Mit bewegenden Worten hat sich der langjährige britische
Sozialdemokrat Michael Abraham Levy, heute bekannter als Lord Levy,
gegen antisemitische Tendenzen in seiner Partei und der britischen
Gesellschaft insgesamt ausgesprochen. In einem Interview mit dem Sender Sky News sagte der Politiker, er sei »schockiert und entsetzt« über antisemitische Äußerungen von Parteimitgliedern.
Zwar habe die Partei in solchen Fällen oft mit (freilich zeitlich begrenzten) Suspendierungen der Mitgliedschaft schnell reagiert, dennoch erwarte er deutlichere Signale von der Parteiführung, daß sie Antisemitismus nicht dulde. Andernfalls, so der erfolgreiche Parteispendensammler weiter, müsse er sich überlegen, ein Zeichen zu setzen und seine Unterstützung der Partei hinterfragen.
Erst kürzlich beispielsweise mußte die Labour Party die Mitgliedschaft ihrer Aktivistin Vicki Kirby bereits ein zweites Mal wegen antisemitischer Äußerungen aussetzen. Die Sozialdemokratin hatte es bis zur Parlamentskandidatin gebracht, als sie ankündigte, »ich werde niemals vergessen, wie gefährlich Israel ist, und ich werde dafür sorgen, daß meine und deren Kinder das nie vergessen«.
»Wir haben Israel erfunden, als wir sie vor Hitler retteten«, so Vicki Kirby bei anderer Gelegenheit, »heute scheint er ihr Lehrer zu sein«. Wenn sie daneben noch über die »großen Nasen« von Juden nachdachte, wird man ihr das angesichts ihrer anderen Ausfälle schon gar nicht mehr vorgeworfen haben. Mit dem Gerry Downing wollte ein weiterer Sozialdemokrat »die Judenfrage lösen«.
Der Parteiausschluß für diese Äußerung wurde nach einem Widerspruch zurückgezogen, nachdem er aber die islamistischen Terroranschläge vom 11. September 2001 verteidigte, wurde auch Gerry Downings Mitgliedschaft bei der Labour Party erneut ausgesetzt. Dennoch wirkt diese Reaktion bestenfalls halbherzig, stellt das größte Problem für die Partei derzeit doch ihr Vorsitzender dar.
Jeremy Corbyn wird vorgeworfen, zu tolerant auf den Antisemitismus von Menschen zu reagieren, mit denen er sich umgibt: Vertreter von Hamas und Hisbollah soll er als »Freunde« bezeichnet und an Veranstaltungen des Holocaust-Leugners Paul Eisen teilgenommen haben. Die Labour Party hat ein Antisemitismus-Problem, und Forderungen, es anzuerkennen und anzugehen, sind berechtigt.
Um so beschämender ist es, muß die Parteiführung um Jeremy Corbyn öffentlich dazu aufgefordert werden, ihre Zurückhaltung endlich aufzugeben und ernsthaft gegen Antisemitismus vorzugehen. Wenn auch Jonathan Arkush, Präsident des wichtigen Board of Deputies of British Jews, warnt, »die meisten britischen Juden mißtrauen der Labour Party«, ist es überfällig, Lord Levy zu folgen.
tw24
Zwar habe die Partei in solchen Fällen oft mit (freilich zeitlich begrenzten) Suspendierungen der Mitgliedschaft schnell reagiert, dennoch erwarte er deutlichere Signale von der Parteiführung, daß sie Antisemitismus nicht dulde. Andernfalls, so der erfolgreiche Parteispendensammler weiter, müsse er sich überlegen, ein Zeichen zu setzen und seine Unterstützung der Partei hinterfragen.
Erst kürzlich beispielsweise mußte die Labour Party die Mitgliedschaft ihrer Aktivistin Vicki Kirby bereits ein zweites Mal wegen antisemitischer Äußerungen aussetzen. Die Sozialdemokratin hatte es bis zur Parlamentskandidatin gebracht, als sie ankündigte, »ich werde niemals vergessen, wie gefährlich Israel ist, und ich werde dafür sorgen, daß meine und deren Kinder das nie vergessen«.
»Wir haben Israel erfunden, als wir sie vor Hitler retteten«, so Vicki Kirby bei anderer Gelegenheit, »heute scheint er ihr Lehrer zu sein«. Wenn sie daneben noch über die »großen Nasen« von Juden nachdachte, wird man ihr das angesichts ihrer anderen Ausfälle schon gar nicht mehr vorgeworfen haben. Mit dem Gerry Downing wollte ein weiterer Sozialdemokrat »die Judenfrage lösen«.
Der Parteiausschluß für diese Äußerung wurde nach einem Widerspruch zurückgezogen, nachdem er aber die islamistischen Terroranschläge vom 11. September 2001 verteidigte, wurde auch Gerry Downings Mitgliedschaft bei der Labour Party erneut ausgesetzt. Dennoch wirkt diese Reaktion bestenfalls halbherzig, stellt das größte Problem für die Partei derzeit doch ihr Vorsitzender dar.
Jeremy Corbyn wird vorgeworfen, zu tolerant auf den Antisemitismus von Menschen zu reagieren, mit denen er sich umgibt: Vertreter von Hamas und Hisbollah soll er als »Freunde« bezeichnet und an Veranstaltungen des Holocaust-Leugners Paul Eisen teilgenommen haben. Die Labour Party hat ein Antisemitismus-Problem, und Forderungen, es anzuerkennen und anzugehen, sind berechtigt.
Um so beschämender ist es, muß die Parteiführung um Jeremy Corbyn öffentlich dazu aufgefordert werden, ihre Zurückhaltung endlich aufzugeben und ernsthaft gegen Antisemitismus vorzugehen. Wenn auch Jonathan Arkush, Präsident des wichtigen Board of Deputies of British Jews, warnt, »die meisten britischen Juden mißtrauen der Labour Party«, ist es überfällig, Lord Levy zu folgen.
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