Syrer könnten 500.000 Familienangehörige nachholen“ titelt die FAZ
heute. Nach neuesten Berechnungen des Bundesamtes für Migration und
Flüchtlinge (BAMF) müsse Deutschland aufgrund des Familiennachzugs mit
Hunderttausenden weiteren Flüchtlingen rechnen. Damit widerspricht die
BAMF-Analyse jenen Prognosen, die in den letzten Monaten von deutlich
höheren Zahlen ausgegangen waren. Es bleibt also fraglich, ob die vom
BAMF errechnete Zahl wirklich zutreffend ist. Und ich muss nix glauben,
nur weil es amtlich sein soll.
Viel interessanter als die Zahl selbst ist jedoch die an den Tag
gelegte Rhetorik. Deutschland MUSS. Und ja, auch nach Monaten der
Asylkrise werde ich nicht müde zu fragen: Weshalb MUSS Deutschland
eigentlich? Wieso scheinen Menschen, die de facto zu Hunderttausenden
illegal die deutsche Grenze übertreten haben, mehr Rechte haben als ich
und jeder andere Deutsche? Wieso scheinen wir in dieser ganzen Krise nur
Pflichten und dennoch keinerlei Mitsprache zu haben? Wieso hat
mich immer noch keiner gefragt, ob ich das Müssen überhaupt will und ob
ich das Müssen überhaupt als Muss ansehen muss?
Ich wollte genau genommen schon nicht, dass Angela Merkel alle mit
Selfies und offenen Grenzen nach Deutschland einlädt. Wieso sollte ich
also jetzt wollen, dass diese Menschen noch ihre ganzen Familien
nachholen? Und noch einmal: Wieso müssen wir und wieso müssen die anderen gar nichts?
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