Am frühen Freitag meldete
die Hisbollah, daß sie bereits zum Wochenbeginn Mustafa Badreddine
verloren hatte. Der »große Führer« sei bei einer Explosion auf einem
»unserer Stützpunkte« in der Nähe des Flughafens der syrischen
Hauptstadt Damaskus getötet worden, hieß es in einer offiziellen
Mitteilung, die außerdem eine Untersuchung der genauen Umstände des
Vorfalls ankündigte.
Noch bevor diese Ermittlungen abgeschlossen waren, hatten deutschsprachige Medien den Fall aufgeklärt. T-Online verkündete, »Israel tötet Hisbollah-Anführer«, während das offenbar bestens vernetzte Boulevardblatt Der SPIEGEL auf seiner Website Raniah Salloum behaupten ließ und läßt, »die Hisbollah geht davon aus, dass es ein israelischer Bomben- oder Raketenangriff war«.
Zu diesem Zeitpunkt hatten israelische Medien bereits erste Analysen veröffentlicht, die das Ausbleiben einer Schuldzuweisung thematisierten: »Terror-Anführer der Hisbollah in die Luft gesprengt. Keine Vorwürfe gegen Israel!« Und auch die tagesschau hatte schon eine Art Dementi im Angebot: »Israel lässt nun verbreiten, nicht für den Tod Badreddines verantwortlich zu sein«.
Was genau der Torsten Teichmann damit meinte, wird freilich sein Geheimnis bleiben, denn in der israelischen Hauptstadt Jerusalem hatte ja niemand den Finger gehoben und die Verantwortung für die Familienzusammenführung im Jihadisten-Jenseits – dort wartete seit 2008 Mustafa Badreddines Cousin und Schwager Imad Mugniyah – übernommen. Und die Hisbollah untersuchte auch noch.
Doch mittlerweile sind diese Ermittlungen offenbar abgeschlossen. Ihr Ergebnis? »Der Opfertod unseres Märtyrers wurde durch Artilleriefeuer von in der Region aktiven Takfiri-Gruppen verursacht«. Als Takfiri, als »Abtrünnige«, bezeichnen das Regime in Damaskus und dessen Helfershelfer im Krieg um die Macht in Syrien konkurrierende islamistische Gangs.
Und so bleiben am Ende nur Fragen an die Raniah Salloums und Torsten Teichmanns: Wie kann eine Hisbollah etwas »vermuten«, das sie sogar auffällig gar nicht vermutet hat, wie eine Regierung »nun« etwas widerrufen oder »verbreiten lassen«, wo sie sich doch tatsächlich jedes Kommentars enthielt und enthält? Ist es nicht peinlich, wirkt terroristische Propaganda seriöser als man selbst?
tw24
Noch bevor diese Ermittlungen abgeschlossen waren, hatten deutschsprachige Medien den Fall aufgeklärt. T-Online verkündete, »Israel tötet Hisbollah-Anführer«, während das offenbar bestens vernetzte Boulevardblatt Der SPIEGEL auf seiner Website Raniah Salloum behaupten ließ und läßt, »die Hisbollah geht davon aus, dass es ein israelischer Bomben- oder Raketenangriff war«.
Zu diesem Zeitpunkt hatten israelische Medien bereits erste Analysen veröffentlicht, die das Ausbleiben einer Schuldzuweisung thematisierten: »Terror-Anführer der Hisbollah in die Luft gesprengt. Keine Vorwürfe gegen Israel!« Und auch die tagesschau hatte schon eine Art Dementi im Angebot: »Israel lässt nun verbreiten, nicht für den Tod Badreddines verantwortlich zu sein«.
Was genau der Torsten Teichmann damit meinte, wird freilich sein Geheimnis bleiben, denn in der israelischen Hauptstadt Jerusalem hatte ja niemand den Finger gehoben und die Verantwortung für die Familienzusammenführung im Jihadisten-Jenseits – dort wartete seit 2008 Mustafa Badreddines Cousin und Schwager Imad Mugniyah – übernommen. Und die Hisbollah untersuchte auch noch.
Doch mittlerweile sind diese Ermittlungen offenbar abgeschlossen. Ihr Ergebnis? »Der Opfertod unseres Märtyrers wurde durch Artilleriefeuer von in der Region aktiven Takfiri-Gruppen verursacht«. Als Takfiri, als »Abtrünnige«, bezeichnen das Regime in Damaskus und dessen Helfershelfer im Krieg um die Macht in Syrien konkurrierende islamistische Gangs.
Und so bleiben am Ende nur Fragen an die Raniah Salloums und Torsten Teichmanns: Wie kann eine Hisbollah etwas »vermuten«, das sie sogar auffällig gar nicht vermutet hat, wie eine Regierung »nun« etwas widerrufen oder »verbreiten lassen«, wo sie sich doch tatsächlich jedes Kommentars enthielt und enthält? Ist es nicht peinlich, wirkt terroristische Propaganda seriöser als man selbst?
tw24
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