95 Tage ist es her, dass 90 Menschen im Pariser Konzertsaal Bataclan bei einem Konzert der Eagles of Death Metal durch einen islamistischen Terroranschlag ums Leben kamen. Am Dienstag kehrte die US- Band für einen Auftritt in der Konzerthalle L'Olympia in die französische Hauptstadt zurück. Im Vorfeld sorgte Sänger Jesse Hughes für Aufsehen, weil er für einen freien Zugang zu Waffen warb. "Schusswaffen könnten Attentate verhindern. Deshalb sollte jeder eine Waffe tragen!"Das Attentat habe seine Ansichten zur Waffenkontrolle nicht verändert, sondern nur verstärkt, sagte Hughes in einem Interview mit dem französischen TV- Sender iTele (siehe Video unten). Am 13. November, etwa eine Stunde nach Beginn des Konzerts der kalifornischen Rockband, stürmten die IS- Terroristen den Saal und schossen wahllos in die Menge.
Hughes, der sich laut eigener Aussage bereits seit längerer Zeit für den privaten Waffenbesitz einsetzt, kritisierte gegenüber dem Sender, dass die strengen Waffengesetze in Frankreich den Terroristen geholfen hätten. "Hat eure französische Waffenkontrolle auch nur einen verdammten Menschen im Bataclan vor dem Tod bewahrt? Wenn irgendjemand das mit Ja beantworten kann, würde ich das gerne hören, denn ich glaube es nicht", zitierte ihn der britische "Guardian" . Er habe Menschen sterben sehen, die heute möglicherweise noch leben könnten.
Wie schon beim fatalen Konzert am Anschlagsabend im Bataclan fungiert auch am Dienstagabend das Tiroler Duo White Miles als Vorgruppe. Das Konzert ist Teil der seit Samstag laufenden Welttournee der Eagles of Death Metal, die in Stockholm gestartet ist und die Band am 22. Februar auch in den Wiener Gasometer führen wird - die White Miles wieder im Gepäck.
Das Bataclan soll Ende des Jahres nach einer größeren Renovierung wiedereröffnet werden. Die Eagles of Death Metal untermauerten am Dienstag ihren Wunsch, als erste Gruppe bei der Wiedereröffnung auf der Bühne zu stehen.
krone.at
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