Friday, July 08, 2016

Dreck und Lärm - Bochumer wütend auf Stadt und Flüchtlinge

Die Stimmung ist geladen bei der Bürgerversammlung, zu der Bezirksbürgermeisterin Andrea Busche (SPD) eingeladen hat. Um darüber zu informieren, wie es am Wiebuschweg weitergeht. Und um ein offenes Ohr für die Probleme der Anwohner zu haben, in deren Nachbarschaft (gerade Hausnummern) mittlerweile 212 Flüchtlinge wohnen. Als es vor einem Jahr losging, die leerstehenden Wohnungen der Vivawest mit Geflüchteten zu belegen, waren es noch 75. Und diese sollten ursprünglich auch nur für ein Jahr – bis 31. Mai – dort untergebracht sein. Denn der Plan war es, den Wohnblock im Anschluss abzureißen, damit dort altengerechte Wohnungen gebaut werden können. Nun kommt alles anders: Die Stadt hat den Mietvertrag mit der Vivawest um zwei Jahre verlängert, weil man weiterhin dringend auf Wohnraum für Flüchtlinge angewiesen ist, will man nicht doch wieder Turnhallen belegen. „Erfahren haben wir davon erst aus der Zeitung“, echauffiert sich ein Anwohner.Doch es wird in der emotionalen Runde nicht nur die mangelhafte Informationspolitik der Stadt angeprangert. Die geschilderten Probleme vor Ort sind vielfältig:. Flüchtlingskinder (105 leben am Wiebuschweg) spielen unbeaufsichtigt auf der Straße, klettern auf Autos und sind laut. Und das bis spät abends. „Auf dem Balkon hält man es nicht aus. Und Schlaf finden wir auch kaum“, moniert eine Anwohnerin, die jeden Morgen früh raus muss. Ein weiteres Ärgernis sind Fahrräder, die wild an Laternen gekettet werden, beschädigte Autos und Müll, der nicht getrennt und teils achtlos auf den Boden geworfen wird.
  derwesten.de

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