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Sunday, September 11, 2016

Zeichensetzung

Während nach einer Entscheidung des Obersten Gerichtshofs in Ramallah Ungewißheit darüber herrscht, ob die für den 8. Oktober geplanten »Kommunalwahlen« in Gaza und den umstrittenen Gebieten stattfinden werden, nutzt »Palästinenserpräsident« Abu Mazen sie für Aufräumarbeiten: Fatah-Mitgliedern, die auf fremden Listen kandidieren wollen, droht der Rauswurf aus der »Partei«.
Gleichzeitig hat der oberste Sozialdemokrat »Palästinas«, die Fatah ist Mitglied der Sozialistischen Internationale (SI), ganz offenbar keine Bedenken, kandidiert ein Terrorist für seine »Partei«, der bis heute stolz ist seine Verbrechen. In Hebron nominierte die Fatah mit Tayseer Abu Sneineh einen für seine Beteiligung an einem Attentat, das sechs Juden nicht überlebten, verurteilten Terroristen.
Der von der Fatah als »Held« Gefeierte gehörte zu einer Gruppe von vier »Palästinensern«, die im Frühjahr 1980 in Hebron mit Schußwaffen und Handgranaten ein Blutbad unter gläubigen Juden anrichtete, bei dem neben den sechs Ermordeten 20 weitere Menschen verletzt wurden. In Israel zu lebenslanger Haft verurteilt, wurden alle vier Attentäter noch in den 1980ern wieder freigepreßt.
Mit ihrer Entscheidung für Tayseer Abu Sneineh bekräftigt die Fatah, daß ihr wenig daran liegt, ein Partner für Israel auf der Suche nach Frieden zu sein. Sie feiert das Massaker an Gläubigen als »mutige Operation« und zeigt so, daß Tayseer Abu Sneineh sie nicht trotz, sondern wegen seiner Verbrechen repräsentiert. Abu Mazen könnte intervenieren. Daß er es unterläßt, belegt, wo er steht.
 tw24

Thursday, April 28, 2016

Ehrengast

»Wir«, erklärte »Palästinenserpräsident« Abu Mazen im Vorfeld seines jüngsten Besuchs in der deutschen Hauptstadt Berlin, »wir ermutigen unsere Jugendlichen nicht zur Gewalt«. Und nicht nur »wir«, sondern sogar er selbst lehne die Gewalt der aktuellen »Messer-Intifada« ab: »Ich bin gegen diese Angriffe und sage das immer wieder.« Folgen den Worten aber auch überzeugende Taten?
Aus Hebron berichtet an diesem Donnerstag Al-Hayat Al-Jadida, die amtliche Tageszeitung des Regimes in Ramallah, von Abschlußfeiern der von Mädchen besuchten Naser Al-Deen-Hochschule. Ergänzt wird der Bericht durch eine Seite voller Bilder, darunter – rechts unten – eine Aufnahme eines Porträts einer jungen »Palästinenserin«, die wohl nicht an der Feier teilnehmen konnte.
Und in der Tat: Kilzar Muhammad Abd al-Halim al-Awiwi konnte das Ende ihrer schulischen Ausbildung nicht mehr erleben, am 13. Februar wurde sie bei einem Angriff auf einen israelischen Soldaten getötet. Der mit einem Messer bewaffneten Terroristin gelang es dabei, ihr Opfer verletzen, bevor sie neutralisiert wurde. An ihrer Schule wird sie seither als »Märtyrerin« verehrt.
Das geht auch aus dem Bericht vom Schulabschluß hervor, in dem die Schulleitung immer wieder mit lobenden Worten über die Attentäterin zitiert wird. Kilzar Muhammad Abd al-Halim al-Awiwi sei eine »wahre Tochter unserer Schule« gewesen, eine »Perle« und daher ein »leuchtendes Vorbild« für die 384 anderen Absolventinnen, die noch persönlich ihre Zeugnisse empfingen.
Müßte Al-Hayat Al-Jadida als offizielles Sprachrohr der von Abu Mazen geführten »Regierung« nun aber nicht wenigstens vorsichtige Kritik an der Verehrung einer Terroristin an einer öffentlichen Bildungseinrichtung äußern, um den »Präsidenten« nicht Lügen zu strafen? Hätten die Reden nicht anders klingen müssen, wenn »wir [..] unsere Jugendlichen nicht zur Gewalt [..] ermuntern«?
 tw24

Wednesday, April 20, 2016

»Eingeknickt«

In Israel hat der Prozeß gegen den »Soldaten von Hebron« begonnen, der vor einem Monat einen am Boden liegenden »palästinensischen« Terroristen mittels Kopfschuß zum »Märtyrer« machte. Die letzten Momente im Leben des Terroristen hielt ein B’Tselem-Sympathisant in einem Video fest, das schneller auf Youtube landete als die Seele des Getöteten im Islamisten-Paradies.
Und auch wenn sich israelische Armee und Politik prompt lautstark vom Verhalten des Schützen distanzierten, weil der gegen die Einsatzregeln verstoßen habe, konnten sie nicht mehr verhindern, daß eine einst als seriös geltende Zeitung behaupten würde: »Wie ein übler Vorfall in Hebron zeigt, neigen israelische Soldaten nach palästinensischen Terrorattacken dazu, Selbstjustiz zu üben.«
Für das zweite deutsche Staatsfernsehen ist Nicola Albrecht nicht nur vor Ort, sondern führt von dort anschaulich vor, daß sie über die für diesen Job nötige Skrupellosigkeit verfügt. In ihrem »Bericht« erklärt sie vielsagend, der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu habe mit Kommentaren zum Prozeßauftakt »sehr deutlich« gemacht, »wem seine Sympathien [..] gelten«:
»Als Vater eines Soldaten und als Premierminister will ich noch einmal betonen: Die Armee steht hinter ihren Soldaten. Da ich das militärische Rechtssystem kenne, bin ich zuversichtlich, daß das Gericht alle Umstände berücksichtigen wird. Unsere Soldaten sind keine Mörder.«
Damit aber habe der Chef der Regierung in Jerusalem eine Kehrtwende vollzogen, hätten er und Verteidigungsminister Moshe Yaalon kurz nach der Tat doch noch »deutlich andere Worte gefunden«: »Dessen Vorwurf: Lynchjustiz«. Und weiter: »Gehör finden solche Worte innerhalb der rechts-konservativen Regierung kaum, im Gegenteil. Die Folge: Netanjahu knickt ein [..].«
Dumm nur, daß dieses »Einknicken« des israelischen Premiers ausschließlich im und für das heute-journal stattfand. Denn selbstverständlich hat Benjamin Netanjahu sich nicht mit dem Angeklagten solidarisiert, sondern – und was sollte er sonst tun? – sein Vertrauen in das israelische Rechtssystem betont, seine Gewißheit, daß das Gericht sorgfältig arbeiten und ein gerechtes Urteil fällen wird.
Man könnte das als Bekenntnis zu Gewaltenteilung und Rechtsstaat, eine eigentlich nicht weiter erwähnenswerte Selbstverständlichkeit für einen demokratischen Politiker, werten. Nicola Albrecht halluziniert und diffamiert lieber ein »Einknicken« und läßt sich als wahre Feindbildpflegerin dabei auch noch die wirkliche Story entgehen.
 tw24

Friday, April 08, 2016

Zürcher Einfalt

Über einen Text des auch für die israelische Zeitung Haaretz schreibenden Carlo Strenger in der NZZ hat – wahrscheinlich – ein Redaktor des teuren Qualitätsmediums aus Zürich einen Satz gesetzt, über den durchaus nachzudenken lohnt: »Wie ein übler Vorfall in Hebron zeigt, neigen israelische Soldaten nach palästinensischen Terrorattacken dazu, Selbstjustiz zu üben.«
Ja, so einfach ist das offenbar: Ein Vorfall, mögliches Fehlverhalten eines Soldaten, über dessen rechtliche und moralische Bewertung noch gestritten und verhandelt wird, belegt, daß »israelische Soldaten nach palästinensischen Terrorattacken dazu [neigen], Selbstjustiz zu üben«. Läßt sich massive Voreingenommenheit gegenüber israelischen Soldaten anschaulicher demonstrieren?
Käme jemand auf die Idee, die nahezu täglichen Messer-Attacken »palästinensischer« Terroristen als Beleg dafür zu zitieren, »Palästinenser« pauschal als tickende Zeitbomben zu betrachten, er oder sie könnte eine solche Vermutung wohl nicht in der NZZ unterbringen, weil sie – selbstverständlich – Unsinn ist. Doch israelische Soldaten zu verleumden, dafür ist sich das Blatt nicht zu schade.
Das Video, das den »üblen Vorfall in Hebron« zeigt, dem der Versuch vorausging, mindestens einen israelischen Soldaten zu ermorden, zeigt noch mehr: eine ganze Reihe Uniformierter, die nicht auf einen am Boden liegenden »palästinensischen« Terroristen schießen. Doch diese Passivität bedeutet offenbar – nichts. Denn »israelische Soldaten« neigen ja »dazu, Selbstjustiz zu üben.«
Beweist ein übler Satz über einem ansonsten vielleicht sogar akzeptablen Diskussionsbeitrag, daß die NZZ ein Hort von Antisemiten ist, von von Ressentiments beherrschten Dummköpfen? Noch jedenfalls ist der eine Satz unbeanstandet, also in den Augen der NZZ-Belegschaft ganz offenbar nicht problematisch. Was ein Schuß in Hebron doch alles in Zürich anrichten kann …
 tw24

Wednesday, April 06, 2016

Wahres Leid

Am 24. März zogen Ramzi al-Qasrawi und sein Komplize Abed al-Fattah al-Sharif mit der Absicht los, alsbald möglichst viele Juden zu verletzen oder zu ermorden. Die beiden »palästinensischen« Terroristen, die Hamas nennt sie Mitglieder, kamen freilich nicht weit. Beim Überfall auf einen israelischen Soldaten, dem sie Verletzungen zufügen konnten, wurden die Angreifer neutralisiert.
Während Ramzi al-Qasrawi sofort tot war, wurde Abed al-Fattah al-Sharif wenige Minuten nach seinem Mordversuch durch einen israelischen Soldaten erschossen, dem daher nun Totschlag vorgeworfen wird. Der tödliche Schuß ist in einem Video festgehalten, mit dessen Veröffentlichung die »NGO« B’Tselem noch am Tag des Geschehens die Terroristen als »Opfer« präsentierte.
Und obgleich Armee und Politik umgehend auf Distanz zu dem suspendierten und festgesetzten Soldaten gingen, der den tödlichen Schuß auf Abed al-Fattah al-Sharif abgefeuert haben soll, wurde Israel prompt von Feinden wie »Freunden« attackiert, die in dem noch gar nicht angemessen untersuchten Einzelfall schon einen Beleg für systematische »extralegale Tötungen« sehen wollten.
Daran, die Terroristen zu verurteilen, die sich selbst in die für sie tödliche Situation gebracht hatten, dachte unterdessen kaum jemand. Die Absurdität dieser gar nicht so klammheimlichen Sympathie mit Verbrechern kann allerdings noch übertroffen werden: Die Familie Abed al-Fattah al-Sharifs erwägt, Israel wegen erlittener »seelischer Qualen« anzuklagen. Geht es wohl noch makabrer?
 tw24

Tuesday, March 29, 2016

Qualitätsprodukt

Hans-Christian Rößler, für die »Zeitung für Deutschland« in Jerusalem stationiert, versucht, dem Publikum daheim zu erklären, wie Israel mit dem tödlichen Schuß eines Soldaten auf einen »palästinensischen« Terroristen in Hebron umgeht. Herausgekommen ist dabei ein Glanzstück kritischen deutschen Nahost-Journalismus’, zu dem der FAZ uneingeschränkt zu gratulieren ist.
Irgendwie scheint der Autor Vorurteile, möglicherweise sind es die eigenen oder solche, die er seiner Kundschaft zutraut, und die Realität in Übereinstimmung zu bringen, scheitert aber kläglich daran und verstrickt sich in Widersprüche. So behauptet er etwa, »Kritik am Vorgehen der israelischen Sicherheitskräfte kam bisher fast nur von den Palästinensern und aus dem Ausland«.
Und dann zitiert er Elazar Stern, einen früher für die Ausbildung von Offizieren zuständigen Generalmajor der Reserve, der »das schnelle Durchgreifen der Armeeführung« gegen den Soldaten, der den tödlichen Schuß abgegeben hat, »für richtig« hält: »Wenn wir einen Anschlag verhindern können, müssen wir den Angreifer töten, aber nicht mehr, wenn diese Gefahr gebannt ist«.
»Die Kommandeure hätten das Betselem-Vido [sic!] nicht gebraucht, sondern sofort selbst eine Untersuchung eingeleitet – dies sei aus eigenem Interesse geschehen, ›nicht weil wir Angst vor dem Ausland haben, sondern weil wir besorgt sind, welche Auswirkungen diese Tat auf andere Soldaten haben kann‹, sagt Stern. Denn im Ehrenkodex der israelischen Armee stehe die ›Reinheit der Waffen‹ ganz oben.«
Und genau dieses Vorgehen, diese Distanzierung der israelischen Streitkräfte von ihrem Soldaten, sollen also Ramallah und »das Ausland« kritisieren? Ähnlich wirr schildert Hans-Christian Rößler die politische Diskussion des Vorfalls. Er beginnt dazu mit einer Meinungsumfrage, nach der 56 Prozent der Befragten »das gerichtliche Vorgehen gegen den jungen Soldaten für falsch« halten.
Und dann folgt die Feststellung, »das sehen auch israelische Politiker ähnlich«. Das ist an sich nicht falsch. Es gibt aber auch den einen oder anderen israelischen Politiker, der »das« anders sieht. Unter ihnen Benjamin Netanjahu, israelischer Außenminister und Premier: »Die Tat des Soldaten widerspreche [..] den Werten der israelischen Armee und müsse deshalb untersucht werden«.
Auch hier stellt sich die Frage, wie diese Haltung des gewiß nicht ganz unwichtigen Chefs der Regierung zur Behauptung des Autors paßt, »Kritik am Vorgehen der israelischen Sicherheitskräfte kam bisher fast nur von den Palästinensern und aus dem Ausland«, falls der damit das Handeln des Soldaten und gerade nicht die Reaktion der israelischen Streitkräfte darauf meinen sollte.
Ganz offenbar versucht Hans-Christian Rößler, die »palästinensische« Version der Geschichte zu erzählen: Ein glückloser »palästinensischer« Verzweiflungstäter wird zunächst von der israelischen Soldateska daran gehindert, seine Mission erfolgreich zu beenden, und dann, beklatscht von ganz Apartheid-Israel, auch noch kaltblütig abgeknallt, als er sich schon nicht mehr wehren kann.
Freilich hat es sich so eben gerade nicht zugetragen. Noch stand (und steht) gar nicht fest, ob der tödliche Schuß des Soldaten auf einen Terroristen, der nur wenige Minuten zuvor einen Kameraden angegriffen hatte, ungerechtfertigt gewesen sein könnte, da sah er sich schon von Armee- und Staatsführung vorverurteilt. Und nun wird auch diese offizielle Reaktion selbst diskutiert.
Das nennt man lebendige Demokratie oder auch Rechtsstaat, Begriffe, die in der Region allerdings nur den wenigsten Menschen außerhalb Israels geläufig sein dürften. Den FAZ-Autor drängt es wohl, ihren Ressentiments, die zugleich die seiner Zielgruppe sind, gerecht zu werden. In diesem Fall hätte er darauf besser verzichtet. Denn das, was dabei herausgekommen ist, ist eine Zumutung.
 tw24

Friday, March 25, 2016

Verfrühtes Urteil

Mit der Veröffentlichung eines nicht eben angenehm anzuschauenden Videos, das das Ende eines am Boden liegenden »Palästinensers« durch einen Kopfschuß eines israelischen Soldaten am Donnerstag in Hebron dokumentieren soll, ist es der »NGO« B’Tselem einmal mehr gelungen, den Feinden Israels und Antisemiten in aller Welt ein unverdientes Geschenk zu bescheren.
Denn ganz unabhängig davon, wie israelische Gesellschaft, Politik und Sicherheitskräfte selbst auf das mögliche Fehlverhalten eines Soldaten reagieren und noch reagieren werden, sind die Aufnahmen für sie doch bereits Beweis ihrer Ressentiments und Ansporn, mit Haßbotschaften deutlich zu machen, welcher Druck auf jenen lastet, die für Israels Sicherheit verantwortlich sind.
Während Untersuchungen des Vorfalls erst begonnen haben, manipulieren die verwackelten Aufnahmen des B’Tselem-Videos bereits von der ersten Sekunde an: Sie zeigen, wenn überhaupt, nur einen Ausschnitt des Geschehens, ungesehen bleibt nämlich jener terroristische Angriff auf die israelischen Sicherheitskräfte, der dem wohl tödlichen Schuß auf einen der Angreifer vorausging.
Es liegen dort eben keine irgendwie Unschuldigen am Boden, sondern »Palästinenser«, von denen die Hamas behauptet, sie gehörten zu ihren »Kämpfern«, Terroristen, die eben noch Menschen verletzen und ermorden wollten. Doch weil ihr Angriff auf Menschen nirgends zu sehen ist, hat er, scheint’s, nicht stattgefunden. Thematisiert und verurteilt wird ausschließlich, was danach stattfand.
Und leider ließen sich auch israelische Politiker und Vertreter der Armee zu Äußerungen hinreißen, die doch vorschnell erscheinen. Zweifellos meinen sie es ernst, betonen sie, die israelischen Sicherheitskräfte lehnten extralegale Hinrichtungen ab, denn die seien unvereinbar mit jüdischen und den Werten der Streitkräfte. Gleichzeitig vorverurteilen sie damit aber auch ohne Not.
Der Soldat, der nach seinem Schuß auf einen von zwei »palästinensischen« Terroristen suspendiert und in Haft genommen wurde, erklärt, er habe befürchtet, der am Boden Liegende wolle einen Sprengstoffgürtel zünden. Danach hätte er mit seinem Schuß größeres Unheil verhindert. Selbst wenn er dabei schließlich irrte, ist diese Darstellung doch nicht gänzlich unplausibel.
Die für sie letztlich todbringende Situation verantworten allein die »palästinensischen« Terroristen und ihre Hintermänner. Sie waren es, die ein blutiges Massaker anrichten wollten und bei dem Versuch umkamen. Sie haben kein Mitleid verdient. Wer sich jedenfalls ausschließlich über ein denkbares Fehlverhalten eines israelischen Soldaten aufregt, mit dessen Werten stimmt etwas nicht.
 tw24

Sunday, January 03, 2016

Mitverantwortung

In der von »Palästinensern« beanspruchten Stadt Hebron wurden am Sonnabend mehr als ein Dutzend »Märtyrer« beigesetzt. Zehntausende Menschen nahmen nach Auskunft der amtlichen »palästinensischen« Nachrichtenagentur WAFA trotz nicht eben besten Wetters an den feierlichen Beerdigungen teil und schworen in Sprechchören, den Kampf der Toten fortzuführen.
Unübersehbare Flaggen von Fatah, Hamas und »Palästina« zeigten, wie eng das Bündnis zwischen »Staat« und Terroristen ist, wie groß die Übereinstimmung zwischen »Palästinenserführung(en)« und Bevölkerung: Keiner der als »Helden« Beigesetzten verlor unschuldig sein Leben, ausnahmslos alle waren in den vergangenen Wochen bei Angriffen auf Juden getötet worden.
Es liegt auf der Hand, wie unwahrscheinlich es ist, daß eine derart zugerichtete Gesellschaft innert eines überschaubaren Zeitraums sich als friedlicher Nachbar präsentieren könnte. Wo man sich der antisemitischen Mörder nicht schämt, sondern vielmehr noch ihre Beisetzung als Teil des Kriegs gegen Israel inszeniert und versteht, hat die Suche nach Frieden offensichtlich keine Priorität.
Und damit gewinnt das zunächst vielleicht lokale Ereignis auch internationale Bedeutung. Denn mit immer neuen Millionen sind es vor allem Amerikaner und Europäer, die das Regime in Ramallah stützen und mit ihm jene Gesellschaft finanzieren, die für den Mord an Juden lebt und für sonst kaum etwas. Wer hier wegsieht und die bisherige Nichtpolitik fortsetzt, macht sich mitschuldig.
Den »Palästinensern« muß deutlich gemacht werden, daß Terrorismus kein akzeptables Mittel der Konfliktaustragung ist, daß sie davon absehen müssen, »Märtyrer« zu verehren, um die zivilisierte Menschen keine Träne vergießen würden. In Hebron hat sich erneut ein »Palästina« gezeigt, das keine Zukunft hat. Das den »Palästinensern« zu vermitteln, ist Aufgabe ihrer Sponsoren.
 tw24