Welche Probleme fürchten Sie?
Rüdiger Safranski: Ich fürchte –
nur um ein paar Beispiele zu nennen – , dass wir uns hierher nach
Deutschland den arabisch-nordafrikanischen Antisemitismus importieren,
und wie schlimm der ist, kann man in Frankreich beobachten, wo jüdische
Franzosen bereits das Land verlassen. Es werden Parallelgesellschaften
größten Ausmaßes entstehen, arabisch-afrikanische Ghettos. Von den
zahllosen jungen Männern, die jetzt ins Land geströmt sind, wird wohl
nur ein kleiner Teil Arbeit finden. Und die anderen müssen dann
beschäftigungslos herumhocken. Das ergibt einen dramatischen Überhang an
auch sonst frustrierten Männern. Da braut sich einiges zusammen, eine
tickende Zeitbombe. Das werden dann auch die Rückzugsgebiete eines
expandierenden Terrorismus. Und bei alledem ist Deutschland kein
Weltmeister der Integration. Integration wird außerdem immer
schwieriger, denn je größer die Zahl der Aufgenommenen ist, desto
weniger Anreiz gibt es, sich zu integrieren. Es lassen sich dann
abgeschlossene Gesellschaften bilden. Das sieht man auch bei den Türken
hierzulande, von denen ein erheblicher Teil, bis in die dritte
Generation, schlecht integriert ist.
Woran liegt das?
Probleme
gibt es fast nur mit Menschen aus dem islamischen Kulturkreis. Das ist
leider so, und da hilft auch keine politisch korrekte Sprachregelung.
Das hängt mit der Religion zusammen, die den Alltag der Menschen stark
prägt. Religiöse Menschen sind in säkularen Gesellschaften eigentlich
eine Bereicherung, aber leider nicht so bei einem Islam, der durch keine
Aufklärung hindurchgegangen ist, der undemokratisch ist, keine
Religionsfreiheit kennt, Frauenunterdrückung legitimiert und das
Sexualleben der jungen Männer auf üble Weise deformiert. Der algerische
Schriftsteller Kamel Daoud hat das in einem Artikel über die
Silvesternacht in Köln eindringlich geschildert und wird auch
hierzulande dafür von den Gutmeinenden als Rassist beschimpft.
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