Tuesday, February 16, 2016

Da hat Frau Petry noch mal Glück gehabt!

Günther Oettinger, 63 Jahre alt, EU-Kommissar und abgedankter Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat sein Innerstes nach außen gekehrt. „Wenn“, ließ er die Welt gestern wissen, „wenn die komische Petry meine Frau wäre, würde ich mich heute Nacht noch erschießen“.
Welche Ansage! Was, fragt man sich da, mag dem Mann insgeheim durch den Kopf gehen. Hat er überhaupt noch eine geladene Pistole? Und warum muss es unbedingt in der Nacht sein, wo er doch, wenn er denn mit Frauke Petry (41) verheiratet wäre, im Ehebett an der Seite seiner Gattin läge? Wäre es womöglich eine Übersprungshandlung nach einer Niederlage, die er nicht verwinden konnte?
Jetzt reicht es aber, sagen Sie? Wohl wahr. Wer so argumentiert, schlägt unter die Gürtellinie. Aber wir haben ja auch nur versucht, uns ein paar Zeilen lang auf das Niveau von Herrn Oettinger zu begeben, ganz nach unten, wo es miefig wird.
Ein gütiges Schicksal hat Frau Petry davor bewahrt, in einem solchen Mief aufzuwachen, an der Seite eines verschwitzten Gockels.
PS. In der Trauerrede auf den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Hans Filbinger im Jahre 2007 erhob Günther Oettinger den nationalsozialistischen Marinerichter und Mitverantwortlichen für vier Todesurteile zu einem „Gegner des NS-Regimes“. Erst vor wenigen Wochen, Anfang Januar, verlangte der EU-Kommissar Oettinger „Warschau unter Aufsicht“ zu stellen. Von mangelnder Zurechnungsfähigkeit mag sprechen, wer will.
achgut.com / Thomas Rietzschel

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