"Das ist eine Erpressung durch die großen Parteien." So beurteilt der
Medien- und Kommunikationswissenschaftler Norbert Bolz den Ausschluss der Alternative für Deutschland (AfD) von den Fernsehduellen vor den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt:
"Und
eigentlich dürfte man einer Erpressung niemals nachgeben, wenn man sich
als unabhängiges journalistisches Öffentlichkeitsformat präsentieren
will. Das ist schon eine große Peinlichkeit."
Die Entscheidung sei offenbar erfolgt aufgrund der Androhungen der
großen Parteien, nicht zu den TV-Duellen zu erscheinen, meinte Bolz:
"Da
kann man ja schlecht davon sprechen, dass das eine freie Entscheidung
sei. Das war offenbar eine Abwägung, was weniger ärgerlich und was
weniger skandalös ist. Aber ich glaube, die Abwägung hat letztlich zu
einer falschen Entscheidung geführt. Vielleicht hätte man dann einfach
auf die Elefantenrunde verzichten und den Wahlkampf auf andere Weise
begleiten sollen."
deutschlandradiokultur.de
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