Wie faz.net berichtet, veröffentlichte der schwedische Fernsehkanal „Expressen TV“
ein Video, welches den grausamen Alltag der Menschen in Syrien zeigt,
die unter der Scharia-Herrschaft des islamischen Staates leben müssen.
Zwei Frauen filmten unter Lebensgefahr den alltäglichen Horror auf den
Straßen von Raqqa: Kreuzigungen, Steinigungen, Erschießungen,
Frauenhass, Schwulenhass, Zerstörung und Elend. Nichts Neues aus der
islamischen Hölle des Nahen Ostens also. Ein Teil dieses Videos ist
jedoch geeignet, besonders die deutsche Öffentlichkeit zu beunruhigen.
Die Tage der Schreckensherrschaft des islamischen Staates scheinen
sich dem Ende zuzuneigen. Sowohl in Syrien als auch im Irak musste die
Terrororganisation erhebliche Gebietsverluste hinnehmen. Eine sehr gute
Nachricht, eigentlich. Doch was passiert mit den Schergen des
islamischen Staates, den sogenannten „Kämpfern“? Werden die Syrer und
Iraker unter ihnen nach Hause zurückkehren, um fortan ein friedliches
Leben als Bauer oder Kaufmann wieder aufzunehmen? Werden die
ausländischen Kämpfer in ihr altes Leben nach Saudi Arabien, Ägypten,
Tunesien oder Frankreich zurückkehren und ihre Zeit beim islamischen
Staat als aufregendes aber vergangenes Abenteuer verbuchen? Gängige
Praxis sei es, so berichtet die mutige Filmerin aus Syrien, dass IS
Kämpfer die Identity Cards von Zivilisten konfiszieren. Warum, fragt
sie, um gleich selbst die Antwort zu liefern: Ausgestattet mit diesen
beschlagnahmten Identity Cards begeben sich die Männer nun als
Flüchtlinge in die Türkei.
Es ist davon auszugehen, dass die europäischen Regierungen von dieser
Praxis Kenntnis haben. Nicht der von den deutschen Medien kolportierte
„Fremdenhass“ scheint der Grund für deren Weigerung zu sein, mit dem
Flüchtlingsstrom in großer Zahl auch IS Kämpfer in ihre Länder zu holen,
sondern einfach Vorsicht. Aus gutem Grund. Kann ein
verantwortungsvoller Staatschef die ihm anvertraute Bevölkerung
ernsthaft einem solchen Experiment, einer solchen Gefahr aussetzen?
Die von Merkel angestrebte „europäische Lösung“ der Flüchtlingskrise,
die in Wahrheit ein deutscher Sonderweg ist und neben der
Gesichtswahrung Merkels die Entlastung Griechenlands zum Ziel hat, soll
nach dem Flüchtlingsgipfel mit der Türkei am 17. / 18. März
beschlossene Sache sein. Im Großen und Ganzen sieht der Deal
folgendermaßen aus: Migranten, die sich von Angela Merkel persönlich
eingeladen fühlen und daher auf dem Weg nach Deutschland mittels
Schlepper nach Griechenland gelangen, reisen von dort nun mittels
griechischer Fähre wieder zurück in die Türkei. Dort werden sie
registriert und in einem Flüchtlingslager untergebracht.
Alle, die auf legalem oder illegalem Weg an eine syrische Identity
Card gelangten, werden anschließend als legaler Flüchtling in die EU
ausgeflogen. Und da die Zahl der in die Türkei zurück gebrachten
illegalen Flüchtlinge exakt der Zahl der jetzt offiziell legalen
Flüchtlinge entsprechen muss, wird die türkische Regierung dem sicher
einsetzenden Erfindungsreichtum in Sachen syrischer Passbeschaffung
keinerlei Grenzen setzen. Ist man kein IS Scherge, der syrische Identity
Cards persönlich konfiszierte, kauft man einem IS Schergen eben eine
ab. Die „europäische Lösung“ wird aber nicht nur für Passdealer ein
lukratives Geschäft werden. Der Türkei winken vorerst 6 Milliarden
Euro, Visafreiheit und als Sahnehäubchen ein EU-Beitritt obendrauf. Geht
es nach Merkel.
Kein europäischer Staatschef, der noch bei Trost ist, wird diesem
ebenso sinnlosen wie brandgefährlichen Unterfangen zustimmen. Wird
Merkel dann ein Einsehen haben? Wird sie endlich erkennen, dass ihr
Agieren nicht nur die Bevölkerung des ihr eigentlich anvertrauten Landes
in Gefahr bringt, sondern der europäischen Einheit und der Stabilität
des Kontinents irreparablen Schaden zufügt? Kaum.
Horst Seehofer verkündete diese Woche, dass die CSU einer rein
„deutschen Kontingentlösung“ nicht zustimmen wird. Dies lässt erahnen,
wie Merkels Syrertausch bereits hinter den Kulissen ausbaldowert wird.
Auch ohne Resteuropa. Dass der letzte vernunftbegabte Spitzenpolitiker
der Nation, Horst Seehofer, ganz alleine Merkels Kamikazekurs beenden
kann, muss leider bezweifelt werden.
Der Merkel-Erdogan-Pakt wird wohl kommen.
achgut.com / Katharina Szabo
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