Monday, February 26, 2007

London: Terror-Hintermann darf trotz anders lautendem Urteil vorerst in Großbritannien bleiben

Abu Qatada gilt als Bin Ladens Stellvertreter in Europa. Der gebürtige Jordanier hat in Großbritannien politisches Asyl beantragt - und zugleich zu Terroranschlägen aufgerufen. Er gilt nach Auffassung spanischer Sicherheitsbehörden als einer der Hintermänner der Bombenanschläge von Madrid. Und in seiner Heimat Jordanien wurde er wegen mehrfachen Mordes zum Tode verurteilt. Seine Hasspredigten fand man auch in der Hamburger Wohnung von Mohammed Atta, einem der Attentäter des 11. September. Ein Londoner Gericht ordnete nun die Rückführung des Mannes nach Jordanien an. Doch seine Anwälte legten Rechtsmittel dagegen ein. Immerhin könne der des Mordes für schuldig befundene Muslim bei seiner Rückführung nach Jordanien ja inhaftiert und gefoltert werden.
Im Klartext: Der Rechtsstreit geht weiter. Der radikale Islamist Abu Qatada bleibt für etwa zwei weitere Jahre in Großbritannien und kostet den britischen Steuerzahler weiterhin jährlich etwa 50.000 britische Pfund allein an Prozesskosten. (Quelle: Daily Mail 26. Februar 2007)
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