Gleichwohl pilgern immer wieder Vertreter ausländischer Sicherheitskräfte nach Israel, um zu lernen, wie die Israelis ihre Flughäfen absichern und auch sonst den Terror in den Griff bekommen. Doch manche Methoden können nicht einfach nach Europa übertragen werden, wie zum Beispiel das „profiling“, wobei die Israelis gewisse Gruppen besonders im Visier haben: Araber, Moslems und alleinreisende junge Leute. Obgleich die meisten Attentäter auch in Europa und zuletzt in Nizza Moslems und Araber sind, gilt es als „Rassismus“, die als besonders verdächtig schärfer zu beobachten. Das gilt für die sexuellen Übergriffe vor dem Kölner Dom in der Sylvesternacht genauso wie am Flughafen von Brüssel oder im Nachtklub Bataclan in Paris, wo eine Gruppe Terroristen, die angeblich ISIS nahestanden, über 90 Menschen erschossen hatten. Inzwischen stellt sich heraus, dass die französischen Sicherheitsbehörden durchaus Informationen hatten über einen geplanten Anschlag im Bataclan Theater. Dennoch haben sie weder die Hauptverdächtigen verhaftetet noch die Besucher des Theaters gewarnt oder besonderen Polizeischutz bereitgestellt. Die ältere Schwester des französischen EM Torschützen Antoine Griezmann war unter den Überlebenden im Bataclan, weil sie sich totstellte, während um sie herum Menschen erschossen wurden, die sich noch bewegten.
Anders als Europäer haben die Israelis keine Hemmung, die Gefahren und die potentiellen Täter beim Namen zu nennen und vorsorglich zu inhaftieren.
Bemerkenswert ist die Darstellung des Anschlags in Nizza. Spiegel, Focus, FAZ, NZZ, Tagesschau und andere setzten in den Titel: „Lastwagen“ raste in Menschenmenge. Und weiter wurde aus Agenturmaterial zitiert, wonach ein „mutmasslicher Attentäter“ beteiligt war.

Es ist festzustellen, dass Lastwagen ganz von alleine fahren und dazu führen, dass „Menschen sterben“ (vermutlich an Herzversagen).
Wunderbar ist auch die Formulierung „mutmasslicher Attentäter“. Wenn es nur ein „Unfall“ war mit einem selbstfahrenden Lastwagen, dann kann es auch keinen Attentäter gegeben haben. Deshalb muss wohl von einem „mutmasslichen“ Attentäter geschrieben werden. Da der aber (aussergerichtlich) von Polizisten hingerichtet worden ist, wird man niemals die wahren Motive des Fahrers erfahren können, obgleich der eine Granate und „Waffenattrappen“ bei sich hatte.
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