Wednesday, February 17, 2016

Jeder zweite Schüler spricht daheim nicht Deutsch

An Österreichs Schulen steigt die Zahl jener Kinder, die daheim nicht Deutsch sprechen. Während landesweit jeder fünfte Schüler eine andere Umgangssprache pflegt, ist es in Wien beinahe jeder zweite. Nun flammt die Debatte über eigene Migrantenklassen wieder auf, Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) pocht auf diese "Vernunft- Lösung".Sebastian Kurz (ÖVP) pocht auf diese "Vernunft- Lösung". In Wiens Kindertagesheimen etwa sprechen bereits rund 58 Prozent der Mädchen und Buben eine andere Muttersprache als Deutsch. Viele von ihnen legen eine wenig aussichtsreiche Bildungskarriere hin: So ist der Anteil der Migrantenkinder in Sonderschulen und Polytechnischen Schulen besonders hoch. In Wien geben 47,5 Prozent der Schüler an, zu Hause eine andere Sprache zu sprechen. Minister Kurz wiederholt daher seine Forderung nach eigenen Deutschklassen: "Erst wenn die Kinder unsere Sprache ausreichend beherrschen, sollen sie in die Regelklasse übertreten." Das sei keine Not- , sondern eine "Vernunft- Lösung". "Es sollten alle ihre ideologischen Scheuklappen ablegen und nicht warten, bis sie von der Realität eingeholt werden", betont der Minister und verweist auch auf die bald in Kraft tretende Integrationspflicht - die Kürzung der Mindestsicherung, wenn Deutschkurse, Arbeitsbereitschaft und Wertekurse verweigert werden. Obwohl von der Politik anders kommuniziert, gibt es bereits seit Anfang Jänner zehn eigene Flüchtlingsklassen an Wiener Pflichtschulen. Die "Krone" besuchte kürzlich die erste "Migrantenklasse" in der Volksschule Kettenhofergasse in Währing. "2000 Flüchtlingskinder unter 234.000 Schüler zu mischen geht sich nicht aus. Es sind zu viele!", rechtfertigt Stadtschulratspräsident Jürgen Czernohorsky den Schwenk der SPÖ.
 krone.at

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