstraktes Konzept ohne die Hadith. Wir wüssten nicht wie man betet, fastet, Zakah bezahlt, oder eine Pilgerreise macht ohne die Beschreibungen, die man in den Hadith findet....“. Und zufälligerweise übertrifft die Gewalt gegen Ungläubige in den Hadith diejenige im Koran bei weitem.

Letztendlich scheint diese Studie nicht in Betracht zu ziehen, dass die Bibel grob geschätzt zehn Mal länger ist als der Koran. Wenn man die Menge in Betracht zieht, dann enthält der Koran mehr als drei Mal so viel Gewalt wie das, was man in der Bibel findet.

Aufgrund dieser vielen Mängel muss auch Anderson zugeben, dass seine „Analyse oberflächlich ist und die Ergebnisse weit davon entfernt sind, dass man eindeutige Schlüsse daraus ziehen kann“. Warum stellen verschiedene Medien die Schlussfolgerung einer Studie in den Vordergrund, die gerne zugibt, dass sie gar nicht beweist was ihre Anhänger behaupten?

Weil die politisch korrekte Schlussfolgerung – dass der Islam nicht schlimmer sein kann als das Judentum und Christentum – alles ist um was es hier geht, klaffende Löcher in der Methodik sollten verdammt sein.
 europenews.dk

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