Zunächst vernahm er nur Gerüchte – dann wollte er es aber
genau wissen und stellte eine parlamentarische Anfrage an die
Landesregierung.
Der CDU-Abgeordnete Christian Tischner hatte gehört, dass Fahrtkosten
zu Gegendemonstrationen bei rechtsextremen Aufmärschen aus Mitteln des
Landesprogramms für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit bezahlt
würden.
„Was dabei herausgekommen ist, verwundert mich schon“, sagte Tischner der Thüringischen Landeszeitung im Gespräch.
„Seit dem Jahr 2011 wurden in 46 Fällen die Organisation und die
Fahrt zu Gegendemonstrationen gefördert“, gab die inzwischen zuständige
Bildungsministerin Birgit Klaubert (Linke) auf Tischners Anfrage
schriftlich bekannt.
Laut einer beigefügten Aufstellung ging es allein 36 Mal nach
Dresden. Diese Fördergelder gingen beispielsweise an zwei Vereine aus
Weimar und den Studierendenkonvent der Bauhaus-Universität.
Des Weiteren erhielten die Studienräte aus Jena und Erfurt, diverese
Kreisjugendringe sowie die Thüringer Jusos und die Neue Linke
Fördergelder.
„Es gibt weiß Gott bessere Dinge, mit denen man Zeichen setzen kann“, kritisiert CDU-Mann Tischner.
So steht er dafür ein, dass die Steuergelder des Landesprogramms
(laut Haushalt 2015 etwa eine Millionen Euro) in Prävention und
Aussteigerprogramme fließen.Zudem befürchtet der Christdemokrat, dass hier Fördermittel unter dem
Deckmantel etablierter Vereine an Menschen gelangen, „die auch vom
Verfassungsschutz beobachtet werden“, wie er es ausdrückt.
mopo24.de
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