Saturday, February 20, 2016

Tausende Slowenen gegen Flüchtlingsunterkunft

Tausende Slowenen haben am heutigen Samstag gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in einem leerstehenden Baumarkt bei Kranj protestiert. Etwa 3000 Demonstranten versammelten sich am Nachmittag auf dem Parkplatz vor dem Baumax- Gebäude. Es wurden slowenische Fahnen geschwenkt, aus Lautsprechern dröhnte Volksmusik. "Slowenien den Slowenen und nicht den Migranten", war auf einem der Transparente zu lesen. Unter den Demonstranten befanden sich auch mehrere hochrangige Politiker der oppositionellen konservativen Demokratischen Partei von Ex- Premier Janez Jansa. Die Demonstration verlief friedlich, wegen einer Straßenblockade durch Traktoren kam es aber zu Verkehrsbehinderungen.Das slowenische Innenministerium betonte, dass der ehemalige Baumarkt nur eine der möglichen Flüchtlingsunterkünfte ist. Slowenien stellt sich wegen des österreichischen Grenzmanagements darauf ein, viel mehr Flüchtlinge unterbringen zu müssen als bisher. In der ersten Februar- Hälfte wurden 90 Asylanträge in Slowenien verbucht, was einer Verzehnfachung zum Jänner entspricht. Laut Innen- Staatssekretär Bostjan Sefic handelte es sich um Personen, "die von Österreich zurückgewiesen wurden".Laut dem Innenministerium kann Slowenien etwa 1000 Asylbewerber längerfristig unterbringen. Im Vorjahr haben 277 Personen in Slowenien um Asyl angesucht. Wegen des österreichischen "Grenzmanagements" will auch Slowenien weniger Migranten ins Land lassen. Innenministerin Vesna Györkös Znidar betonte am Mittwoch, dass sich Ljubljana im Rahmen der österreichischen Kontingente - 80 Asylanträge und 3.200 Durchreisen pro Tag - bewegen werde.
 krone.at

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